Ist das gerecht?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mondkalb99 09.12.09 - 16:58 Uhr

Hallo,
mich würde mal Eure Meinung interessieren: Meine Tochter (3. Klasse) ist sehr gut in Rechtschreibung und bringt mir so gut wie immer 0 Fehler-Diktate nach Hause. Jetzt ist es so, dass die anderen Kinder als Hausaufgabe die Fehler verbessern müssen- logisch. Dreimal jedes Wort. Meine Tochter (und natürlich auch alle anderen, die keinen Fehler haben) muss stattdessen jedes Mal 2 (!) Seiten im Schönschreibheft schreiben, weil sie ja nichts zu verbessern hat #aerger. Muss dazu sagen, meine Tochter hasst schreiben...
Vorhin meinte sie, nächstes Mal macht sie absichtlich einen Fehler ins Diktat, dann hat sie weniger auf...
Ich habe ihr gesagt, sie soll das mal bei der Lehrerin freundlich ansprechen- oder was würdet ihr machen? Ich will mich eigentlich nicht einmischen, finde es auch blöd, wegen allem gleich zum Lehrer zu rennen.
Die gleiche Lehrerin hat übrigens meinen Sohn (4. Klasse) nachdem er über eine Woche in der Schule gefehlt hat, gleich am Montag einen Menuk-Test nachschreiben lassen. Mein Sohn war davor die Woche sogar Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Krankenhaus, wusste natürlich nichts von dem Test und hat auch die Sachen nicht gelernt. Weil er trotzdem eine 2- hatte, hab ich es auf sich beruhen lassen.

Viele Grüße Nicole

Beitrag von 3wichtel 09.12.09 - 17:28 Uhr

Die Mathelehrerin meines Sohnes hat es mal schön auf den Punkt gebracht:

"Von leistungsstarken Schülern kann ich in den "Nebendisziplinen" wie Ordnung und Arbeitshaltung mehr verlangen, als von den schlechten Schülern. Denn die sind ja schon voll damit ausgelastet, den Stoff zu lernen. Und so muss sich jeder wenigstens ein bisschen "quälen". "

Also: Ich finde es gerecht und würde es nicht beanstanden.

Beitrag von shorty23 09.12.09 - 20:00 Uhr

Hallo Nicole,

wie habe ich mir denn das vorzustellen, wenn ein Kind 2 Fehler hat, schreibt es 6 Worte, während deine Tochter 2 Seiten schreibt im Unterricht oder als Hausaufgabe? Ich würde vorschlagen, deine Tochter fragt die Lehrerin mal freundlich, ob es möglich wäre, dass sie statt der Schönschreibübung etwas anderes machen kann, vielleicht könntet ihr euch daheim schon eine Alternative überlegen.

LG,
Annette

Beitrag von mondkalb99 09.12.09 - 20:50 Uhr

Hi Annette,

meine Tochter meinte vorhin, nach dem letzten Diktat hätte sie die Lehrerin darauf angesprochen, daraufhin habe sie nur (!) eine Seite schreiben müssen.
Ich empfinde es halt irgendwie als Bestrafung der guten Leistung, auch wenn es bestimmt nicht so gemeit ist.
Ich kann meine Tochter schon verstehen, wenn sie überlegt, nächstes Mal absichtlich einen Fehler einzubauen, damit sie nur drei Worte schreiben muss; aber das kann doch nicht der Sinn der Sache sein, oder?!
Werde die Lehrerin einfach mal fragen...

LG Nicole

Beitrag von gunillina 09.12.09 - 20:39 Uhr

Deine Tochter hat eine Schwäche, die Schönschrift. Die Lehrerin ist mit dazu da, diese Schwäche auszubügeln. Sie macht genau das Richtige, wenn sie deine Tochter im Schönschreibheft arbeiten lässt, während die anderen ihre Fehler berichtigen. Die Schule ist nicht dazu da, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern, um seine Fähigkeiten zu verbessern. So sehe ich das.
Ich würde es meinem Kind als Vorteil verkaufen, so muss es dann ja zu Hause keine Schönschrift mehr üben...
L G
G, für die Schönschrift auch immer das Problem war (linkshänderin...)#zitter

Beitrag von mondkalb99 09.12.09 - 20:46 Uhr

Hallo,
ich muss, glaube ich, noch was richtig stellen: Meine Tochter hat keine Schönschreibschwäche, sie mag es nur nicht...
Und ja, es war eine HAUSaufgabe, und zwar wirklich so, dass die, die 2 Fehler hatten, quasi 6 Worte schreiben mussten, während meine Tochter 2 Seiten schreiben musste...
Also, wir mussten früher auch Verbesserungen schreiben als Hausaufgaben, und wer keine Fehler hatte, hat eben Glück gehabt:-)!

Aber ich danke Euch sehr für Eure Meinungen!

LG Nicole

Beitrag von palpitante 10.12.09 - 10:00 Uhr

Hallo,

also ich finde daran ganz und gar nichts gerecht!
Ich finde schon dass es belohnt gehört dass die Kinder fehlerfrei schreiben, dass heißt eben, dass sie keine Verbesserung zu machen haben.

Was soll denn daran bitte gut und gerecht sein, wenn sich Kinder schon in der Grundschule quälen müssen, vor allem wenn sie bereits gute Leistungen erbracht haben, was soll das denn bitte?

So verdirbt man den Kindern den Spass an der Schule und baut unnötig Druck auf, ausserdem haben sie dann auch noch das Gefühl für gute Leistung bestraft zu werden, tolles System muss ich schon sagen!

Meine Tochter würde DIESE Hausaufgabe NICHT machen und da würde ich sicher auf die Barikaden gehen!
Ja ich weiß mit den Lehrern will an sich´s nicht verscherzen weil die Kinder ja noch mit ihnen auskommen müssen, aber eins ist mal sicher, würde die LEhrerin das wieder an meiner Tochter auslassen gäb´s mehr als nur Probleme!

LG

Beitrag von manavgat 10.12.09 - 11:03 Uhr

Ich würde die Lehrerin fragen, ob sie es wirklich für sinnvoll hält, Kinder eine Seite abschreiben zu lassen. Sage ihr, dass es dazu führt, dass die Kinder absichtlich Fehler machen.

Hausaufgaben sind kein Selbstzweck.

Gruß

Manavgat