Nackenfaltenmessung? Habt Ihr das machen lassen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von valetta73 11.12.09 - 11:27 Uhr

Hallo Mädels,

wie handhabt Ihr das so mit der Nackenfaltenmessung? Ich hab mir nen Termin geben lassen. Wird bei mir in der 14. Woche gemacht. Jetzt hab ich aber ein bissl gegoogelt und vermutlich viel zu viel gelesen.

Aber was mich stutzig gemacht hat ist, dass trotz normaler Nackenfalte noch immer ca. 30% behinderte Kinder zur Welt kommen, genauso wie bei unnormaler Nackenfalte gesunde Kinder.

Wie soll man sich denn verhalten, wenn bei dem Ergebnis eine Abweichung der Norm auftaucht? Wie oft kommt das überhaupt vor?

Ich bin halt schon 36 und halte es daher eigentlich schon für sinnvoll.

Wie ist das bei Euch?

Und ach ja, im Internet steht, dass diese Messungen zw. der 11.und 13. Woche gemacht werden. Bei mir aber erst in der 14. Woche. Wie kann man da die Werte vergleichen? Wäre die Nackenfalte denn in der 14. Woche nicht automatisch schon grösser als in der 11. Woche?

Grüsse Valetta (heute 8+6)

Beitrag von baby.2010 11.12.09 - 11:31 Uhr

hi.ich habe die messung in meinen 6 SSen nicht machen lasse...da es eh' keinerlei konsequenzen bei schlechtem befund für mich hätte.
lg sandra

Beitrag von andrea0815 11.12.09 - 11:36 Uhr

hallo,

ich habe es nicht machen und zwar aus dem Grund weil eine bekannte erzählt hatte das bei ihrer Freundin gesagt wurde das die kleine das Down Syndrom hat. Sie hatte wohl noch überlegt das Kind abzutreiben hatte sich dann aber doch für das Kind entschieden aber sie war wohl die ganze ss nur am heulen und als das Baby auf die Welt kam war es kern gesund und solche Horrogeschichten habe ich schon oft gehört/gelesen. Ich wollte mich dann nicht für irgendetwas verrückt machen lassen wo vielleicht gar nix ist. In der 25. SSW habe ich die Feindiagnostik gemacht (4D US) ich fand das für sinnvoller da man sehen konnte ob alles zusammen gewachsen ist....

Lg
Andrea

Beitrag von inoola 11.12.09 - 11:37 Uhr

hi, wir sind durch ICSI ss geworden, uns uns wurde nahe gelegt, eine fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen, das sollten paare mit künstl. befruchtung und ältere mütter machen lassen.
uns ist aber ne fruchtwasseruntersuchung auf gut glück zu gefährlich. und wenn wir aber gar nix gemacht hätten, dann hätten wir da auch IMMER dran denken müssen. also haben wir die nackenfalten messung machen lassen, wäre da was auffällig gewesen, hätten wir zur genaueren abklärung die fruchtwasserpunktion gemacht.
aber bei uns war alles unauffällig. und das "restrisiko" ist und jetzt auch egal.
wir sind froh das wir es haben machen lassen. weil wir uns jetzt etwas sicherer fühlen.
hab sogar noch 3D bilder bekommen. sind in meiner VK.
bei mir wurde die messung 12+3 gemacht.
ruf doch nochmal bei deinem arzt an und frage wieso du den termin so spät hast.

lg Inoo

Beitrag von eisbluemchen1809 11.12.09 - 11:36 Uhr

Hi Valetta

wegen dem Termin würde ich nochmal beim FA anrufen und nachfragen 14 Woche erscheint mir auch was spät, hatte gleiche Info das es zwischen der 11-13 Woche gemessen werden muss.

Sagen wir mal so - es ist ja eigentlich nur ne Risikobewertung, also keine 100% Aussage, dazu müßte man dann schon eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen.
Ich selber hab auch die NFM machen lassen, da ich auch 35 bin und kein behindertes Kind haben möchte, (ja ich weiß es kann auch während und bei der Geburt was schief gehen) sagen wir mal so, man kann sich das Geld auch sparen, wenn man sagt es ist einem egal ob gesund oder nicht. Wir bekommen ja als "Risikoschwangere" noch den Organultraschall zwischen der 19-23 SSW von der KK bezahlt, da könnte man dann wohl auch sehen ob was nicht stimmt und sich darauf einstellen.
Uns wars wichtig, war gott sei Dank nix und wir hätten auch den Schritt zur FU gemacht wenn das Ergebnis der NFM schlecht gewesen wäre.

Grüße Bine + #babyboy(23SSW)

Beitrag von wizzy 11.12.09 - 11:41 Uhr

Sinnvoll ist relativ. Weder ich (34) noch meine Schwester (38) haben das machen lassen. Es sind doch alles nur Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Bei negativem Ergebnis macht man sich die ganze Schwangerschaft verrückt.
Meine Schwester war auch 36 Jahre alt als sie mit Zwillingen schwanger war. Die Frage, die Du Dir stellen mußt, würde das Ergebnis irgendetwas für dich ändern? Ich habe mir persönlich gesagt, dass es mich nur verunsichern würde und ich die Schwangerschaft über immer Angst hätte. Mein Mann sah das genauso. Wir haben auf die üblichen Vorsorgeuntersuchungen gebaut und haben eine tolle Schwangerschaft.
Aber es ist eben eine Einstellungssache, die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen, hat alles zwei Seiten. Besprech es mit deinem Mann und deinem FA und hör auf deinen Bauch! Im wahrsten Sinne des Wortes ;-)

Alles Liebe,
Yvonne

Beitrag von lebelauter 11.12.09 - 11:41 Uhr

Licht ins Dunkel:

#aha NFM wird zwischen 11+0 und 13+6 durchgeführt, also wenn das Kind zwischen 45 und 85 mm groß ist.

#aha NFM hat eine Falschpositivrate von 85 %:

85 % der Mütter, deren kind eine auffällige nackenfalte hatten, gebaren ein genetisch gesundes Kind

#aha NFM hat eine Falschnegativrate von 5 %:

5 % der Mütter mit einem unauffälligem ergebnis gebaren ein genetisch nicht gesundes Kind.

#aha die Werte der nackenfalte werden kombiniert mit der genauen SSW (vergleiche oben), dem Alter der Mutter, ob sie raucht oder nicht und mit der darstellbarkeit des nasenbeins (ist es darstellbar, mindert sich das Trisomie21-Risisko) und der Lnge des Oberschenkels (ist er verkürzt ist das Risiko von T21 erhöht).

Das alles wird in ein berechnungsprogramm eingegeben, dies spuckt dann einen wet aus.

zb 1:25 oder 1:6899.

Ab 1:300 oder besser spricht man von einem guten ergebnis. Das muss aber jeder selbst entscheiden.

#aha Es gibt 2 berechnungsprogramme, eins der FMF London und eins der FMF Deutschland. letzteres gilt als unzuverlässig und wissenschaftlich nicht stichhaltig.

Zudem müssen Ärzte, die nach FMF Deutschland arbeiten, sich nicht umfangreich weiterbilden, das ist bei FMF London anders.

Hoffe, ich konnte Dir helfen.

Was wäre denn, wenn Du ein ergebnis von zb 1: 79 bekommen würdest?

Würdest du dann eien Fruchtwasserpunktion vornehmen lassen, bei der du dein 8wahrscheinlich gsundes Kind) auch verlieren könntest?

Würdest Du abtreiben?
LG

Beitrag von eifelkind 11.12.09 - 11:51 Uhr

Hallo!

Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt bei einer Fruchtwasseruntersuchung liegt übrigens bei "nur" 0,5 %.

Liebe Grüsse
Astrid

Beitrag von lebelauter 11.12.09 - 11:53 Uhr

in einigen Perinatalzentren, ja.

Ich würde mir immer deren Statistik vorlegen lassen.

Beitrag von eifelkind 11.12.09 - 12:00 Uhr

Wie gesagt... es geht um die eigene Risikoabschätzung. Es ist im Grunde völlig egal wo man welche Zahlen her nimmt. Was Deine Zahlen betrifft - auch da habe ich andere Ergebnisse gefunden ;-).

Es ist wichtig, dass man hinter seiner Entscheidung steht. Wenn man ein behindertes Kind behalten würde, ist die Untersuchung höchstwahrscheinlich albern (es sei denn, man will vorbereitet sein).

Ich habe schon 2 Kinder und könnte mir nicht vorstellen ein behindertes Kind zu bekommen (ich habe einige Erfahrung auf dem Gebiet, hab lange in dem Bereich gearbeitet).

Es gibt also grundsätzlich kein Pro und kein Kontra... es geht da einfach nur um die eigene Entscheidung.

Beitrag von 2007.shady 11.12.09 - 13:28 Uhr

Hallo,

stimmt wohl in guten Praxen, aber das heißt im Umkehrschluss auch, dass fast 1 von 100 Frauen ihr Kind verliert.
Sicherlich eine höhere Wahrscheinlichkeit als das das Baby einen Chromosomendefekt hat.

Aber es stimmt, es ist eine ganz persönliche Entscheidung

Liebe Grüße

Beitrag von eifelkind 11.12.09 - 11:46 Uhr

Hallo Valetta!

Ich hab auch einen Termin in der 14. Woche - in einer Pränatal-Praxis in München und ich denke, die wissen was sie tun.

Tja man muss sich schon im Klaren sein, was man alles machen möchte, wenn man kein gutes Ergebnis bekommt. Wenn Du bereit bist die nächsten Schritte zu gehen, dann ist die Untersuchung in Ordnung.

Ich weiss, dass es eine Risikoabschätzung ist, die nicht so genau ist. Trotzdem möchte ich dieses Mal diese Untersuchung haben (ich habe schon 2 Kinder und habe sie vorher nicht machen lassen).

Und nicht so viel im Internet lesen ;-). Das macht nur unnötig nervös #liebdrueck .

Liebe Grüsse
Astrid

Beitrag von zwerg07 11.12.09 - 11:47 Uhr

Hallo,

dieser Beitrag hätte Monate vorher von mir stammen können.

Ich hab mich für die Nackenfaltenmessung entschieden, wollt einfach einen kleinen Funken Sicherheit. Ich hatte vor dieser Untersuchung sehr viel Angst und hab mir natürlich auch überlegt was ich bei einem schlechten Ergebnis tun werde. Hab diesen Gedanken dann aber bei Seite geschoben und mir vorgenommen erst dann zu entscheiden, wenn wirklich ein schlechtes Ergebnis heraus kommt.

Bei mir wurde die Nackenfaltenmessung auch in der 14. SSW gemacht, lt. meines Frauenarztes der beste Zeitpunkt. Da ich aber schon Ende 14. SSW war, war es hart an der Grenze. Hab die Nackenfaltenmessung in Verbindung mit dem Bluttest machen lassen. Beim Ultraschall, der Nackenfalte und beim Bluttest kamen nur super Ergebnisse raus und ich war eigentlich beruhigt und verschwende bis Heute keinen Gedanken an ein krankes Kind. Ausschließen kannst du eine Behinderung eh nie, kann z. B. bei der Geburt noch passieren.

Wir haben so lange auf unser Baby gewartet und da wär ich nur bei absolut schlechten Ergebnissen zu einer Fruchtwasserspiegelung bereit gewesen.

Zur Sicherheit hatte ich bis jetzt noch 3 x Feindiagnostik und unser Söhnchen entwickelt sich super.

GLG
Ramona

Beitrag von eifelkind 11.12.09 - 11:56 Uhr

Hallo Ramona!

Ich kann Dich wirklich gut verstehen. Ich habe schon 2 gesunde Kinder und irgendwelche vorgeburtliche Diagnostik war für mich nie ein Thema.

Jetzt sehe ich das komplett anders. Das 3. Kind ist erhofft und erwünscht und es soll definitiv das letzte sein. Ich bin fast 35 Jahre alt und ich kann mir einfach nicht vorstellen, ein behindertes Kind zu bekommen. Für mich hat das auch etwas damit zu tun, dass ich meine Söhne nicht um ihre unbeschwerte Kindheit bringen will. Das mag vielleicht krass klingen... aber ich habe lange im familienunterstützenden Dienst mit mehrfach schwerbehinderten Kindern gearbeitet und ich habe gesehen, wie es in den Familien aussieht.

Auch ich würde eine Fruchtwasseruntersuchung machen, wenn das Ergebnis der Nackenfaltenmessung und des Triple Tests schlecht wären.

Ich wünsch Dir alles Gute!
Astrid

Beitrag von valetta73 11.12.09 - 12:00 Uhr

Vielen lieben Dank für Eure Meinungen.

Also im Grunde möchte ich die Nackenfaltenmessung machen, UM zu hören, DASS alles ok ist. Damit ich ein bisschen beruhigter sein kann. Wir sind erst nach 3 Jahren und der 5. ICSI schwanger geworden. Genau deshalb brauche ich etwas Sicherheit.

Das Problem ist natürlich, wenn bei der Nackenfaltenmessung ein beschissener Wert rauskommt, was dann? Wenn man mir definitiv sagen könnte, dass das Kind schwerstbehindert ist, würde ich es abtreiben. Auch wenn das für mich heisst, dass ich keine Kinder haben werde. Aber mit so einem Fall könnte ich vermutlich nicht umgehen.

Ich glaube über diese negativen Dinge möchte ich mir erst richtig Gedanken machen, wenn ich es muss.

Und ansonsten gibt mir diese Messung ein klein wenig Sicherheit. Ich hab den Termin bei 13+3 und man sagte mir, dort würde diese Messung immer in der 14. Woche gemacht.

Hab mich da eigentlich total blauäugig angemeldet, weil ich dachte, das macht man halt über 35 ;-)

Beitrag von eifelkind 11.12.09 - 12:01 Uhr

Wird nur die Messung gemacht oder die Kombination mit dem Bluttest?

Beitrag von valetta73 11.12.09 - 13:12 Uhr

Keine Ahung. Hab nur nen Termin zur Nackenfaltenmessung ausgemacht. Was das alles behinhaltet ... keine Ahnung.

Wird schon alles gut gehen.

Nach so langer Zeit wird uns doch wohl ein blödes Ergebnis erspart bleiben...