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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von minime33 09.12.09 - 17:43 Uhr

Ich mache mir im Moment große Sorgen wie es Beruflich und Finanzell bei uns weiter gehen soll.
Unser Sohn ist jetzt 10 Monate alt. Das Elterngeld habe ich mir auf ein Jahr auszahlen lassen, weil es sonst zu wenig gewesen wäre. Ich kann leider an meinen alten Arbeitsplatzt nicht zurück weil es 400 km von uns entfernt ist und ich dort auch keinen Krippenplatz bekomme. Möchte mich nur ungern kündigen lassen oder auch selber kündigen, weil ich einfach nicht Arbeitslos sein möchte. Bei uns in der Umgebung gibt es nur Teilzeitjobs und das würde vorn und hinten nicht reichen. Weiß jemand von euch welche Türchen mir vielleicht noch offen stehen?
Hab da was von einem Erziehungsgeld gehört, dass man bekommt wenn man sein Kind zu Hause betreut. Aber wie hoch ist das?

Lg Sam

Beitrag von woodgo 09.12.09 - 18:40 Uhr

Hallo,

und ich weiß, daß es sicher nicht das ist, was Du hören willst, aber macht man sich da nicht vor einer SS mal Gedanken? Komm in die Hufen und schreib Bewerbungen, was das Zeug hält. Man kann ja auch erst mal TZ beginnen und nebenbei weitersuchen.
Das Betreuungsgeld für zu Hause ist, soviel ich weiß, noch nicht durch und meines Erachtens auch Schwachsinn.

LG

Beitrag von miau2 09.12.09 - 19:14 Uhr

Hi,
pauschal Erziehungsgeld gibt es nicht mehr.

Es gibt in - ich glaube - 3 Bundesländern Landeserziehungsgeld, geknüpft an Einkommensgrenzen.

Ob ihr in einem der Bundesländer wohnt weiß ich nicht, ich weiß, dass Bayern dazu gehört, bin mir bei Sachsen recht sicher - aber das dritte? BaWü? Ich kann dir nur für Hessen sagen, dass es hier derartiges nicht gibt.

Das Betreuungsgeld für alle, die Kinder bis zum 3. Geburtstag zu Hause betreuuen ist noch eine Überlegung der neuen Regierung, und ich gehe mal davon aus, dass auch die angedachten 150 Euro an Stelle eines Teilzeitjobs nicht gerade eine Lösung wären.

Wenn Euer Haushaltseinkommen zu niedrig ist inkl. ggfs. eines Teilzeitsjobs von dir (bzw. vermutlich auch ohne denselben bis zum 3. Geburtstag vom Kind, aber wenn es prinzipiell Arbeit gibt...na ja, ist wohl jedem selbst überlassen) gäbe es u. U.

Kinderzuschlag
Wohngeld
oder
ergänzendes ALGII

Die Einkommensgrenzen dazu findest du mit Hilfe von google sicher schnell im Netz.

Für die Kinderbetreuung hättet ihr u. U. Anspruch auf Unterstützung durch das Jugendamt - frag dort nach, wenn die Kosten niedriger werden wäre das ja vielleicht auch hilfreich.

Ansonsten würde ich an deiner Stelle einen Teilzeitjob annehmen, überprüfen, ob ggfs. noch ergänzende Hilfen gezahlt werden, und dann weitersuchen - vielleicht gibt es ja aus der Position "Arbeit haben" früher oder später was besseres.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von drachenengel 09.12.09 - 19:36 Uhr

Hallo

in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen gibt es LEG, ansonsten nirgends. Mitunter einkommensabhängig, circa 150 Euro im Monat, bis zum dritten Lebensjahr maximal.

Tja, Euere Gedanken sind wirklich etwas spät, was bleibt, je nach Einkommen, evtl erg. ALG2, ODER Wohngeld, Kinderzuschlag.

Alternative: entgegen der Arbeitszeiten des Mannes notfalls arbeiten, ja auch am WE oder abends, nachts, denn so handhaben es bereits viele Familien.

Was spricht gegen Teilzeit, wenn Vollzeit nix auffindbar? Jeder Euro sollte Euch doch dann helfen!

Betreuungsplatz denn schon vorhanden, falls ein Vollzeitjob auffindbar ist?

Gruß

Mone

Beitrag von minime33 11.12.09 - 14:24 Uhr

Mal zum Thema unsere Gedanken sind etwas spät. Ich wäre gern wieder in meinen alten Job gegangen, aber ich bekomme dort keinen Kindergartenplatz. Dafür das dort nicht genügend Plätze vorhanden sind kann ich auch nichts.

Beitrag von drachenengel 11.12.09 - 15:34 Uhr

Du, es war eine Feststellung, kein Angriff

Zur Not Tagesmama...

mit Geburt der Kurzen kam sie auf alle Wartelisten, bei manchen bereits in der Schwangerschaft, da ich nicht wusste, dass ich so lange daheim bleib.

Beitrag von susaheld 09.12.09 - 21:02 Uhr

Wie lange hast Du denn überhaupt Elternzeit beantragt?
Wenn Du nur 1 Jahr beantragt hast, dann musst Du sofort reagieren und kannst event. verlängern, geht aber nur mit Genehmigung des AGs.
In der Elternzeit kannst Du mit Genehmigung des AGs auch bei einem anderen AG arbeiten (bis zu 30h/Woche). Wenn Dir das nicht reicht, dann musst Du kündigen. Dir bleibt ja eigentlich keine große Auswahl. Ihr seid auf Dein Einkommen angewiesen, somit KANNST Du nur arbeiten gehen. Fange mit einem TZ-Job an, dann hast Du zumindest ein Fuß in der Türe. Wie Dir auch schon gesagt wurde, solltest Du erg. Staatshilfe überprüfen. Und viell. kannst Du noch einen Minijob abends annehmen (Bedienung, Pizza-Service, putzen).

Lg
Susanne

Beitrag von myimmortal1977 09.12.09 - 21:11 Uhr

Da hilft nur eins... Bewerben, bewerben, bewerben.

Ich weiß zwar nicht, was für Qualis Du hast, aber ich habe innerhalb kürzester Zeit einen Job gefunden. Der auch angemessen bezahlt ist.

Ich würde keine Vollzeit arbeiten gehen, da man das Geld meistens so wie so in die Betreuung der Kinder investieren muss.

Es gibt auch gut bezahlte Teilzeitjobs. Man muss sich nur mal die Mühe machen und sich hinreichend informieren. Ich glaube kaum, dass es bei Euch bedingt durch die Lage nur schlecht bezahlte Jobs gibt. Es gibt überall gut und schlecht bezahlte Arbeit.

Landeserziehungsgeld gibt es nur noch in ganz wenigen Bundesländern. Ich glaube auch kaum, wenn Du der Meinung bist, dass selbst ein TZ Job nicht ausreichend Eure Finanzen decken würde, dass Du mit dem Geld, selbst wenn Du es bekommen könntest, ausreichend Geld zur Verfügung hättest.

LG Janette