Neue Studie über Plötzlichen Kindstod: Kein Familienbett

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von mamab5 09.12.09 - 12:07 Uhr

Hallo,

habe gerade gelesen, dass Englische Forscher eine neue Studie zum plötzlichen Kindstod durchgeführt haben. Ihrer Studie zufolge schlafen Kinder am sichersten im Schlafzimmer ihrer Eltern, aber im eigenen Bett. Mehr als die Hälfte der Kinder verstarb am plötzlichen Kindstod während sie mit ihren Eltern im gleichen Bett schliefen.

Nur so zur Info.

Liebe Grüße

mamab

Beitrag von sparrow1967 09.12.09 - 12:18 Uhr

Und wieviel Kinder verstarben allein in ihrem Bett in ihrem Zimmer? Wieviele Kinder hatten ein Kopfkissen und ne Decke- statt eines Schlafsacks?
Bei wievielen Kindern war die Bettdecke an den Gitterstäben befestigt, damit sie nicht verrutscht?



Fragen über Fragen.

Wieviele Kinder wurden untersucht?
WO lagen sie genau?


sparrow

Beitrag von mamab5 09.12.09 - 12:25 Uhr

Bleibt mal locker.

Ich hatte geschrieben nur zur Info.

Es war als reine Information gedacht. Hatte nicht vor, mich auf irgendwelche Diskussionen einzulassen.

Es ist nun mal Tatsache, dass der Plötzliche Kindstod im eigenen Bett, als auch im Familienbett auftreten kann.

Hier wird gern behauptet, dass Familienbett risikoloser ist.

Und ich denke mal, dass das nicht unbedingt richtig ist.

Natürlich muss man die näheren Umstände beleuchten.

Aber hier wird nunmal öfter gesagt, dass das Risiko im Familienbett geringer ist.

Und das ist nun mal nicht so.

Beitrag von sparrow1967 09.12.09 - 13:45 Uhr

Die ist nun mal ein Diskussionsforum und wenn ich keine Diskussionen will, dann halt ich mich fern! #aha

Beitrag von sparrow1967 09.12.09 - 13:47 Uhr

>>Natürlich muss man die näheren Umstände beleuchten. <<


Eben- und bevor ich eine solche Aussage, wie DU es getan hast, in ein Forum stelle, versuche ich mich UMFASSEND zu informieren. ;-)

Beitrag von haruka80 09.12.09 - 23:07 Uhr

meine Hebi hat uns das schon im GVK gesagt, deshalb hab ich auch immer angst gehabt vorm Familienbett

Beitrag von muehlie 09.12.09 - 12:35 Uhr

Hallo,

also wenn du schon mit solchen Hiobsbotschaften kommst, wären doch mal ein paar nähere Informationen (Name, Publikationsdatum, Autoren der Studie) und vielleicht sogar ein Link angebracht, oder? ;-)
Darüber hinaus ist die Aussage so, wie du sie formulierst ("Mehr als die Hälfte der Kinder verstarb am plötzlichen Kindstod während sie mit ihren Eltern im gleichen Bett schliefen."), sehr missverständlich und generell falsch. Die meisten Kinder, die im Elternbett versterben, werden von ihren Eltern erdrückt oder ersticken unter einem schweren Kissen. Mit dem plötzlichen Kindstod hat das aber herzlich wenig zu tun. Es wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass ein Kind - vorausgesetzt, die Eltern halten bestimmte Sicherheitsvorkehrungen ein - im Elternbett tatsächlich ein geringeres Risiko hat, am plötzlichen Kindstod zu versterben. Darauf lassen auch Studien schließen, die sich mit den traditionellen Schlafgewohnheiten verschiedener Länder und den Inzidenzen von SIDS in diesen Ländern befassen: in Ländern, in denen Babys traditionell im Elternbett schlafen ist die SIDS-Rate deutlich niedriger als in Ländern mit traditionell getrennten Schlafstätten.

Auch nur so zur Info.

LG
Claudia

Beitrag von yvka1 09.12.09 - 12:45 Uhr

Hallo Claudia!

Zur eigentlichen Diskussion möcht ich mich nich einlassen, habe aber allerdings eine Frage an dich:
Welche Sicherheitsvorkehrungen???
Also wir haben (weil Johanna das so möchte hihi) ein FB, allerdings bin ich mir sehr unsicher was die Sicherheit betrifft!

Wär nett wenn du mich aufklärst, gern auch über VK um Diskussionen (die ich hier oft sinnfrei finde) zu entkommen!

Danke vorab!

LG, Yvi mit Johanna im Arm (und im Bett:-p), morgen 7 Wochen alt!

Beitrag von qrupa 09.12.09 - 13:13 Uhr

Hallo

keine Medikamente
kein Alkohol
keine Drogen
Nichtraucher
eigener Schlafsack

Das ist wohl so das wichtigste in Kürze

LG
qrupa

Beitrag von rmwib 09.12.09 - 13:23 Uhr

Und idealerweise stillend.

Beitrag von bine3002 09.12.09 - 12:40 Uhr

Diese Studie ist nicht neu, sondern mindestens 3 Jahre alt.

Und es gibt eine Gegenstudie. Frag mich nicht wo, aber es gibt sie.

Und es gibt eine amerikanische Studie, die weder Vor- noch Nachteile hervorgebracht hat.

Studien... kann man nur den Kopf schütteln.

Ich vertraue dem, was Generationen von Eltern vor mir gemacht haben, zumindest weitgehend und was auch mein Instinkt mir immer gesagt hat: Ich möchte mein Baby ganz nah und eng bei mir haben, es schmusen und kuscheln und hoffnungslos verwöhnen. Diese Zeit ist sooooo schnell vorbei.

Beitrag von rmona74 09.12.09 - 22:05 Uhr

#pro ja, kuscheln!!! Ich find es auch super wenn meine süsse bei uns im Bett schläft und, sie schläft viel länger als im eigenen Bett, wo sie übrigens auch gut schläft, halt nur nicht sooo lang... ich find verwöhnen und kuscheln auch suuuuper!!!;-)

Beitrag von msfilan78 09.12.09 - 13:26 Uhr

Hallo

zum einen wurde dort auch erwähnt, das Kinder von Raucher und oder wenn Eltern alkohol getrunken haben, ein risiko darstellen? Ich betreibe seit 5 Jahren Familienbett, meine Kinder leben noch.
Ich denke da kommen einfach mehr risikofaktoren zusammen, als "nur" das Elternbett.

Beitrag von hailie 09.12.09 - 13:28 Uhr

Wo hast du das gelesen? Gibt es einen Link?

Ich bezweifle, dass du dich ausführlich zu diesem Thema informiert hast... ;-)

LG hailie

Beitrag von osterhasi77 09.12.09 - 14:13 Uhr

Huhu,

also ich brauch dazu keine Studie! ;-)
Mein Kind schläft im eigenen Zimmer im eigenen Bett und das ist gut so.
Ich geh nämlich nach meinem Gefühl und als unsere Tochter die ersten 8 Wochen bei uns im Schlafzimmer neben meinem Bett geschlafen hat (auf keinen Fall IM Ehebett), konnten wir alle einfach nicht richtig schlafen.
Danach hat alles super geklappt und tut es noch heute! ;-)

LG Melanie + Nicole (10 Monate), die jetzt auch gerade in ihrem Zimmer mittagsschlaf hält

Beitrag von cori0815 09.12.09 - 20:54 Uhr

hi mamab!

Mich interessieren die "neuen" Forschungen zum Thema "Plötzl. Kindstod" schon lange nicht mehr. Alle Nasenlang macht sich ein anderer Forscher mit einer anderen dubiosen Studie wichtig. Wenn man sich aber die Studien mal genau anschaut, dann erkennt man: trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!

Es werden immer Einzelmerkmale untersucht, nie aber die Gesamtheit der Umstände erfasst. Ich glaube: in den Ländern, wo man sich um den Plötzlichen Kindstod am wenigsten Gedanken macht, sterben komischerweise wohl auch die wenigsten Kinder dran.

Also: bitte nicht verrückt machen lassen! Es sind auch schon Kinder am Pl.Kt gestorben, die im Zimmer der Eltern in ihrem eigenen Bett im Schlafsack auf dem Rücken lagen und keinen wasserdichten Nässeschutz und keinen Betthimmel hatten - einfach so - erklär das mal der Statistik!!!

LG
cori

Beitrag von blume82 10.12.09 - 06:54 Uhr

Hallo,

nicht jeder SIDS ist ein wirklicher SIDS.

Unser großer hat eine Stoffwechselkrankheit, die bei vielen Kindern bis vor 10 15 Jahren häufig zum "SIDS" geführt hat.

Dabei war es eine Stoffwechselengleisung durch zu lange Nüchternheit. Das wäre auch in der Klinik am Monitor passiert wenn man keine Kohlenhydrate dem Kind gibt.
Nur ist es so das die Pathologen dieses oft nicht untersucht haben und nur SIDS geschrieben haben.

Ich möchte nicht wissen was es noch für Stoffwechselkrankheiten gibt die zum frühen Tode führen und wo einfach nur SIDS aufgeschrieben wird.

Beitrag von cori0815 10.12.09 - 19:35 Uhr

Ganz bestimmt gibt es viele Todesfälle von Babys, die vorschnell als Plötzlicher Kindstod abgetan werden und bei denen was ganz anderes dahinter steckt. Denn obwohl (soweit ich weiß) bei jedem Plötzlichen Kindstod-Fall eine Autopsie gemacht wird, heißt das ja noch lange nicht, dass auch alles entdeckt wird. Die Nadel im Heuhaufen zu finden - das können auch Pathologen nicht immer.
Und sicher gibt es auch solche Stoffwechselerkrankungen, die zum Tode geführt haben und die im Nachhinein nicht erkannt wurden und vorher nicht bekannt waren.
Du siehst das ganz richtig!
LG
cori

Beitrag von ladyqueen83 10.12.09 - 19:45 Uhr

In der Schwangerschaft habe ich auch gedacht, dass für uns nie ein Familienbett in Frage käme. Aber die Realität sieht anders aus. Wenn ich ihn jedesmal nach dem Stillen umlegen würde, würden wir beide kaum noch Schlaf finden. Außerdem ist das wie entscheident, wie das Kind im Familienbett schläft. Wenn das Kind ausreichend platz um sich herum hat und im Schlafsack schläft wüsste ich nicht wo das Problem ist. Ich bewege mich keinen mm im Schlaf, wenn Corvin neben mir liegt. Genauso wenig wie meine Decke. Meine Decke kam ihm auch noch nie bedrohlich nahe.

lg