Mutter bei mir anstellen - kann sie zusätzliche Hilfen beantragen?

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Beitrag von sonntagsmalerin 09.12.09 - 22:24 Uhr

Hallo zusammen,

ich hab mal eine Frage. Ich überlege ob ich nicht meine Mutter bei mir anstellen könnte - sie ist derzeit leider arbeitslos und rutscht im Mai nächsten Jahres in den Arbeitslosengeld II - Bezug ab, wenn sie keinen Job findet.
Da ich mich erst dieses Jahr komplett selbstständig gemacht habe dieses Jahr, kann ich ihr noch keinen Vollzeitjob anbieten, aber sagen wir mal ihr zumindest rund 1.000 Euro brutto anbieten (grob geschätzt). Sie hat Steuerklasse 1 und wird vermutlich von dem, was davon dann netto übrig bleibt, nicht ganz leben können.
Wenn sie nun keinen 400-Euro-Job nebenbei findet, kann sie dann evtl. zusätzliche finanzielle Hilfen beantragen, wie beispielsweise Wohngeld o.ä.?

Ist nur eine theoretische Frage, natürlich versuchen wir das ohne staatliche Hilfe zu schultern und ich würde ihr natürlich gerne, wenn es gut läuft, dann auch mehr bezahlen.

Danke für eure Antworten!

Lg
Clarissa

Beitrag von biene81 09.12.09 - 23:55 Uhr

Hallo Clarissa,

lebt Deine Mama denn alleine? Also ohne Partner?
An fuer sich kann sie dann sicherlich z.B. Wohngeld oder ergaenzendes ALGII bekommen, je nachdem was ihr zusteht, WENN ihr was zusteht.
Da kommts dann eben drauf an ob Deine Mama alleinstehend ist und wieviel sie netto raushat.

LG

Biene

Beitrag von sonntagsmalerin 10.12.09 - 07:48 Uhr

Ja sie ist alleinstehend. Ich weiß nicht genau was sie da netto raus hätte, nehme aber mal an dass ihr das nicht reichen wird. Ihre Miete beträgt 550 Euro warm, günstigere Wohnungen sind hier derzeit schwer zu finden..

Beitrag von biene81 10.12.09 - 10:09 Uhr

Hier kannst Du Dir das ausrechnen lassen:

http://biallo.aol.de/aol/Soziales/Wohngeldrechner.php?sem=1&&ncid=SEMDEfinanzen9074&otim=$TIMESTAMP&spid=$SPID

Wenn das ihren Bedarf nicht deckt, kann sie sicherlich erg. ALGII beantragen.
Ich wuerde mal anstelle Deiner Mama zur Wohngeldstelle gehen oder ihren Sachbearbeitet fragen.

LG

Biene

Beitrag von manavgat 10.12.09 - 12:19 Uhr

Ich würde an Deiner Stelle erst mal auf 600 Euro anstellen, dann ist sie komplett kranken-, renten- und pflegeversichert und Du bist nicht so belastet. Ihr steht ergänzendes ALG2 oder Wohngeld zu.

Wenn Deine Auftragslage stabil ist, dann kannst Du das immer noch erhöhen.

Erkundige Dich auch, ob Du 50% der Lohnkosten als Zuschuss von der Arbeitsagentur bekommen kannst.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sonntagsmalerin 10.12.09 - 15:41 Uhr

Dankeschön für die Antwort. Warum gerade 600 Euro, gibt es da einen bestimmten Grenzwert? Ist dann dann diese Gleitzone?

Welche Voraussetzungen müssen für Wohngeld bzw. ALG II erfüllt sein?

Ja wenn die Auftragslage stabil ist, will ich das natürlich gerne ausweiten. Alternativ könnte sie sich auch selbstständig machen und von mir Aufträge direkt weitergeleitet bekommen für die sie die Rechnung dann direkt den Kunden stellt. Versichert wäre sie dann über die Künstlersozialversicherung (Rente, KV, PV). Aber ob das sinnvoller ist?

Soweit ich weiß könnte ich diesen Zuschuss für Existengründer beantragen wenn ich sie einstelle, sie ist 55 und ich erst seit diesem Jahr selbstständig. Oder?

Lg
Clarissa

Beitrag von manavgat 11.12.09 - 14:43 Uhr

Ich würde eine Anstellung vorziehen. Wegen der Versicherung!

Es müssen mehr als 400 Euro sein, ich hatte mal 600 Euro genannt, ins Blaue rein. Wenn Du gerade mal 401 Euro nimmst, dann wird Euch schnell Beschiß unterstellt. Für ALG2 gelten bestimmte Vermögensgrenzen, für Wohngeld gelten nur Grenzen für das Einkommen (da zählen dann aber Zinsen dazu).

Zuschuss musst Du bei der Arbeitsagentur nachfragen. Wenn sie ALG2 bekommt, bei der ARGE.

Gruß

Manavgat