Kein Krankengeld mehr-und keiner fühlt sich zuständig

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Beitrag von superweib16 10.12.09 - 20:53 Uhr

hallo!


ich habe ein riesen problem,meine mutter ist seit langer zeit aufgrund schwerer krankeit schon länger als 78 wochen krankgeschrieben aus diesem grund bekommt sie auch kein krankengeld mehr.
ich muss dazu sagen das sie aber nicht gekündigt ist ,aber ein rentenantrag am laufem ist .
der rentenantrag wurde schon einmal von der bfa abgelehnt ,ohne nährere angaben.daraufhin haben wir und rechtsbeistand geholt und sind in widerspruch gegeangen.
also es ist alles noch am laufen ,nun der hammer meine mutter bekommt keine unterstützung von irgendwo ist das rechtens .
sie hat 35 berufsjahre war NIE arbeitslos ,oder hat hilfe von staat in anspruch genommen.
nun waren wir heute beim arbeitsamt und was soll ich sagen sie bekommt nix.weil sie nicht vermittelbar ist .
ist das noch normal??
wisst ihr wo man noch was beantragen kann ,denn so ganz ohne geld kann man doch die leute hier nicht laufen lassen.jeder ander ar..und assi bekommt rente und sozialhilfe und jemand der "nur " krank ist hat keinerlei recht ?? wo leben wir denn hier

lg anne

Beitrag von duchovny 10.12.09 - 20:58 Uhr

Würde es mal beim Amt für Grundsicherung versuchen (früheres Sozialamt)!

LG

Susanne

Beitrag von arienne41 10.12.09 - 20:58 Uhr

Hallo

Sie muß Sozialhilfe beantragen. Heißt heute Sozialgeld und macht man bei der Arge

Beitrag von superweib16 10.12.09 - 21:02 Uhr

danke erstsmal für die schnelle antwort ist arge nun hartz4 ,sorry ich kenn mich (gottsei dank) nicht so aus ,
wenn ja ist das nicht genauso wir das alg 1 ??
sie ist doch weiterhin krankgeschrieben und nicht vermittelbar ,oder irre ich

Beitrag von arkti 10.12.09 - 21:06 Uhr

ALG 1 bekommt man wenn man vermittelbar ist, und da sie es ja scheinbar nicht ist sind die auch nicht zuständig.

Beitrag von duchovny 10.12.09 - 21:10 Uhr

Bist du dir sicher?

ICH weiß, dass es jetzt "Grundsicherungsleistung" heißt für die die nichtmal mehr 3 h können! Die ARGE hat sie doch weggeschickt!

LG

Susanne

Beitrag von superweib16 10.12.09 - 21:21 Uhr

jupp die arbeitsamt meinte die wären nicht zuständig.
ich werde dann morgen gleich noch mal hartz4 amt versuchen mal sehen was die sagen,aber wenn ich ehrlich bin große chance male ich mir da nicht aus .
aber irgend wer muss doch zuständig sein .

lg anne

Beitrag von gh1954 10.12.09 - 21:23 Uhr

Nicht die Arge hat sie weggeschickt, sondern das Arbeitsamt.

Beitrag von superweib16 10.12.09 - 21:24 Uhr

ja das arbeitsamt hat sie weggeschickt ,sorry wenn ich mich falsch ausgedrückt hatte.

Beitrag von king.with.deckchair 10.12.09 - 22:06 Uhr

"und macht man bei der Arge "

Macht man nicht.

Beitrag von goldtaube 10.12.09 - 21:54 Uhr

Wenn sie unter ihrem ALG II Bedarf liegt, kann sie ALG II beantragen. Wobei natürlich das Einkommen aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt wird.
Beim ALG II ist es unerheblich ob man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht oder nicht. Man muss nur für mind. 3 h am Tag theoretisch erwersfähig sein. So lange sie also nicht erwerbsunfähig geschrieben ist bzw. eben theoretisch noch 3 h am Tag arbeiten könnte käme ALG II in Frage.

Zitat:
§ 8 Erwerbsfähigkeit
(1) Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__8.html

Wenn sie nicht mehr erwerbsfähig ist käme Grundsicherung bei Erwerbsminderung in Frage nach SGB XII
Zitat:
(1) Älteren und dauerhaft voll erwerbsgeminderten Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt im Inland, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht aus Einkommen und Vermögen nach den §§ 82 bis 84 und 90 beschaffen können, ist auf Antrag Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu leisten. § 91 ist anzuwenden.
...
3) Leistungsberechtigt wegen einer dauerhaften vollen Erwerbsminderung nach Absatz 1 ist, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat, unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage voll erwerbsgemindert im Sinne des § 43 Abs. 2 des Sechsten Buches ist und bei dem unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben werden kann.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__41.html


Die Frage ist nur ob sie erwerbsfähig oder nicht erwerbsfähig ist.

Beitrag von king.with.deckchair 10.12.09 - 22:09 Uhr

"jeder ander ar..und assi bekommt rente und sozialhilfe und jemand der "nur " krank ist hat keinerlei recht ??"

Geht's noch?

Ihr habt euch doch noch gar nicht nach der Sozialhilfe erkundigt, was soll also das Geprolle auf Grundlage völliger Ahnungslosigkeit und Stammtischgewäsch?!

Erste Anlaufstelle für Deine Mutter ist die ARGE -> ALG II beantragen (Hartz IV bekommt kein Mensch).

Bei der ARGE wird man vermutlich recht bald den Ärztlichen Dienst einschalten. Wenn der feststellt, dass Deine Mutter länger als sechs Monate lang erwerbsunfähig im Sinne der Rentenversicherung ist, dann wird ein Grundsicherungsantrag nach dem SGB XII eingeleitet = Sozialhilfe.

Beitrag von carrie23 11.12.09 - 11:18 Uhr

Mal abgesehen davon dass ich deine Ausdrucksweise unter jeder Kritik finde geht es meiner Mutter ähnlich.
Aufgrund diverser OPs ist sie schon seit über einem Jahr krank geschrieben und wurde jetzt ausgesteuert.
Pension wird immer wieder abgelehnt ( wird auch nur die Hälfte ihrer gesundheitlichen Probleme berücksichtigt, der Rest wird mal eben so unter den Tisch fallen gelassen ).
AMS und KK sind der Meinung sie ist nicht arbeitsfähig, Gutachter verbiegt ihr nur a bisserl die Hand um zu sehen obs weh tut und meint er hätte seine Arbeit damit getan.
Fakt ist meine Mutter hat in den Schultern, Knien, Handgelenken Atritis, Knochentumor, Diabetest-das sind nur die gravierendsten Sachen.
Sie muss jetzt am Arbeitsamt neu einreichen und bekommt dann, wenn sie "Glück" hat, weiterhin ihre 2 Euro am Tag.
Das wars auf mehr hat sie nicht Anspruch weil mein Stiefpapa immerhin die Mindestpension bekommt.

Beitrag von superweib16 11.12.09 - 17:58 Uhr

Hallo

dann geht es deiner mutter ja ähnlich,ausser das meine mutter keinen lebenspartner hat ,ausser mich in dem fall.
doch ich selbst habe drei kinder und mein mann ist alleinverdiener und ich muss echt sagen wenn die ämter der meinung sind ich könnte meine mutter mit "ernähren" sehe ich echt schwarz für uns .momentan bin ich mit der gesamte situation unzufriedenund überfordert.
denn jedes amt schickt dich woanders hin .meine mutter war nie arbeitslos oder hat hilfe vom staat in anspruch genommen und nun soll sie im schlimmsten fall vom regelsatz (hartz4) klar kommen und das ist das was mich so ärgert.
sicherlich habe ich von der ganzen sache noch nicht den durchblick ,aber wie krank muss jemand sein damit man unterstützung bekommt.
Arbeitsamt waren wir da , die meinte sie sind nicht zuständig da sie krankgeschrieben ist und auch bleibt ,weil es wirklich nicht geht nicht mal mehr 3 h. Arbeitsamt schickt uns zum Sozialamt die meinte sie wären auch nicht zuständig ,gut ich geben zu Arge waren wir nun noch nicht .
aber nichts desto trotz finde ich es ne schweinerei Menschen die ihr leben lang gearbeitet haben so zu behandeln.wenn meine ausdrucksweise jemanden kränken sollte tut es mir leid ,aber das ist halt meine meinung.
gute besserung für deine mutter.
Lg anne

Beitrag von windsbraut69 12.12.09 - 08:45 Uhr

"und nun soll sie im schlimmsten fall vom regelsatz (hartz4) klar kommen und das ist das was mich so ärgert. "

Ja, was erwartest Du denn sonst?
Dafür ist ALGII bzw. die Grundsicherung bei Arbeitsunfähigkeit eben gedacht.
Wenn Deine Mutter wegen Erwerbsunfähigkeit jetzt zum Sozialfall wird, hat sie vermutlcih keine Versicherung dagegen abgeschlossen....da kann doch kein Amt etwas dazu!

LG

Beitrag von littledream 14.12.09 - 01:30 Uhr

pöse mama .. das sie aber auch nicht an die versicherung gedacht hat ..

ich persönlich finde es rein menschlich unter aller sau .. hier wird doch immer gegröhlt .. geht erst mal arbeiten und lebt nicht vom steuerzahler .. und dann ist da jemand der jahrelang seine steuer gezahlt hat .. der nie auf irgendwelche Mittel vom Staat zurückgegriffen hat .. wird krank und dann sehen wir mal was der Sozialstaat wirklich auf dem Kasten hat .. da dreht sich mir der Magen um ..

.. ich glaub nicht, dass das etwas ist wo man auch noch stolz drauf sein kann ..