Wie flexibel ist Elternzeit zu gestalten?

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Beitrag von jenny133 09.12.09 - 21:39 Uhr

Hallo

falls mein Mann nochmal arbeitslos werden würde, könnte er die Monate die ich voll arbeite als Elternzeit einreichen? Und falls mein AG mich dann nicht mehr Vollzeit braucht abrechen und weiter auf Jobsuche gehen? Oder müssen die Monate im Voraus festgelegt werden und sind dann unflexibel?

LG
Melanie (die über ein mögliches zweites nachdenkt ;-) )

Beitrag von myimmortal1977 09.12.09 - 21:52 Uhr

Öhm, die EZ-Monate sind nicht so flexibel zu gestalten. Das macht kein AG mit... Während der EZ darf man nur 30 Wochenstunden arbeiten.

JEDER Partner kann 3 Jahre EZ einreichen. Man kann sie aber nicht beliebig stückeln.

Man muss übrigens 24 zusammenhängende Monate eingereicht haben bei seinem AG, um ohne Zustimmung des AG's das 3. Jahr hinten dran hängen zu können.

Hat man weniger eingereicht und der AG sagt NEIN, dann heißt es auch nein. Dann ist der Anspruch verfallen.

LG Janette

Beitrag von jenny133 09.12.09 - 22:19 Uhr

Hallo Janette

wir möchten ein zweites Kind, machen uns aber finanzielle Sorgen. Mein Mann war arbeitslos und ist nun in der Probezeit. Wenn wir nun loslegen und ich SS werde und er dann seinen Job verliert - was dann?
Ich würde dann eben das Kind bekommen und die acht Wochen Mutterschutz machen und danach zu meinem alten AG gehen. Dann müsste mein Mann ab dem zweiten LM des Kindes in Elternzeit gehen. So nun habe ich drei Monate Kündigungsschutz. Und wenn ich dann auch entlassen werde?

Kann ich dann die Elternzeit weitermachen und mein Mann wieder auf Jobsuche gehen?
Ich frage nicht wie flexibel die Arbeitgeber sínd, sondern das Jugendamt bzw. die Stelle von der man Erziehungsgeld bekommt? Habs vielleicht in der Überschrift falsch formuliert... #hicks

Bei unserem KiWu sind soviele Wenns und Abers. Vielleicht läuft ja alles glatt und mein Mann arbeitet sich da gut ein und ich mache ganz normal die Elternzeit beim zweiten Kind auch. Aber wenn nicht haben wir eben nun ein Haus abzubezahlen und wir haben zwar Rücklagen, aber ich würde halt schon gerne im Falle des Falles vorher wissen, was auf mich zukommt, bevor ich eine SS eingehe.

LG
Melanie

Beitrag von windsbraut69 10.12.09 - 06:36 Uhr

Man kann den Elterngeldbezug meines Wissens aus dringenden wirtschaftlichen Gründen wechseln, wie Du es Dir vorstellst aber bestimmt nicht mehrfach...

Warum wartet Ihr nicht mit der Schwangerschaft, bis die Probezeit Deines Mannes beendet ist?

LG

Beitrag von jenny133 10.12.09 - 11:47 Uhr

Weil ich dann bei meinem alten Arbeitgeber kündigen muss :-(
Wenn ich bis April SS werde muss ich gar nicht bzw. nur einige Wochen zu meinem alten AG zurück. Ich habe da sehr gerne gearbeitet, aber durch die Entfernung und die langen Arbeitszeiten wäre ich von halb acht morgens bis abends halb sieben aus dem Haus. Der neue Job meines Mannes beinhaltet Aussendienst etwa zwei Wochen im Monat. Meine Mutter würde wohl Nico für ein paar Wochen mal abends betreuen, bis ich heim komme (eben wenn ich SS bin und die Zeit absehbar) aber auf dauer würde sie sich nicht drauf einlassen, wenn ich im September wieder anfange zu arbeiten. Deshalb müsste ich dann leider meinen alten AG kündigen.

Muss ich sowieso irgendwann, aber im Moment hab ich noch ein gutes Gefühl, die Möglichkeit zu haben da irgendwann wieder auf Vollzeit eingestellt zu werden. Einfach ein sicheres Hintertürchen...

Wenn es mit diesen dringenden wirtschaftlichen Gründen geht ist es ja ok. Einmal würde uns ja reichen.

Beitrag von susannea 10.12.09 - 13:20 Uhr

Das stimmt nicht. Man muss sich für 24 Monate festlegen, aber davon können auch nur 3 z.B. EZ sein und das 3. Jahr gibts trotztdem!