Probleme in der 1. Klasse

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von pitti66 10.12.09 - 15:15 Uhr

Hallo mein Sohn ist gerade in die 1. Klasse
gekommen und hat Schwierigkeiten mit Zahlenräumen
und der Anlauttabelle und den Buchstaben.
Nun rieten die Lehrerin und die Beratungslehrerin
zu einem Intelligenztest.
Da sie sich das alles nicht erklären können ansonsten ist er ein sehr pfiffiger und kontaktfreudiger Junge.
Bitte um Meinungen habe ihn nun selber beim Kinderpsychologen angemeldet.
Achso er bekommt auch Ergo wegen Konzentration.
Viele Grüße

Beitrag von biene21083 10.12.09 - 16:49 Uhr

Hallo,

vielleicht braucht er noch etwas.

Mein Sohn geht seit dem letztem Jahr in die Schule. Ich muss dazu sagen, dass er aufgrund Sprachproblemen auf einer FS ist und das letzte Jahr ein Eingangsjahr war.

Aber im letztem Jahr habe ich gedacht, dass Mathe wohl nicht sein Fach ist. Da waren zb solche Aufgaben 1234_6
_3_56_
er musste die Zahlen ergänzen, die fehlten. Er hat das nicht auf die Reihe bekommen. 2+3 brachten ihn zur Verzweiflung. Er hat viele Tränen vergossen.
Jetzt ist er in der ersten Klasse und seit ein paar Monaten hat es bei ihm Klick gemacht. In seiner Klasse rechnen sie jetzt im Zahlenraum 20 plus/minus. Jetzt stellt er sich selber aufgaben wie 99-12 und löst sie richtig und auch recht schnell. Seine Rechenplättchen braucht er nicht mehr
Luca kam auch sehr früh in die Schule mit knappe 6 Jahren. Es war für ihn einfach noch zu früh.

Wie schauts mit dem lesen aus?
Zum Intelligenztest: Mein Sohn wurde 2x getestet. Einmal hatte er 73% und beim 2. mal gute 119%
Versteift euch nicht zu sehr auf das Ergebnis.

Lg Maja

Beitrag von danni64 10.12.09 - 17:15 Uhr

Hallo Maja,

ich lese hier deinen Beitrag und dachte mir,ich schreibe dir mal.

Es geht um meinen Jungen,er wurde dieses Jahr eingeschult in eine "norrmale" Schule.

Er wurde vorher auch getestet und hat einen Intelligenz von 99 %.

Mathe ist für ihn kein Problem,das versteht er sehr schnell und gut.
Er ist in der Sprache entwicklungsverzögert.Darum hat er auch im Sprachunterricht Probleme.Schreiben geht noch und es klappt auch eingermassen,aber wenn er lesen soll,dann fliessen die Tränen.Er kann Zuhause auch mehr,als in der Schule.
So denke ich,dass diese Schule zu stressig ist.Die Lehrer und wir Eltern haben uns geeinigt,dass er ab 01.02.2010 dann auf eine Sprachförderschule soll.Ich wollte es gerne von Anfang an,weil ich schon vorher meine Sorgen hatte und die Sprachförderschule toll finde.Da lernen sie ganz anders und wohl auch leichter,der Druck ist nicht so gross.

Das hoffe ich auf jeden Fall #zitter. Nun wollte ich dich fragen,ob sie da wirklich weniger unter Stress stehen. Welche Erfahrungen hast du mit der Förderschule gemacht ?
Bist du zufrieden ?

Ich denke,dass für meinen Jungen die Sprachförderschule besser ist,weil ich möchte,dass er unbeschwert lernen kann.Und diese Förderschulen bieten ja eine Menge an zusätzlichen Förderungen,die ich meinem Jungen zugute kommen lassen möchte.

Er kann sprechen und spricht auch alles,nur hat er mit einigen Buchstaben und Buchstabenkombinationen Probleme.Ich merke oft,an dem Verhalten von meinem Jungen,dass es ihn belastet,oft nicht mit den Anderen mithalten zu können :-(.

Es wäre lieb,wenn du mir deine Erfahrungen beschreiben würdest. Auch gerne über meine VK,wenn du das lieber magst.

LG Danni und #danke !!

Beitrag von biene21083 10.12.09 - 18:13 Uhr

Hallo,

ich bin mit Luca´s Schule mehr als zufrieden.
Seine Klasse ist auch sehr harmonisch.

Luca hat zu seinen Sprachproblemen noch motorische Probleme, hat Angst vor Wasser und seine Lehrerin nimmt Rücksicht darauf, versucht auf seine Ängste einzugehen, ihn zu motivieren. Auf einer regelschule kann darauf nicht Rückwicht genommen werden.

Beim Luca war es genau das Gegenteil. Lesen klappt nach nur 2 Monaten Schule super (und das obwohl sie zu dem Zeitpunkt erst 5 Buchstaben durchgenommen haben) aber bei Mathe war er einfach noch nicht soweit.

Aber sticheleien gibt es leider überall. Mein Sohn gehört zu den "sensiblen" Jungs, die nah am Wasser gebaut sind. Und das wissen ein paar und nutzen das aus. Aber er geht trotzdem jeden Tag sehr gerne zur Schule.

Wichtig war mir, dass es eine Durchgangsschule ist und den gleichen Lehrplan wie auf einer Regelschule haben. Ich wollte keine FS die 10 Jahre durchgeht. Er hat halt sehr spät mit allem angefangen (erste Wörter mit 4) holt jetzt aber alles im Eiltempo auf. Unser Ziel ist die Realschule und wenn er so weiter macht, schafft er das auch!!

Ein NAchteil an der Schule: Sie liegt ein wenig weit entfernt. Zudem haben wir derzeit kein Auto. Mal eben mit Bus zur Schule dauert 1 1/2 Std.
Aber du wohnst ja in Dortmund, da dürfte ja was in eurer Nähe sein.
Wichtig schau dir die Schule vorher an. Ich weiss dass in der FS Sprache in Düsseldorf es drunter und drüber geht.
Da haben wir vorher gewohnt und sind gerade rechtzeitig noch umgezogen #zitter
Schau mal bei Reha-Kids.de vielleicht ist da zufällig jemand aus Dortmund


Lg Maja

Beitrag von danni64 10.12.09 - 18:29 Uhr

Hallo Maja,

wir wohnen ausserhalb von Dortmund und die Schule ist weiter weg.

Die Kinder werden aber mit einem Bus geholt und wieder nach Hause gebracht. Das haben wir schon nachgefragt.

Unser Junge weiss noch nicht,dass er auf eine andere Schule soll #zitter. Wir sagen es erst,wenn es aktuell ist.

Viele Kinder dieser Schule gehen hinterher auf eine Regelschule,das hat uns der Rektor gesagt.
Unser Junge ist sehr ehrgeizig und will lernen.Er geht auch jetzt gerne zur Schule und macht auch immer freiwillig seine Hausaufgaben.
Wir sehen es für ihn nur als Chance,bessere Förderungen zu bekommen und das er ein wenig leichter lernen kann.Zudem soll er Erfolge sehen,weil er das braucht.

In der jetzigen Regelschule erwarten sie sehr viel und lernen sehr schnell. Selbst gesunde Kinder haben da ihre Probleme,das weiss ich von anderen Müttern.
Wir möchten einfach,dass er auch Erfolge im Sprachunterricht hat und ihm der Spass an der Schule nicht genommen wird.

Alles hier zu schreiben,würde den Rahmen sprengen,denn jede Entwicklungsverzögerung hat ja einen Grund.

Wenn er da gut aufholt,kann er ab der dritten Klasse wieder auf eine Regelschule gehen,das ist kein Problem.

Nur,ihn nachmittags noch irgendwo fördern zu lassen und noch einen Haufen Therapien machen,würden den Jungen irgendwann an die Grenzen seiner Kräfte bringen und darum haben wir uns für den Schritt der Förderschule entschieden.

#danke für den Tipp mit den Reha-Kids. Werde da mal schauen.

LG Danni und #danke !!

Beitrag von biene21083 10.12.09 - 19:26 Uhr

Hallo Danni,

Luca wird auch mit einem Schulbus abgeholt. Aber er hatte einmal einen Unfall und ist auf den Hinterkopf geknallt.

Die Lehrerin hat mich sofort angerufen. Wenn ich ihn abgeholt hätte, wäre er 2 Stunden später zu Hause. So haben wir uns entschieden, dass er da bleibt und sich ausruht. Er stand aber unter Beobachtung. Und es handelte sich nur um eine Schulstunde

Aber wir haben ja bald - GOTT SEI DANK - wieder ein Auto. Da kann sowas nicht mehr vorkommen ;)

Ich wünsche dir, dass er mit dem Wechsel gut klar kommt!

Lg

Beitrag von zanadu 10.12.09 - 18:14 Uhr

Hallo, Hört dein Sohn den auch gut? Bei meinem Sohn worde kurz vor der Einschulung eine Hörstörung festgestellt ( AVWS).
Er hatte im ersten Schuljahr auch Problme mit dem lesen und dem Zahlenverständnis.
Jetzt hat es sich ziemlich gebessert. Er liest fast fliessend und rechnet sehr gut.
Zum lesen kann ich dir das " Intra-Act-Plus Konzept von Dr. Fritz Jansen" emfehlen. Worde von unserer Ergotherapie emfohlen.