Müsste er nicht langsam mal Brei essen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sonnenkind09 11.12.09 - 00:40 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist bald 7 Monate alt und wird noch immer beinah ausschließlich gestillt. Eine Woche, bevor er 6 Monate wurde, habe ich ihm seinen ersten Möhrchenbrei angeboten. Nachdem er anfangs neugierig das Mündchen öffnete, ließ das Interesse in den darauffolgenden Tagen zunehmend nach. Er machte den Mund einfach nicht auf bzw. nur, wenn ich herumalberte. Habe deshalb abgebrochen. Seit wenigen Tagen bekommt er nun Pastinakenbrei, und es läuft genauso schlecht wie beim letzten Mal. Möchte es aber eigentlich jetzt mal durchziehen. Oder nicht?!?
Wie war das bei euch?
Danke für Ratschläge und Meinungen!

Caro

Beitrag von lea9 11.12.09 - 00:55 Uhr

Warum sollte er Brei essen "müssen"? Warum müssen Babies überhaupt Brei essen?

Warum sollst du etwas "durchziehen" wenn du merkst, dass dein Kind das nicht möchte?

Lass ihn essen, was er essen möchte. Stille ihn, wenn er gestillt werden möchte. So kannst du am besten verhindern, dass er irgendwann gar nichts mehr isst.

Buchtipp: Gonzales - Mein Kind will nicht essen

Beitrag von sonnenkind09 11.12.09 - 01:15 Uhr

Na, irgendwann muss er sich ja nun mal von was anderem ernähren als nur von Muttermilch. Und Breigabe ist doch das Übliche hierzulande. Sorry, aber auf dieses Fingerfoodgemansche habe ich einfach keine Lust. Vielleicht ändert sich das, wenn das mit dem Brei gar nicht geht. Ich frage mich einfach nur, woran ich merke, dass er essen will (was auch immer) und ob der anfängliche Widerwille normal ist.

Beitrag von qrupa 11.12.09 - 07:22 Uhr

Hallo

es ist völlig in Ordnung wenn du Brei geben möchtest, aber das eigentlich entscheidende ist, ob dein Baby Brei haben möchte. Hast du ihm schonmal Fingerfood angeboten? Es gibt eine ganze Menge Babys die einfach keinen Brei wollen und auch eine Menge Babys, die 8,9,10 Monate oder länger nur stillen wollen und dann direkt zum Familientisch wechseln.

Du merkst, dass dein Baby reif für andere Nahrung als Mumi ist, wenn es versucht dir alles von der gabel zu kaluen, den halben Esstisch abräumt um an etwas Essbares zu gelangen, den Mund aufsperrt, wenn du etwas ißt, dir jeden Bissen nachguckt. Aber selbst dann kann es noch sein, dass er einfach keinen Brei will.

Dem Buchtipp kann ich mich nur anschließen

LG
qrupa


Beitrag von frierschaf 11.12.09 - 07:56 Uhr

Hallo,

mein kleiner Schatz ist jetzt auch gut 7 Monate alt. Vor 1 Woche habe ich mit Möhrenbrei begonnen. Am Anfang war es auch etwas schwierig, aber inzwischen ißt er seine 140g Möhrenbrei ohne Probleme.

Ich weiß nicht, ob du fertige Gläschen nimmst oder selbst kochst. Ich koche selber - und dann immer gleich für 3 Tage. Und die pürierten Möhren mische ich mit Mumi, damit sie flüssiger werden - wie die Gläschennahrung. So hat der Kleine auch gleich den vertrauten Geschmack der Mumi dabei. Ich denke, dass das ganz wichtig war.
Außerdem esse ich sozusagen mit ihm zusammen. Er einen Löffel und ich einen Löffel. So hat er das Gefühl, dass das Essen etwas normales ist - und er dazu gehört.
Und ich habe gemerkt, dass mein kleiner Schatz die Plastebreilöffel gar nicht mag. Ich füttere jetzt mit einem normalen Teelöffel. Den kennt er auch schon von der Vitamin D-Tablette und weiß: Das von dem Löffel muss ich schlucken.

Auf jeden Fall brauchst du aber ganz viel Geduld - und im Anschluss zur "Belohnung" eine schöne Brust.

LG
frierschaf + Max (7 Monate)