Baby, 3 Monate, will abends nicht im Bettchen einschlafen

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von claudiaundanna 10.12.09 - 11:41 Uhr

Hallo liebe Ratgeber!

Ich bin noch eine recht unerfahrene Mama und bitte euch um ein bisschen Unterstützung...

Ich habe folgendes Problemchen. Meine Tochter Anna möchte abends nicht in Ihrem Bettchen einschlafen. Nun ist es so, dass sie bis jetzt immer bei uns im Wohnzimmer geschlafen hat, bis wir dann ins Bett gegangen sind und wir sie einfach mitgenommen haben.

Leider schläft sie abends nur noch sehr unruhig im Wohnzimmer und wenn wir sie mit ins Bett nehmen, wird sie munter. Also möchte ich gerne, dass sie gleich nach der letzten Fütterung so um sieben in Ihrem Bettchen (Babybalkon bei uns im Schlafzimmer) schläft. Das gestaltet sich jedoch erwartungsgemäß schwierig.

Anna war von Anfang an eher - na sagen wir mal anspruchsvoll. Ich habe sie die meiste Zeit herumtragen müssen und die 5 S aus dem Buch das glücklichste Baby der Welt anwenden müssen. So weit so gut. Mittlerweile ist sie das auch :) und schläft ohne zu weinen oder zu quengeln im Wohnzimmer ein und bis zu sechs Stunden am Stück ohne vorher stundenlang geschuckelt zu werden.

Jetzt ist es aber abends noch unverändert. Liegt es einfach daran, dass sie sich erst daran gewöhnen muss woanders einzuschlafen als im Stubenwagen? Gestern bin ich mit ihr um sieben ins Bett gegangen. Um neun hat sie dann endlich geschlafen, hab mich aber nicht getraut das Zimmer wieder zu verlassen. Geweint hat sie auch vorher nicht nur ewig rum genölt und wie wild geschnullert so dass der Nucki immer raus geflogen ist und ich ihn alle 2 Minuten wieder rein stecken musste. Ich kann doch jetzt nicht abends immer schon um sieben mit ihr ins Bett gehen. Da wird sich mein Mann aber bedanken ;)

Achja, wichtig zu wissen wäre vielleicht noch, dass sie nachts nach dem Stillen ohne Probleme in ihrem Bettchen weiter schläft bis zum Morgen.

Mh ganz schön lang geworden - aber dafür wisst ihr jetzt echt alles ;)

Danke schon mal für die Tipps und Hilfen!!

Beitrag von sparrow1967 10.12.09 - 12:01 Uhr

>>Ich habe sie die meiste Zeit herumtragen müssen und die 5 S aus dem Buch das glücklichste Baby der Welt anwenden <<

Und die wären?

Beitrag von claudiaundanna 10.12.09 - 12:32 Uhr

Es handelt sich hierbei um meiner Meinung nach ein echtes Wundermittel wenn man es GENAU so und nicht anders ausführt.
1. strammes Einwickeln (auch pucken genannt) ich benutze dafür einen Pucksack - geht schneller. Die arme müssen gerade am Körper anliegen
2. Seiten-/Bauchlage (nat. nur bis sich das Baby beruhigt hat) aufrecht im Arm gehalten hat bei uns jedoch auch meistens funktioniert. Nur in ganz schlimmen Fällen hielt ich sie in Seitenlage im Arm. Wichtig ist das Baby ganz fest an einen zu halten auch wenn es sich zunächst zu wehren scheint. Das ist wichtig. Es wird sich so ganz schnell entspannen.
3. Schhhhh- Laute machen (müssen so laut sein wie das Schreien des Babies) Soll Blutrauschen aus dem Mutterleib nachstellen und heißt in der Fachsprache weißes Rauschen
4. Schaukeln (je mehr das Baby weint desto mehr wird geschaukelt, so dass der Kopf ein klein bisschen mitwippen kann. Muss nat. mit einer Hand fixiert werden. Soll ja nicht durchgeschüttelt werden sondern nur ein wenig Spiel haben. Ich habe bin immer zu schnellerer Musik im Wohnzimmer rum getanzt aber möglichst eintönig. Was auch funktionieren soll ist wenn man auf einem Pezzi Ball sitzt und wippt.
5. Saugen (Wenn sich bis jetzt nach einigen Minuten das Baby noch nicht beruhigt hat, dann etwas zum Nuckeln anbieten)

Dies alles in dieser Reihenfolge angewandt hat mein Baby IMMER (und es war wirklich oft sehr in Rage) innerhalb von max. 5 - 10 Minuten so beruhigt, dass es nach spätestens 15 Minuten tief und fest geschlafen hat. Den Nucki haben wir da nur ein mal gebraucht. Sonst ist sie immer schon so eingeschlafen.

Ohne diese Methode wäre ich echt wahnsinnig geworden. Mittlerweile brauchen wir das alles schon gar nicht mehr. nur noch in ganz schlimmen Fällen.

Beitrag von sparrow1967 10.12.09 - 12:41 Uhr

hm...was mich ein wenig nachdenklich stimmt ist, das du quasi ne Gebrauchsanweisung brauchst.

Dein baby ist 3 Monate jung- 12 Wochen ist es erst auf der Welt. Es funktioniert noch nicht alles so, wie man sich das als Eltern vorstellt.
Du hast ein BAUCHgefühl- versuch mal, aif dieses zu hören und vergiß irgendwelche Anweisungen.

Es gibt keine Wundermittel ;-) - außerdem ist dein baby wahrscheinlich im Schub - da hauts sowieso immer alles um ;-)


Ach noch etwas: man kann KEIN Kind mit Liebe und Zuwendung verwöhnen und man erzieht sich auch keine Tyrannen, wenn man auf ihre Nähebedürnisse eingeht....das nur mal so am Rande erwähnt ;-)


lg
sparrow

Beitrag von bokatis 10.12.09 - 12:39 Uhr

Sie ist drei Monate alt...also noch ein klitzekleines Baby, das eben auf seine Mama angewiesen ist.
Mein Großer hat erst mit 2 Jahren mal in seinem Bett geschlafen, einschlafen tut er aber bis jetzt NUR, wenn einer von uns dabei sitzt! Das ist bei ihm mittlerweile kein Problem mehr, weil er innerhalb von 10 Minuten einschläft (todmüde nach dem toben...).

Meine Kleine ist jetzt 11 Monate alt. Die ersten drei Monate ist sie, wie deine, immer abends bei uns im Wohnzimmer geblieben, auf meinem Arm oder an meiner Brust, wir haben sogar ferngesehen während sie schlief usw. Irgendwann ging das nichtmehr, weil ihr das dann zuviel Action war! So etwa mit 3,4 Monaten haben wir sie dann nach dem Abendstillen ins Bett mitgenommen (in unser Bett!), gekuschelt, geschunkelt, dann schlief sie dort. Sie wacht immer mal auf und dann muss man wieder kuscheln. Ist halt so!
Unser Rezept fürs EINSCHLAFEN ist auf jeden FAll die Müdigkeit: Ich schau, dass die Kleine nicht mehr nach 15 Uhr schläft bzw. ihr letztes Schläfchen vorher macht. Somit ist sie, wenn der Große ins Bett geht, auch fix und alle. Und schläft recht schnell ein. Das ist aber immer mal so und so. Es gibt auch Abende, an denen man 2 Stunden mit ihr kuscheln muss. DAS IST GANZ NORMAL. Kennt (fast) jeder. Soll auch so Ausnahmen geben, die problemlos ein- und durchschlafen, und das immer immer immer...kenn ich aber nicht!
K.

Beitrag von steffni0 10.12.09 - 20:44 Uhr

Hallo!

Ja, Du hast Recht, sie muss es erst lernen! Jetzt hat sie in den letzten drei Monaten gelernt, im Wohnzimmer einzuschlafen. Allerdings werden sie immer empfindlicher, was "Lärm" angeht. Früher konnten sie immer und überall schlafen, inzwischen haben sie vielleicht auch gerne ihre Ruhe.

So geduldig, wie Du warst, als sie das Schlafen auf dem Sofa gelernt hat, musst Du nun auch wieder sein.

Leon ist auch 3 Monate alt und von 6 Stunden am Stück konnte ich bisher nur träumen!

Seit vorgestern haben wir allerdings die Sleepy Relax Einschlafhilfe. Und wie von Geisterhand schläft er seitdem recht gut in seinem Bettchen ein und auch lange. Die erste Nacht kam er erst um 2 Uhr, heute Nacht um 3:30 Uhr. Danach hat er bis 8:00 weitergeschlafen. Ein Traum!!!

Google mal Sleepy Relax, vielleicht ist das was für Euch.

Lieben Gruß
Steffie

Beitrag von claudiaundanna 11.12.09 - 09:00 Uhr

#danke für Eure Antworten!