Die traurige Geschichte einer sterbenden Katze

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von popula 09.12.09 - 11:36 Uhr

Ich hab hier gestern die Diskussion wegen dem überfahrenen Hund mitverfolgt und mir ist gleich diese kleine Geschichte eingefallen. Geht aber um eine Katze.

Es war ein regnerischer Tag als ich von meinem Zuhause
noch einmal einen Streifzug durch die große Wiese
machen wollte.
Der Rasen und die Büsche waren naß und es war mir docheigentlich zu ungemütlich bei diesem Wetter noch
draußen zu bleiben.
Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause
denn nun fing es an zu regnen.
Die breite Straße die mich von meinem schönen trocknen
Zuhause trennte schien mir leer und der Asphalt glänzte
vor Nässe.
Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war
auf einmal da!
So schnell kam es auf mich zu, die Scheinwerfer
blendeten meine Augen und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz.
Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit
meinen Kopf auf die Kante der Straße die dort
angebracht war weil da Rasen und Bäume wuchsen.
Ich hatte so furchtbare Schmerzen und ich hatte solche
Angst.
Als ich meinen Köpfchen hob sah ich das Auto das mich
angefahren hatte und ich konnte es nicht verstehen: Es fuhr weiter.
Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen und ich
hatte solche Schmerzen.
Ich versuchte aufzustehen doch es ging nicht, mein
Hinterbein tat so schrecklich weh und auch das
Luftholen fiel mir furchtbar schwer.
Jetzt fing es auch noch stark an zu regnen und ich
spürte wie sich um mich herum eine Pfütze bildete.
Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich
hatte kaum noch Kraft meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase und meinen Mund
und es tat so furchtbar weh.
Autos fuhren an mir vorbei es waren viele Autos und
immer wieder versuchte ich mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen die in den Autos fuhren sehen
konnten das ich Hilfe brauchte, doch keiner hielt an.
Ich weinte vor Schmerzen doch niemand sah meine Tränen.
Niemand war da.
Sie fuhren alle an mir vorbei, ich fühlte das mein Leben
zu Ende ging und ich wollte doch gar nicht sterben, ich
war doch immer lieb gewesen.
Ich habe doch so gern mit den Menschen geschmust und
nie gekratzt.
Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraue ?
Ich fing an zu frieren, es war so kalt und ich hatte
so entsetzliche Schmerzen.

Warum ihr Menschen fahrt ihr alle an mir vorbei ? Warum
helft ihr mir denn nicht ? Warum hast du nicht angehalten? Ich möchte doch noch nicht
sterben, ich bin doch erst drei Jahre alt.
Ich weiß nicht wie lange ich in dieser Pfütze gelegen
habe, ich wurde auf einmal ganz müde. Ich versuchte
mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten doch ich
hatte keine Kraft mehr, mein Kopf viel ins Wasser
zurück und ich dachte jetzt ist alles aus,
jetzt stirbst du.
Da, auf einmal waren Menschen da, sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen.
Ich freue mich trotz meiner schlimmen Schmerzen so sehr.

Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten.
Sie fuhren mich zu einem TA der ganz in der Nähe war
und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte .
Die Menschenfrau die mich trug streichelte mich
unentwegt. Die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich und die Fahrerin bemühte sich vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte.
Ich dachte an meine Familie zu Hause an die guten
Leckerchen die ich immer bekam und ich freute mich so
sehr das man mir helfen wollte.
Die fremden Menschen waren so besorgt und wie gern
wollte ich doch weiterleben in dieser Menschenwelt.
Ich hörte die Fahrerin sagen : Endlich sind wir da, jetzt wird alles gut.
Da wurde es plötzlich dunkel und kalt und ich spürte, es war zu spät
Ich hatte keine Kraft mehr in meinen Körper und fühlte
keine Schmerzen mehr
In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein
als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand.

Danke den Menschen die mich nach endlos langer Zeit
schwer verletzt mitnahmen um mein Leben zu retten,
danke den Kindern die vor Sorge um mich eine
unbekannte Hauskatze weinten und Verachtung den Menschen die so herzlos sind an einem schwer verletztem Tier vorbeizufahren und mich liegen zu lassen.

Die Gefahr lauert auf der Straße, von Katzen und Hunden kaum abzuschätzen!

(Autor unbekannt)

Beitrag von snailshell 09.12.09 - 11:40 Uhr

Nee, wie dramatisch.

Beitrag von agostea 09.12.09 - 11:47 Uhr

Mein Gott nääää...#augen

Beitrag von mother-of-pearl 09.12.09 - 11:47 Uhr

Welches Kätzchen hat denn da dem Autor ihr Schicksal posthum anvertraut? #klatsch

Diese Mitleidheischerei finde ich albern und unangebracht. Ob Tiere tatsächlich so fühlen und denken, weiß kein Mensch.

Das soll nicht heißen, dass ich pauschal dafür bin, angefahrene Tiere am Straßenrand liegen zu lassen. Es gibt aber sicher Situationen, da würde eine entsprechende Maßnahme (Suchen und Auflesen des Tieres) die beteiligten Menschen - und andere Verkehrsteilnehmer - in Lebensgefahr bringen. Und da hört für mich die Tierliebe auf.

Naja. Ansichtssache. Zu der Diskussion von gestern sage ich mal lieber nichts. Außer, dass ich es erschreckend finde, wie hier immer wieder virtuelle Pranger aufgestellt und die "Schuldigen" mit Begeisterung gesteinigt werden. Die mittelalterliche Verbindung zum Zeitalter der modernen Technologien. Irgendwie armselig, sowas.....

Gruß
MOP

Beitrag von biene81 09.12.09 - 11:51 Uhr

Amen.

#kerze

Beitrag von lillydiefee 09.12.09 - 11:52 Uhr

So ist das Leben halt :-p

Beitrag von silver206 09.12.09 - 11:54 Uhr

Schön schmalzig, gibt es das auch noch mit nem Regenwurm?
will mal nicht so sein:

#kerze #kerze #kerze

Gruß Irene, die da nicht so sentimental angehaucht ist.

Beitrag von popula 09.12.09 - 11:57 Uhr

Wollte ja niemanden verärgern, bin wohl einfach zu schnulzig veranlagt. Sorry! ;-)

Ne im erst, bin einfach zu sentimental, heul...

Beitrag von silver206 09.12.09 - 12:07 Uhr

Quatsch, ärgerst doch niemandem. Ich kann mir auch net vorstellen, dass jemand solch ein Geschreibsel ernst meint?! So aus dem tiefsten des Herzens?

Wenn ich mir einen hinter die Bilde kippe, kann ich einen ähnlichen Text abliefern, aber nüchtern geht mir sowas nicht über die Tastatur, sorry.

Aber ich konnte das Galama gestern schon nicht verstehen, aber das waren auch wieder User, die zu allem eine Meinung haben (die einzige wahre Meinung!) und überall mitmischen. Fragt sich nur, von welchen Unzulänglichkeiten da abgelenkt werden muss ;-)

LG Irene

Beitrag von lillydiefee 09.12.09 - 11:57 Uhr

letztens hab ich ne Ameise tot getreten #schrei Ich könnt schwören das sie mir aus dem Himmel zuschrie wieso hast du mir das angetan???? :-p

Beitrag von popula 09.12.09 - 12:04 Uhr

Nein wie schrecklich! Hast du denn kein Mitleid mit der Ameise?

Eine #kerze für die Ameise! :-p

Beitrag von januar1981 09.12.09 - 13:28 Uhr

Lies mal das Buch "Mieses Karma"

Da könntest du vielleicht Recht haben.;-)

Ivonne

Beitrag von josy.mausi 09.12.09 - 12:05 Uhr

Die Geschichte hat mich zum #heul gebracht.

Habe schon ein Eichhörnchen von der Straße gehoben. Es war ganz weich und warm, hat noch gezuckt und in meiner Hand aufgehört zu atmen#heul. Mein Vordermann hatte es überfahren (:-[die Sau ist auch nicht stehen geblieben, obwohl ihm das Tierchen direkt auf die Motorhaube sprang).

Aber einem angefahrenen Rehlein konnte ich, gemeinsam mit anderen Autofahrern helfen: habe ihm mein Handtuch um die Augen gebunden, dann hat es ganz ruhig auf den Tierarzt gewartet. ist operiert worden und humpelt nun in einem schönen großen Wildgehege herum.

Viele Menschen sind halt eiskalte Monster ohne Gefühl (das beweisen ja auch die Antworten meiner Vorschreiber:-[) Wenn noch nicht einmal so eine Story sie zum Mitleid bringt, wie verhalten sie sich wohl dann?

Josy #heul
traurig...

Beitrag von agostea 09.12.09 - 12:08 Uhr

Das wird ja immer besser...#rofl Rehlein....#rofl Erinnert mich irgendwie an die "Lindenstrasse"........

*tränenwegwisch*

Geht mit so einem triefenden Schmonz in "Trauer und Trost" - dort könnt ihr im Kollektiv die #kerze anzünden und euch gegenseitig beweinen. :-)

Gruss
agostea

Beitrag von josy.mausi 09.12.09 - 12:14 Uhr

Jo, is scho recht#klatsch!

Beitrag von popula 09.12.09 - 12:18 Uhr

Was war gestern noch Gesprächsthema auf Arbeit? Die Leute werden immer boshafter und sind noch stolz drauf oder merken es selbst nicht mal (das sind eh die besten). Entweder du wirst genauso oder ärgerst dich nur noch. Aber bevor ich SO bin... Lassen wir das... Denk es mir jeden Tag aufs neue hier...

P.S.: Mitleid ist keine Krankheit.

Beitrag von mutterschaf 09.12.09 - 12:42 Uhr

"Die Leute werden immer boshafter und sind noch stolz drauf oder merken es selbst nicht mal (das sind eh die besten). Entweder du wirst genauso..."
Wieso denn "wirst"? #cool
LG,
Sandra

Beitrag von agostea 09.12.09 - 13:33 Uhr

Entschuldige bitte - aber mit so einem triefenden Text erreichst du gar nichts...bestenfalls hast du die Lacher auf deiner Seite, wenn die Leute bisschen normal ticken.

Der ganze Schmonz ist sowas von Realitätsfern....ich verzichte bewusst aufs zitieren von Textstellen.

Das ich das nicht ernst nehme, hat weniger mit Boshaftigkeit ztu tun, eher mit Humor..........#freu

Der Text ist gut - hab mich schief gelacht. Danke dafür!

Gruss
agostea

Beitrag von popula 09.12.09 - 13:42 Uhr

Gerne doch! Freut mich! ;-)

Beitrag von silver206 09.12.09 - 12:25 Uhr

Das Rehlein in der Lindenstrasse ist doch auch tot! Ist dir noch nicht mal das eine Kerze wert?!

Gruß Irene, die sich erstmal ein Handtuch ins Auto packt, von wegen dem Rehlein und so..

Beitrag von agostea 09.12.09 - 13:34 Uhr

Echt? Rehlein ist tot? wusste ich nicht, ich schaue das nicht....#heul

#kerze#kerze#kerze

Gruss
agostea

Beitrag von popula 09.12.09 - 13:04 Uhr

Naja wer sich schon Lindenstrasse gibt... OMG...

Beitrag von daddy69 09.12.09 - 13:10 Uhr

Du herzloses Stück.

Hast wahrscheinlich nicht mal bei Bambi geweint.

Beitrag von agostea 09.12.09 - 15:27 Uhr

Nö. Habsch uch net.

Beitrag von popula 09.12.09 - 12:11 Uhr

Hi!
Also ich hatte sowas schon mitgemacht, wir haben bei uns in der Straße eine kleine Katze am Straßenrand gefunden, wohl auch mehr tot als Lebendig. Meine Mutter ist eben angehalten (Ironie on - MEINE GÜTE WAR DAS EIN AUFWAND - Ironie off) und wir haben das Tier zum Tierarzt gebracht, der es dann eingeschläfert hat. Wer weiss wie lange sie gelitten hätte.
Und zum Thema man weiss nicht wie ein Tier denkt und fühlt: SCHMERZEN SIND SCHMERZEN, ob es da so nen großen Unterschied gibt von uns und nem Tier??? Kann sich halt schlechter ausdrücken als wir es können...
Und jetzt seid mal alle nicht so...
Ich hatte bestimmt keine bitterbösen Absichten dabei!