Mietvertrag - ist das so rechtens?!

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von tine258 11.12.09 - 12:13 Uhr

Hallo,

unser gemietetes Haus wird über eine Genossenschaft verwaltet - diese ist weder zuverlässig noch schnell.

Mein Mann ist vor mir eingezogen (damals noch mit seiner ehemaligen LG) und hat den Vertrag allein unterschrieben, leider auch ein Zusatzblatt, in dem quasi steht, daß der Mieter ALLE "Bagatellschäden" selbst richten muß - Wasserhähne, Perlatoren, WC-Sitze/Schüssel, Thermostate, Heizung, wirklich ALLES ist aufgeführt, was sich im Haus befindet.
NUn telefonier ich seit einem halben Jahr den Leutchen hinterher, ein Dachfenster ist undicht, Dichtung auch kaputt nun, wurde ausgetauscht von uns, aber das Fenster ist anderweitig undicht, und seit heute morgen regnet es rein.

Na ja, dem Sachbearbeiter war es wie immer weder wichtig noch eilig, er schwafelte was von er schreibt mal den Eigentümer wieder an (per Post - also der schnellste Weg....) und ob ich denn sicher sei, daß es sich nicht um Kondenswasser handelt...

Aber egal,
meine Frage eigentlich:

Ist denn dieser Zusatz rechtswirksam?
Klar, mein Mann hat damals den Wisch unterschrieben (wir kannten uns damals nicht, ist fast 14 Jahre her - ICH hätte das nie und nimmer unterschrieben).
Und nun?
Wir haben schon Wasserhähne und Perlatoren und Thermostate ausgetauscht ohne das abzurechnen, und wir zahlen püntklich alle Kosten und sind nie negativ aufgefallen. Aber mir liegt diese Vereinbarung im Magen...

Kann mir wer helfen?
Sonst kontaktier ich am Montag mal einen Anwalt, zur Beratung.

Danke & Grüße
(etwas lang, aber ich bin gerade in Sorge...)
Tine

Beitrag von dinchen1285 11.12.09 - 12:24 Uhr

Gemäß den mietvertraglichen Vereinbarungen sind Sie verpflichtet, die Kosten hierfür bis zu einem Rechnungsbetrag von 80,00 € im Einzelfall und jährlich bis zu einem Höchstbetrag von einer Monatsgrundmiete zu tragen.

so ist eigentlich auch gesetzlich vereinbart. Aber die urteile vom bgh kippen eigentlich das ganze.

Beitrag von bezzi 11.12.09 - 13:04 Uhr

Reparaturen sind grundsätzlich Vermietersache.

Da mit der Vermieter nicht wegen jeder durchgebrannten Birne einen Handwerker beauftragen muss, hat sich diese Kleinreparaturklausel in den Mietverträgen durchgesetzt.

Ein defektes Fenster (wenn es nicht nur die Dichtung ist, gehört sicher nicht mehr zu den Kleinreparaturen.

Beitrag von werner1 11.12.09 - 13:49 Uhr

Hallo,

damals noch mit seiner ehemaligen LG und hat den Vertrag allein unterschrieben

bist du dir da ganz sicher ?
sonst kann das aber schiefgehen .

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von bezzi 11.12.09 - 14:25 Uhr

Wie meinst Du das ? Was soll schiefgehen und warum ?

Es ist doch in dem Fall gut, wenn nur einer unterschrieben hat.

Beitrag von werner1 11.12.09 - 16:34 Uhr

Wenn die ehemalige LG vor 14 Jahren unterschrieben hat, ist sie immer noch Mieterin.

Beitrag von tine258 11.12.09 - 17:28 Uhr

Hallo,

also die ehemalige LG hat eine Art Aufhebungsvertrag mit der Baugenossenschaft vereinbart und ist aus dem Mietvertrag seit 13,5 Jahren draussen, das ist kein Problem, mein Mann ist der alleinige Mieter, und bei meinem Einzug vor kanpp 10 Jahren wurde das schriftlich dazugenommen, daß ich nun da auch wohne - unterschreiben mußte ich nix.

MIr ging es eher darum, ob die BG denn überhaupt bestimmen darf, daß wir alles mögliche übernehmen müssen. Klar, kleine Sachen/Verschleiß, kein Thema, das wäre ja viel zu kompliziert, also Rolladengurt, Perlator, Thermostat, alles schon gewechselt, selbst und unkompliziert. Mir ging es jetzt eben um das undichte Dachfenster, ich mußte einen Eimer drunterstellen und das Holz wisch ich ständig trocken.

Danke Euch allen!
GRüße
Tine

Beitrag von werner1 11.12.09 - 18:17 Uhr

der Austausch von Dachfenstern ist Vermietersache,
Reparaturkosten wären auch sicher höher als in der Kleinreparaturklausel.

http://www.mieterverein-hamburg.de/mieterverein-merkblaetter/merk10_merkblatt-wohnungsmaengel.htm