Umfrage-dreht sich das Leben nur um Geld und einen selbst?

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von mauskewitzki 10.12.09 - 11:01 Uhr

Hallo,

mir fällt immer mehr auf, dass sich das Leben von immer mehr Menschen nur noch um Geld und was man alles hat/will dreht.

Kinder sind zu teuer!
Ich möchte mir was leisten!
Ich brauche unbedingt ein tolles Auto!
Lieber mehr Geld, mehr Arbeit als Zeit für die Kinder!
Ich will meinem Kindern was bieten!
Ich bin unzufieden!
Ich
Ich
Ich........

Sind andere Dinge nicht viel wichtiger im Leben?
Ich meine jetzt nicht die Grundlagen zum Leben, natürlich braucht man Geld, warum aber immer, immer mehr? Warum sind so viele Leute nicht zufrieden? Warum können immer mehr Paare Kinder nur mit negativen Seiten in Zusammenhang bringen? Sind Deutsche in der Lage einfach mal glücklich zu sein?

Bin mal gespannt wie ihr das seht #kratz

Beitrag von sooderso 10.12.09 - 11:11 Uhr

Ich finde der Lebensunterhalt wird immer teurer und Geld ist schon wichtig! Ich will nicht nur arbeiten, damit ich gerade so um die Runden komme, sondern man will sich mal was leisten und etwas unternehmen, das braucht man doch, dazu lebt man!

"Sind andere Dinge nicht viel wichtiger im Leben?"

Natürich sind Gesundheit und eine glückliche Familie das Wichtigste, aber man kann nur glücklich sein, wenn man zufrieden ist, dazu gehören auch manchmal materielle Werte, ein toller Urlaub , ein Wochenende im Freizeitpark usw. und dafür braucht man Geld.

Beitrag von sakirafer 10.12.09 - 11:19 Uhr

Hallo,

ich glaube, das sind die Probleme der "Wohlstandsgesellschaft".
Je mehr man hat umso mehr scheint man auch zu brauchen.

Wie die "grauen Männer" aus Momo Das sind wir (nicht nur die Deutschen, sondern die Menschen der Industrienationen. Wir haben viel und scheinen doch leer und freudlos, lachen wenig.

Und wir wissen das, beklagen uns über zu wenig Zeit, zu wenig Freude, zu wenig Meschlichkeit aber trotzdem kommt man aus der Spirale nicht raus.


LG Sakirafer

Beitrag von madame.de.pompadour 10.12.09 - 11:26 Uhr

Nun ja, wie heißt es so schön? "Jeder ist seines Glückes Schmied" und ganz so abwegig ist das doch nicht, oder?

Die Frage ist, wie definiert jeder für sich "Glück". Der eine braucht "große" Dinge zum Glück, ein anderer erfreut sich an den kleineren Dingen. Nur wer sollte den Maßstab setzen bzw. wer würde sich tatsächlich danach orientieren?

Gestern erwähnte eine Userin im Beitrag, dass 41 % der Nutzer der Tafel in ihrem Wohnort Kinder sind. Ich fand das sehr erschreckend und hab glatt mal gegoogelt und ja, die Zahlen sind wirklich besorgniserregend: http://www.tafel.de/die-tafeln/zahlen-fakten

Das Thema Kinderarmut ist auch in Deutschland angekommen, das ist traurig, denn so schön ein Kinderlachen ist, so macht es aber nicht satt. Das heißt aber nicht, dass ich per se mit Kindern negative Assoziationen habe aber der gestrige Beitrag ging mir als erstes durch den Kopf als ich Deinen Thread las. Warum auch immer?

Ich gebe zu, ja ich möchte mir auch etwas leisten können und optimal ist es wenn man dabei gesund ist, Spass hat und ausreichend Zeit für sich selbst und die Familie hat aber an aller erster Stelle stehen nun mal die Kosten des täglichen Lebens oder nicht? Ich persönlich kenne beide Seiten und kann Dir versichern, es ist sehr schwer "glücklich" zu sein, wenn finanzielle Sorgen Dich auffressen.

Ich glaube nicht, dass deutsch sein gleichzusetzen mit unzufrieden sein ist, da ich nicht ganz verstehe, welche Rolle die Nationalität dabei spielt? Ich glaube eher, das manche Menschen einfach mehr für ihr persönliches Glück tun und damit meine ich nicht nur materielle Dinge. Kurzum wer grundsätzlich glücklich und zufrieden mit sich und seinem Leben ist, der hat es für sich selbst richtig gemacht.

LG
M

Beitrag von mauskewitzki 10.12.09 - 11:53 Uhr

Die Nationalität spielt für mich insofern eine Rolle, weil ich denke dass z.B. Kinder und Familien in der dritten Welt nicht unglücklicher sind als wir.
Ihre Probleme sind im Verhältniss zu unseren doch aber oft die, die mam nachvollziehen kann.

Ich habe ja geschrieben, dass ich nicht die Menschen meine, die wirklich nichts oder wenig haben. Ich meine diejenigen, denen es eigentlich (finaziell) gar nicht "schlecht" geht.

LG

Beitrag von madame.de.pompadour 10.12.09 - 13:26 Uhr

Hmmm, aber genau da sind wir ja an dem Punkt, was bedeutet "nicht schlecht"?

Natürlich hast Du Recht, dass es Menschen gibt, die auf sehr hohem Niveau jammern aber das hängt nun mal von der eigenen Einstellung ab - entweder das Glas ist halb voll oder halb leer.

Na ja, die Frage war "Sind Deutsche in der Lage einfach mal glücklich zu sein?" und da bin ich immer noch nicht ganz im Klaren, warum gerade Deutsche?

Was die Probleme der dritten Welt angeht, so ist das für mich ein ganz anderes Thema und passt für mich nicht so ganz, wenn ich diese Problematiken versuche im Einklang mit "Kinder sind zu teuer, etc." zu bringen. Der thematische Sprung erscheint mir ein wenig groß.

LG
M

Beitrag von mauskewitzki 10.12.09 - 14:00 Uhr

Hi,

im Ausgangsposting habe ich ja auch nicht Kinder angesprochen sondern Erwachsene. Habe nur versucht auf den fogenden Beitrag zu antworten ;-)

Für mich, aus meiner Erfahrung herraus, sind es eben viele Deutsche die jammern. Nicht schlecht gehen heißt für mich, dass man dass zum Leben hat was man zum leben braucht. Ein teures Auto z.B. gehört da nicht dazu. Mir gehen die Werte die nichts mit Geld haben zu stark verloren und ich wollte mal wissen, ob es andere auch so sehen.

LG

Beitrag von aletheia 10.12.09 - 11:32 Uhr

Frei nach Oscar Wilde:
"Geld ist nicht das Wichtigste, aber es beruhigt die Nerven."
So ähnlich sehe ich das auch. Ich kann es nicht verstehen, das es manchen Leuten so wichtig ist, eine supertolle Karre zu fahren Mein Prinzip ist: Hauptsache fährt und verbraucht nicht viel". Ein Haus will ich auch nicht, zu "bindend" für mich.
Allerdings halte ich es für einen erstrebenswerten Zustand, wenn man nicht ständig rechnen, sich schicke Klamotten kaufen kann wenn einem danach ist und sich auch mal zwischendurch was leisten kann, wie z.B. einen Kurzurlaub. Wenn man mal mit wenig Geld auskommen musste, weiß man das dann wohl auch zu schätzen.
Den Kindern sind meiner Meinung nach andere Sachen wichtiger, als Papas toller BMW, aber Geldsorgen kriegen Kinder ja auch mit und leiden mehr oder weniger drunter.

LG, a.

Beitrag von annih 10.12.09 - 11:33 Uhr

Hallo,
ja das fällt mir auch mehr und mehr auf. Für mich ist das alles Jammern auf sehr sehr hohem Niveau. Materielle Werte sind für sehr viele doch nichts anderes als Ersatzbefriedigungen. Sicher sind die Ansprüche bei jedem etwas anders und ich kann hier nur von mir reden. Beispiel: Ich fahre ein Auto um von A nach B zu kommen. Mir ist es ehrlich gesagt wurscht ob es ein Ford Ka ist oder sonstwas.
Ich bin recht froh dass ich mir oft bewusst bin wie gut es uns eigentlich geht. Und das mein ich so. Wenn ich so manches Schicksal sehe .. Ich denke es ist aber auch eine Grundeinstellung nach dem Motto Glas halb leer bzw. Glas halb voll.
Ich kann Leute nicht ernst nehmen die einen Menschen danach beurteilen was er hat oder besitzt. Ich wäre froh - die Menschen besinnen sich wieder auf das, was im Leben wirklich wichtig ist. Vielleicht wäre es ein Anfang an Weihnachten den Kosum etwas einzuschränken. Ich habe erst kürzlich im Bekanntenkreis die Geschenke gesehen die die Kinder bekommen. Ohne Worte .. Aber das ist ja wieder ein Thema für sich.
Gruß

Beitrag von biene81 10.12.09 - 11:33 Uhr

>>Sind Deutsche in der Lage einfach mal glücklich zu sein? <<

Oh, ich bin gluecklich! Aber Geld ist ein grosser Bestandteil fuers Gleucklichsein - jedenfalls fuer mich.
Ich haette gern einen Stall voll Kinder. ABER fuer mich ist es wichtiger, meinem Kind etwas bieten zu koennen! Reisen, gute (Privat)schulen, Fuehrerschein, kleines Auto, Ausbildung/Uni ohne Schulden zu machen.
Mir ist es wichtig, meinem Kind in einem vernuenftigem Rahmen auch teure Geschenke machen zu koennen. Deshlab werden wir 2, hoechstens 3 Kinder haben.
Bevor ich meine Tochter bekommen habe, haben wir erstmal sichergestellt, dass wir finanziell ziemlich ausgesorgt haben. Ich mir mein Traumhaus bauen konnte, wie finanzielle Ruecklagen gebildet haben, etc.
Und ja, mir ist ein suesses, schickes Auto wichtig, meine Marken-Waschmaschine, mein teures Sofa.
Das allein, Geld allein macht mich nicht gluecklich, aber es hilf unheimlich.

LG

Biene

Beitrag von 1familie 10.12.09 - 12:02 Uhr

Hallo,

ich sehe das wie du und bin sehr glücklich damit.
ICh muss nicht jammern, denn wir haben etwas dafür getan, das es so ist!

LG

Beitrag von mauskewitzki 10.12.09 - 12:02 Uhr

Hallo,

So wie du schreibst, jammerst du aber nicht oder? Willst immer mehr und mehr. Ich meinte die Leute, die das tun. Alles kann im Leben meiner Meinung nach niemand haben, du ja z.B nicht einen Stall voll Kinder ;-)

Das einzige worüber ich mir an deiner Stelle Gedanken machen würde, welche Werte vermittle ich meinen Kindern, mit dieser Haltung?
Denn Glück bedeutet doch nicht, mit 18 ein Auto zu bekommen sondern vielleicht das Gefühl es selbst gekauft zu haben?!

LG

Beitrag von joulins 10.12.09 - 12:23 Uhr

Biene, aber vielleicht wäre es für die Kinder ja ein wertvolle Erfahrung, ihren ersten Kleinwagen nicht gleich zum Abi geschenkt zu bekommen, sondern ihn sich in Studi-Jobs zu erarbeiten?

Ansonsten sehe ich vieles wie du - nur dieses "den Kindern was bieten" ... das finde ich etwas überzogen. Glaubst du, so lernen die Kinder den Wert der Dinge kennen? Klar, eine gute Ausbildung möchte ich ihnen auch ermöglichen, aber bei materiellen Dingen dürfen sie ruhig mitarbeiten, damit sie es letztlich auch zu schätzen wissen.

Beitrag von biene81 10.12.09 - 13:08 Uhr

Hallo Du,

sagen wir es mal so:

Meine Eltern haben mir auch alles geboten, Auto mit 18, etc.
ABER das haben sie nur getan, solange ich gute Noten hatte, meine Ausbildung gut gemacht habe, mich angestrengt habe, ein guter Mensch zu sein. Ich war (und bin) ehrenamtlich taetig und habe nichts als selbstverstaednlich hingenommen.
Wenn mein Kind irgendwann mal so wird und sich von unserem Geld berieseln laesst, ohne was dafuer zu tun, dann wird der Geldhahn zugedreht und gut.
Meine Kinder sollen etwas dafuer tun, das sehe ich genauso wie Du. Das heisst aber nicht zwangsweise, dass sie sich das Geld fuers erste Auto selbst erarbeiten muessen. Das Geld koennen sie dann auch in ihre erste Wohnungseinrichtung stecken oder sonstwas.

LG

Biene

Beitrag von joulins 10.12.09 - 14:51 Uhr

Biene, wenn man die Kids nicht von vornherein auf Linie zieht, dann stellen die sich automatisch darauf ein, daß immer alles schön herabrieselt. Kinder sind von Natur aus vom Stamme Nimm. ;-)

Ich denke einfach, daß es eine charakterprägende Erfahrung in Kindheit/Jugend ist, wenn man nicht immer alles einfach so bekommt, sondern es sich auch mal erarbeiten muß.

Beitrag von biene81 10.12.09 - 15:10 Uhr

>>Biene, wenn man die Kids nicht von vornherein auf Linie zieht, dann stellen die sich automatisch darauf ein, daß immer alles schön herabrieselt.<<

Falsch. Ich bin auch so gross geworden, dass ich beinahe alles bekommen habe. Auto, Fuehrerschein, Pferde, reisen.
Trotzdem habe ich mir z.B. mein Haus mit meinem Mann selbst erarbeitet, OBWOHL mein Vater einen grossen Teil dazugeben wollte.
Man kann Kinder auch richtig erziehen. Ich fand es herrlich das meine Eltern viel Geld hatten und bin trotzdem ein, meiner Meinung nach, guter Mensch geworden. Mit Manieren, Hilsbereitschaft und dem Willen, im Leben selbst Dinge zu erreichen.
Und ja, ich freue mich darueber mein Kind verwoehnen zu koennen und ihm ein Leben bieten zu koennen, dass die meissten Kinder nicht haben. Ich sehe da kein Problem.
Und wer sagt das sich meien Kinder nichts erarbeiten muessen? Auch ich habe mir viel erarbeiten muessen. Meine erste Wohnungseinrichtung, mein 2. Auto, etc pp.

Beitrag von annih 10.12.09 - 13:09 Uhr

Hallo,
wöllte ich wirklich 3 Kinder oder mehr dann stünden die genannten Argumente mir nicht im Wege. Aber klar, ich bin nicht du. Ist also wirklich wertungsfrei gemeint.
Gruß

Beitrag von biene81 10.12.09 - 13:11 Uhr

Ja, das ist es eben, MIR stuenden sie im Wege und 2 oder 3 Kinder reichen mir dann eben. Das ist halt eine Sache der Prioritaeten, ich setze meine dann eben anders. :-)

LG

Biene

Beitrag von 17876 10.12.09 - 15:27 Uhr

#proIch sehe das auch so wie du!

Beitrag von andrem. 11.12.09 - 11:26 Uhr

hallo,

<<Bevor ich meine Tochter bekommen habe, haben wir erstmal sichergestellt, dass wir finanziell ziemlich ausgesorgt haben...>>

wer ist wir? dein mann und du? was machst du beruflich dass du dir mit 25/26 jahren als du schwanger wurdest dein traumhaus bauen konntest, finanzielle rücklagen bilden konntest und eine reihe luxusgüter besitzt?

für mich klingt das eher nach reichen eltern oder den richtigen mann geheiratet, sorry.

und dann ist es für mich keine kunst wenn man eh aus wohlhabenden bzw. reichen verhältnissen kommt, sowas in deinem alter zu besitzen.

ich mag auch mein kleines günstiges auto, aber nicht weil ich es von mama und papa zum 18. bekommen habe oder weil ich es mir von meinem mann hab bezahlen lassen, sondern weil ich selber von meinem hart verdienten geld bezahlt habe!

lg

Beitrag von engel_in_zivil 10.12.09 - 11:49 Uhr

naja wie du schon schreibst: natürlich braucht man geld.
aber es kommt eben auch immer drauf an, wo man seine prioritäten setzt.
mein mann und ich kommen beide nicht aus "wohlhabenden" familien, aber es hat uns nie an etwas gefehlt - wir bekamen das zu weihnachten und zum geburtstag, was wir uns gewünscht haben, waren 2 mal im jahr mit unseren familien im urlaub, haben viele ausflüge gemacht... alles materielle dinge, die auch glücklich machen. das wichtigste aber war, dass unsere eltern stets zeit für uns hatten - trotz arbeit.

ja so stellen wir uns das auch für unsere kleine familie vor.
unser größtes glück ist es, dass wir in weniger als 5 wochen eltern werden.
aber auch zum glück haben wir beide recht krisensichere feste arbeitsverhältnisse. auch wenn ich 1 jahr zu hasue bleibe, haben wir keine allzu großen finanziellen engpässe zu befürchten.

wir wohnen zwar "nur" zur miete, haben kein haus. aber ein eigenheim ist auch nichts, was wir anstreben...
gerade haben wir unseren 16 jahre alten golf verkauft und einen klasse 2004er gebrauchtwagen gekauft. wir hätten auch einen neuwagen leisten können, aber wozu? unser "neuer" ist klasse in schuss. auch brauchen wir nicht ständig neue klamotten oder irgendwelchen elektronischen "schnickschnack". was aber nicht heißt, dass wir uns nicht auch mal was leisten.
gut, wir fliegen nicht jedes jahr in die karibik, sondern machen urlaub im ferienhaus an der ostsee oder fahren mit dem auto in den süden. aber genau das ist es auch, was uns spaß macht, was uns gefällt.

vielleicht könnten wir uns noch mehr leisten, wenn ich statt 30 40 stunden in der woche arbeiten gehen würde. aber diese 10 stunden mehr die woche für unsere familie sind uns so wertvoll, da verzichten wir gern auf 350 € im monat. wobei verzichten ja auch quatsch ist, da wir dieses plus nie hatten.

wichtiger ist es uns, dass es unserem kleinen an nichts fehlen wird. vor allem nicht an zeit mit seinen eltern. natürlich ist es toll, dass wir die finanziellen mittel besitzen, dann auch jedes wochenende etwas "besonderes" und u.u. auch kostspieliges mit ihm machen zu können. aber wir wissen, auch wenn wir das geld nicht hätten - wir wären glücklich. denn wir haben uns.

dieses ganze "ich hab dies und jenes - schau mal, was ich mir leisten kann" etc. ist uns einfach zu oberflächlich. und oft ist es so, dass gerade diese alles zur schau stellenden leute gar nicht so glücklich sind, wie sie behaupten.
denn geld beruhigt zwar, aber glücklich machen kann es dann doch nicht.

Beitrag von echtjetzt 10.12.09 - 11:56 Uhr

Ansichtssache.

Manche brauchen viel Geld, um glücklich zu sein (keine Ahnung, ob das funktioniert), manche brauchen Familie/Freunde,..

Viel hängt wohl von der inneren Einstellung ab. Wenn ich es schaffe, mich nicht übermäßig über Lappalien aufzuregen, die ich sowieso nicht ändern kann, mich auch über kleinere Freuden (und auch für Andere) freuen kann, also generell nicht so eine griesgrämige und missgünstige Einstellung an den Tag lege, bin ich auch mit wenig Geld schon ein recht glücklicher Mensch.

Beitrag von joulins 10.12.09 - 12:17 Uhr

Seh ich ähnlich.

Ich bin zwar froh, keine Sorgen zu haben, aber darum dreht sich bei weitem nicht alles. Und ich brauche auch ganz andere Dinge als nur Materielles, um mich frei und ausgeglichen zu fühlen.

Beitrag von gaeltarra 10.12.09 - 12:08 Uhr

Hi,

das hat nichts mit Glücklichsein zu tun, sondern mit der Einstellung zum Leben!

Viele Kinder lernen nicht mehr, Verzicht zu üben! Es muss ein Nintendo her oder lauter so Zeugs. Entsprechend werden die Wünsche immer größer und teuerer! Und damit sind wir dabei, dass Glücklichsein über solche Dinge definiert wird. Man kennt es nicht anders.

Aber keine Sorge: das geht so lange, bis man mal wirklich, richtig krank wird! Eine Krebserkrankung und man lernt die wirlichen Dinge des Lebens zu schätzen. Und man geniest die Blume, den Sonnenaufgang etc. etc.

Nun, ansonsten würde ich sagen, das Leben hat sich schon immer nur um Geld und einen selbst gedreht! Man ist auf jeden Fall schon einmal "gesünder" krank, wenn man sich die entspechenden Ärzte leisten kann. Und viele brauchen für ihr Ego Streicheleinheiten, diesbezüglich sie von anderen "anerkannt" werden. Das geht - leider - zu gefühlten 98 % über den Geldbeutel.

Ein Beispiel? Ich gehe zu einem Autohändler, Schlabberjeans usw. usf... Ich gehe ums Auto herum, schaue es mir an - niemand nimmt von mir Notiz. Die zwei Verkäufer im Anzug sitzen da und unterhalten sich bzw. mit dem Computer... Es kommen zwei Herren, geschniegelt, gebügelt herein, die zwei Verkäufer springen auf. Ich nehme mir den Prospekt und gehe...

Komme aber am Wochenende gestylt, Nagellack, etc. in meinen teueren Klamotten. Wieder die gleichen zwei Verkäufer. Und schon kommen sie auf mich zu....

Fazit: Kleider und Geld machen Leute! Das bringt "Anerkennung" und damit: Geld, Haus, Hof, Yacht. Viele können menschlich der letzte .... sein, sie werden aber chauffiert, da "Geld" oder "berühmt".

Naja. Um deine Frage zu beantworten: Ja, das Leben dreht sich fast nur um Geld und einen selbst.

Wie heißt es doch so schön "Geld regiert die Welt"! Oder: Money, Money, Money....

LG
Gael

... PS: Ich habe mein Auto (bayerische Marke :-)) bei einem anderen Händler gekauft, der mich "normal" behandelt hat, gleich zu einer Probefahrt einlud und dem meine Kleidung vollkommen egal war! Dafür bekam er die Kohle cash auf die Hand, sozusagen.

Der Witz: einige Monate später bekomme ich einen Anruf vom "Autohaus der Eingebildeten" (Über Straße und Hs.Nr. wars ja kein Problem, meinen Namen herauszufinden), sie hätten gesehen, dass ich ein Auto von der Konkurrenz unterm Carport stehen habe, warum ich nicht bei IHNEN gekauft habe, sie wären doch um die Ecke und der andere Händler in einer Nachbarstadt... Ihr könnt euch hoffentlich vorstellen, dass diese Schnösel nichts für sie Vorteilhaftes zu hören bekommen haben.

Beitrag von midnatsol 10.12.09 - 13:38 Uhr

Die Story von deinem Autokauf hätte von mir sein können!

Dabei sollten die Verkäufer, da wo ich herkomme, eigentlich erst recht nicht nach Kleidung gehen, da sich selbst die reichsten Bauern ums Eck nur am Sonntag für den Herrn in den Anzug werfen. :-D