Elterngeld wird versteuert?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von brisell82 09.12.09 - 11:17 Uhr

Hallo alle zusammen, ich bin echt verärgert.Ich habe gestern erfahren, dass wenn man nicht innerhalb des einen Jahres in dem man das Elterngeld bekommt, wieder arbeiten geht, das dann das Elterngeld versteuert wird.es wir dann geschaut, was der Partner verdient.Das kann doch wohl nicht wahr sein oder?#schock
Ich kann mir das garnicht vorstellen, wie soll das denn dann noch möglich sein #schockzuhause bleiben zu könnenIich bin echt wütend, da wird einem ja noch nicht mal der Dreck unter den Fingernägeln gegönnt...:-[

Habt ihr auch schon was darüber gehört?Ich wollte eigentlich wenn unsere Kleine im März geboren wird 1,5 Jahre zuhause bleiben,da es Finanziell dann schon brenzlich werden würde,aber dann darf ich von dem bischen dann noch was weg legen,weil ich das zurück zahlen muss???

Mir fehlen die Worte...

Lg brisell

Beitrag von sweetstarlet 09.12.09 - 11:19 Uhr

das hab ich noch nie gehört. glaube ich nicht.

Beitrag von brisell82 09.12.09 - 11:21 Uhr

Ich habe das von einer Krankenschwester gehört, die deshalb angeschrieben würde und jetzt Geld zurück zahlen muss...Man das ist doch echt sch...der eine sagt das der andere das...

Beitrag von kaethe68 09.12.09 - 11:52 Uhr

Hallo sweetstarlet!

Das hat leider nichts mit glauben zu tun... es stimmt nämlich!

LG Käthe

Beitrag von snudine29 09.12.09 - 11:19 Uhr

Liebe Brisell,

leider ja, wir haben 2008 gute 450 euro nachgezahlt....

Eine Schweinerei....Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden auch nicht mit angerechnet, es sei denn es ist auf die Monate runtergerechnet.

LG Snudine

Beitrag von binecz 09.12.09 - 11:20 Uhr

Waaaas? *ungläubig guck*
Das gibt es doch nicht. Erst sind es statt 12 nur 10 Monate weil der MuSchu angerechnet wird, und dann auch noch versteuern?
Na das ist ja mal ne Familienpolitik. Ein HOCH auf Frau v.d.L. #contra

Beitrag von punkt3 09.12.09 - 11:29 Uhr

Man, immer dieses Gemecker! Wir können froh sein, dass wir in Deutschland leben und dass wir Elterngeld bekommen! Wenn man eine „Förderung“ erhält und nichts anderes ist in meinen Augen das Elterngeld, dann muss man sich doch im Vorfeld erkundigen, unter welchen Voraussetzungen das erfolgt. Das Elterngeld selbst wird nicht versteuert. Aber es erhöht im Zweifel den Steuersatz des Partners / der Familie, weil dieser progressiv (also eine „runde“ Kurve ist), je mehr man verdient, umso höher der Steuersatz. Das Elterngeld wird dann also auf das Einkommen des Partners drauf gerechnet und davon werden am Jahresende die Steuern berechnet. Wenn man aber andere Abzugsfaktoren wie Werbungskosten, Kinderbetreuungskosten hat usw. ist nicht gesagt, dass man was nachzahlen muss.
Das hat auch nichts mit länger als ein Jahr oder kürzer zu tun, innerhalb dessen man nicht arbeiten geht…. Auch ein Monat Elterngeld (Dezember) erhöht das Jahreseinkommen, aber wirkt sich meist nicht mehr auf die Höhe des Steuersatzes aus.

Echt wütende Grüße über so ein Statement
Punkt

Beitrag von palea 09.12.09 - 14:45 Uhr

Danke für diesen tollen Kommentar! Letztlich können wir wirklich dankbar sein für das, was wir bekommen.
Nichts desto Trotz kann ich in gewisser Weise auch die Meckernden verstehen: Wenn man mit den Vorjahren vergleicht, wird - auch - am Elterngeld inzwischen sehr gespart.

ABER, ich schließe mich Dir an und freue mich über die finanziellen Unterstützung, die wir bekommen werden - Immerhin 100% mehr als in vielen anderen Ländern!!

Hab Dank für Deine klaren Worte!

palea #katze

Beitrag von kleiner-gruener-hase 09.12.09 - 11:21 Uhr

Jep, das ist richtig so: http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/Elterngeld-Finanzamt-kassiert_aid_549939.html

Beitrag von 19jasmin80 09.12.09 - 11:23 Uhr

*grml*

Beitrag von 19jasmin80 09.12.09 - 11:22 Uhr

Meinst Du IM 1. Erziehungsjahr oder danach?
Wär mir neu dass es im 1. Jahr versteuert wird.

Beitrag von brisell82 09.12.09 - 11:25 Uhr

:-[Ich könnt kotzen und heulen vor Wut...

Echt toll unsere Familien Politik...#contra

Beitrag von kleiner-gruener-hase 09.12.09 - 11:27 Uhr

Und trotzdem können wir uns nicht beschweren, in vielen anderen Ländern gibt es gar nichts!

Beitrag von lea9 09.12.09 - 11:28 Uhr

Das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, das steht doch überall.

Damit wird dein Elterngeld mit dem Einkommen deines Partners verrechnet und dann der Steuersatz dafür berechnet.

Es ist also nicht wirklich steuerpflichtig, aber irgendwie doch. Wie sagte mein Steuerberater - von hinten durch den Kopf ins Auge...

Beitrag von psa 09.12.09 - 11:28 Uhr

Und was ist wenn man nicht verheiratet ist ?

Beitrag von lea9 09.12.09 - 11:30 Uhr

Dann eigentlich nicht. Dann bist du ja mit deinem Einkommen sicherlich unter der Freibetragsgrenze.

Beitrag von psa 09.12.09 - 11:35 Uhr

Ich denke mal...sind dann ich schätze mal so 850 Euro + Kindergeld noch dazu...wo liegt denn die Grenze ???

Beitrag von lea9 09.12.09 - 11:36 Uhr

Bei 7500 oder sowas. Google doch mal Progressionsvorbehalt, da steht genau, wie das funktioniert und wann das wie verrechnet wird.

Beitrag von psa 09.12.09 - 11:36 Uhr

Ok, danke, werde ich mal machen !

LG

Beitrag von fellfighterin 09.12.09 - 11:29 Uhr

Liebe Brisell,

das was du meinst nennt man Progressionvorbehalt. Es bedeutet das das Elterngeld auf den Lohn von deinem Mann angerechnet wird und wenn ihr dann in eine höhere Steuerklaase kommt müsst ihr Lohnsteuer nachzahlen. Das kann quasi jeden treffen der Elterngeld bekommt. Es ist auch egal ob du gleich danach wieder arbeiten gehst oder nicht.

Aber das steht auch im Gesetzestext zum Elterngeld.
Kann deinen ärger ja verstehen genauso wie man nur ingesamt 12 Monate Elterngeld erhält wenn man Mutterschaftsgeld bezieht. Der Teufel versteckt sich leider hier im Detail aber ganz ehrlich im großen und ganzen ist das Elterngeld schon besser als das Erziehungsgeld. Weil jeder es bekommt und für gering Verdiener wird es ja durch die 1000Eurogrenze aufgestockt.

LG Felli

Beitrag von brisell82 09.12.09 - 11:32 Uhr

Ich bin aber nicht verheiratet was bedeutet das dan für mich?

Beitrag von miau2 09.12.09 - 11:49 Uhr

Hi,
das bedeutet für dich, dass das Einkommen von deinem Partner egal ist.

Es wird Dein steuerpflichtiges Einkommen aus dem Jahr bzw. den Jahren mit Lohnersatzleistung (Elterngeld, aber auch Mutterschaftsgeld, Krankengeld...) genommen. Dann werden darauf die Lohnersatzleistungen gerechnet. Dann wird daraus dein individueller Steuersatz ermittelt - wie der aussieht kann dir hier niemand beantworten. Und mit dem Steuersatz wird dann dein steuerpflichtiges Einkommen (und Lohnersatzleistungen wie Elterngeld sind NICHT steuerpflichtig) versteuert.

Also z.B. wenn du 2009 Jan- Juni gearbeitet und Juli - Dez. Lohnersatzleistungen in Form von Mutterschaftsgeld und Elterngeld bezogen hast wird das Einkommen Jan - Jun genommen, dazu die Ersatzleistungen Jul-Dez gerechnet, daraus wird dann der Steuersatz ermittelt, und damit wird dann das Einkommen Jan-Jun versteuert.

Es kann dir niemand pauschal sagen, ob du mehr zahlen musst, ob es überhaupt Auswirkungen hat, wenn ja, wie viel das ist. Kleiner Tipp: besorg dir eine Steuersoftware und rechne es dir einfach vorab mal aus - dann gibt es keine Überraschungen.

Die Aussage "Elterngeld wird versteuert" ist im Prinzip falsch. Es sorgt halt oft für einen höheren Steuersatz und damit eine höhere Steuerlast. Und man ist zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, wenn man in einem Jahr Lohnersatzleistungen über einer bestimmten Höhe (irgendwas mit gut 400 Euro, meine ich) bekommen hat.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von fienchen 09.12.09 - 11:48 Uhr

hallo


das mit dem progressionsvorbehalt ist ja schon ein alter hut.

ich persönlich bin froh, daß es das elterngeld gibt, denn

1.) hätten wir damals beim erziehungsgeld nur 6 monate geld bekommen und das waren irgendwas gesamt um die ca 600 euro
2.) beim elterngeld bekommt man definitv mehr und länger geld siehe den 300 euro sockelbetrag. (10 bzw. 12 monate)
3.) bei geringverdienern wird noch aufgestockt auch ganz interessant in meinem fall

lg nadine mit muckelchen 18 ssw

Beitrag von kaethe68 09.12.09 - 11:56 Uhr

Hi,

Freunde von uns dürfen 1250 Euro Steuern für die 10 Monate Elterngeld nachzahlen.

Daraufhin waren wir beim Steuerberater und wissen nun, dass wir uns am Ende der 10 Monate Elterngeld auf eine Nachzahlung von ca. 900 Euro einstellen müssen, d.h. wir legen jeden Monat 100 Euro vom Elterngeld zurück.

Diese Regelung trifft besonders die, die wesentlich mehr als das Minimum erhalten; das Elterngeld wird zwar nicht direkt versteuert, da es sich aber um eine Lohnersatzleistung handelt, wird es am Ende des Jahres dem Einkommen des Partners zugerechnet und fällt somit in die Progression.

Eventuell kann es für die betreffenden Paare günstiger sein, das Elterngeld auf 20 Monate zu je 50% zu splitten, weil dadurch die Progression abgemildert wird. Das kommt besonders für diejenigen in Frage, die ohnehin planen, 18 Monate oder mehr zu Hause zu bleiben, da das Elterngeld dann bis zum 22. Lebensmonat des Kindes gezahlt wird.

Tja, für mich als "Gutverdiener" sieht´s dann so aus:
-Die ersten zwei Monate Mutterschaftsgeld, wird auf die 12 Monate Elterngeld voll angerechnet, daher Elterngeld: 0 Euro.
-Anschließend 10 Monate Anspruch auf 1200 Euro monatlich, das wiederum gesplittet auf 20 Monate à 600 Euro. Davon gehen monatlich ca. 200 Euro private Krankenversicherung und ca. 50 Euro als Rücklage für die zu zahlende Steuer an, macht 350 Euro vom 3. bis zum 22 Lebensmonat meines Kindes.

Ist ja schön, dass man etwas bekommt, aber das hat sich zu Beginn des Elterngeld- Werbetrommel besser angehört! Man wollte ja speziell gut verdienende Frauen dazu bringen, auch Kinder in die Welt zu setzen, statt "nur" Karriere zu machen, aber ganz ehrlich: Wer nicht sowieso ein Kind will, lässt sich durch so etwas auch nicht umstimmen.

Irgendwie Beschiss...

LG Käthe

Beitrag von chris-tine 09.12.09 - 12:07 Uhr

Ja das ist richtig!

wir sollten vielleicht darüber froh seien, dass man überhaupt Eltergeld bekommt und nicht nur Erziehungsgeld, denn sonst hätte ich mir das zwei Mal überlegt mit dem Kind, denn das was es als Erziehungsgeld gab, war ja wohl ein schlechter Witz.
Also Zähne zusammenbeißen und froh seien, dass es das Elterngeld überhaupt gibt!

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