Toxoplasmose-Diskussion weiter unten ...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von stefanie0410 10.12.09 - 10:50 Uhr

Hallo,

weiter unten gab es einen Thread zum Thema Toxoplasmose und da vielleicht meine Antwort keiner mehr lesen wird, hier nochmal meinen Erfahrungsbericht:

Vorweg - Geld hin oder her - hat sich hier schon mal jemand ernsthaft mit dem Thema Toxoplasmose auseinander setzen müssen?

Ich schon! Von Wasserkopf, schwerstbehindert, blind und taub sowie Tod in den ersten Tagen nach Geburt bzw. möglichen Lebenschancen bis zum 1. Lebensjahr kann man mit allem rechnen!

Meine Tochter ist heute 5,5Jahre alt und das schönste Geschenk meines Lebens.

Bei der Auswahl der freiwilligen Untersuchungen habe ich mich vor 6Jahren für die Toxoplasmose-Untersuchung entschieden und GEGEN Nackenfaltungmessund oder 1.Semesterscreening - beide geben nur eine WAHRSCHEINLICHKEIT an, inwieweit mein Baby betroffen sein könnte. Und wäre mein Kind behindert, hätte die Natur es so gewollt und ich hätte es sicher nicht wegmachen lassen. Aber bei Toxoplasmose wäre ich der Auslöser für die Spätfolgen gewesen - weil ich mich in dem Moment infiziert hätte - meine Schuld und damit hätte ich nicht leben können.

Bei mir hat der Test in der 16SSW eine frische Antikörperbildung angezeigt. Alles wies auf eine frische Infektion hin. Ich bekam über 4Wochen schwere Medikamente und obwohl die Feindiagnostik keine Anzeichen brachte, musste ich weitere 4 Wochen noch stärkere Mittel nehmen. Chemotherapeutikium stand im Beipackzettel - für Mutter TÖDLICH - am Fötus nicht getestet.

Die Fruchtwasseruntersuchung brachte dann das Ergebnis, die Infektion muss direkt VOR der SS gewesen sein und ich habe alles UMSONST über mich und den Zwerg ergehen lassen

Das waren die schrecklichsten Wochen meines Lebens, die Ungewissheit ob nun alles gut wird oder eben doch nicht oder das Kind mit Folgeschäden zur Welt kommt.... Leonie wurde über ein Jahr regelmäßigen Blutkontrollen unterzogen.

Und das schlimmst in der ganzen Situtation - DU BIS ALLEIN mit deinen Ängsten und Sorgen, weil keiner kann dir helfen. Meine Ärztin meinte immer: Das wird schon alles gut - schließlich dämpfen die Medikamente die Toxoplasmoseschäden ja ein #kratz Hallo? Und das soll mir helfen? Supi!

Jetzt nochmal zum Geld:
Wenn man das erste Mal negativ getestet wurdest und keine Antikörper hat, kann man sich bei seiner Krankenkasse schlau machen, ist ja dann schließlich Vorsorge.

Und selbst wenn die nicht zahlen, egal ob jahrelang Katzen im Haushalt oder nicht - die Chance besteht nunmal, das man sich nunmal GENAU in diesen 10Monaten auch infizieren kann.

Das sollte man mit seinem Gewissen ausmachen.

Ich wünsche keinem genau diese Diagnose:
"Bitte melden Sie sich umgehend in der Arztpraxis! Mit Ihrem Befund ist etwas nicht in Ordnung."

LG,
Stefanie

Googelt mal!

Beitrag von stefanie0410 10.12.09 - 10:53 Uhr

Bei einer Routineuntersuchung später meinte meine Ärztin, sie hätte jahrelang keine Toxoplasmosefälle gehabt - ausgenommen meiner - und diesmal wäre schon wieder eine Mutti "angeblich" infiziert. In mir kam alles wieder hoch und ich bot ihr an, meine Telefonnummer gern weiter zu geben. Leider hat sich nie jemand gemeldet ... Ich wäre dankbar gewesen, jemanden zu haben, der mir nachfühlen kann.

Beitrag von reveal 10.12.09 - 10:54 Uhr

Das klingt ganz schön gruselig. Tut mir leid, was Dir widerfahren ist. Also ich musste den Test aber nur beim ersten Mal bezahlen, denn ich bin Toxo-Negativ und laut meiner Ärztin wird nun jede weitere Untersuchung (alle zwei Monate) bezahlt von der Kasse.

LG reveal

Beitrag von maeuschen-82 10.12.09 - 11:05 Uhr

Ja und das ist von Kasse zu Kasse leider auch wieder unterschiedlich. Meine Ärztin guckte nämlich auch gleich, wo ich versichert bin, als rauskam, dass mein Test negativ ist. Und dann meinte sie gleich, dass meine Kasse das leider nicht zahlt. Also zahl ich die 15 Euro alle zwei Monate selber. Und die zahl ich zur Gesundheit von dem Zwerg und mir sehr gerne.

Beitrag von nisihoe 10.12.09 - 11:03 Uhr

Ich sehe das genau wie du!!!!!!
Ich bin auch Toxo-neg und mache mir ständig Sorgen,
dass ich mich anstecken könnte!!!!!
Ich hab zwei Kätzchen und passe daher sehr auf!!!!!!!
Hab mich schon zweimal Testen lassen und
hoffe, dass ich mich jetzt zum guten Schluss (9Wochen noch)nicht noch anstecke!
Ich könnte mir das nicht verzeihen!
Denn du hast recht, dann ist man selber der Verursacher!
Man ist selber Schuld-das würde mich fertig machen!
deshalb würde ich auch immer wieder testen auch wenn ich es bezahlen muss!

Lg Nisi

Beitrag von sabrinimaus 10.12.09 - 11:04 Uhr

Es ist natürlich fürchterlich, was dir passiert ist, trotzdem sollte man nicht alles überbewerten und eine Toxoplasmoseinfektion in der SS ist nun mal nicht an der Tagesordnung! Sicher kommt es vor, aber genauso kann man sich mit einem Haufen anderer Krankenkheiten während der Schwangerschaft infizieren, die dem Baby schaden!

Genauso bist du ja auch, wie ich, das Risiko der Fruchtwasseruntersuchung eingegangen.

Ich bin auch deiner Meinung, dass die Nackenfaltenmessung und das Ersttrimesterscreening quatsch ist! Habe es nict machen lassen...

Würde aber trotzdem auch keine 3 Toxotest machen lassen!

Wenn ich zu Beginn der Schwangerschaft negativ bin und mich an gewisse Regeln halte, ist das Risiko sich zu infizieren ja doch sehr gering....

Letztendlich muss das natürlich jeder selbst entscheiden.

Man sollte sich nur nciht zu allem bretschlagen lassen..man wird zu oft ja doch nur verrückt gemacht!

LG Sabrina mit Viktor (*1.2.07) und Rose (31+5)

Beitrag von stefanie0410 10.12.09 - 11:18 Uhr

Ja, und mit welchem Prozentsatz würdest du die Möglichkeit einschätzen, dich innerhalb von 40 Wochen doch zu infizieren?

Fakt ist, es ist einfach möglich und allein deshalb ist mir der Test sein Geld wert. Dazu muss ich mich nicht breitschlagen lassen.

LG,
Stefanie

Beitrag von sabrinimaus 10.12.09 - 11:24 Uhr

Ich habe dir gerade unten nochmal geschrieben dass ich es ja machen lassen habe...es ging in der Diskussion unten ja lediglich darum, ob man den Test 3 Mal macht in der SS! Das habe ich nicht machen lassen und würde es auch nicht tun! Einmal reicht und dann eben an gewisse Regeln halten!
Ein Risioko besteht selbstverständlich immer, dass aber auch für viele viel andere Sachen!!!

LG Sabrina

Beitrag von nadja101 10.12.09 - 11:04 Uhr

Sehe es auch genauso wie du.

Ich habe den Test machen lassen und habe ihn selber gezahlt. Na und?? Mir wars wert!!

Und ich bin Gott sei dank Toxo positiv also imun dagegen.

LG Nadja 24.ssw

Beitrag von stefanie0410 10.12.09 - 11:12 Uhr

@sabrinimaus und Gleichgesinnte

Könntet ihr eurem Kind in die Augen sehen, mit dem Bewusstsein, ich bin DARAN schuld?

Da spielt keine Natur die Rolle, sondern DEINE Infektion ... meint ihr , ihr sagt hinterher dann auch noch, man sollte das Thema nicht ÜBERBEWERTEN?

Nein, denn ICH allein trage die Verantwortung für mein Baby und dessen Gesundheit.

Sorry, das steckt noch so tief und für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar #liebdrueck

Beitrag von sabrinimaus 10.12.09 - 11:21 Uhr

Ich habe den Toxotest ja machen lassen! Aber meine FÄ macht das in der Regel nur einmal, ausser man selbst besteht darauf!

Ich bin der Meinung einmal reicht! Und danach sich eben an Regeln halten!

Theoretisch gesehen könnte ich ja sonst wöchentlich zum Blutabnehmen gehen, Was ist zum Beispiel mit Zytomegalie usw.

Da wird man auch nur darauf angesprochen, wenn man Erzieherin oder ähnliches ist...es könnte aber doch theoretisch jedes Kind diese Krankheit übertragen....

Wie gesagt, nicht grundsätzlich wild machen lassen...

Wenn ich es richtig verstanden hab, hattest du auch diese schrecklichen monate der Ungewissheit, obwohl für dein Baby niemals Gefahr bestand...

Letztendlich muss es ja eh jeder selbst wissen!

Ich seh nur jetzt in meiner 2. SS alles etwas kritischer ich wurde schon zu oft in beiden SS unnötig völlig verunsichert und habe schon viele Nerven verloren...

So jetzt genug geschrieben....

Wie gesagt, ich bin keines Falls gegen Toxoplasmose Test, nur ich persönlich habs nicht 3 mal machen lassen sondern nur einmal am Anfang....

LG Sabrina

Beitrag von stefanie0410 10.12.09 - 11:25 Uhr

Dann wünsche ich dir alles Gute #liebdrueck

LG,
Stefanie

Beitrag von sabrinimaus 10.12.09 - 11:27 Uhr

Danke schön! Ich dir auch!

#liebdrueck Sabrina

Beitrag von nicky2308 10.12.09 - 16:58 Uhr

Liebe Stefanie,

einen ähnlichen Verlauf können wir berichten.

Ich habe mich in der Frühschwangerschaft mit Toxoplasmose infiziert und die Ärzte rieten uns Jannik (heute 5 Jahre) in der 21.SSW "abzutreiben", da er auf dem Ultraschall sämtliche Anzeichen einer übertragenen Infektion zeigte (Hydrocephalus ect.).

Auch ich nahm bis zur 34.SSW starke Medis, von denen ich mich mehrmals täglich übergeben musste, abgesehen von den ständig präsenten Ängsten ein sehr krankes Kind zu bekommen.

Jannik ist gesund!!!

Liebe Grüße
Nicole.

Beitrag von stefanie0410 11.12.09 - 12:58 Uhr

Hallo Nicole,

sorry, habe erst jetzt wieder hier reingeschaut #schwitz

Das ist der Wahnsinn, was? Bei der möglichen Technik heutzutage etc. den Frauen, solche Aussagen an den Kopf zu knallen und RATSCHLÄGE geben zu wollen - vor allem bei solchen Fehleinschätzungen. Sowas muss doch viel eher abzuklären sein, was nun wirklich Fakt ist, oder?

Und kam bei euch dann irgendwann eine Aufklärung oder haben sie bis zum Schluss drauf gepocht, dass was nicht stimmt? Oder hattet ihr Glück, dass es gut ausgegangen ist? Konnte ich jetzt nicht genau rauslesen ...

Was man da für Ängste durchstehen muss und keiner kann einem wirklich helfen, weil keiner selbst in dieser Situation steckt oder aus Erfahrungen berichten kann. Nur die lieben Herr Doktoren mit ihren Weissagungen und schlauen (dummen) Sprüchen und Ratschlägen #zitter

Leonie war dann ab Kitaalter von 2Jahren bis voriges Jahr ununterbrochen krank und bekam regelmäßig - manchmal bis 6x im Jahr Antibiotika. Ich hatte immer den Verdacht geäußert, dass es sich doch eventuell um Folgeschäden der Medikamte handeln könnten. Was weiß ich, dass das Imunsystem irgendwie blockiert wurden sein könnte oder so. Voriges Jahr hat man ihr dann die Polypen entfernt und wir mussten zur Immunologischen Sprechstunde. Dort wurde ihr Blut bis auf´s kleinste untersucht - sie hat keine Immunschwäche, sondern gehört zu den Kindern, die einfach oft krank sind. Seit Sommer vorigen Jahres hält sie sich tapfer, der Kampf scheint überstanden :-D

Alles Gute für euch#liebdrueck

LG,
Stefanie