13 jährige - Schulische und private Probleme

Hallo!!
Ich bin total verzweifelt. Unsere 13 jährige Tochter geht in die 7 Klasse. Ich halte von schläge nichts, das mal vorweg. Sie hat es auch noch nie erfahren Schläge zu bekommen. Ich als Kind habe das früher oft zu spüren bekommen und möchte das meinen Kindern nicht antuen. So, jetzt zum Problem:
Sie verheimlicht uns in letzter Zeit wann sie Arbeiten schreibt, teilt uns das vorher nicht mit, den dann müßte man ja lernen und könnt sich nicht mit Freunden treffen. Bekommt sie sie wieder und sie ist gut- also bi zu nem 3. zeigt sie sie uns und die anderen erfahren wir dann Wochen später wenn im Heft steht warum die Arbeit noch nicht unterschrieben ist.
Heute grad wieder so ein Fall.
Sie hat die Arbeit vor 3 Wochen schon bekommen und heute sehen wir sie. Eine 5!!! Muß dazu sagen das die letzten Arbeiten alle zwischen 4 und 5 lagen!!!
Ich versuche ihr immer klar zu machen das die Noten nicht grade gut sind und wenn sie so weiter macht ist die Versetzung echt gefähdet!!
Sie erzählt es dann immer der Oma, meiner Mutter und die kommt dann und meint ich könne das doch dem Kind nicht so verdeutlichen. Aber wir wurden geschlagen!!!!!! Und bei ihr beschönigt sie das alles und fängt mit mir zu händeln an!!
Wie soll ich mich nur verhalten!!!
Auch ihr Verhalten uns gegenüber lässt zu Wünschen übrig. Sie schreit und erledigt ihre Arbeiten im Haushalt nicht die einfach ihre Aufgaben sind. Z.B Müll runterbrinden und Tischdecken!! Sie ist ja nicht unser Buttler!!!
Macht das vielleicht noch eine Mami gerade durch und wie verhaltet ihr euch!! Ich bin um jeden Tipp dankbar, den ich bin echt am Ende!!!!
LG Melanie

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Ich kann Dich verstehen. Mein Söhnchen auch (7.KL) hält auch nichts vom lernen oder HA machen.
Nach dem Elterngespräch (wurde nicht von der Schule eingeladen sondern meine Initative) habe ich mich mit Ihm unterhalten ohne lange zu palabern sondern ihm dann 2 Möglichkeiten aufgezählt: entweder lernen und gute Noten (incl. Nachhilfe),oder er geht ab nächstes Halbjahr auf die Hauptschule. Zumindest wirkt es bis jetzt bei meinem. die letzten Tests waren alle jeweils eine2
lg.

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Hallo Melanie,

mein Sohn ist erst 10 und zum Glück habe ich solch schwerwiegenden Probleme noch nicht. Aber ich war als 13jährige extrem schwierig und beneide meine Eltern bis zum heutigen Tag nicht um die damalige Zeit die sie mit mir hatten. Wichtig sind Grenzen und Konsequenzen, die haben mich damals auch gerettet. Wenn mein Sohn schnauft, weil er was im Haushalt machen muß oder jammert, dass er lernen muß, gibt es ganz klare Abmachungen. 1. Wir sind eine Familie und kein Hotel. Zum Leben und Teil dieser sein, bedeutet, mitzuarbeiten. Jeder tut das, was er kann. Ich koche, wasche, erinnere ihn an seine Termine, bringe ihn in die Schule etc. Er spielt mit seinem kleinen Bruder, deckt auf und ab; räumt Geschirrspüler ein und aus und hilft halt, wenn er gebraucht wird.

2. Ein Leben ohne Job gibt es nicht. Der Job meines Sohnes ist die Schule und das Lernen. Vernachlässigt er diesen, müßte er sich einen neuen suchen. Auf der faulen Haut liegen und sich bedienen lassen gibt es nur gegen Geld, dass er nicht hat.


Gegen das Schreien kannst du wohl nichts anderes tun, als selbst zu versuchen, ruhig zu bleiben und zu betonen, dass du nur dann weiter mit ihr sprichst, wenn sie im normalen Ton reden kann. Ich würde jeden Spaß konsequent runterfahren; aus der Konsequenz heraus - kein Vertrauen für mehr- und dann schrittweise wieder lockern, wenn sie sich an eure Spielregeln hält.
Wenn sie den Müll nicht runterbringt, dann kochst du nicht mehr für sie oder wäscht ihre Wäsche nicht oder erledigst einen anderen deiner vielen Jobs nicht. Das ist konsequent und für jeden Jugendlichen zu verstehen.

LG

J.

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Hallo Leidensgenossin,

meine Tochter ist 15. Die Schule ist (noch) nicht so das Problem, aber das Verhalten mir und meinem Mann gegenüber...ihr Ton, was sie so von sich gibt, wenn sie etwas machen muss (helfen im Haushalt, mal was einkaufen etc.), ihre Wutanfälle, ihre barsche Art uns gegenüber...als wären wir wirklich sehr lästige Mitbewohner...es ist wirklich sehr schwer, da immer Geduld zu haben, es nicht persönlich zu nehmen, selbst höflich und ruhig zu bleiben...

Mein Mann ist nicht ihr Vater. Lange Zeit war sie immer noch höflich zu ihm, wenn sie zu mir schon sehr eklig war, jetzt kriegt er auch mal was ab.

Im Augenblick, glaube ich, ist sie nur zu ihrem Vater einigermaßen höflich. Aber den sieht sie auch nur 1x die Woche. Und zu mir sagt sie: Ich habe keinen Bock mehr auf Papa!

Mein Mann und ich ertappen uns dabei, dass wir uns auf Tage freuen, wo sie weg ist, wo wir mal was alleine unternehmen können, weit weg von dem mauligen Teeny.

Ich glaube, das muss so sein. Ich glaube, das hat die Natur so eingerichtet: Die Kinder müssen weg, weg von den Eltern, in die Welt. Das wird schwer, wenn sich alle so gern haben...es ist leichter, wenn viele negative Gefühle aufgelaufen sind.

Mit solchen Erkenntnissen tröste ich mich, wenn ich mit meinem Mann hier im schönen Berlin über einen Weihnachtsmarkt schlendere, einen Glühwein trinke und der maulige Teeny sitzt wieder bockig zuhause, will ja nicht mit...:-)

Und immer noch hat meine Tochter Phasen, wo sie sehr liebenswert ist...das ist immer wieder ein Trost.

Tipps? Es nicht persönlich nehmen, nach wie vor auf Erledigung der Aufgaben pochen, streng sein, konsequent, Grenzen aufzeigen...damit versuche ich es.

lg ausm hinterwald

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Hallo Melanie

Wir hatten das auch grad durch: Unsere Tochter ( 8. Klasse, Sekundarschule, CH) hat uns über fünf Monate nur von den guten Noten erzählt, und da wir die Prüfungen nicht mehr unterschreiben müssen, kann sie die schlechten natürlich gut verstecken.
Wir waren dann am Übertrittsgespräch fürs Gymnasium, dachten als Eltern, unsere Tochter kommt da ohne Probleme hinein, mit soooo guten Noten.....und sassen dann da mit offenem Mund.....

Ihre Begründung war genau dieselbe: Wenn ich die schlechten Noten erzählt hätte, hätte ich nicht mehr so viele Freiheiten bekommen...... eigentlich logisch, nicht?
Wir haben dann ihren Ausgang nicht rigoros gekürzt, aber doch 2x weniger, bis auf weiteres. Dann haben wir feste Lernzeiten eingeführt, in der sie ihre Hausaufgaben macht oder etwas dazu lernt. Und Nachhilfestunden in Mathe.
Dazu werden ALLE Proben nachhause gebracht, ist so mit ihrer Lehrerin abgesprochen.
Falls etwas vom Vereinbarten nicht klappt: Taschengeldkürzung.
Und: Das Handy kommt zu bestimmten Zeiten weg, da sie dauernd mit irgendwem an der Strippe hängt, SMS schreibt oder chattet.

Nun fahren wir seit etwa einem Monat so, und es klappt gut. Die Noten bewegen sich zwischen 5 und 6 ( Schweizerbenotung!). Unsere Tochter hat gottlob immer wieder Lichtblicke, in denen sie einsieht, dass das so nicht geht.....

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen! Klare Regeln, ohne wenn und aber, eine Zeitlang mehr Kontrolle, weniger Vertrauen ;-)

Aber schlagen....??? Da blick ich nicht ganz durch, was du da sagen willst.
Ich bekam den A....voll bei einer schlechten Note, das würde ich meinen Kindern nie und nimmer antun wollen! Ich denke, bei unseren Kindern geht es auch nicht darum, dass sie Angst haben, die schlechte Note zu erzählen, sondern eben: Sie fürchten um ihre absolut viiiieeeel spannenderen Freizeitbeschäftigungen!

Alles Gute


Fraz