Weniger Unterhalt weil "eigenbedarf"?

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Beitrag von happymama2010 10.12.09 - 20:07 Uhr

Hallo ihr lieben,
hier mal eine verzwickte Farge auf die ich bis jetzt noch keine Antwort gefunden habe:

Mein MAnn hat aus einer früheren Beziehung eine Tochter, zahlt dafür 322 € unterhalt. Jetzt bin ich im 4. Monat schwanger.
Meine Frage, muss er für das andere Kind ab Geburt weniger Unterhalt bezahlen weil quasi "Eigenbedarf" besteht?
Unterhalt an die Ex-Frau zahlt er nicht.

Vielen Dank schon mal im vorraus,
Die Alex

Beitrag von biene81 10.12.09 - 20:13 Uhr

Das kommt ganz auf das Gehalt Deines Mannes an.
Kinder sind gleichberechtigt, Dein Kind bekommt also auch nur soviel, wie das 1. Kind bekommt.

LG
Biene

Beitrag von erdbeerschnee 10.12.09 - 20:15 Uhr

Hallo,

mach dich auf viel Ärger und Angriffe hier gefasst !!!

Also... es ist so, das er natürlich für beide Kinder und eigentlich auch für dich aufkommen muss. Besteht allerdings ein "Mängelfall" also hat er weniger als eine gewisse Summe zur Verfügung, wird alles was übrig bleibt auf die Kinder aufgeteilt.

Beispiel: Man(n) hat 1000 euro im Monat, einen rechtlichen Eigenbehalt von 800 euro so gehen 200 euro an die Kinder (100 an das erste, 100 an eures)

aber das ist alles so ne Milchmädchenrechnung... mein Freund hat sie nie drum gekümmert und zahlt brav weiter an sein erstes Kind und wir sitzen immer blöd da und haben kaum Geld :-(

Er muss unbedingt zum Familienanwalt gehen und sich beraten lassen und ggf. den Unterhalt neu berechnen lassen... genau DAS werden wir jetzt auch machen, 2,5 Jahre zu spät aber mir reichts langsam :-[

Erdbeerschnee

Beitrag von windsbraut69 11.12.09 - 07:05 Uhr

Nur, wenn er zu wenig verdient, um beide Kinder zu versorgen!

Gruß,

W

Beitrag von dany2308 11.12.09 - 08:19 Uhr

Hallo Alex,

die Beträge aus der Düsseldorfer Tabelle beziehen sich auf einen Unterhaltspflichtigen, der für 3 Leute (z.B. 2 Kinder und eine Ehefrau) zahlen muss :-)

Das sind natürlich nur Richtwerte, keine gesetzliche Verpflichtung, wird aber bei Streitfällen vor Gericht durchaus herangezogen. Wenn er also nach Tabelle zahlt, sollte sich auch beim zweiten Kind nichts daran ändern, vorausgesetzt, er hat noch seinen Selbstbehalt.

Wenn zuwenig für ihn übrig bleibt, ist der Unterhalt der Kinder vorrangig gegenüber dem der Mütter/Exfrau. Erst im zweiten Schritt würde dann der Kindesunterhalt auch gekürzt, aber für beide Kinder.

Liebe Grüße,
Dany

Beitrag von happymama2010 11.12.09 - 13:09 Uhr

mmhh, also er hat ja 900 euro selbstbehalt, den rest muss er ja schon an die ex zahlen. aber steht uns mit nem eigenen kind nich mehr selbstbehalt zu?
er hatte irgendwann damals mal beim jugendamt nachgefragt wie es dann in dem fall wäre und die sagten nur das die mutter das beantragen müsste es neu zu berechnen. aber das kanns doch nicht sein, die würde des nie im leben machen, da wär se ja schön blöd...

Liebe Grüße und vielen Dank für eure Antworten,

Alex #schwanger

Beitrag von manavgat 11.12.09 - 14:38 Uhr

Wenn er so ein armer Tropf ist, dass sein Verdienst nach Abzug des Unterhalts für beide Kinder 800 Euro nicht übersteigt, dann kann der Unterhalt als Mangelfallberechnung neu festgelegt werden. Geht nur über eine Abänderungsklage.

Dein Unterhaltsanspruch ist in jedem Fall nachrangig.

Gruß

Manavgat