Was passiert mit meinem Baby???

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von einfachich77 10.12.09 - 13:03 Uhr

Die Frage steht ja schon oben... Ich bin in der 12. SSW, aber das Kleine ist wohl schon seit der 8-9. SSW nicht mehr gewachsen... Wann es gegangen ist, kann nicht gesagt werden... Wenn ich morgen zum Vorgespräch für die Ausschabung gehe, möchte ich so gut wie möglich vorbereitet sein... Wie war das bei Euch??? Was ist mit dem Baby passiert??? Der Gedanke, dass es einfach so im Irgendwo landet bringt mich schier um den Verstand... Kann ich verlangen, dass man es mir mitgibt, damit ich es beerdigen kann???

Beitrag von babsie81 10.12.09 - 13:18 Uhr

Erstmal#liebdrueck
Mir hat man bei der AS nicht gesagt, was mit meinem Kind passiert...erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass zweimal im Jahr ein Gottesdienst/Trauerfeier für die Kinder stattfindet, die vor der 12.SSW versterben...sie kommen dann in ein Sammelgrab, wo es auch eine Gedenkstätte gibt.....ich wäre gerne bei der Beerdigung dabei gewesen..ich hoffe, dass du die Gelegenheit dazu haben wirst!!!!#liebdrueck

Beitrag von hase_21 10.12.09 - 13:21 Uhr

Huhu,

bis vor kurzem habe ich das mit der Bestattung auch nicht gewusst.
Wäre auch gern dabei gewesen...:-(

Beitrag von reethi 10.12.09 - 13:41 Uhr

Hallo Du :-)

Hatte weiter unten schon mal geantwortet.
Mir hat man im Krankenhaus gesagt, dass man das Baby bekommen kann, wenn man das möchte. Ansonsten würde es nach der pathologischen Untersuchung in einem Sammelgrab beigesetzt.

Dich wird man sicherlich im Krankenhaus ansprechen-sonst frag selber nach (oder Dein Mann).

Alles Gute!
Neddie

Beitrag von einfachich77 10.12.09 - 13:53 Uhr

DANKE für diese Auskunft... Ich hatte das unten schonmal gelesen, hatte aber bislang noch nicht die Kraft zu antworten... Ich habe so das Gefühl, dass ich mein Kleines nicht mitbekommen werde... Unser Krankenhaus ist hier so irre spießig... Weißt Du, ob man einen Anspruch darauf hat, dass man es sozusagen "zurückbekommt"??? Oder können die einem das auch verwehren??? So viele Fragen und die stetige Angst vor dem morgigen Termin und die Ausschabung am Montag...

Ich bin so froh, wenn ich das alles hinter mir habe und mich dann wieder auf meinen Großen konzentrieren kann... Ich möchte nicht, dass er es mitbekommt. Er ist so sensibel und das würde ihn doch nur belasten...

LG

einfachich77

Beitrag von yvonne0608 10.12.09 - 14:12 Uhr

Hallo,

es tut mir sehl leid :(

Es ist DEIN Kind, natürlich sollst du erfahren dürfen, was nach der Ausschabung passiert.

In vielen Glaubensrichtungen ist es sogar ein MUSS, jedes noch so kleine Kind beizusetzen, in solch einem Fall muss es ja auch eine Lösung geben (bei meiner 4. Fehlgeburt lag ich mit einer Frau im Zimmer, bei der das zutraf - sie durfte ihr Kind auch beerdigen).

Hast du über die Möglichkeit nachgedacht, erstmal auf einen natürlichen Verlauf zu warten? EIne Ausschabung ist nicht zwingend notwendig.
Du hättest so auch die Mögliochkeit, Abschied zu nehmen und der Krankenhausatmosphäre zu entkommen.
Vielleicht unterstützt dein Arzt dich dabei?

Mit hat das bei der 2. FG sehr geholfen. Ich habe mein Kind zu Hause verloren und es beigesetzt. Ich fand es nicht schlimm, denn ich wusste ja was kommt.

Ich wünsch dir alles Gute...

Beitrag von einfachich77 10.12.09 - 14:24 Uhr

Ich habe die Möglichkeit in Betracht gezogen, sie jedoch für mich verworfen... Man weiß nicht, wie lange es noch dauern wird. Mein Mann ist arbeitsbedingt eigentlich nur am WE da... Er kann auch nicht einfach mal Urlaub nehmen... Er ist selbständig und das würde für uns immense Einbußen bedeuten, was dann schon fast existenzbedrohend werden würde....In der Woche bin ich mit meinem Kleinen allein... Es ist kurz vor Weihnachten und er hat ein Recht auf seine Mama... Ich kann und will das weder alleine durchstehen, noch möchte ich, dass mein Sohn etwas davon mitbekommt... Er ist 5. Wie sollte ich ihm das erklären??? Außerdem und da bin ich ganz ehrlich habe ich tierische Angst davor... Ich mache mich so schon wegen allem verrückt, da mag ich nicht auch noch liegen und warten, was passiert... Die Stärke besitze ich einfach nicht...

Ich danke Dir aber sehr für Deine Antwort und hoffe, Du verstehst, wie es gemeint ist...

LG

Beitrag von reethi 10.12.09 - 18:17 Uhr

Hallo!

Oh ich kann verstehen, dass Du Dich kraftlos fühlst...
Also uns hat man im Krankenhaus gesagt, dass es ein neues Gesetz gibt, und sie verpflichtet sind uns darauf aufmerksam zu machen, dass es die Möglichkeit gibt. Und das gerade sehr religiöse Eltern von der Möglichkeit auch Gebrauch machen möchten.
Aber das wirst Du ja morgen ganz genau erfahren, wenn Du zu dem Gespräch gehst.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommenden Tage!
Neddie

Beitrag von einfachich77 10.12.09 - 18:44 Uhr

Ich danke Dir...

Ich denke, die Kraft werde ich brauchen... Eine zeitlang dachte ich jetzt, ich werde damit klarkommen, nur um eben vom nächsten Weinkrampf wieder auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden...

Hoffentlich ist mein Mann bald da... Diese Einsamkeit bringt mich gerade um den Verstand...


Beitrag von frode 10.12.09 - 22:06 Uhr

Hallo Du,

zunächst einmal ein Link, der vielleicht ganz hilfreich ist:
http://www.kinderwunschhilfe.de/index.php?id=7

nun meine eigenen Erfahrungen: Ich habe meinen Sohn im letzten Monat verloren - es war ein Spätabort und wir haben ihn in einem Einzelgrab bestattet. Hier ist das möglich und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es sehr heilsam war, seinen kleinen Sarg zu gestalten und ihn auch selbst zu bestatten. Auch ist es für uns sehr wichtig, einen Ort zum Trauern zu haben. Rechtlich ist es aber wohl eine Grauzone. Die Pathologie hat darauf bestanden, dass eine Bestatterin anwesend ist, damit wir das Baby nicht einfach so im Müll entsorgen :-[.
Ich denke, dass das ein wenig im Ermessen des KH liegt, und man eventuell kleine Kämpfe ausfechten muss.

Alles gute für morgen!

Beitrag von sam35 10.12.09 - 13:59 Uhr

Hm, also bei uns ist das mittlerweile so geregelt das jede Fg beerdigt werden kann, egal wie weit die SS fortgeschritten ist, aber dafür wohnst du zu weit weg von mir.
Frag einfach mal nach ob es soetwas auc bei euch gibt.
Lg
Sonja

Beitrag von kasandro 11.12.09 - 18:58 Uhr

in vielen krankenhäusern finden die sogenannten sammelbeisetzungen statt.Frag einfach bei eurem Krankenhaus nach.
das krankenhaus ist laut gesetz verpflichtet mit "Abgängen" und fehlgeburten unter 500 g würdevoll umzugehen. für mich heist das bestattung. bei kindern über 500 g gibt es die bestattungdpflicht durch die eltern( zuschüsse können bei ämtern beantragt werden)
man hat aber auch das recht sein kind wenn auch unter 500g selbst zu bestatten. man benötigt nichteinmal ein bestattungsunternehmen. das heißt man kann sein kindlein selbst in der pathologie abholen und mit dem friedhofspersonal ( plus Familie usw.)der gemeinde bestatten.klingt ungewöhnlich, wird selten so gemacht aber es ist machbar.

wir haben das bei unserem sternenkind( geb. 29.10.09, unter 500 g) so gemacht. unsere Nachsorgehebamme stand uns bei. also wir waren nicht allein.
wir haben es nicht bereut so gehandelt zu haben, es war das beste was wir für unser kind noch tun konnten. nun ist es bei uns am Ort( Friedhof) und wir können immer hingehen wann wir es wollen.
das tut gut unddgibt uns ein wenig innere Ruhe. unser erstes Sternenkind 21 ssw wurde warscheinlich auch sammelbestattet, wir haben uns nie getraut zu fragen. .....
diesmal wussten wir genau was wir wollten und was nicht.

ich wünsche Dir die Kraft nach deinem herzen zu handeln.



wenn du fragen hast meld dich....

kasandro