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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von angel08 11.12.09 - 10:25 Uhr

Hallo zusammen,

ich möchte um Eure Anregungen und Erfahrungen bitten. Es gibt einen Punkt, bei dem wir bei unserer knapp 19 Monate alten Tochter nicht weiter kommen:

Es vergeht fast kein Essen, ohne dass sie Essen auf den Boden wirft. Z.B. wenn sie etwas trinken möchte, wirft sie das, an dem sie gerade gegessen hat, erst mal weg, um sich den Becher zu nehmen. Wenn sie mehrere Sachen auf dem Teller hat, isst sie erst mal ausschließlich das, was ihr am besten schmeckt (ist ohnehin ein schlehter Esser). Das, was sie weniger gern mag, wirft sie, wenn wir nicht aufpassen wie die Schießhunde, auf den Boden.

Sie muss ja gar nicht alles essen, kann meinetwegen Sachen liegen lassen, aber dieses ständige auf den Boden werfen, macht mich langsam wahnsinnig. Wir sagen immer nein, dass sie kein Essen auf den Boden werfen darf, etc. Tun wir das in einem normalen strengen Ton, plappert sie es zwar nach, wirft aber kurz drauf wieder etwas runter. Werden wir laut und schimpfen richtig, grinst sie uns meist an - ich frage mich, ob sie damit dann wieder gut Wetter machen möchte, oder sich wirklich amüsiert. Sie in ihrem Stuhl ein Stück vom Tisch weg zu schieben und den Teller weg zu stellen, stört sie meist wenig. Auch wenn wir sie aus dem Stuhl nehmen und vom Tisch weg bringen, habe ich nicht den Eindruck, dass sie das als Konsequenz des Essen-runterwerfens versteht.

Gestern Abend haben wir an dem Punkt auch das Essen beendet, obwohl ich mich dabei immer nicht wohl fühle, weil sie halt so ein Leichtgewicht ist. Als ich sie ins Bett brachte, versuchte sie dann mal wieder, Milch zu fordern, aber ich gab ihr nur meine Standard-Antwort, dass sie Wasser haben könne, und dass es Milch morgen früh wieder gebe. Sie hat dann auch noch ziemlich viel Wasser getrunken, und ich hatte schon den Eindruck, dass sie noch Hunger gehabt hätte, obwohl sie die Frage danach verneinte.

Also, wie würdet ihr verfahren? Ich will ganz einfach nicht, dass ständig Essen runter geworfen wird, teilweise mit Seitenblick zu Mama und Papa und Grinsen im Gesicht. Aktuell tendiere ich zu: ein mal nein sagen und androhen, dass das Essen zu Ende ist, wenn sie das noch mal macht, beim zweiten Mal das Essen beenden. Und dann auch keine Milch im Bett geben (gibt's sonst auch nie, nur in absoluten Ausnahme-Fällen).

Vielen Dank & Viele Grüße
Claudia

Beitrag von lisasimpson 11.12.09 - 10:40 Uhr

Hallo1

ich kann dir kurz sagen, was wir machen (bei brot und urst z.B.- da würde mein kleiner auch nur die wurst esse nund das brot liegen lassen 8zum glück nicht werfen:)

er bekommt immer ein stück brot und wurst. er muß beides aufessen, dann gibts was neues.
beim großes ist es ähmlich mit fischstäbchen oder so.
er bekommt ein fischstäbchen udn bevor es ein neues gibt, muß er ein löffelchen vom andern (kartoffeln, gemüse oder was auch imemr es dazu gibt) essen, bevor es was neues gibt.
ich würde ihr also gaaanz wenig von dem geben, was sie nicht so gerne ißt und auch nur einen teil dessen, was sie gerne ißt.
dann immer wieder darum bitten, auch einen läffel 8vielleicht helfen) von dem andern essen, dann gitb es was neues vom lieblingsessen.

ansosnten lieber versuchen "schnell" zu sein und sie davon abzuhalten zu werfen als danach "schimpfen". das kann zum einen zum spiel werden ,zum andern gibt das der essenssituation einen unguten beigeschmack..!

und: keine sorge! sie wird genug bekommen! mach dir keine gednaken um gewicht und "schlechtes essen".
sie wird genug bekommen!
und: auch diese phase wird vorbei gehen, egal wie ihr reagiert!


lisasimpson

Beitrag von muffin357 11.12.09 - 13:10 Uhr

hi,

wir machen es auch so -- allerdings haben wir das von anfang an bei den ersten Bissen schon so eingeführt...

julian bekommt beim Vesper immer ein Reiterchen oder ein STück Gurke usw.... -- wenn er die wurst runtergeholt hat und das brot weggeworfen hat, haben wir es vom Boden aufgehoben udn ihm vor die Nase gesetzt. Bis er auch dieses gegessen hatte, gab es NIE etwas neues .... -- das ging ne weile aber irgendwann hat er es kapiert und nach einer weile hat er das rumschmeissen sein lassen ...

wir waren immer konsequent, -- wenn julian nicht mehr essen will oder rumschmeisst oder inzwischen von seinem stuhl aufsteht (das kann er seit neuestem leider), dann sag ich ihm, dass er dann nichts mehr zu essen bekommt ... kinder mit 19 monaten verstehen das schon, glaub mir. -- er hat nach 2-3 mal gemerkt, dass wir ernst machen und hat es auch dann gelassen ...

wie bei allem heisst das Zauberwort Konsequenz, auch wenns schwer ist ... mit Kosequenz bin ich immer noch am besten vorangekommen...

was passiert, wenn man nicht konsequent ist, erlebe ich in einem anderen PUnkt grad heftig ... das bestärkt mich viel mehr, in den anderen Situationen wirklich meine Konsequenz durchzuziehen,--- eben nicht auf lautem oder schimpfigen Kontext, sondern einfach Sachlich Punkt für Punkt.

lg
tanja

Beitrag von kathrincat 11.12.09 - 17:53 Uhr

meine ist auch nur den käse oder so, ist ja keine problem, aber sie lässt das brot auf den teller, würde sagen einemal ansagen, teller dann weg. wenn wie wirklich meckert bekommt sie ihn nocht einmal wieder mit der ermahung wenn was auf den boden landet hat es sich wirklich erledigt für heute, und das auch machen.

Beitrag von silkew1976 12.12.09 - 14:13 Uhr

Hallo Claudia,

nun ja, ich denke Dein Problem werden hier viele in der mehr oder weniger ausgeprägten Form durchmachen.
Kinder müssen Essen eben erst lernen und das geht nicht von heute auf morgen. Meine drei hatten alle diese Phase, wobei nur die Jungs ihr Essen auf den Boden geworfen haben, meine Tochter wollte einmal werfen, ich habe es mit einem NEIN kommentiert und dann war gut. Bei den Jungs hat es etwas länger gedauert, aber je weniger Aufmerksamkeit man diesem Verhalten schenkt desto eher hören die Kleinen damit auf. Zumindest ist das meine ERfahrung. Mitlerweile sitzen wir alle nur noch gemütlich am Tisch und genießen die Mahlzeiten.

Übrigens müssen meine Kinder nichts Essen was sie nicht mögen, warum auch, ich esse ja auch nichts was ich nicht mag. Mein Großer zum BEispiel, mag am Liebsten Mais und Paprika als Gemüsebeilage, warum um alles in der Welt sollte ich ihn zwingen Bohnen, Brokkoli, Blumenkohl oder ähnliches zu essen? Mitlerweile mag er auch Rotkohl und Sauerkraut, hat er früher nicht angerührt. Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit.
Bei uns gibt es was das Essen angeht auch keine Verbote, die Kinder dürfen Brötchen, Pommes, Chips, Pizza, Schokolade und CO essen wenn sie Hunger darauf haben. Weißt Du wie oft das vorkommt? Ganz selten!!!!!! Meine Kinder essen am liebsten dunkles Vollkornbrot mit Marmellade, Mais, Paprika, Gurken, Möhren, Salat, Reis, Kartoffeln, Bratwurst, Steaks und ähnliches.
Mein Großer zieht jederzeit eine Paprikaschote oder Möhre einer Schale mit Chips vor!!!!!
Klingt vielleicht unglaubwürdig, ist aber so!!!!!!!

Essen und Trinken soll doch Spaß machen und keine zwanghafte Angelegenheit sein!!!!!!!!

Einfach mal darüber nachdenken!!!!!

Ich persönlich finde es schrecklich wenn man einem Kind sagt, Du bekommst erst etwas von Deinem Lieblingsessen wenn Du von dem anderen etwas gegessen hast!!!!!!

lieben Gruß
Silke

Beitrag von magnoliagarden 15.12.09 - 13:27 Uhr

Hi,
Du kannst es aber mit einer etwas scheußlichen aber durchaus wirkungsvoller Methode probieren, die garstige Kleine;-) zum essen auf den Boden zu setzen und den Teller da hin zu stellen und das so lange, bis sie nicht mehr wie ein Tierchen unten sitzen will. Sie wird erstaunt sein! (So hoffe ich jedenfalls)
Ich hoffe, das ist Dir jetzt nicht zu böse gewesen.
Gruß