ALGII - wer hat eine Wohnung die zu gross / zu teuer ist?

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Beitrag von abendrot79 08.12.09 - 21:51 Uhr

Hallöchen!

Ich bekomme ergänzendes ALGII und bin gerade auf der Suche nach einer kleineren / günstigeren Wohnung. Ich habe heute eine Wohnung angeguckt die 2qm zu gross und 30 Euro zu teuer ist .... ob mir das zum Verhängnis wird? #kratz Generell ist es ja meine Sache was ich mit meinem Geld mache - also wenn ich meine die 30 Euro selber finanzieren zu wollen / können ... oder? #gruebel

Wie hat die ARGE bei euch reagiert? Wird die Wohnung direkt abgelehnt? Macht es einen Unterschied ob ich nur ALGII beziehe oder ob es sich um ergänzendes ALGII handelt?

Die Wohnung wäre halt echt toll und liegt direkt neben dem Kiga meiner Tochter ....

#danke für eure Meinungen,
abendrot79

Beitrag von nini800 08.12.09 - 21:59 Uhr

Hallo,

wir hatten vor ein paar Jahren während der Elternzeit ALGII erhalten. Vor der Geburt unseres Kindes mussten wir umziehen (Platzgründen). Unsere Wunschwohnung lag 5 Euro drüber und was soll ich sagen, wir durften sie nicht nehmen. Sind dann zum Vermieter, der dann irgendetwas geändert hatte (was genau kann ich nicht mehr sagen), zum Schluss stand der selbe Mietpreis da, jedoch anderen Grundpreis und Nebenkosten (glaub ich). Seit fast 3 Jahren wohnen wir in unserer Wunschwohnung und beziehen schon ganz lange keine Geld mehr vom Amt.

Das ist immer eine Sache des Bearbeiters, also viel Glück.

LG

Beitrag von nightwitch 08.12.09 - 22:03 Uhr

Hallo,

wir haben eine Wohnung "genehmigt" bekommen, die zu groß und dementsprechen zu teuer war. Aber wir haben auch keinerlei Kostenübernahme haben wollen (Umzug, Renovierung oder Kaution). Es wurde auch bis zur Geburt unserer jüngsten Tochter nur die alte Miete gezahlt. Jetzt ist unsere Wohnung angemessen und wird komplett übernommen. Wir haben aber fast die ganze Zeit nur ergänzendes ALGII bekommen (2 Monate nur ALGII)

Ruf einfach mal morgen bei deinem Sachbearbeiter an und erkundige dich direkt :-)

Gruß
Sandra

Beitrag von mel1983 08.12.09 - 22:04 Uhr

Hallo abendrot,

ja. Ich wohne in einer zu großen Wohnung bzw. bin während des ALGII-Bezuges in eine solche gezogen. Die Wohnung davor war angemessen.

Was ist seitens des Amts passiert?
Folgendes:

Den Umzug habe ich vorher beantragt. Gründe dafür gab es. Es wurde abgelehnt.

Das bedeutet für mich, ich habe Umzugskosten, Renovierungskosten und die Kaution selbst aufgebracht.
Desweiteren zahle ich alles, was über dem Preis der vorigen Wohnung liegt selbst.

Dies alles hätte ich aber auch tun müssen, wenn ich eine neue Wohnung in gleicher Größe zu gleichem Preis bezogen hätte. Denn in den Augen des Amtes gab es keinen Grund umzuziehen.

Bei dir - so nehme ich an - wird ein Umziehen erbeten, weil die Wohnung zu groß ist?

Dann kann es sein, dass du Umzugskosten und Renovierungkosten auch bekommst, wenn die neue Wohnung ein wenig größer, aber kleiner als die alte ist. Das weiss ich nicht.

Wieviel ist deine jetzige denn zu groß bzw. zu teuer?

Ich würds einfach probieren. Mit dem Angebot direkt hingehen, bzw. bei Ablehnung nachfragen, wie es sich verhält.

In meiner Ablehnung stand direkt drin, dass ich trotzdem umziehen kann und was mir "blüht". Aber ich wurde vom Amt wie gesagt nicht aufgefordert umzuziehen.

Grüße
PS: ich glaube es macht keinen Unterschied ob ALGII voll oder ergänzend.

Beitrag von hellokitty87 08.12.09 - 22:30 Uhr

Hallo Abendrot79,

grundsätzlich ist es so, dass was als angemessen gilt, nicht im Gesetz festgelegt ist. Zunächst müssen die Kosten der Wohnung für den ersten Bewilligungszeitraum von 6 Monaten voll übernommen werden (ALG I - Erstbezieher; was bei dir jedoch mit aller Wahrscheinlichkeit nicht zutrifft).

Die Angemessenheit der Wohnung richtet sich sowohl nach Wohnungsgröße (als angemessen gilt (dabei handelt es sich lediglich um RICHTLINIEN,:
45-50 qm 1 Person;
60 qm oder 2 Zimmer für 2 Personen;
75 qm oder 3 Zimmer für 3 Personen;
85-90qm oder 4 Zimmer für 4 Personen) als auch nach der tatsächlichen Miete (Maßstab ist hier der örtliche Mietspiegel).

Im Einzelfall kann es jedoch zu sehr unterschiedlichen Handhabungen kommen. Insbesondere dürfte entscheidend sein, ob billigere Wohnungen überhaupt zur Verfügung stehen und weshalb du überhaupt umziehen möchtest.

Hast du den örtlichen Mietspiegel schon einmal gecheckt? Wichtig ist eigentlich die Argumentation und die Sympathie des Sacharbeiters.

Wie groß ist denn die Wohnung, die du beziehen möchtest? qm und Anzahl der Zimmer?

Beitrag von hellokitty87 08.12.09 - 22:32 Uhr

ich meinte ALG II Erstbezieher

Beitrag von crazydolphin 09.12.09 - 12:08 Uhr

lass abklären. es gibt auch fälle, bei denen man sagt, den rest finanzier ich selber und ist dann deine sache ob du hin kommst oder nicht. ich kenne solche fälle die den restbetrag selber zahlen.