Eifersucht - an Mehrfachmamas

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von greenhorn 10.12.09 - 10:58 Uhr

Hallo liebe Mamis!

Ich hab folgende Frage:

Meine 3jährige Tochter Sarah geht seit Anfang September in den KiGa und Mitte Oktober haben wir wieder Nachwuchs bekommen. Mir war von Anfang an klar, dass das eine Menge Veränderungen in Sarahs Leben darstellen werden.

Sie ist eifersüchtig auf ihre kleine Schwester (8 Wochen alt) und sehr anhänglich was mich betrifft. Ich versuche so gut wie möglich mit der Situation umzugehen und ihr soviel Zeit wie möglich zu widmen.

Meine eigentliche Frage ist aber:

Wie lange dauerte diese Phase bei Euren Kindern bzw. geht das überhaupt wieder vorbei?

Mir tut die Kleine irgendwie total leid. Vorher war sie ganz anders; sie war gern mal allein beim Papa oder bei der Oma - total ausgeglichen halt; jetzt darf sie jemand anderes fast gar nicht mehr angreifen. Ich find das irgendwie traurig und hoffe, dass das nur eine vorübergehende Phase ist!

Wär froh über aufmunternde Worte! Danke!

LG Greenhorn

Beitrag von lisanne 10.12.09 - 11:09 Uhr

Hallo,
in der Form kenne ich das nicht. Mein Sohn war aber auch erst 26 Monate alt als sein kleiner Bruder zur Welt kam. Da er zu der Zeit noch nicht im Kiga war, konnte er immer mit dabeisein und dadurch hielt sich die Eifersucht in Grenzen. Jeden zweiten Samstagmorgen bin ich mit dem Großen für zwei Stunden ins Schwimmbad gefahren. Exklusivzeit für ihn ohne Baby.

Ich denke deine Tochter muss sich erst dran gewöhnen, immerhin ist sie ja vom "Thron"verstoßen worden. Für so kleine Kinder ist das ganz schön hart.

Versuch sie ganz viel mit einzubeziehen. Lass sie wickeln, beim baden helfen, Spieluhr aufziehen, Kleidung fürs Baby aus dem Schrank holen usw. Wenn dein Mann da ist, gib die Kleine mal für ne Stunde ab und mach ganz alleine was mit deiner Großen. Das lieben die Kinder wenn man sich Zeit ganz für sie alleine nimmt.

LG Lisanne

Beitrag von jindabyne 10.12.09 - 11:58 Uhr

Hallo Greenhorn,

meine Große war zwar nicht direkt eifersüchtig (außer beim Stillen...), aber die ersten drei Monate völlig verstört. Sie war einfach durcheinander und hat gar nicht richtig verstehen können, warum plötzlich alles anders ist. Danach wurde es laufend besser und als die Kleine so etwa ein Jahr alt wurde, da wusste ich, dass sich die Mühe gelohnt hat. Seitdem spielen die beiden miteinander und man merkt, dass die Kleine für die Große auch eine echte Bereicherung ist. Das entschädigt für die schwierige Anfangszeit ;-)

Nur Mut, die Kinder brauchen Zeit, in ihre neue Rolle reinzuwachsen!

Lg Steffi

Beitrag von jujo79 10.12.09 - 12:12 Uhr

Hallo!
Erstmal die aufmunternden Worte: es geht vorbei #liebdrueck!
Bei uns war es ein bisschen anders: Unser Sohn hat auf andere Weise gezeigt, dass für ihn die neue Situation nicht unbedingt leicht ist und zwar indem er sich total von mir abgewendet hat und wieder ein totales Papa-Kind war. Als mein Mann nach einem Monat wieder arbeiten ging, war das echt ziemlich hart, zumal mein Sohn da noch nicht im Kindergarten war, aber es hat sich dann wieder eingespielt. Ich habe mir dann am Samstag immer Zeit genommen und mit ihm ganz allein etwas gemacht, wenn ich gerade gestillt habe, und so hat er gemerkt, dass ich nicht nur für seine kleine Schwester da bin, sonder weiterhin für ihn. Anscheinend hatte er das etwas falsch verstanden ;-). Zum Glück war er nie sauer auf seine kleine Schwester und hat sie nicht gehauen oder so - er war immer richtig lieb. Jetzt, wo sie mit Begeisterung mitspielen will und vieles kaputt geht, schimpft er manchmal schon sehr mit ihr ;-), aber das ist ja auch nachvollziehbar.
Ich würde ihr weiterhin einfach das Gefühl geben, dass du jeder Zeit für sie da bist, und gucken, ob du nicht auch mal etwas mit ihr ganz allein unternehmen kannst, und wenn es nur ein kleiner Spaziergang, Einkauf im Supermarkt oder eine kurze Busfahrt ist. Und dann wird sie schon zunehmend an die Situation gewöhnen. Wenn sie allerdings zu sehr drängelt und meckert, würde ich dem schon entgegen wirken.
Ansonsten kann ja auch der noch recht neue Kindergarten ein Grund dafür sein, dass sie so anhänglich ist. das ist bei vielen Kindern ja auch so und kann auch noch 2 Monate nach Beginn einsetzen, bei manchen sogar noch später. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus beidem.
Ich verstehe, dass sie dir leid tut, aber sie muss da durch, auch wenn du ihr dabei helfen kannst. Mir ging es irgendwann so, dass ich das Gefühl hatte, dass meine Tochter immer zurückstecken muss, weil ich zu viel Rücksicht auf meinen Sohn nehme, aber sie kannte es ja nicht anders und hat sich nicht beklagt ;-).
So, alles Gute und es wird bestimmt bald wieder besser!
Grüße JUJO

Beitrag von crumblemonster 10.12.09 - 12:34 Uhr

Hallo,

es kommt auf das Kind an, wie lange die Phase dauert.

Bei uns ist die Situation etwas anders - der Große war 18 Monate alt, als sein Bruder auf die Welt kam. Er war anfangs eifersüchtig, aber zu 'Zwischenfällen' ist es sehr selten gekommen. Anfangs (so ca. 1 Woche) hatte er jeden Abend hohes Fieber (morgens war alles wieder iO - ohne Medikamente). Es kommt auch jetzt (er ist gerade 5 Jahre alt geworden) sehr, sehr selten vor, daß er eifersüchtig ist.

Bei uns ist es so, daß der Kleine extrem eifersüchtig ist. Er ist ein 'Mama-Klammerkind' und macht allen möglichen Blödsinn (im Moment ärgert er seinen Bruder schon doll), hört nicht und versucht alles, um meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu haben. Das geht schon seit vielen Monaten so und ich habe noch keine Lösung gefunden.

Gib Deiner Tochter Zeit. Gerade mit 3 Jahren ist eine schwierige Zeit (sie lösen sich von den Eltern). Dann sind gleich zwei Dinge auf sie zugekommen - Kindergarten und Mama teilen.....

Zeige Deiner Großen, daß Du sie gern hast, aber so ein Baby eben noch etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt, weil es sich ja selbst nicht helfen kann. Versuche sie zu stärken in dem, was sie tut (gut kann).

LG und alles Gute.

Beitrag von greenhorn 10.12.09 - 13:36 Uhr

Danke!

Ihr habt mir sehr geholfen.
Ich versuch wirklich mein Bestes und hoffe, dass sich die ganzen Mühen irgendwann lohnen!

LG Greenhorn