Erlebnis Psychologin

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von mogli_suse 10.12.09 - 10:18 Uhr

ich muss mal kurz mein erlebnis mit einer psychologin/psychiaterin loswerden. hier war ich, weil ich langsam doch etwas fertig bin, weil mein Kind seit 8 Monaten im 2-Stunden-Rhythmus schläft.
die besten Sätze waren

"Sie stillen IMMER noch????" (mein Kind is 11 Monate...)
"Es ist völlig unnatürlich wenn das Kind mit im Familienbett schläft... ich glaube, sie können sich schlecht trennen. Das Kind ist schon LÄNGSt alt genut im eigenen Zimmer zu schlafen"
"Das das Kind keine Flasche wollte, ist ein hausgemachtes Problem... wenn die Not ganz groß is, dann trinken die schon."
"Das Tragetuch so oft zu benutzen verschlimmert alles nur. die Kinder müssen im Kinderwagen lernen, sich abzunabeln..."
also..dazu fällt mir wirklich nix ein....

doch: die Frau hatte einen kurzen Rock an. lange Stiefel war extrem geschminkt und ungefähr so alt wie ich. also ich würde sagen, grade mit dem Studium fertig...
dass sie einen starken Ostblock-Akzent hatte, schreib ich nun nich auf...denn das tut nix zur Sache...:-p
das wollte ich kurz allen Nicht-Schläfer-Müttern mal mitteilen #rofl

Beitrag von nakiki 10.12.09 - 10:44 Uhr

Hallo!

Wenn die Psychologin das so gesagt hat, ist es schon daneben.
Aber etwas anders ausgedrückt, könnte sie ja schon recht haben.

Ich kenne eure Geschichte jetzt nicht, aber meldet er sich alle 2 Stunden zum Stillen?
Habt ihr mal versucht euer Kind bei euch im separaten Bett bzw. in einem anderen Zimmer schlafen zu lassen?
Ein Familienbett ist ja schön und gut, aber nicht alle Kinder stehen darauf.
Es funktioniert, solange alle auch schlafen, ansonsten muss man nach anderen Wegen suchen.

Gruß nakiki

Beitrag von eresa 10.12.09 - 11:00 Uhr

Wahrscheinlich ist sie auch kinderlos.
Nur dann kann man so viele 'Weisheiten' von sich geben....

Beitrag von nanny103 10.12.09 - 11:19 Uhr

Ach so!!!! Mist dann habe ich ja fast alles falsch gemacht #rofl
Also vermutlich ist sie wirklich Kinderlos. Ich bin Erzieherin und meine Güte, was habe ich den Mamas immer für schlaue Ratschläge gegeben #bla Aber da war ich selber noch eine reine Theoretikerin ;-) Ich glaube wenn ich mal wieder arbeiten werde, werde ich vieles ganz anders sehen bzw. einfach viel einfühlsamer rüber bringen können.
Übrigens... meine Tochter schläft momentan nachts im einstunden Rytmus und es liegt aug keinen Fall am Elternbett. Sie schläft nämlich seit ca. der dritten Woche im Kinderzimmer. Nur jetzt wo sie diesen miesen Rytmus hat lege ich mich meist nachts irgendwann zu ihr, weil sie dann schneller wieder einschläft.

Beitrag von sparrow1967 10.12.09 - 11:59 Uhr

#rofl

Und? Wie hast du drauf reagiert?

Beitrag von saha17 10.12.09 - 12:59 Uhr

Hallo!
Das ist schon heftig. Mir geht es gleich wie dir. Meine Maus hat eine zeitlang eine Stunde am Stück geschlafen. Und weil ich dann einfach nicht mehr konnte hab ich sie mit ins Bett genommen. Da schaffte sie immerhin auch mal 2 oder gar 3 Stunden. Besser ist es auch mit dem Einschlafen geworden als ich beim Homöopathen war. Jetzt tobt sie nicht mehr so und schläft meistens 3-4 Stunden. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für euch.
Und noch zum Familienbett: alleine müssen unsere Kinder erst seit ca 100 Jahren schlafen, durch Industrialisierung und Wohlstand und so. Die ganzen Millionen Jahre davor durften die Babys ganz nah bei ihrer Mama (oder dem Papa) sein. Also, lass dir nix erzählen von wegen unnatürlich!
LG und Alles Gute
Sandra mit Lorena, die im Familienbett schläft und das Tragetuch genießt!

Beitrag von muehlie 10.12.09 - 13:33 Uhr

Tja, das ist das Problem mit vielen Psychologen: die reimen sich mehr zusammen, als dass sie wirklich mal untersuchen und erforschen. Aber hat ja Siegmund Freud auch schon so gemacht; einfach mal was behauptet und das als Erkenntnis verkauft. #augen

Ich halte die Psychologie wirklich für eine ganz wichtige Wissenschaft, aber einige ihrer Vertreter arbeiten da wohl doch recht unfundiert. Wie kann man Familienbett und langes Stillen als unnatürlich oder unnormal bezeichnen?

Gehst du da noch mal hin? Eine Hilfe scheint sie ja nun wirklich nicht zu sein. Ich denke, ihr seid besser in einer Schreiambulanz oder einem Schlaflabor aufgehoben.


LG
Claudia

Beitrag von sastneluni 10.12.09 - 14:24 Uhr

Hallo,

erstmal ist ja die Frage, warum du bei ihr warst.

Das ein 11 Monate altes Kind seit 8 Monaten im 2 Stunden Rhythmus schläft finde ich ist eher ein Fall für einen Heilpraktiker. Sollte es psychologische Ursachen haben, solltest du mal über die Ansätze der Psychologin nachdenken.

Ein 11 Monate altes Kind "muss" nicht mehr gestillt werden, und, ohne dir zu nahe treten zu wollen, will es vielleicht auch nicht mehr.
Dein Kind ist alt genug um alleine zu schlafen, wenn du das nicht möchtest, ist das eine Entscheidung die du treffen musst.
Und Kinder, und vor allem die Mütter, müssen lernen sich abzunabeln, ob der Kinderwagen dazu beiträgt????

Aber das mit dem "abnabeln" ist gar kein falscher Gedanke.

Ich denke, du warst bei ihr weil du eine Lösung für ein Problem gesucht hast, warum sind dann alle Ansätze die sie dir gibt von Vornherein falsch??

Du kannst es machen wie du willst, aber dann musst du auch mit den Konsequenzen zurecht kommen.

Liebe Grüße
Sabine mit Maximilian der keine Probleme mit dem schlafen hat

Beitrag von muehlie 10.12.09 - 15:33 Uhr

Hallo Sabine,

ein paar Dinge in deinem Post stoßen mir persönlich ziemlich negativ auf, obwohl ich gar nicht angesprochen bin.

"Ein 11 Monate altes Kind 'muss' nicht mehr gestillt werden, und, ohne dir zu nahe treten zu wollen, will es vielleicht auch nicht mehr."

Das ist zum einen nicht richtig, denn ein Kind in diesem Alter braucht noch sehr viel Milch. Und woher sollte ein bislang natürlich ernährtes (also gestilltes) Kind die wohl herbekommen, wenn nicht von seiner Mutter?
Zum anderen finde ich das mit dem Wollen reichlich irritierend. Glaubst du im Ernst, eine - normale - Mutter würde ihr Kind dazu drängen zu stillen? Von der Absurdität mal abgesehen würde das genauso gut funktionieren, wie ein Kind zum Essen zu zwingen.

Und ich weiß es zwar nicht genau, vermute aber mal ganz stark, dass die TE bei DIESER Schlafproblematik (Kind schläft immer nur 2 Stunden am Stück #zitter) mit Sicherheit schon so ziemlich ALLES Naheliegende ausprobiert hat, also wahrscheinlich auch schon, das Kind im eigenen Bett/eigenen Zimmer schlafen zu lassen.

Ich halte die Ansätze der Psychologin ebenfalls von Vornherein für falsch, da sie sowohl medizinischen Erkenntnissen als auch jahrtausendealten, bewährten Traditionen widersprechen. Ich denke vor allem, dass es sich die Dame mit ihrer Kritik an all diesen Dingen ziemlich einfach macht, wahrscheinlich weil sie von der ganzen Problematik wohl gar keine Ahnung hat.


LG
Claudia

Beitrag von sparrow1967 10.12.09 - 16:55 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von sastneluni 10.12.09 - 17:11 Uhr

Hallo Claudia,

ich denke, dass das Schlafverhalten an sich andere Ursachen hat als psychologische, aber wenn die TE den Weg zu eben so einer gegangen ist, muss sie sich auch mit den Denkanstößen auseinander setzten.

Ich sage nicht, dass ein Kind mit 11 Monaten nicht mehr gestillt werden sollte, aber vielleicht sollte die TE es mal versuchen ein bisschen weniger zu stillen. So das sich das Kind eventuell Nachts die Brust abgewöhnt.

Dann habe ich es so verstanden dass die TE eine Verfechterin des Familienbettes ist. Aber, und das musste ich auch erst kapieren, es gibt nun mal Kinder die das nicht wollen. Die in einem Bett mit den Eltern nicht tief genug schlafen.

Wenn ich den weg zu einer Ärztin gehe, nehme ich die Ratschläge auch erstmal an, sonst brauche ich nicht zu gehen.
Wenn ich nicht bereit bin etwas zu ändern, muss ich mich mit der Situation abgeben wie sie ist.

Und wenn alles medizinische abgeklärt ist, und die Ursachen eher psychischer Art zu sein scheinen, dann muss die TE da wohl mal drüber nachdenken.

LG
Sabine

Beitrag von muehlie 10.12.09 - 17:35 Uhr

"Wenn ich den weg zu einer Ärztin gehe, nehme ich die Ratschläge auch erstmal an, sonst brauche ich nicht zu gehen."

Oder ich bin absolut enttäuscht, da das, was die Ärztin mir rät, nachweislich absoluter Humbug ist. ;-) Ich glaube, genau das ist der Grund, weshalb die TE diesen Thread eröffnet hat.

Zum Stillen: ich habe den Eindruck, du selbst hast entweder gar nicht oder nur kurz gestillt. Die abendlichen und nächtlichen Stillmahlzeiten sind gewöhnlich die letzten, die im Laufe der Zeit wegfallen. Noch weniger zu stillen, heißt also, gar nicht mehr zu stillen.

Die Ursachen sind sicherlich psychischer Art. Aber diese vermeintliche Expertin stürzt sich wie ein Geier sofort auf Dinge, die wahrscheinlich einfach nur ihrer ganz persönlichen Auffassung von Kindererziehung widersprechen, ohne dass sie sich jemals näher mit diesen Dingen befasst hat. Keiner der Punkte, die von dieser Frau kritisiert wurden, ist - weder alleine noch alle zusammen - für Schlafprobleme verantwortlich. Das ist nun mal einfach ein Fakt.

Ich halte diese Psychologin für nicht qualifiziert, um tatsächlich bei der Lösung dieses Schlafproblems zu helfen.


LG
Claudia

Beitrag von sastneluni 10.12.09 - 18:08 Uhr

Das ist genau der Punkt. Ich halte gar keine Psychologin für fähig einem 11 Monate altem Baby bei Schlafproblemen helfen zu können!!

Und der Mutter kann sie auch nicht wirklich helfen, wenn diese nicht bereit ist irgendetwas zu ändern.

Und ja ich hatte ein Baby, dass gar nicht an die Brust wollte, von da her kann es schon sein das ich das ein bisschen zu einfach sehe. mein Kleiner bekommt auch heute noch eine Flasche wenn er aufwacht, und eine bevor er schlafen geht, also nach dem Abendessen. Habe gedacht, dass damit auch ein Stillkind satt werden würde und die Nächte durchhalten zu könnte.

LG
Sabine

Beitrag von muehlie 10.12.09 - 19:03 Uhr

Ich denke, die Mutter würde schon etwas ändern, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance sehen würde, dass sich dadurch etwas ändert. Aber Dinge wie, das Kind alleine schlafen zu lassen, sind einfach so profan... Erinnert mich fast an die eine Userin, die vor ein paar Wochen hier einen Thread aufgemacht hat und allen Müttern mit schlecht schlafenden Kindern nahegelegt hat, mal ein festes Abendritual einzuführen. #klatsch

Dein Kind wollte nie an die Brust? Dann stell dir mal vor, jemand würde dir sagen, dass du daran schuld gewesen wärst, denn "wenn die Not ganz groß ist, dann trinken die schon." Genauso fühlt sich eine Stillmutter. Und glaub mir, wir bekommen Vorwürfe wie diesen nicht gerade selten zu hören.

Stillkinder schlafen tendenziell wohl später durch als Flaschenkinder, denn die Muttermilch wird aufgrund ihrer perfekt angepassten Zusammensetzung sehr viel schneller verdaut. Das heißt aber nicht, dass ALLE Stillkinder schlechte Schläfer sind, genauso wenig, wie ALLE Flaschenkinder gute Schläfer sind. Ich kenne genug "ältere" Flaschenkinder, die nachts noch mehrfach nach der Flasche verlangen, und Stillkinder, die sehr früh durchgeschlafen haben. Und ich kenne aus meiner unmittelbaren Umgebung ein sehr schlecht schlafendes relativ lange gestilltes Kind, das auch dann noch genauso schlecht geschlafen hatte, als es völlig abgestillt war.
Schlafen zu können hat eben mit der Ernährung absolut nichts zu tun.


LG
Claudia

Beitrag von sastneluni 10.12.09 - 20:08 Uhr

Glaub mir, ich habe mir genug von diesen Sprüchen anhören müssen. Und nicht selten wurde ich richtig übel angegangen. Ich meine, ich konnte ja auch nicht wirklich erklären warum ich nicht stille. Eine Mutter die sich bewusst dagegen entscheidet hat ja so ihre Argumente, ich hatte keine, ausser der Tatsache das er nicht an die Brust wollte. Er war auch nie das Kuschelkind, und bei uns im Bett wollte er auch nur dann schlafen, wenn er krank war.

Wenn ich eins gelernt, habe in dieser Zeit dann, dass man als Mutter einfach flexibel sein muss. Und das es nicht immer nach den Wünschen und den Vorstellungen der Mutter geht.

Und genau da sehe ich das eigentliche Problem der TE. Sie hält an ihren Vorstellungen fest und wer etwas dagegen sagt ist doof.

Das schlafen nichts mit durchschlafen zu tun hat glaube ich auch.
Allerdings glaube ich, dass eine gewisse Abnabelung ab einem gewissen Alter (und auch das ist, wie alles, von Kind zu Kind verschieden) dazu beitragen kann besser zu schlafen.

Den Beitrag mit dem Ritual habe ich auch gelesen und musste nur lachen.

Und noch mal, ich habe weder etwas gegen langzeitstillen, noch gegen Familienbett oder tragen. Nur wenn es Probleme gibt sollte man über alles mal nachdenken. So wie ich, wenn meiner mal nicht schläft, darüber nachdenke ob er vielleicht zu mir möchte.

Bei meiner Freundin war es der Fernseher der die Kleine am schlafen gehindert hat. Sie hat auch eine ganze Weile gebraucht um festzustellen, dass die die ihr sagten das TV für Baby nicht gut ist, recht haben.

Beitrag von muehlie 10.12.09 - 23:15 Uhr

"Und genau da sehe ich das eigentliche Problem der TE. Sie hält an ihren Vorstellungen fest und wer etwas dagegen sagt ist doof."

Aber wie kommst du dazu, sowas zu behaupten?
Ich hatte es doch weiter oben schon einmal erklärt: all die Dinge, die von der Psychologin unter Beschuss genommen wurden (Stillen, Familienbett, Tragen), sind jahrtausendealte natürliche Methoden, sich um ein Baby zu kümmern. Sie alle geben einem Kind das Gefühl von Nähe und Geborgenheit und sorgen nachweislich NICHT für Schlafprobleme. Im Gegenteil, gerade das Tragen ist oftmals die einzige Methode, ein Schreikind zu beruhigen.
Wie man all das mit einem laufenden Fernseher vergleichen kann, ist mir ein Rätsel. #kratz

Beitrag von muehlie 10.12.09 - 17:40 Uhr

"Die Ursachen sind sicherlich psychischer Art."

Sollte eigentlich heißen, sie sind "vielleicht psychischer Art", denn in welchem Ausmaß alles Medizinische abgeklärt wurde, weiß ich schließlich auch nicht. #augen

Beitrag von saha17 10.12.09 - 17:21 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von juliocesar 10.12.09 - 22:09 Uhr

**erstmal ist ja die Frage, warum du bei ihr warst.**

ich geh mal davon aus, dass sie psychologische hilfe für sich und nicht für ihr kind beansprucht hat; weil sie nervlich am ende war, weil sie nicht genügend schlaf bekommt.

Beitrag von klimperklumperelfe 10.12.09 - 14:52 Uhr

ich hätte eher gedacht die Dame ist 60+

Beitrag von blume82 10.12.09 - 15:16 Uhr

Hallo,

schau doch dir hier viele 20+ an.

Die denken genau so