noch-mann will sorgerecht an mich abgeben......aber wie?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von stern18401 08.12.09 - 22:45 Uhr

hallo,

mein noch-mann ist bereit nach vielen streitigkeiten mir das alleinige sorgerecht zu übertragen...................


wie macht man das.............

reicht da ein anwalt?


vielen dank........


liebe grüße

Beitrag von krypa 09.12.09 - 06:08 Uhr

Hallo stern18401,

wie alt sind denn die Kinder?

Um was gibts denn Streit?


Im ersten Taumel des Trennungskrieges ist so eine gravierende Entscheidung schnell getroffen.
Eine Sorgerechtsänderung muß vom Gericht verhandelt und beschlossen werden.

Überleg dir das nochmal! So eine Sorgerechtsabgabe ist oft der Anfang und die Zementierung einer dauerhaften
Abwendung von den Kindern seitens des Vaters.

MfG krypa

Beitrag von stern18401 09.12.09 - 11:58 Uhr

hallo,

wir haben streit weil er sich seit der trennung im juli nicht gekümmert hat!

unser sohn hat epilepsie und der vater meiner kinder ist nicht telefonisch erreichbar!

aufgrund dieses zustandes wollten wir von ihm den medi. teil seines sorgerechts haben!

diese verweigert er bis heute!

dann sind noch viele kleinigkeiten dazu gekommen!

aufgrund dieser ganzen sachen wollte ich das alleinige sorgerecht beantragen!

nun will er ja einwilligen!

ein glück!

danke für deine antwort!


liebe grüße!

Beitrag von karna.dalilah 09.12.09 - 07:19 Uhr

Per Notar geht dass nicht, die elterliche Sorge muss dir per Gerichtsbeschluss übertragen. In der Regel geht das bei Einigkeit ganz fix.

"So eine Sorgerechtsabgabe ist oft der Anfang und die Zementierung einer dauerhaften
Abwendung von den Kindern seitens des Vaters."
Nun dazu meine Erfahrung. Der KV meines ersten Kindes hat vor Gericht bei der Scheidung erklärt, dass das Sorgerecht auf mich allein übertragen werden soll.
Er hat nie den Kontakt zu ihr verloren, im Moment ist er ziemlich sauer auf sie weil sie ziemlichen Bockmist verzappt hat ;-)
Er hat ihr beim Packen für ihrem Umzug geholfen, beim Renovieren ihres Zimmers wann immer sie neue Farbe darin wollte.
Die oben genannte Aussage würde ja bedeuten, das nichtsorgeberechtigte Väter sich oft von ihren Kindern abwenden, was aber im Absurdum zu anderen Aussagen steht, dass viele der Väter sich mehr um ihre Kinder kümmern wollen und Verantwortung tragen wollen.
Warum sollten diese Väter die sich aufgrund des fehlenden Sorgerechts von ihren Kindern abwenden, das Sorgerecht haben wollen???
Was ist das für eine menschliche Fehlleistung, seine Zuneigung zum Kind vom Sorgerecht abhängig zu machen?
Umgekehrt würde es bedeuten dass sorgeberechtigte Väter kaum den Kontakt zu ihren Kindern verlieren. Nun hier liest man oft vom Gegenteil.

Klärt das beide in Ruhe und dann leitet die entsprechenden Schritte ein.
Klärt im Vorfeld welche Rolle in welchem Umfang er bei/für die Kinder übernehmen möchte.

Alles Gute für euch
Karna


Beitrag von krypa 09.12.09 - 11:34 Uhr

Hallo k.d.,

bei hochstrittigen Scheidungen ist so eine Sorgerechtsabgabe meiner Erfahrung nach ein Alarmsignal!

Dein 'Fall' ist da irrelevant. Sry, du lebst in Anderen nicht ein zweites Mal, heißt, deine Erfahrung ist überhaupt nicht übertragbar.

Ich kenne allein 4 Mütter, die heute ihre Annahme des alleinigen Sorgerechts nach der Scheidung bitter bereuen, weil die Väter sich dann ganz aus dem Leben ihrer Kinder ausgeklinkt haben. Traurig, aber wahr.

Natürlich hat das 'Sorgerecht' was mit den tatsächlichen Zuwendungsmöglichkeiten zu tun! Es steht ja auch mit ''Pflicht und Recht, für das Kind zu sorgen'' so im BGB.

Primär mit Liebe zu den Kindern hat das erst mal nichts zu tun, aber eben in der Folge. Elterliche Sorge mit Personensorge, Gesundheitsfürsorge und finanzieller Sorge inkl. Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein umfassendes Alles-oder-Nichts - Paket, das sehr wohl etwas mit Würde und elterlicher Selbstachtung zu tun hat.
Nichtmitinhaber elterlicher Sorge zu sein, ist herabwürdigend und kränkend. D a s bremst und gefährdet die Liebe zu den Kindern.

Natürlich ist ein Sorgeverlust bei Scheidung dann nochmal was ganz anderes als eine väterliche Sorglosigkeit zu Beginn des neuen Lebens.

Die Kränkungsaufladung bei strittigen Scheidungen
ist nicht vergleichbar mit den Umständen von Elternschaften bei losen Paarbindungen nach Geburt eines Kindes.

Alle liebevollen menschlichen Beziehungen sind durch Kränkungen gefährdet und gehen durch übermäßige Kränkungen kaputt.

Das sollte man/frau immer auch beachten.

MfG krypa

Beitrag von karna.dalilah 09.12.09 - 14:03 Uhr

die Kränkungen geschehen durch den Expartner bzw einer Situation und nicht durch das Kind, warum bitte ist dann die Beziehung zum Kind und die Liebe gefährdet.
Hat das Kind doch mit der Kränkung nichts zu tun.

Beitrag von krypa 09.12.09 - 18:26 Uhr

Hallo k.d.,

....weil der eigenständige, unbehinderte Zugang zum Kind gefährdet ist. Das Kind ist gleichsam 'nur' ein
Unterhalts- und Umgangskind und nicht in lebendiger Fülle ein Fürsorge- und Nähekind.
Stets liegt die Alleinsorge (Macht) der Mutter als Filter zwischen Kind und Vater.

Mfg krypa

Beitrag von stern18401 09.12.09 - 11:53 Uhr

#dankefür die antwort!


liebe grüße

Beitrag von rubberduck01 09.12.09 - 09:46 Uhr

Wie gesagt, die Sorgerechtsübertragung findet per Gerichtsverhandlung statt.

Bevor es soweit kommt wird der KV für ein ( oder mehrere ) Beratungsgespräche beim JA einbestellt, bei dem ihm immer wieder erklärt wird, das er mit der Sorgerechtsabgabe massiv dem Kindeswohl schadet, besonders wegen so einem Pillefix wie Unstimmigkeiten mit der Ex.

Spätestens dann, kippen 90 % der Väter um und es werden Mediatorengespräche terminiert um die Elternebene der Erwachsenen zu stabilisieren.

die Gummiente

Beitrag von stern18401 09.12.09 - 11:48 Uhr

hallo gummiente,

wir hatten schon ein solches gespräch beim ja.

solche gespräche zur festigung bzw einigung wurden vom ja vorgeschlagen, wurden aber von mir wie auch von ihm abgelehnt!

seit unserer trennung anfang juli,

hat sich der vater meiner kinder nicht 1 einziges mal gekümmert!



danke für deine antwort


liebe grüße

Beitrag von manavgat 09.12.09 - 10:57 Uhr

Das macht man notariell!

Gruß

manavgat

Beitrag von stern18401 09.12.09 - 12:00 Uhr

also nicht vor gericht?


#gruebeljetzt bin ich leicht verwundert!


die anderen schrieben ja ...........gerichtlich!


danke für deine antwort


liebe grüße!

Beitrag von manavgat 10.12.09 - 10:56 Uhr

Du machst eine notarielle Vereinbarung.

Diese reichst Du bei Gericht ein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mirabelle 10.12.09 - 12:15 Uhr

Ja und das gericht setzt dann eine Anhörung an zu der eine Stellungsnahme des jugendamtes eingefordert wird.

Alles genauso wie ohne notarielle Vereinbarung - mit dem Unterschied , das so eine notarielle Vereinbarung so ein paar Euronen ( vermutlich 3 - Stellig ) kosten wird, und dies nicht mittels PKH getragen wird.

M.

Beitrag von karna.dalilah 09.12.09 - 14:22 Uhr

Das ist so nicht richtig.
Wir haben damals auch eine Erklärung über die Übertragung der elterlichen Sorge gemacht- sie wurde nicht anerkannt vom Jugendamt.
Wir mußten die SG-Übertragung übers Familiengericht machen lassen.

Im www. findet man folgendes dazu:
http://www.deutsche-anwaltshotline.de/info/familienrecht/sorgerechtsuebertragung.php?gclid=CLPG1Ky4yZ4CFReBzAodMyeDrg

Beitrag von simnik 09.12.09 - 20:42 Uhr

wenn du noch warten kannst, mach es gleich mit der Scheidungsverhandlung mit

das klappte bei mir super

ich musste dann noch mal alleine zum JA zu Befragung, ob ich es alles allein schaffe und so und das war es dann

Simnik