Neuer Partner- Konflikte in der Erziehung

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von elisia 10.12.09 - 17:24 Uhr

Hallo Zusammen,

vor vier Monaten sind wir mit meinem Freund zusammengezogen. Mein Sohn (5 jahre) und er s´verstehen sich eigentlich gut. Nur gibt es ständig Konflikte, was die Erziehung betrifft. Ich bin ich nicht streng genug und meiner Meinung nach übertreibt er es manchmal, was die Strenge betrifft.
Gerade heute morgen ist es wieder wegen einer Kleinigkeit eskaliert. Mein Sohn war auf dem Klo und hat sich angeblich nicht die Hände gewaschen. Ich bat ihn, mir die Hände zu zeigen und meiner meinung nach waren sie gewaschen. Doch mein Freund fühlte sich in den Rücken gefallen und machte einen Aufstand. Das sie nicht richtig gewaschen wären usw. Und motzte dann meinen Sohn an, dass er es doch jetzt nochmal richtig machen sollte... Und irgendwann heulte er.
Das ist ein Beispiel, wo es dann schnell zu Konflikten kommt und mir dann vorgeworfen wird, dass ich nicht hinter ihm stehe, ich aber nicht einsehe, wegen sowas einen riesen Aufstand zu veranstalten. Dann war es eben ein Missverständnis...
Und das ärgert mich so, weil mir mein Sohn manchmal wirklich leid tut, wenn ich aber was sage, ich auch noch angemotzt werde.

Wie sind denn eure Erfahrungen? Manchmal überlege ich, ob man nicht mal einfach zu einer Erziehungsberatungsstelle geht und sich Tipps holt. Dann kommt von seiner Seite: "ich komme dann natürlich mit, aber nötig finde ich es nicht."

Und ich muss ehrlich sagen, dass mir das zusammenleben wirklich keinen Spaß mehr macht, und das nach so kurzer Zeit :(

Vielleicht kann man sich ja hier über gemeinsame Erfahrungen austauschen und hat vielleicht Tipps. Oder irgendwelche Regeln, die man aufstellen könnte, damit das Zusammenleben besser funktioniert.

Schöne Grüße
Elisia

Beitrag von janamausi 10.12.09 - 19:50 Uhr

Hallo!

Was mir jetzt bei deinem Posting aufgefallen ist, ist folgendes:

Dein Freund hat eine "Auseinandersetzung" mit deinem Sohn, dann soll er die auch klären. Warum mischt Du dich dann ein und lässt dir die Hände zeigen? Ich denke, wenn Du dich in dem Moment bißchen zurück hälst, dann eskaliert es auch nicht so, sondern die Angelegenheit ist schnell erledigt.

Ich würde euch schon zu einer Erziehungsberatungsstelle raten. Ihr müsst zusammen an einen Strang ziehen. Und es ist immer leichter, sich gleich am Anfang Hilfe zu holen, bevor sich eine Sache negativ eingespielt hat.

LG janamausi

Beitrag von lilly1985 10.12.09 - 20:00 Uhr

ja da kann ich mich nur anschliessen, lass die beiden das machen. Misch dich da nicht ein, zumindestens nicht vor deinen Sohn. Dein sohn weiss sonst aha bei Mama darf ich bei ihm nicht und er wird ihn irgendwann sagen ''du hast mir nichts zu sagen'' oder ''aber Mama...''

Ich habe auch einen lebensgefährten der nicht der Leibliche Papa ist und ich war auch der Meinung der ist zu SAtreng und oft hab ich die Augen verdreht und gezischt als er lauter wurde, aber wenn dir etwas nicht passt warte bitte bis dein Sohn weg ist.
Wir haben auch zeit gebraucht bis sich das eingespielt hat, ich habe auch mit meiner Mutter darüber geredet sie lernte mit 3 Kindern einen Neuen Partner kennen und ihr viel es auch Schwer zu akzeptieren das da jemand ist der vielleicht mit den Kindern Schimpft. Ich denke das ist auch nochmal etwas anderes als wenn man von Anfang an mit jemanden zusammen lebt. Es ist einfach eine schwierigere Situation.

Ich war auch oft wütend und dachte mein Armes Kind und er war sauer weil ich ihn angemacht habe, aber ihr müsst reden und versuchen eine linie zu finden und auch wenn du manchmal denkst er ist zu streng sag es nicht vor deinem Sohn, sonst verliert er den Respekt vor deinem Partner und kommt immer zu dir Wenn der ersatz papa mal schimpft.

Beitrag von maschm2579 10.12.09 - 20:52 Uhr

Hallo

laß die beiden ihr Ding machen. Ich wäre auch sauer an seiner Stelle wenn er sich einmischen würde in meine Diskussion. ich selber habe 1 Kind und mein Freund 3 Kinder. Wenn wir bei jeder Diskussion die wir mit dem jeweiligen Kind haben uns einmischen wüdren, gebe es krieg hoch 3 und wir wären schon längst getrennt.

Wenn die zwei etwas haben, dann laß sie in Ruhe. Halt die Füße still u laß sie machen.
Dein Sohn muß lernen das er mit dem Mann unter einem Dach lebt und dieser genauso der Chef ist wie Du.

Bei uns ist immer Chef wer da ist oder wer spricht :-) das gilt natürlich nur für uns Erwachsenen ;-)

lg M.

Beitrag von petra1982 11.12.09 - 05:35 Uhr

also, ich würde das die beiden unter sich ausmachen lassen, aber was ich schlimm finde, das ihr diese diskusionen vor dem kind habt.....wie fühlt der sich denn? kanns auch zwar nicht ganz nachvollziehen wie man wegen sowas an die decke gehen kann aber gut.....redet über eure methoden aber nicht im beisein des kindes....ihr solltet schon einen guten mittelweg finden....

Beitrag von jules1971 11.12.09 - 09:44 Uhr

Hallo,

"also, ich würde das die beiden unter sich ausmachen lassen"

DAS kann auch nur eine Nicht-Mutter von sich geben ...

... aber klar, aus deiner Warte als Next ist das ja der einfachste Weg, sich möglichst nichts von den eigentlichen Eltern sagen und Grenzen aufzeigen lassen zu wollen, was den Umgang mit den Kindern anbelangt.

Gruß,
Julia

Beitrag von petra1982 11.12.09 - 10:27 Uhr

Wieso? Mein Mann und ich haben regeln bei uns zuhause aufgestellt, und diese setzte auch ich durch, da ich auch mit den Kindern alleine bin. Meinst du ich lass mir auf der Nase rumtanzen nur weil es nicht meine eigenen sind und ich die zweitfrau? Sie sind nicht nur bei Ihrem Vater zuhause sondern auch bei mir. Das hat nichts damit zu tun das ich die richtigen Eltern deren Regeln missachte sondern mit deren Vater an einem strang ziehe .....

Beitrag von jules1971 11.12.09 - 10:43 Uhr

Hallo,

Thema verfehlt ... es geht hier nicht darum, dass Eltern und Stiefeltern an einem Strang ziehen, sondern dass Du einer Mutter den Rat gibst, dass die beiden das untereinander ausmachen sollen, obwohl der Kleine offensichtlich vom neuen Partner ungerecht und überzogen behandelt wird.
Auf wen soll sich das Kind denn verlassen können, wenn die Mutter sich raushält, weil sie keinen Ärger mit dem Partner will ... und die Mutter fühlt sich ja offensichtlich mit den Erziehungsmethoden des Partners unwohl.
Das Kind ist 5 Jahre alt und man wohnt gerade seit vier Monaten zusammen ... es kann nicht angehen, dass der neue Partner seine Erziehungsmethoden durchsetzt und die Mutter das Kind mit diesem Kampf alleine lassen soll.
Und wenn Du Kinder hättest, würdest Du das sicher auch nicht tun ... sondern Deine Kinder beschützen.

Gruß,
Julia

Beitrag von petra1982 11.12.09 - 11:09 Uhr

Ich schrieb ja das es übertrieben ist wegen sowas ein fass aufzumachen. Du liest einfach nur das was du lesen willst.....

Wenn die Zwei zusammenleben, müssen sie sich ein wenig absprechen was die Erziehung anbelangt, aber dies sollten sie, wie ich schon schrieb, besprechen in Ruhe und nicht vor dem Kind, welche Regeln für die Mutter vertretbar sind, und was einfach übertrieben ist.

Das wenn man sich eine Wohnung teilt, ein Leben auch mit dem Kind, sollte man als Partner schon ein wenig was dazu zu sagen haben, aber eben abgesprochen mit der Mutter....

Beitrag von jules1971 11.12.09 - 11:16 Uhr

Hallo,

Das hast Du geschrieben:

"also, ich würde das die beiden unter sich ausmachen lassen"

Dass man solche Sachen nicht vor dem Kind diskutiert, ist ein anderes Thema ... und nur weil es für Dich praktischer ist, dass Du was zu sagen hast, habe ich dennoch dazu eine andere Meinung:
Der neue Partner, der dazu kommt, hat sich erst einmal meinem Erziehungsstil anzupassen ... und mein Kind ungerecht behandeln geht gar nicht.
Natürlich hat er auch was zu sagen, aber eben im meinem Sinne.
Und so sehen das zum Glück die meisten (allein erziehenden) Mütter.

Gruß,
Julia

Beitrag von petra1982 11.12.09 - 11:24 Uhr

also bei uns war es so, ich habe mich am anfang komplett rausgehalten, ich war die neue, wussten ja auch nicht ob das was wird oder nicht. als wir dann nach einer zeit zusammengezogen sind, haben wir darüber geredet, was wir am zusammenleben verändern können, normale regeln wie:

- feste bettzeiten
- feste essenszeiten
- das sie z.b. auch mal ihr zimmer aufräumen sollten, wenns viel ist mit hilfe.
- kein hauen, keine ausdrücke

ich denke das sind kleine regeln die ich aber nicht alleine aufgestellt habe, und ich glaube auch nicht ungerecht sind.

klar versteh dich schon, würd ich sicher auch nicht zulassen, und schrieb ja auch zu dem satz, das es wirklich kein grund ist so an die decke zu gehen.

aber manche dinge muss man eben alleine ausfechten, wenn die kinder meines mannes z.b. sich streiten und handgreiflich werden, hau ich auch mal auf den tisch und sage nun ist gut, da muss ich nicht zu meinem mann rennen und petzen was sie wieder anstellen und er soll mal was machen.

ich persönlich hätte deswegen, also wegen händewaschen, eben gesagt gut komm wir machen es nochmal gemeinsam. und hätte da nicht so lang rumdiskutiert wegen eigentlich nichts.

Beitrag von jules1971 11.12.09 - 16:34 Uhr

Laß gut sein ... Du verstehst mal wieder nicht, um was es geht.

Gruß,
Julia

Beitrag von brotli 11.12.09 - 20:55 Uhr


richtig.
das kind ist 5 jahre alt und da kommt jemand und mein er müsse das kind erziehn plötzlich. na sowas lieb ich eh.....und dann wegen so einem lächerlichen händewaschen.

Beitrag von october 11.12.09 - 15:33 Uhr

Hallo Elisia,
wenn du mit den Erziehungsmethoden deines Partners nicht einverstanden bist, dann musst du offen mit ihm darüber reden und dies deutlich klarstellen.
Du bist die Mutter und hast als diese das letzte Wort.
Allerdings geb ich den anderen recht, dass dies nicht vor dem Kind geschehen sollte.

LG Annika

Beitrag von brotli 11.12.09 - 20:48 Uhr

hallo,

ich versteh sowas gar nicht. dein freund war der meinung das dein sohn sich nicht die händegewaschen hat, dein sagt aber, er hätt es getan.
und dann motzt er rum, weil du ebenso der meinung bist wie dein sohn.
und dann wären sie seiner meinung nach nicht richtig gewaschen.
boah, was bitte macht dein freund wenn dein sohn mal richtig mist macht oder richtig bockig ist?
wegen läppischem händewaschen macht er so ein aufstand?
ich würde in so einem fall wie diesem mit dem händewaschen immer meinem kind beistehn, da es nur die mutter hat und würde in dem fall den mann stoppen und sagen, das es nun gut ist und wegen händewaschen nicht so mies rumgemotzt wird.


es ist ein kind. und mein gott, dann hat er halt nur die hände mal unterm wasserhahn getaucht.......was solls.

wenn ein kind deswegen weinen muss#schock
ja, das ist meine meinung dazu, ich denke du handelst sicher mit gefühlen und brauchst keine erziehungsberatungsstelle.

es klingt alles andere als nach einer fröhlichen glücklichen neufamilie.
l.g.