Adoption - für Euch eine Option?

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Beitrag von friggsi 10.12.09 - 19:40 Uhr

Hallo Zusammen,

nachdem ich heute erneut einen negativen Test in Händen halten musste, mache ich mir wiede verstärkt Gedanken um das Thema Adoption.

Wir werden zwar erst noch den Weg über die KIWU Klinik gehen und hoffen dass es dort klappt, aber manchmal hab ich das Gefühl das emotional einfach nicht mehr durchzustehen. Wir versuchen es jetzt seit 1 1/2 Jahren, seit ein paar Monaten mit Unterstützung meiner FA und 2 erfolglose Clomizyklen haben wir auch hinter uns. Wenn ich hier manchmal lese, was Ihr alles auf euch nehmt, staune und bewundere ich eure Kraft und eure Ausdauer.

Ich hab Angst daran zu zerbrechen wenn ich noch lange miterleben muss wie alle aus meinem Umfeld schwanger werden nur ich nicht. Wenn mein Körper schon nicht bereit dazu ist uns ein Baby zu schenken, dann möchten wenigsten wir einem Baby das ungewollt auf diese Welt gekommen ist ein schönes Leben bei uns schenken können.

Habt Ihr eine Adoption noch nie in Betracht gezogen? Ist dies überhaupt eine Option für Euch? Bin im Moment sehr durcheinander und würde wirklich gerne lesen wie Ihr darüber denkt.

LG F.

Beitrag von traubenschorle 10.12.09 - 19:57 Uhr

Huhu,

ich muß gestehen ich habe mir darüber auch schon gedanken gemacht. Nachdem ich im Juli ne FG hatte, habe ich gedacht oh ne und in aller Hektik als erstes an ein PK gedacht. Habe auch schon mit einer vom Amt geredet aber irgendwie auch immer hat die sich nicht mehr gemeldet. Mein Mann und meine HP wollen davon noch gar nichts wissen. Deswegen probieren wir es im März nochmal und dann sehen wir weiter.

#kleeLG

Beitrag von kleinemaus166 10.12.09 - 19:58 Uhr

Guten Abend!

Ich war länger nicht hier und dann gleich so ein Thema....aber egal ;-)

Für uns ist Adoption definitiv keine Option. Unser Kinderwundsch ist nun schon über 5 Jahre unerfüllt, wir sind seit 2,5 Jahren in Behandlung und am Wochenende ist wohl die 7. und letzte Insemination. Bei einem erneuten Scheitern werden wir es mit ICSI versuchen.
Ich hatte im April eine FG-morgen wäre ET von unserem Sternchen, aber trotzdem steht unser NEIN zur Adoption ganz klar fest.
Ein ganz kleines Baby würden wir wohl eh nicht bekommen und ein größeres Kind möchte ich nicht adoptieren. Meine Freundin ist Sozialpädagogin und es kann Zufall sein, aber die meisten der auffällig gewordenen Jugendlichen in ihrer Wohngruppe wurden adoptiert! Das macht mir Angst!

Außerdem nehmen wir uns das Recht heraus,so egoistisch zu sein, ein eigenes Kind haben zu wollen.

So, nun kennst Du meine Meinug zu dem Thema, bin gespannt, was andere dazu denken.

Lg kleinemaus

Beitrag von cizetamoroder 10.12.09 - 20:13 Uhr

Hallo,


also, ich bin jetzt zwar nach 4,5 Jahren Kinderwunsch und der 4. ICSI schwanger, aber ich bzw. wir würden trotzdem gerne ein Kind adoptieren.
Wir sind uns der Probleme einer Adoption durchaus bewusst. Vorallem, dass wir vermutlich keine/wenig Chancen auf ein deutsches bzw. euppäisches Kind hätten. Aber das ist für uns nicht entscheidend.

Man sollte sich allerdings im klaren darüber sein, dass gerade bei Auslandsadoptionen die Kinder oft traumatisiert sind und die Chancen auf ein "reines" Baby sind recht gering. Das waren zumindestens bei uns die Aussagen der Dame vom JA.

Nichtsdestotrotz wäre eine Adoption oder ein (Dauer-)Pflegekind für uns eine Möglichkeit. Wobei ich mich dabei nicht als "Retter" eines ungewollten Kindes sehen würde. Ich glaube nicht, dass die Sache so einfach ist.

Aber jetzt freue ich mich erst mal über meine lang ersehnte Schwangerschaft und genieße diese Zeit. Und danach, wenn wir wieder in D wohnen, würde ich mich gerne um die Ado bzw. Pflege eines Kindes kümmern,

Lass dich von deinen fehlgeschlagenen IUIs nicht zu sehr aus der Bahn werfen. Versuche, dich auch mal abzulenken, neue Hobbies zu finden, was für dich zu tun, einen Plan B finden, falls es mit einem Baby doch nicht klappen sollte. Das lenkt ab und macht freier. Bei mir wurde der Druck dadurch deutllich weniger.

Und außerdem gibt es auch immer noch die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung. Oder kommt das bei euch gar nicht in Frage?


Alles Gute
cizetamoroder

Beitrag von chrissy2008 10.12.09 - 20:25 Uhr

Hallo,

also uns ging es ähnlich wie euch. Wir haben es 2 Jahre so probiert, aber leider hat es nicht geklappt. Jetzt sind wir seit 1 Jahr in der Kiwu-Klinik und ich hatte vor kurzen meine 1. ICSI. Nun bin ich in der 8 SSW. Ich hoffe das macht dir ein wenig Hoffnung.
Zum Thema Adoption haben wir uns natürlich auch schon Gedanken gemacht. Für mich steht die Entscheidung schon länger fest und mein Mann hat sich seit unserer Behandlung auch mit dem Thema auseinander gesetzt.
Ich finde es persönlich sehr schön einem anderen Kind ein zu Hause zu geben. Wir werden voraussichtlich trotz meiner SS, in den nächsten Jahren ein Kind adoptieren. Aber jeder muss das für sich entscheiden.

LG

Beitrag von jacquie1980 10.12.09 - 20:25 Uhr

Hallo,

wir probieren es auch schon seit ca. 1 1/2 Jahren und haben einen langen Weg mit Untersuchungen hinter uns. Sind jetzt in einer KIWU Klinik und fühlen uns da sehr gut aufgehoben. Fange in den nächsten Tagen mit Gonal F an und bin froh, dass endlich mal was passiert nach so langer Zeit.

Ich kann dir also empfehlen dich in einer KIWU-Klinik beraten zu lassen und noch nicht aufzugeben #pro.

Nicht desto trotz finde ich es gut, wenn man sich mit dem Thema Adoption beschäftigt, auch wenn es derzeit für uns nicht in Frage käme.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft,

Jacquie

Beitrag von jurbs 10.12.09 - 20:52 Uhr

für uns war es von anfang am eine option - wir wollen zwar beide primär UNSER kind und ich hab viele erziehungsideen, die lang vor der geburt oder direkt danach beginnen (also bei adoption nicht umzusetzen sind), also werden wirs jetzt noch ne weile mit kiwu versuchen (hatte heute 5. tf) ... wobei ich sagen muss mich belastet das eigentlich nicht wirklich. irgendwas in mir ist absolut sicher irgendwann ein kind zu haben ...

Beitrag von jurbs 10.12.09 - 20:55 Uhr

ach so, ich vergaß - wir haben uns entschieden, dass wenn adoptieren, dass nur aus dem ausland und haben uns viel informiert und uns für indien entschieden ...

Beitrag von chez11 10.12.09 - 21:04 Uhr

huhu

wir haben bereits auch einen etwas längeren weg hinter uns, mit 5 versuchen, zich OP´s und viel nerven#augen

ich werde jetzt im Januar eine letzte große eileiter OP machen lassen, danach warten noch 5 kryos auf uns und danach ist schluss.

nach nun 3 1/2 jahren, vielen enttäuschungen werden wir dann aufgeben, fals keine der kryos klappt.

Eine Adoption kommt für uns beide nicht in frage, allerdings haben wir bereits ein Kind was die entscheidung sicher um einiges leichter macht als für jemand der kinderlos ist.
wie es wäre wenn ich noch kinderlos bin, keine ahnung, kann ich nicht sagen.

lg#herzlich

Beitrag von jo-hanna- 10.12.09 - 22:06 Uhr

Hallo Friggsi,

ich kann deine Gedanken gut verstehen!
Auch wir haben schon früh immer mal wieder an Adoption gedacht... Aber irgendwie war der Wunsch nach einem EIGENEN Kind immer größer und lange schien es auch so, dass die Wahrscheinlichkeit ein eigenes Kind zu bekommen auch größer ist, wie die ein kleines Kind zu adoptieren.
Dementsprechend haben wir lange gekämpft und gehofft.

Jetzt nach der 4.ICSI bin ich soweit zu sagen: Der Reproweg ist vorbei! Ich kann nicht mehr und was noch wichtiger ist: ICH WILL nicht mehr.
Wir haben uns entschieden, dass wir den Ado-Weg bestreiten möchten.
Wir sind noch ganz am Anfang, aber es fühlt sich gerade richtig an.

Ich für mich kann nur sagen:
Die 4 ICSI´s waren sehr schwer und belastend, aber sie waren nötig um etwas Abschied vom KiWu nehmen zu können. Heute ist mir ein leibliches Kind nicht mehr so wichtig...

Ich wünsche dir viel Kraft und lasst euch Zeit...

LG
Johanna #klee

Beitrag von clazwi 10.12.09 - 22:47 Uhr

Hallo Friggsi,

wir haben vor 10 Jahren adoptiert (die genauen Hintergründe kannst Du meiner VK entnehmen) und es war die beste Entscheidung unseres Lebens.

Vor 7 Jahren haben wir noch ein weiteres Kind in Dauerpflege aufgenommen - ich würde diese Kinder gegen kein leibliches Kind eintauschen wollen.

Nun aber das "Aber":
Adoption muss unbedingt und von ganzem Herzen gewollt sein und: der leibliche Kinderwunsch muss losgelassen werden.


Bevor ich Romane schreibe: ich habe auf dieser Seite die Grundvoraussetzungen zusammengefasst, die für eine Ado relevant sind:

http://bunterunde.de/index.php?option=com_content&view=article&id=50&Itemid=61

Bei Fragen kannst Du Dich gerne an mich wenden.

LG
Claudia
mit Adoptivtochter (so gut wie 12 Jahre alt) und
Pflegetochter (8 Jahre alt)

Beitrag von totoloto 11.12.09 - 05:03 Uhr

hallo liebe F, ich erlaube mir zu antworten, obwohl FoKiWu nicht mehr mein zuhause ist.

Eins spricht für dich: DEIN ALTER. Du hast alle Zeit der Welt, rumzutesten. Du bist gerade nach 2 clomizyklen..vor dir liegt noch ein ganz schwerer...aber druchaus erfolgreich weg der künstlichen Befruchtung..du hast noch viele Möglichkeiten !!!

Also, als es damals hieß: clomi und gonal..sagte ich meiner KiWu-Ärztin, dass wir es weiter nicht machen wollen, weil es unsere bezihung nur kauppt macht..schon die Abgabe an die Ärzte war eine Erleichterung.

Dann kam die erste IUI. Ich wußte von Anfang an:hauptsächlich ein Kind. Es war mir vollkommen egal, ob Adoption oder unser.

Die IUI (die tage des wartens), schrecklich. Anspannung. Bei uns war dann der Weg zu Ende.

udn ich kann dir sagen, entweder hätte ich zu einem psychologen gehen müssen oder ...und jetzt kommt es..hätte ich den Weg der Adoption gewählt..da weiss ich, dass am Ende ws rauskommt..

Im Nachhinein:
Es ist ein Unterschied, ein EIGENES Kind zu haben. Du erlebst eine Schwangerschaft. Du erlebst, wenn das Kidn ganz klein ist. Das kind sind DEINE Gene. und du hast nicht die Angewöhnungszeit...Du kennst DEIN Kind.

Wenn die psychische Situation soweit sein sollte, wie bei mir damals...hätte ich mir im Nachhinein eher hilfe gesucht.
Adoption ist it Sicherheit eine Option..nicht aber nach zwei Clomizyklen..es müsste dir Adotionseltern sagen, dass der Weg auch nciht grade ohne ist..

d.h. auf jeden Fall...aber noch nicht oder ????

Toto

Beitrag von neekah 11.12.09 - 08:14 Uhr

Hallo

Wir haben eine negative ICSI und eine Kryo mit FG hinter uns. Schon vor der ICSI war Ado ein Thema für uns. Wir sind dann in eine Adoberatung gegangen und die haben uns ermutigt die ICSI zu machen. Leider hatte ich viele gesundh. Probleme und war sogar über eine Woche im Krankenhaus :-( Für uns steht fest, wir werden keine künstl. Befruchtung mehr machen. Der Wunsch nach einem leibl. Kind ist bei uns nicht so groß. Wir wollen Eltern werden und einem Kind ein liebevolles, sicheres Zuhause bieten und daher werden wir adoptieren. Leider müssen wir wegen den Altersbestimmungen des Landes noch bis Mai warten ehe wir mit der ganzen Prozedur beginnen dürfen aber wir freuen uns darauf :-D
Solange man mit dem Gedanken an künstl. Befruchtung nicht abgeschlossen hat, ist Adoption aber keine (Not)lösung.

GLG und viel #klee
Neekah

Beitrag von nadine1976 11.12.09 - 09:56 Uhr

Hi,

für mich wäre es eine Option, da ich schon als Kind immer gesagt hatte, ich will mal adoptieren.

Allerdings soll eine Adoption jetzt nicht als Ersatz sein. Du musst vom KiWu völlig los lassen.

Informiere dich doch mal bei deinem Jugendamt. Die machen ab und zu Infoabende, zumindest bei uns.

Alles Gute Nadine#klee

Beitrag von friggsi 12.12.09 - 13:25 Uhr

Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

Erstmal möchte ich klarstellen, dass eine Adoption für uns keine "Notlösung" wäre. Wir wünschen uns das unser Haus von Kinderlachen erfüllt wird, ein richtiges Zuhause. Natürlich sind wir mit unserem Weg noch recht weit am Anfang und haben noch lange nicht alles ausprobiert was die Medizin heutzutage alles kann, den eigenen KIWU werden wir also noch lange nicht loslassen können.

Ich bin ein Mensch der sich sehr viele Gedanken macht, und wie ihr sicherlich alle nachvollziehen könnt, setzt einem dieser unerfüllte Kinderwunsch ganz schön unter Druck. Um mir diesen Druck zu nehmen neige ich dazu mir -in allen Situationen- alternative Wege zu suchen.
Wir werden jetzt nicht morgen los maschieren und uns
um ein Adoptivkind bemühen. Nicht solange der eigene KIWU noch vorhanden ist und noch nicht alle Wege gegangen sind. Für mich persönlich ist dieser Lichtstreifen also mein alternativer Weg sehr wichtig.

Wir möchten uns mit dem Gedanken außeinander setzten und eure unterscheidlichen Meinungen habe uns dabei geholfen.

Vielen Dank und Liebe Grüße F.