Zurückstellen lassen obwohl Schulpflichtig ( Bayern)

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Beitrag von sunrise04 10.12.09 - 19:12 Uhr

Hallo Ihr lieben,

also unser Sohn geb. 17.08.2004 wird nach neustem Stichtag 2010 Eingeschult.

Er ist also gerade mal 6 und wäre mit einer der jüngsten.

Hatten auch schon die Schuluntersuchung und die bemängelte die Aufmerksamkeit meines Kindes, ansonsten war alles prima und er ist Schultauglich.

Auch der Kindergarten sagte mir schon, das die Konzentration meines Kindes nicht solange ist, wie man es sich erwünscht. Deshalb riet man zur Ergo.

So nun war ich beim Arzt und schilderte mein anliegen zwecks Ergo, der Arzt gab mir einen Bogen für den Kiga mit zum ausfüllen.( für Ergo) Er sagte der Kiga kann mein Kind besser beurteilen, weil Sie ihn ja viel besser kennenals er selbst und fand die Entscheidung des Arztes super.

Ich gab den Bogen im Kiga ab und kurze Zeit später meinte man, es sei zu langwierig ihn auszufüllen. Sie schreibt mir so etwas für den Arzt. Angeblich ist mein Sohn jetzt auf einmal viel besser. Die ist doch nur zu faul den Bogen auszufüllen.:-[


Also wissen tut mein Sohn schon viel, aber auf sozialer Ebene bin ich mir nicht sicher ob er den Schulalltag gewachsen ist.

Nun habe ich mir viele Gedanken gemacht und denke es wäre gut ihn erst mit 7 Einschulen zu lassen, aber geht das eigentlich. Zwecks Stichtag 30.09.



Da er ja Schulpflichtig ist werden mir doch noch viele Steine in den Weg rollen, wenn ich das durchziehen will.


Wen geht es ähnlich oder habt Ihr das schon einmal durchgemacht ?

Danke fürs zu hören und lesen.;-)

Beitrag von dimi 10.12.09 - 21:37 Uhr

Hallo,

wir haben unseren Sohn vorletztes Jahr zurückstellen lassen (auch Bayern).

Damals war auch Stichtag 30.9., geboren ist unser Sohn am 20.9., wäre also wegen 10 Tagen gerade noch schulpflichtig gewesen.

Er konnte zu diesem Zeitpunkt schon fließend lesen und rechnen, ist auch sonst ein sehr wissbegieriges helles Köpfchen.

Aaaber: Er ist für sein Alter sehr klein und zierlich, er hatte Probleme mit der Schreibmotorik, Null Frustrationstoleranz und Ein- bzw. Unterordnen in der Gruppe war jetzt auch nicht grad sein Ding (das mit der Frustrationstoleranz und dem Einordnen üben wir auch heute noch fleißig... #augen).

Die Schulärztin war sich unsicher, weil er kognitiv eigentlich schon weit voraus war, die Erzieherin meinte, er wäre nicht schulreif. Wir haben ihn dann nochmal bei der Caritas München zu einem Schulreifetest geschickt, die Psychologin dort war sich auch unsicher, tendierte aber eher zu nein.
Mein Mann und ich waren eindeutig der Meinung, das Kind ist nicht schulreif (ich bin selbst GS-Leherin).

Bei der Schuleinschreibung traf ich zum Glück auf meine alte GS-Lehrerin. Die hatte unseren Sohn schon mal beim Schnuppertag der Vorschüler in ihrer Klasse gehabt und war ganz unserer Meinung.

Rückstellung ging also ohne Probleme durch.

Er ist nun in der 2. Klasse (bei eben dieser Lehrerin #kuss), vor ein paar Tagen war ich bei ihr in der Sprechstunde - und wir waren beide der Meinung, dass diese Zurückstellung die beste Entscheidung überhaupt war.


Der PLZ nach kommst du aus der Nähe von Nürnberg, oder? Vielleicht gibt es dort ja auch z.B. bei der Caritas solche Schulreifetests bzw. Beratungsstellen.
Außerdem würd ich bei der Schuleinschreibung auf nem Schulspiel bestehen.

Wie gesagt - bei uns wars absolut kein Problem (die Lehrerin war sogar froh und meinte "endlich mal vernünftige Eltern"... ).

Ich wünsch Euch viel Erfolg.

lg dimi

Beitrag von tigerente2004 11.12.09 - 09:55 Uhr

Hallo,
wir haben unsere Tochter vor 2 Jahre zurückstellen lassen, 21.09.09 - sie war auch schulpflichtig. Sie war bei der U9 gerade 1,03 cm und 14 kg schwer ( jedenfalls sehr klein ) - wir haben es nicht bereut. Dennoch kann ich Dir sagen, daß es viel an dem Rektor liegt. Wenn der Schulrektor sagt, er muß dann bring ihm ein Attest vom Arzt. Bei uns kam es gar nicht so weit, er sagte gleich: Wenn ein Kind noch Zeit braucht, dann muß man das auch nicht "erzwingen" - also gabs bei uns gar keine Probleme. Meine Bekannte hatte ein Jahr vorher keine Chance ihre Tochter zurückzustellen. Dem Rektor waren die Elternargumente egal...
Ich denke, es liegt daran, wieviel Kinder in der Klasse sind/wären. Bei uns waren es genug, daher denke ich, hat er unsere Tochter nicht unbedingt gebraucht.

Ich würde im Februar/März mit dem Rektor Kontakt aufnehmen und Deine Bedenken äußern.

Gruß
Tigerente2004

Beitrag von yvonne8682 11.12.09 - 10:04 Uhr

Hallo
meine Tochter ist am 24.08.2003 geboren und ich habe sie heuer zurückstellen lassen.
Es war überhaupt kein problem.
Ich weiß nur das es die beste endscheidung war.

Lg yvonne

Beitrag von robingoodfellow 11.12.09 - 12:35 Uhr

Hallo,

vor dem "Problem" stehen wir auch. Unser Sohn ist Ende September 2004 geboren und am Montag kam dieser Brief zur "Schuleingangsuntersuchung".

Nach einem Gespräch mit seinen Erziehern haben wir jetzt beschlossen ihn zurückstellen zu lassen. Vom Wissen her wäre es kein Problem, aber er hat die Ausdauer noch nicht um Aufgaben zu erledigen die ihn nicht wirklich fesseln und interessieren. Und wenn es zu lange dauert hat er auch keine Lust mehr auf spannende Sachen.

Darum kurz und knapp. Einschulung erst 2011.

Beitrag von robingoodfellow 11.12.09 - 12:35 Uhr

Ach ja. Wir sind auch aus Bayern.