Depressionen und absolut kein Bock auf Sex

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 12:33 Uhr

Oh Mann. Oh Mann, ich trau mich mal zu schreiben.
Ich leide an ziemlich ausgeprägten Depressionen und habe schon eine Therapie durch. Jetzt sollte ich ne neue bekommen, das war ein Griff ins Klo.
Diese Depressionen wirken sich aber böse auf die Partnerschaft aus, sodass ich so gut wie nie Lust auf Sex habe. Gereizt bin, dann gerne auch mal in die Luft gehe, obwohl ich es nicht will. Mein Freund neigt nämlich zur Zeit zum Denken, dass ich ihn nicht mehr scharf finde. Ich kann doch nichts dazu. Ich wollte gern, dass alles wieder tutti paletti ist und es mich keine Überwindung kostet ihn anzufassen oder zu verwöhnen. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Wer kennt das? Nächsten Termin beim Arzt hab ich erst nächstes Jahr.

Traurige Grüße von der ohne Namen

Beitrag von j-a-n-e 09.12.09 - 12:45 Uhr

Hallo


Bist Du Dir sicher,das es an der Depression liegt ?


Den Mann nicht mehr berühren und verwöhnen zu wollen , muss nicht an deiner Krankheit liegen #gruebel


Ich bin nicht Depressiv und hatte das gleiche Problem.

Ich konnte meinen Mann nicht mehr riechen...wenn er mich anfasste bin ich weg gegangen.Ich wollte Ihn weder berühren noch sonstiges mit ihm machen!


Nach langem Überlegen hab ich mich dann entschieden : MICH ZU TRENNEN !!!


UND siehe da : Mein Sexleben BOOOOOOOMT wieder !Zwar nicht mit meinem Mann aber ......


Mach Dir Gedanken ob Du Deinen Mann überhaupt noch liebst !!!


Viel Glück

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 12:51 Uhr

Hallo,

also ich liebe ihn ohne Ende. Wir harmonieren sehr gut miteinander, haben den gleichen Humor und auch so gemeinsame Interessen, dass wir uns prima ergänzen. Wenn er mal nicht da ist, fehlt er mir. Ich genieße, wenn er bei mir ist ohne Ende.
Aber mit Sex kann ich null anfangen. Er hätte gern zumindest jeden zweiten Tag. Wir schaffen es denn doch meist zumindest ein bis zweimal die Woche. Es ist nicht so, dass ich komplett verweigere. Aber meist bin ich zu müde, dass ich einschlaf oder ich brauch ne Ewigkeit, um in Fahrt zu kommen. Wenn, dann ist es der geilste Sex, den ich mir vorstellen kann. Aber bis es mal dazu kommt... :-[

Beitrag von schnuffeline-09 09.12.09 - 17:16 Uhr

Mh, vielleicht liegt es nur daran, das er mehr sex möchte als du. Ich finde 1-2 mal die Woche ist doch ok und verstehe da erlich deinen Freund nicht,das er dir Vorwürfe macht "du würdest ihn nicht mehr attraktiv finden"#kratz. Hattet ihr den vor der anderen Therapie mehr sex, als jetzt ? LG:-)

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 19:45 Uhr

Jo.. ich traus mir kaum zu sagen. Aber es war schon täglich. Zumindest jeden zweiten Tag. Naja, wir sind auch schon sehr lang zusammen. Da hab ich mir halt auch gedacht, dass es normal ist, wenns mal weniger wird. Die wenigsten Paare, die so 7 Jahre zusammen sind, haben täglich Sex. Oder lieg ich da jetzt falsch?
Er meint immer: Siehs doch als Kompliment, wenn ich Dich jeden Tag will. #hicks

Beitrag von Ebenfallsohne namen 09.12.09 - 13:11 Uhr

Hallo Du!

Ich kann dir keinen Rat geben. Ich kann dir nur von mir berichten. Ich bin als Kind opfer eines SM geworden. Dadurch habe ich auch sehr häufig depressionen und vorallem das Gefühl keine Nähe ertragen zu können. Es gibt manchmal Wochen, da reagiere ich auf meinen Mann sehr gereizt, fauche ihn unnötig oft an und Sex wird für mich zur Qual. Wenn ich mit meiner Seele aber wieder im gleichgewicht bin, habe ich auch wieder lust auf Sex und möchte meinen Mann am liebsten den ganzen Tag in meiner Nähe haben. Ich denke, du mußt mit deinen Depressionen erstmal zurecht kommen um dich wieder auf die schönen Seiten im Leben zu konzentrieren.
So ist es bei mir. Es gibt diese Phasen und diese Phasen. Für meinen Mann ist das nicht zu verstehen, da er von meinen problemen nichts weiß.

Lieben Gruß und alles gute!

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 13:15 Uhr

#danke Dir. Das baut mich etwas auf. Aus meiner Vergangenheit gibts auch nicht unbedingt rühmliches zu berichten, was sexuelle Erlebnisse angeht. Vielleicht hängt es ja damit zusammen. Es wäre zumindest ein Lösungsansatz.

Liebe Grüße Dir auch

Beitrag von Eine ebenfalls Betroffene 09.12.09 - 13:37 Uhr

Hallo Du ohne Name,

ja, Deine Unlust kann mit Deinen Depressionen zusammenhängen.

Ich habe zeitweise auch Depressionen und bin in therapeutischer Behandlung.

Bei meiner letzten Partnerschaft war es auch so, dass ich keine Lust mehr hatte. Allerdings war auch seine Libido nicht mehr wirklich vorhanden. AUßerdem haben wir beide permanent viel zu viel gearbeitet. SO ist unser Sexleben vollständig zum Erliegen gekommen, und das für 2 Jahre.

Dann habe ich mich getrennt. Wegen einer Affäre, mit der ich unbeschwerten Sex erleben konnte.

Dass Du keine Lust mehr empfindest, kann auf jeden Fall mit der Depression zusammenhängen. Muss aber nicht! Bist Du überarbeitet? Könnt Ihr Euch Freiräume und Situationen für Euren Sex schaffen? Kannst Du mit Deinem Partner über Deine Sorgen sprechen?

Kopf hoch…
#blume

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 13:45 Uhr

Hallo und Danke auch Dir,

ich bin beruflich ziemlich stark gefordert. Arbeite auch über das normale Maß hinaus. Deshalb wahrscheinlich auch die Müdigkeit. Wahrscheinlich steckt mein Freund sein Arbeitspensum, was dem meinigen entspricht besser weg.
Wir sprechen oft über unseren Sex und ich versuche ihn in letzter Zeit zu vermitteln, dass nicht er das Problem ist. Nun schau ich grad, ob ich ihm mal was zu Depressionen zu lesen gebe. Vielleicht, wenn er es schwarz auf weiß vor sich hat, sieht er es nicht mehr als "Ausrede"
Sex ist für mich am entspanntesten, wenn ich mal früher Feierabend habe oder ganz frei.

LG

Beitrag von Kopf hoch 09.12.09 - 16:46 Uhr

Hey Du.

Es gibt zur Zeit ein Sonderheft von "Psychologie heute" zum Thema Depression. Ich meine mich zu erinnern, dass darin auch in irgendeinem Artikel stand, dass die Libido bei Depressiven verändert ist.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr das auf die Reihe bekommt. Mein Ex-Partner und ich haben zwar viel über unser nicht mehr existentes Sexleben gesprochen, aber nichts unternommen, keine Freiräume geschaffen, keine romantischen Situationen gesucht. Einfach immer volle Pulle gearbeitet.

Im Nachhinein glaube ich, dass unsere Beziehung im wesentlichen darn gescheitert ist. Wir waren über mehr als 2 Jahre kein Liebespaar mehr. Es heißt zwar immer, dass Sex nicht das wichtigste ist (dem stimme ich zu), aber eine Beziehung ganz ohne ist auf die Dauer schwierig, mussten wir feststellen.

Alles Gute…

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 19:48 Uhr

Das unterschreib ich Dir sofort. Und ich finde den Sex in unserer Beziehung ausgesprochen schön und entspannend. Also danach. Bin da ein ganz anderer Mensch. Im Prinzip würde es ja die Depression positiv beeinflussen, wenn da nicht erstmal der Schritt zum Akt wäre, der so schwer fällt.

Die Zeitschrift, werde ich mir mal zulegen. Das ist gut der Tipp, danke Dir.

Beitrag von noramarie1515 09.12.09 - 16:48 Uhr

hallo

also,irgendwie denk ich auch,dass deine depri mit deinem partner zusammenhängt.
bei euch-zumindest bei dir-ist die luft raus.und das macht dir zu schaffen.
vielleicht könnte eine partner-therapie was bringen?
sowas kommt oft vor,dass in einer beziehung ein partner plötzlich keine lust mehr hat auf sex-die probleme,warum das so ist-das kann sehr tief liegen.

lass es nicht anstehen,wenn dir dein freund wichtig ist!

alles gute

noramarie

Beitrag von dieohneNamen 09.12.09 - 19:52 Uhr

Hallo Noramarie,

also die Luft raus, das kann ich so jetzt nicht wieder geben. Wir sitzen nicht abends auf der Couch und haben uns nichts zu sagen. Er ist ein wundervoller Mann. Deshalb versteh ich es nicht.
Wir gehen zusammen schlafen. Selbst Fußball schau ich mit ihm, er im Gegenzug "Frauentausch" (krasses Beispiel, ich weiß) - Es fehlt mir an nichts. Und wenn ich unsere Beziehung revue passieren lasse, dann gab es keinen Knackpunkt, der uns in diese Richtung hätte lenken können, dass die Luft raus ist.

Beitrag von depression 09.12.09 - 23:34 Uhr

Wenn du schon eine Therapie hinter dir hast, dann wirst du doch auch Medikamente bekommen haben.
Naja, die sind in Sachen Leidenschaft ja nun meist gar nicht der Bringer - im Gegenteil.
Aber die verändern auch das Denken, Fühlen und Handeln.
So dass man den Partner dann auch wieder mit anderen Augen sieht.

Und wenn du schon in einer Therapie warst - warum gehst da nicht wieder hin?
Gar nicht erst groß nachfragen und Termin ausmachen und warten.
Deine Erkrankung richtet sich nicht nach Arztterminen, die ist jetzt da und muss jetzt behandelt werden. Alles Warten reißt dich doch nur immer weiter runter.

Ich kenne deinen Zustand jetzt, frag nicht, was mein Partner alles erdulden musste.
Und wenn dein Partner da Probleme hat, es gibt auch Gespächsgruppen für Angehörige.

Beitrag von dieohneNamen 10.12.09 - 13:42 Uhr

Meine Folgetherapie ist schon in den Kennenlerngesprächen in die Binsen gegangen. 2 Therapeuten gehabt. Beim ersten hat die Chemie null gestimmt. Ich war noch verschlossener als ohnehin schon. Bei der zweiten wurde ich weg geschickt, ich hätte nichts. Die hat mich in 40 Minuten abgefertigt. Auf diesen Termin hatte ich 4 Monate gewartet. Ich versuche jetzt mein Glück nochmal. Dann schau ich weiter.