Stille seit 4 Wochen und bin im absoluten Tief - alles tut mir weh...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von berni142 09.12.09 - 13:36 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

bin gerade an einem Tiefpunkt angelangt und brauche mal Rat - unser Kleiner ist jetzt vier Wochen alt und ich stille ihn seit der Geburt. Es klappt auch soweit - er wird jedenfalls satt und nimmt gut zu.

Leider habe ich aber schlimme Schmerzen. Die Brüste und Brustwarzen sind furchtbar empfindlich bei Berührungen und die Brustwarzen schmerzen sehr beim anlegen. Ich kann nachts nur auf dem Rücken schlafen, weil die Brüste so schmerzen. Dazu kommt, dass die Brüste regelmäßig "auslaufen" und dann der Bh ganz nass ist und ich ihn ständig wechseln muss. Auch wenn ich den Kleinen auf der einen Seite anlege, tropft mir aus der anderen Brust immer Milch, das heißt ich muss immer alles ausziehen und mit Tüchern abdecken, die dann anschließend richtig nass sind - echt unangenehm - so kann ich doch niemals mal irgendwo unterwegs stillen...

Ich bin mittlerweile echt fertig und habe schon keine Lust mehr - mit Flasche wäre doch alles einfacher. Andererseits würde ich auch gern weiter stillen - er wird ja gut satt und es soll ja doch das beste für ihn sein...

Kann mir jemand sagen, ob es normal ist, dass die Brüste so schmerzen und ob sich das noch ändert? Bleibt es so, dass die Brüste so "auslaufen"?

Vielen Dank für Euren Rat (heul)
Berni

Beitrag von blume82 09.12.09 - 13:42 Uhr

Hallo,

tut es von anfang an weh oder erst jetzt?

LG

Beitrag von berni142 09.12.09 - 13:43 Uhr

Es war eigentlich von Anfang an so - aich dachte aber ok - das ist jetzt der Anfang - da musst Du halt durch aber es wird einfach nicht besser....und mittlerweile bin ich echt mit den Nerven runter....

Beitrag von lara-1977 09.12.09 - 14:00 Uhr

Hallo,

noch ein paar Fragen: Tun Deine Brustwarzen weh oder die Brüste an sich?
Trägst Du keine Stilleinlagen?

Mit Stilleinlagen hast Du A) den Schutz vor Reibungen an den Brustwarzen und B) wenn die Brüste auslaufen, dann werden erst die Stilleinlagen nass, die man ja dann leicht austauschen kann.

Bei mir war das auch so, dass die Brüste am Anfang weh taten und ich oft einen Milchstau hatte, zudem kam noch hinzu, dass die Brustwarzen wund waren. Ich habe nicht aufgegeben. Hatte auch einen Tiefpunkt zu genau der gleichen Zeit wie Du. Doch dann habe ich mich noch einmal zusammengenommen und es hat sich echt gelohnt. Meine Brustwarzen haben sich daran gewöhnt und nun sind sie butterweich. Meine Kleine musste das Saugen erst einmal lernen (sag ich). Jetzt geht das alles viel einfacher und es ist das Schönste überhaupt. Flasche zu geben ist doch super kompliziert und macht viel Arbeit.

Versuch es doch mal mit Stillhütchen wenn die Brustwarzen weh tun.

Alles Gute das wird schon, glaub mir. ;-)

LG, Lara und Marie (12 Wochen alt)

Beitrag von 20girli 09.12.09 - 13:57 Uhr

Hi,

also das mit dem Auslaufen kenne ich auch noch...das lässt mit den wochen aber nach. Ehrlich..das bleibt nicht so.
Das auf der zweitens seite alles rausläuft wärend das kind an der anderen Trinkt ist schon mal sehr gut...schafft doch etwas erleichterung :-)

Das mit den wunden Brustwarzen...bitte schau mal wie du Dein Kind anlegst.

Es muss ganz viel vom Warzenhofen mit in den Mund nehmen nicht nur die Brustwarze...je mehr je besser. Denn wenn die kleinen zu wenig - bzw. nur die Brustwarze in den Mund nehmen dann werde die schmerzen nicht besser.

http://www.youtube.com/watch?v=89G62Ycfhqc

schau mal hier ich fand das sehr gut erklärt...und dann dürften auch die schmerzen weggehen.
ein Versuch ist es wert ;-)

Lg Kerstin

Beitrag von lilliana 09.12.09 - 13:58 Uhr

Das mit dem Auslaufen ist manchmal so, wenn sich die Milchmenge jedoch eingespielt hat wird es besser. Benützt du denn keine Stilleinlagen?

Wegen den schmerzenden Brustwarzen kann ich dir nicht viel sagen, außer dass es anfangs eben oft unangenehm sein kann. Wenn du wirklich Schmerzen hast legst du vielleicht falsch an?

Ruf doch mal eine Stillberaterin in deiner Nähe an. Flasche ist nämlich definitiv NICHT einfacher. Ich hab beides durch und Stillen ist, wenn man die ersten wirklich schweren Wochen überstanden hat, soooo toll und unglaublich unkompliziert!

Beitrag von oceans11 09.12.09 - 14:00 Uhr

Hi,

meine Stillzeit ist zwar schon ewig her... Aber auslaufende Brüste kenn ich nur zu gut (ich hab allerdings nicht wirklich gestillt, sondern nur abgepumpt)... :-( ich hatte immer stilleinlagen im BH, damit nichts durchgeht, ging damit auch. Ich hatte einfach viel zu viel Milch *grins*

Und was die schmerzenden Brüste betrifft: meine beste Freundin hat im September ihren Zwerg bekommen und stillt größtenteils. Zwischendurch hatte sie auch solche Schmerzen, so wie du. Sie hat sich dann an ihre Hebamme gewandt - kannste deine nicht auch mal fragen? Und dann so ne spezielle Salbe für die Brustwarzen bekommen. Sie musste zwischendurch auch ne Art Antibiotika nehmen, da sie Milchstau hatte und kurz vor ne schlimmen Brustentzündung stand (sie hatte allerdings Fieber dazu, weiß nicht, wie das bei dir ist)...

Wie schon geschrieben, frag deine Hebi oder geh zur Not zum Arzt, weil wenn's weh tut beim Anlegen auf Dauer ist das nur ne Qual für dich... Meine Freundin war auch nur am Jammern, aber hat es wieder gut in den Griff bekommen :-)

Beitrag von schwilis1 09.12.09 - 14:20 Uhr

gegen das auslaufen helfen still einlagen zumindest tagsüber. nachts pack ich mir einfach ein molton tuch auf die brust wo er nicht dran ist. und wenn die klamotten dann doch nass werden... never mind. dafür gibt es waschmaschinen.

wenn ich mir vorstelle ich müsste flasche geben... immer abgekochtes wasser bereit halten. immer saubere sterilisierte flaschen da haben, geld für pulver ausgeben...
und dann ist die babynahrung zwar inzwischen recht hochwertig aber doch nicht vergleichbar mit muttermilch.

dass die nippel anfangs gereizt sind ist eher normal, sollte aber schnell besser werden. vorrausgesetzt du legst deinen kleinen richtig an.
du kannst die milch ausstreichen wenn deine brüste so prall werden dass sie schmerzen.

also ich still jetzt auch erst 6 wochen aber noch lauf ich auch jedesmal aus. aber wie gesagt... die waschmaschine erledigt das und unterwegs trag ich still einlagen. (für dich wären wahrscheinlich welche aus seide bzw keine wegwerfeinlagen hilfreich, die kleben anscheinend nicht so und sind so angenehmer bei gereizten Brustwarzen)

frag deine hebamme ob du richtig anlegst und vll hat sie dir noch ein paar tips...

Beitrag von ficus 09.12.09 - 14:31 Uhr

Schmerzen, als wolle man auf was hartes beißen, ... als ich dies meinem Mann beschrieb, war er ganz schön geschockt.
Als meine Brustwarzen dazu dann noch eingerissen waren, hat mir meine Hebamme die Multi Mam Kompressen (aus der Apotheke) empfohlen und damit wurde es besser. Die Einrisse heilten schneller ab und bald waren auch die Schmerzen verschwunden.

Wenn bei dir viel Milch ausläuft (Milchproduktion und Baby müssen da erst noch lernen, sich aufeinander abzustimmen, das ist ganz normal und hat nichts damit zu tun, dass du zu viel produzierst oder dein Baby zu wenig trinkt), dann empfehle ich dir die Stilleinlagen von Lansinoh (Rossmann), die sind etwas größer und weicher und ich fand sie wesentlich angenehmer als z.b. die von Nuk (waren für mich zu klein und haben sich nicht richtig um die Brust gelegt, sodass dann alles über diese STilleinlagen drüber lief bzw. an denen vorbei, wenn ich lag).
LG
Ficus

Beitrag von superjane 09.12.09 - 20:30 Uhr

WEITER STILLEN!!! Nur Mut, bei mir war nach Woche 5 alles gut, und dass, obwohl ich entzündete und sogar durchlöcherte Brustwarzen hatte...Und die linke Seite hat bei jedem Anlegen gestochen wie verrrückt, durfte im Moment des Anlegens nie angesprochen werden, hab dann nur geschrien...Das tat so weh! Bin nur noch obenohne rumgelaufen zuhause und habe ständig eine Salbe aus Wollfett mit Johanniskrauttinktur aufgetragen (Wollfett alleine heilt nicht, beruhigt nur). Aber es ging vorbei! Und nun stille ich wirklich mit Begeisterung!
Probier mal die Tinktur und auch die MAM- Kompressen helfen super. Stilleinlagen aus Wolle/Seide mit der rauhen Seite auf die Brustwarze helfen auch sehr. Wenn alles abgeheilt ist, empfehle ich auch die Stilleinlagen von LANSINOH, sind super saugfähig und laufen einfach nie aus, man sieht sie nicht durch den BH und sie sind so groß, dass sie nicht verrutschen.

Die Schmerzen gehen vorbei und es bleibt ein Gefühl der Nähe und der Gewissheit, das Beste für Dein Baby zu tun! Es werden noch ein paar Krisen kommen, zB wenn Dein Baby irgendwann so viel wahrnimmt, dass es immer abgelenkt ist oder es sich wegen eines Entwicklungsschubes weigert, zu trinken. Aber: nie zweifeln, nie zufüttern (solange Dein Kind zunimmt und fit ist), einfach weiterstillen!! Es lohnt sich!

Und das Abnehmen geht auch schneller;-)

Beitrag von doublepiscis 09.12.09 - 21:53 Uhr

Hallo Berni

Probiere noch weiter zu stillen. Bei mir war das am Anfang auch so. Hatte heftige Schmerzen, hätte jedesmal die Wand hochgehen können beim Stillen. Wenn sie Hunger hatte, dachte ich "oh nein, bitte nicht schon wieder". Eines Abends bluteten beide Brustwarzen...ich konnte nur noch weinen, wusste nicht, was ich tun sollte, die Kleine hatte ja Hunger...ich hab sie trotzdem angesetzt, meine Hebamme hat mir so eine Art Lippenpommade gegeben, die ich auf die Warzen schmieren konnte, zuhause bin ich wenn immer möglich "oben ohne" oder eben ohne BH herumgelaufen, so dass Luft an die Brüste kam.
Meine Kleine ist heute 10 Wochen alt, ab und zu schmerzt es ein bisschen, normalerweise aber geniesse ich es und bin sehr glücklich darüber stillen zu können: Die Nähe mit dem Kind, die Zufriedenheit bei meiner Tocher und bei mir, die Sauggeräusche, das Schmatzen, die Mimik vor dem Andocken - ich finde das alles unbeschreiblich schön.
Dass die eine Brust ausläuft, während das Baby an der anderen saugt, kenne ich auch. Tagsüber Stilleinlagen (wenn du weg gehst), nachts decke ich die Brust ab, damit die Milch nicht auf mein Baby tropft und sie dann nass ist.

Probiers nochmal, wenn es unerträglich wird, dann kannst du imer noch aufhören. Mein FA sagte mir so 3-4 Wochen kann es schmerzen, dann wirds plötzlich besser.;-)

doublepiscis

Beitrag von sini77 09.12.09 - 22:44 Uhr

Hy,das mit dem auslaufen hatte ich auch als unsere kleine 4 Wochen war,ging fast 8 Wochen so-hatte von meiner hebi Natur Baumwolleinlagen -die saugen viel auf und sind auswaschbar(keine zum wegschmeißen).Das mit den Schmerzen - wenn sie zu prall sind schmerzen sie bis sie leerer werden normal-bei wunden Brustwarzen nehm ich z.B. die Brustwarzensalbe von Büttner die brauch man wenigsten nich vor dem stillen abwischen.Als ich damals mit unserm 2. stillte-war auch ziemlich am Anfang da warn die Schmerzen zwar vorn bei den Brustwarzen aber von innen -von außen nix rissig,empfindlich oder so-da hatte mir die hebi Globulis besorgt-wenn s bei dir ähnlich is frag doch noch mal bei deiner hebi nach ein paar Tips.Lg Sina und baldige erleichterung :-)