Genervt vom Tages-Kind...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von orcababy 11.12.09 - 15:23 Uhr

Hallo zusammen

Leider bin ich als Tagesmutter eben auch nur "Mensch" und heute möchte ich hier einfach nur mal kurz meinen Ärger loswerden - in der Hoffnung, dass ich den Rest des Tages besser durchstehe...
Habe mich im Sommer als Tagesmutter gemeldet und hüte nun seither 2 Kinder - 2 Tage pro Woche, immer Donnerstags und Freitags.
Der Junge ist 4,5 und das Mädchen bald 2,5. Ich selbst habe 2 Jungs im Alter von 6 und 2,5.
Das Mädchen ist süss und ich habe mit ihr kaum nennenswerte Probleme.
Aber der Junge - tia, da laufe ich oft auf dem Limit....
Habe im Nov/Dez einen Basiskurs für Eltern gemacht und im Januar folgt der Aufbaukurs - und ich hoffe, dass ich danach mit gewissen Situationen besser umgehen kann.
Was mich öfters "auf die Palme" bringt, ist, dass der Junge so wenig kann und Anweisungen kaum befolgt.
Immer wieder fällt mir auf, dass der Junge kaum Fortschritte macht in seiner Entwicklung.
Jetzt waren die beiden Kinder 2 Wochen lang nicht bei uns, weil die ganze Familie einer ziemlich schweren Grippe erlag - und wir haben uns wirklich sehr darauf gefreut, dass sie endlich wieder kommen. Doch heute hat mein grosser Sohn gesagt: Eigentlich macht es gar keinen Spass, dass sie da sind - er macht uns ja bloss wütend...
...ich bitte ihn zu Tisch...und erst, wenn ich etwas schärfer ausspreche, dass er nun der Anweisung unverzüglich Folge zu leisten habe, kommt er endlich zu Tisch....beim Essen wird immer gemotzt - er ist heikel und isst nur, was ihm passt - gesundes lehnt er kategorisch ab...
Er räumt alle Spielsachen aus - und ist ein Held darin, diese im ganzen Haus zu verteilen - aber aufräumen - das will er nicht - er spielt einfach weiter - tut - als ob er gar nichts hört - nicht da ist, nicht er angesprochen wurde - spielt und spielt und spielt - Regeln - ne so was find ich ganz mühsam, Hose selbst zuknöpfen - kann ich nicht, Jacke richtig anziehen und schliessen kann ich auch nicht - eben so ziemlich alles, was eben nicht "spielen" ist - kann er einfach nicht....und gespielt wird ausschliesslich mit Autos, Lego und Eisenbahn - mehr geht nicht, kann er nicht.... kein vernünftiges Spiel, kein Puzzle, Malen kann er auch nicht, Basteln ist eh was ganz blödes, Knete - was sol man denn damit? usw. usw.
Mit der Mutter halte ich monatlich eine Sitzung - in der wir ungestört Meinungen, Sorgen und Probleme besprechen können....
aber im Moment scheint es mir, als würden all meine Anregungen nicht wirklich greifen - obwohl die Mutter weiss, dass klare Defizite bei ihrem Sohn vorhanden sind und sie beteuert, dass sie daran arbeitet...
Aber gerade jetzt, da werd ich einfach das Gefühl nicht los, dass die Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit eben doch Oberhand gewinnt....

So, jetzt geht es mir etwas besser....
Danke fürs Lesen.

orcababy :-(

Beitrag von mamavonyannick 11.12.09 - 15:53 Uhr

Hallo,

wenn du wegen solchen Nichtigkeiten eines 4,5 jährigen!!! KINDES!!! genervt bis, dann lass es und such dir was anderes.

keine Grüße, m.

Beitrag von arienne41 11.12.09 - 16:16 Uhr

Hallo

Naja die Aufgabe der TG ist es sich um die Kinder zu kümmern.

Und dann passiert sowas nicht: Er räumt alle Spielsachen aus - und ist ein Held darin, diese im ganzen Haus zu verteilen.

Mein Sohn kannst du mit puzzeln jagen.


Rat an die Eltern des Kindes:
Eine kompetente Tagesmutter zu suchen

LG

Beitrag von nessi104 11.12.09 - 16:21 Uhr

hallo!
also ich kann nicht ganz verstehen wo genau das problem liegt....

so sind 4 jährige nunmal!
er spielt den ganzen tag???na das ist doch fantastisch!er mag autos eisenbahn und lego?find ich klasse!

stell dir vor,mein sohn mag nur lego!ist er unnormal?wohl kaum...
nicht jedes kind malt und bastelt gern.mein sohn hat in seinen inzwischen 8 j. nie ein puzzel gemacht,weil er es hasst.na und kein problem.

und wenn er in dem alter noch ein bisschen hilfe braucht,beim jacke schließen usw. find ich das nicht unnormal.

wegen dem aufräumen-hilfst du mit?ein 4j. altes kind,ist oft überfordert mit aufräumen,vorallem,wenn niemand mithilft.

mein eindruck ist eher,du magst den jungen nicht.und das du der mutter immer wieder sagst wie zurückgeblieben ihr kind doch ist,finde ich sehr frech und anmaßend.sind deine kinder perfect?hackt jemanden auf den schwächen deiner kinder herum?

lg

Beitrag von teufelchen67 11.12.09 - 16:22 Uhr

hopla...müssen deine kinder stramm stehen??
das ist doch alles ganz normal in dem alter, sie testen die Grenzen aus.
wieso machst du als Tagesmutter wenn du in solchen situationen schon die nerven verlierst?
das arme kind sage ich nur.

Teufelchen

Beitrag von mutterschaf 11.12.09 - 16:29 Uhr

Puh, zum Glück haben meine Kinder keine Tagesmutter. Schrecklich, wenn sie an so eine Person wie Dich geraten würden.
Und für sowas zahlen manche Eltern Geld. #contra
Du hast echt den falschen Beruf. Sattel lieber um auf Hundetrainerin.
LG,
Sandra

Beitrag von tanjamami2006 11.12.09 - 16:50 Uhr

Hallo
also ich möchte dich mal nicht so verurteilen denn ich erlebe z.zt mit meiner tochter bald 3,5 das gleiche, sie ist zwar sehr selbstständig aber auch unglaublich stur und irgendwie schaltet sie dauernd auf durchzug.

jedoch musst du damit tatsächlich lernen klar zu kommen und ruhig zu bleiben.


wenn es vllt auf dauer nicht klappt dann gib ihn halt wieder ab, die symühatie muss schon stimmen
und die mutter soll ja auch zufrieden sein.

manche kinder sind halt auch anstrengender als andere das ist so.


gruss tanja

ich finde es auch nicht gut was die anderen schreiberinnen da so geschrieben haben
schließlich ist das ja auch kein einfacher job.

Beitrag von sterni2005 11.12.09 - 16:54 Uhr

Aber ich weiß doch vorher,dass es einfach unterschiedliche Kinder mit völlig unterschiedlichen Charakteren gibt.
Und wenn ich den Nerven nicht gewachsen bin,dann betreue ich keine Kinder...

Vielleicht hätte sie auch erst eine Qualifikation machen sollen und dann ihre "Dienste" anbieten sollen.

Lg

Beitrag von braut2 11.12.09 - 17:12 Uhr

Tja aber manchmal überschätzt man sich vielleicht und denkt, das sei kein Probelm für einen. Und dann ist es doch so ....
Ich selbst hab 2 Mädchen und könnte NIEEE Tagesmutter sein, weil ich manche Kinder einfach net betreuen könnte/wollte. Weil ich immer vergleiche ..... und das ist nicht gut ;-)

Es gibt halt einfach Kinder, die kann man nicht ab. Aber dann muss man im Kiga oder als TaMu so professionell sein, das man darüber steht.....

Beitrag von s3f 11.12.09 - 16:56 Uhr

"schließlich ist das ja auch kein einfacher job."

Behauptet auch keiner aber wenn man in so einem Job arbeitet MUSS man 100% kompetent sein.
Würdest du dein Kind zu einer Tagesmutti schicken, die mit solchen Nichtigkeiten nicht zurecht kommt bei geradeeinmal 2!!!! Betreuungstagen?
Ich sicherlich nicht!

LG Steffi

Beitrag von tanjamami2006 12.12.09 - 23:27 Uhr

ja aber trotzdem kann und darf es auch einmal vorkommen das man trotz aller profesionalität mal nicht klappt mit einem kind, das ist menschlich und muss geklärt werden. da hat es die tm noch besser wie eine erzieherin.


ich würde mein kind zu keiner tagesmutter schicken, schon allleine das wort, finde ich wie eine ersatzmutter.
aber ich habe auch familie und bin z.zt nicht berufstätig
meine meinung.


t.

Beitrag von sterni2005 11.12.09 - 16:51 Uhr

Hallo,
guter Rat:Sag der Mama von den Kids,dass sie sich eine andere Tagesmami suchen soll.

Das was du hier erzählst,sind keine DEFIZITE vom Jungen #augen

Sondern für mich Nichtigkeiten und teilweise "normales" Verhalten eines 4-Jährigen.

Du könntest in einigen Punkten von meinem Sohn sprechen.Mit dem angeblichen Nicht-Können.Er kann es,stellt sich nur oft auf stur ;-)
Und mein Sohn hat mit Sicherheit keine Defizite.

Lass´den Job sein und such dir etwas anderes.

Beitrag von s3f 11.12.09 - 16:52 Uhr

Hallo,

es kommt eher so rüber als könntest du den Jungen nicht leiden, weil er nicht auf zupfeifen sofort pariert..........
echt traurig :-(
Kleine Kinder sind nunmal so!!!
Wie bist du denn Tagesmutter geworden? und Warum? Wegen des Geldes? Oder weil du Kinder magst?
Ich finde vor allem das 2 Tage die Woche doch echt kein Ding sind, wie beschäftigst du dich denn mit den Kindern? Was wäre denn ein vernünftiges Spiel? Find deine Aussagen sehr komisch.

Der Mutter würde ich ans Herz legen ihren Sohn lieber in einen Kiga zu schicken, denn du bist anscheinend nicht wirklich kompetent...#kratz
Monatlich von einer Person, die anscheinend pädagogisch nicht besonders bewandert ist, gesagt zu bekommen mein Sohn wäre zurückgeblieben#schock unglaublich


Steffi

Beitrag von claudia130879 11.12.09 - 16:57 Uhr

Hallo!

Darf ich dich mal fragen, was du vorher gemacht hast, bevor du "dich als Tagesmutter gemeldet" hast?
Ich meine: was hast du gelernt?

Also irgendwie kann ich den anderen fast nur zustimmen.
Alles was du schreibst, finde ich für einen 4.5 jährigen jetzt nicht soooo schlimm... #kratz
Ich bin selber Erzieherin und habe auch einige Zeit im Kiga gearbeitet, bevor ich selber meine Zwillis bekommen hab.
Ich weiß genau, dass es Tage gibt, an denen einem alles bissle zu viel wird und an denen man auch (sorry ;-)) so manches Kind mal zur Tapete machen könnte. ;-) (was man natürlich nicht macht ;-))
Will nur sagen, dass ich es verstehen kann, wenn man genervt ist.

ABER: ich kenne das von ganzen Gruppen, die man teils wochenlang (wenn die andere krank ist etc) alleine führen muß... aber du hast die 2 Tageskinder grad mal 2 Tage in der Woche.
Ich will mir nicht anmaßen, dich einzuschätzen, aber meinste nicht vielleicht, dass das nicht so ganz das richtige ist, wenn dich das schon so auf die Palme bringt?
Ich mein, was hast du dir denn vorgestellt? Dass da nur "brave" oder gar "völlig gehorsame" "superschlaue" Kinder daherkommen, die dir aufs Wort "parieren" und dann auch nur das machen, was du grad meinst?

Sei doch froh, wenn der Junge so gerne spielt...

Es könnte gaaaaanz anders sein! #aha

Lg, Claudi

Beitrag von braut2 11.12.09 - 17:06 Uhr

Also,
als ich meine Tochter in den kiga gebracht habe, bin ich 2 Wochen lang dageblieben....und hab dann auch in der Umkleide geholfen, sie und ide anderen Kids mit anzuziehen.
Ich war erschrocken darüber, wieviel Kinder (ich rede hier nicht von 2 oder 3 jährigen, sondern teilweise schon Vorschulkinder) sich nicht anziehen WOLLTEN ......... nicht weil sie es nicht können (gut, vielleicht können es einige auch nicht), sondern sie wollen nicht. Und die Erzieherinnen -und da auch ich- haben uns einen abgeschwitzt um die Kids fertig zu machen #schwitz
Naja, die Kids wissen es eben auch das sie dann angezogen werden. Und nutzen das ;-)

Bei mir hört sich das an, als hättest du keine Sympathien für den Jungen und das merkt er auch. So verhält er sich auch.
Ich kenn das selbst. Heute ist das Verhältnis besser, aber vor einiger Zeit noch konnte ich den Sohn eines Freundes überhaupt nicht ausstehen #schwitz Ich fand das selbst schlimm, aber es war halt so. Und das hat er gemerkt und war mir gegenüber immer stur und ablehnend, was meine Haltung nur verstärkte #augen
Mittlerweile kann ich ihn knuddeln. Irgendwie haben wir es geschafft aufeinander zuzugehen.

Beitrag von froeschleinchen 11.12.09 - 17:22 Uhr

Beruf verfehlt! Such dir lieber einen anderen Job, vielleicht bei der Bunderwehr! Das solltest du tun, bevor du mal richtig die Nerven verlierst und du dich vergißt #zitter ! Du betreust das Kerlchen nur 2Tage pro Woche!#schock

Gruß froeschleinchen

Beitrag von thyme 11.12.09 - 18:18 Uhr

ähm, da muss meiner wohl zur Therapie. Er spielt nämlich auch den ganzen Tag...Lego. Wenn er nicht gerade ein Drache oder ein Ritter ist. Hören tut er derzeit auch eher schlecht, logische Kosequenz hin oder her. Und basteln interessiert ihn nicht die Bohne. Höchstens mal fünf Minuten kneten.
Abends räumen wir dann gemeinsam auf, das ist meinstens eine zimlich rasche und lustige Angelegenheit.
Für mich klingt es so, als würdest du dir deine Probleme zu einem grossen Teil selber machen.

LG thyme

Beitrag von curlysue2 11.12.09 - 19:15 Uhr

Hi!

So, nachdem Du nun das Feedback von eltern gehört hast nun mal von Tagesmutter zu Tagesmutter:

Ich kann es verstehen, wenn man auch MAL genervt ist, auch Tagesmütter sind nur Menschen und haben mal schlechte Tage. Professionell ist man dann, wenn man das allerdings die Kinder möglichst nicht spüren lässt. So wie Du das beschreibst hat sich bei Euch die Situation allerdings eingefahren. Du hast nur noch dne Blick auf die Defizite und das ist ist nicht wirklich gut. Vor allem merkt es das Kind und wird Dir da nicht entgegenkommen, ím Gegenteil.
Kinder sind sehr unterschiedlich und es ist auch legitim, dass es Kinder gibt, die Du als Betreuungsperson nicht wirklich leiden kannst. Dann ist es aber auch ein Zeichen von Professionalität, den eltern anzuraten sich eine andere Betreuungsperson zu suchen. Hast Du denn eine Eingewöhnungsphase mit dem Jungen gehabt? Ist Dir da nicht shcon aufgefallen, dass er nicht ganz in Dein Konzept passt? Im Gegensatz zu Einrichtungen hast Du als Tagesmutter das Glück Dich entscheiden zu können, ob ein Kind in Deinen Haushalt passt oder nicht und die Betreuung abzulehnen und dazu ist auch eine Eingewöhnungsphase gut um das anzutesten ob es klappt (klar erkennt man es nicht imemr in dieser Zeit, aber es hilft ganz oft). Bei Euch scheint auch die Chemie nicht zu stimmen.

Das was Du schreibst finde ich jetzt für einen 4 1/2 Jährigen nicht sehr ungewöhnlich. Und es ist auch nicht jeder Kinds Sache zu puzzeln, malen oder basteln. Noch nicht einmal jeder Erwachsene hat dazu Lust und auch Talent. Ich dneke mal dass Du es nur gut meinst und das Gefühl hast alles mögliche bei der Betreuung an Förderung bieten zu müssen. Aber zwischen Fördern und überfordern ist manchmal nur ein schmaler Steg. Und unter Zwang oder immer auf Drängen hin wirst Du keine Freude an den von Dir genannten Aktivitäten bei dem Jungen wecken, sondern eher das Gegenteil erreichen.
Auch ist es DEINE Aufgabe die Regeln bei Euch durchzusetzen. WEnn der Junge bei Dir auf Regeln pfeift und Du sie nicht durchsetzen kannst, kann die Mutter zuhause auch nicht viel machen. Im Kindergarten sit es auch so, wenn mein sohn da etwas anstellt, kann ich mit ihm reden, ihm sagen und erklären, dass es nicht in Ordnung ist, doch wenn die Erzieherin es nicht schafft schon vor Ort mit ihm die Situation zu klären, dann nützt auch mein Reden hinterher nicht viel und auch keine Strafen, da sie dann nicht im direkten Zusammenhang stehen.

Bei Euch muss sich in naher Zukunft etwas ändern und nicht wenn Du erst im Aufbaukurs bist. Rede doch mal mit Eurer Kursleiterin oder trag Deinen Fall im Unterricht vor. Bei uns im Kurs können auch aktuelle Probleme besprochen werden (ich bin zwar schon im Aufbaukurs, aber auch im Grundkurs war es so). Oder Du meldest Dich bei laufstall.de an. da gibt es auch ein Forum wo Du Dich mit anderen Tagespflegepersonen austauschen kannst. Wenn Du bei wkw bist, dort gibt es auch eine gr. Gruppe mit Tagesmüttern, die Dir Rat geben können.

Sollte sich bei Euch jedoch nicht schon in der nächsten Zeit die Situation etwas bessern oder beruhigen, würde ich Dir aber raten, das Betrteuungsverhältnis zu beenden. Für das Kind und auch für Dich das Beste, aus meiner Sicht. Schon allein, weil sich das Negative inzwischen sogar auf Deine Familie auswirkt.

Aber vielleicht meldet sich hier ja auch noch eine andere Tagesmutter, die bereits mehr Erfahrung hat als ich.

Ich wünsche Dir, dass Du eine Lösung findest, die für alle Seiten ok ist.


LG

curlysue

Beitrag von orcababy 14.12.09 - 00:15 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort. Du warst eine der wenigen, die etwas Verständnis gezeigt haben.

Eigentlich wollte ich nur ein bisschen meinen Frust abbauen, um mich selbst wieder etwas zu motivieren. Denn: Ich betreue dieses Kind nun schon ein halbes Jahr und durfte feststellen, dass ich bei ihm schon einiges bewegen konnte. Jacke anziehen - hat er bei mir gelernt - Helm anziehen bevor er mit dem Laufrad losfährt - ebenfalls bei mir gelernt - Strassen sicher überqueren - ebenfalls bei mir gelernt etc. etc.
Das mit der Unordnung: Wir haben zu viert (das heisst: ich, mein grosser, mein kleiner Sohn, die Kleine) haben über eine Stunde lang aufgeräumt an diesem Abend.....und eines weiss ich mit Bestimmtheit: so lange hatten wir noch nie....
....und vielleicht habe ich auch nicht richtig "rüberbringen" können, dass der Frust dadurch entstanden ist, weil ich ein halbes Jahr daran gearbeitet habe, dass alles ein wenig besser läuft - und zwei Wochen Abwesenheit solche "Rückschritte" mit sich bringen...
Entschuldige - aber die Mutter selbst gibt offen zu, dass sie sehr oft ziemlich überfordert sei mit der Erziehung der Kinder, dass sie ihr alles abverlangen und sie oft schon mittags total KO sei...und deshalb gehe sie lieber arbeiten....
Und: ich bin in einem Tagesmutter-Verein - und habe schon öfters die Supervisorin kontaktiert um mir Hilfe zu holen. Weiter ist es auch so, dass die Kinder in der ortsansässigen Krippe nicht mehr bleiben konnten, weil vor allem der Junge "bessere Betreuung benötige" und die Supervisorin weiss ebenfalls, dass der Junge nicht einfach ist - aber all das habe ich eben nicht geschrieben...und das war wahrscheinlich wirklich falsch und ich habe eben auch nicht gerade "krasses" geschrieben. Tatsache ist aber, dass der Junge seit Sommer in den Kindergarten geht und bei uns in der Schweiz werden im Kindergarten doch bereits einige Anforderungen an die Kinder gestellt - sei es, in 2-er-Reihe eine Wegstrecke mit Führung gehen zu können, ohne einfach aus der Gruppe davon zu springen, sei es, malen zu können, sei es basteln zu können und auch Arbeiten fertig stellen zu können, der Lehrerin zuhören zu können, Anweisungen zu folgen etc. Bei uns betreuen die Kindergarten-Lehrerinnen ca. 23-24 Kinder und da fehlt die Zeit einfach für eine Spezialbetreuung...Ausserdem ist es so, dass der Junge nun extra eine "Früherziehung", wöchentlich 2 Std. erhalten hat...
Letztendlich glaube ich nicht, dass ich eine "schlechte" Tagesmutter bin...oder etwa doch ?#kratz

Lg
orcababy

Beitrag von juniorette 11.12.09 - 19:18 Uhr

Hallo,

ohne mir die Meinungen der anderen durchgelesen zu haben, aber:
DAS kommt dabei raus, wenn jemand ohne Ausbildung meint, den Job einer Kindergartenerzieherin machen zu können.

DU kannst doch gar nicht beurteilen, was für einen 4,5Jährigen "normal" ist - oder meinst du, dein "Basiskurs für Eltern" (wie lächerlich ist das denn #rofl) qualifiziert dich für irgendeine kompetente Beurteilung?

Okay, du bist von dem Jungen genervt - wäre ich auch.

Und genau deswegen würde ich nie fremde Kinder betreuen - weder gratis noch für Geld (und dass du Geld für deine inkompetente Betreuung nimmst, ist schon unverschämt).

J.

Beitrag von juniorette 11.12.09 - 19:23 Uhr

Nachtrag:
mein Sohn hatte auch Phasen, in denen er NUR Lego und Auto gespielt hat und NICHT gebastelt oder gemalt hat - na und? Mal so, mal so.

Ich finde deine Einschätzung des Jungens, in Anbetracht der Tatsache, dass du dich "Tagesmutter" nennst, einfach nur furchtbar.

Beitrag von lisanne 11.12.09 - 19:41 Uhr

Ich könnte mir vorstellen einem 4,5 jaehringe Kind ist es bei der Tagesmutter totlangweilig (ist nicht persönlich gegen dich sonder allgemein.) weil er dort einfach unterfordert ist und dann ein bisschen auf den Putz haut aus Langeweile.
Warum geht er in dem Alter denn nicht in den Kindergarten?


Ich finde aber ebenfalls, auch wenn er anstrengend ist, das dich sowas nicht nerven darf, dann hast du halt den falschen Job.

LG Lisanne

Beitrag von mysterya 11.12.09 - 19:42 Uhr

Ich schließe mich den anderen an. Du magst ne gute Mutter sein, aber ne gute Tagesmutter bist du defintiv nicht. Es ist nicht deine Aufgabe Kinder in gut, lieb, gehorchend und nervig, zurück geblieben und ungehorsam zu unterteilen, sondern jedes Kind so anzunehmen, zu fördern und in seiner Entwicklung so zu unterstützen, dass es sich bestmöglich auf seinem Niveau und seinem Tempo entwickelt. Dafür benötigt man viel Geduld, Liebe, eine Vertrauensbasis zwischen Betreuerin und Kind, Zeit, Anreize und Verständnis.

Genervt von einem Kind sein, ist ein NO GO! Damit lehnst du das Kind klar ab! Es kann sich nicht so gut entwickeln, denn DU glaubst nicht daran! Und DU willst es eigentlich gar nicht bei dir haben und das spürt das Kind. Jedes Kind! Und jemand der professionell ein Kind betreut, muss jedem Kind vermitteln können, dass es so angenommen und gemocht wird, wie es ist, auch wenn es vielleicht Defizite hat.

Da kommen wir zum 2. Thema: Du sagst immer wieder, dass der Junge nichts kann. Und dass Du wütend wirst, wenn er etwas nicht kann. Das ist in hohem Maße eine gewaltige Belastung für die kindliche Psyche, denn das Kind merkt, dass Du davon ausgehst, dass es nichts kann und es passt sich dieser Rolle an, weil es die einzigste Möglichkeit ist deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Du redest sehr kalt und herzlos über dieses Kind und der Junge tut mir furchtbar Leid. Selbst wenn er das alles wirklich nicht kann und mag, ist es DEINE Aufgabe ihm dabei zu helfen und ihm beizubringen wie etwas geht.

Kinder betreuen, heißt nicht: Befehl und Gehorsam, sondern dem Kind zu helfen alles was es bis zur Schule selber können sollte, selbst zu schaffen. Das funktioniert nicht bloß durch Anweisungen.

Und gerade wenn der junge länger baucht zum lernen, kannst Du das Kind auf Grund dessen nicht ablehnen und diskriminieren. Wir leben nicht mehr im 3. Reich, wo in der Entwicklung zurück liegende Kinder mal eben entsorgt werden. DU solltest das Kind fördern und unterstützen in seinem Rahmen, egal wie weit es ist oder kommen wird.

Nun zu einigen konkreten Sachen:

...ich bitte ihn zu Tisch...und erst, wenn ich etwas schärfer ausspreche, dass er nun der Anweisung unverzüglich Folge zu leisten habe, kommt er endlich zu Tisch

Bei bitten kannst Du lange warten. Sag den Kindern: Es gibt jetzt Mittagessen. ALLE setzen sich auf ihren Platz! es ist normal, dass Du ihn vielleicht nochmal daran erinnern musst, dass er sich auf seinen Platz setzen wollte/sollte. Aber das is kein grund wütend zu werden. Es ist normal. Du musst nur ruhig und bestimmt bleiben.

beim Essen wird immer gemotzt - er ist heikel und isst nur, was ihm passt - gesundes lehnt er kategorisch ab...

Nicht dein Problem! du kochst und servierst das Essen. Jedes Kind isst, so viel es Hunger hat und das was es essen mag. Du fragst maximal, ob jemand Nachschlag möchte. Gibt es nur gesundes und er mag das nicht, ist es sein Problem, nicht deins. Kinder lernen das mitzuessen was es gibt, wenn man keine Mätzchen macht. Und wenn er dann das Gesunde nicht essen will, lässt er es halt bleiben. Man zwingt Kinder ohnehin nicht mehr zum aufessen. Gott sei Dank! Auch hier brauchst du dich nicht aufregen oder meckern, du kannst ihn höchstens fragen, ob er wirklich nichts mehr essen möchte.

Er räumt alle Spielsachen aus - und ist ein Held darin, diese im ganzen Haus zu verteilen

Ganz normal. Wenn er danach nicht aufräumen will, musst Du dich durchsetzen. Alle Kinder helfen mit beim aufräumen auch er. wenn er nicht mithilft, dann darf er das nächste was ihr machen wollt, erst mitmachen, bis er mitgeholfen hat. lass ihm einfach etwas von dem was rumliegt übrig und bitte ihn es wegzuräumen. Wollt ihr raus gehen und er kümmert sich nicht drum, tut so als wenn ihr trotzdem los geht. Er wird dann bestimmt schnell aufräumen und sich anziehen, weil er mit will.


Hose selbst zuknöpfen - kann ich nicht, Jacke richtig anziehen

Sag ihm, dass er doch schon groß ist und es alleine versuchen muss. Ermunter ihn es zu versuchen. sag ihm Du hilfst ihm, wenn er es versucht und etwas nicht klappt. Wenn er dann etwas nicht kann, zeigst du ihm wie es geht und sagst ihm, dass er das beim nächsten mal bestimmt schafft. Schafft er es doch, lobe ihn und freue Dich mit ihm.

gespielt wird ausschliesslich mit Autos, Lego und Eisenbahn - mehr geht nicht, kann er nicht.... kein vernünftiges Spiel, kein Puzzle, Malen kann er auch nicht, Basteln ist eh was ganz blödes

Autos, Lego und Eisenbahn sind sehr vernünftige Spiele und ebenfalls mit viel Kreativität verbunden. Ein Kind muss nicht basteln, malen oder kneten mögen. Das tun Jungen auch generell seltener. Also völlig normal.


aber im Moment scheint es mir, als würden all meine Anregungen nicht wirklich greifen - obwohl die Mutter weiss, dass klare Defizite bei ihrem Sohn vorhanden sind

Ich denke nicht, dass der Junge Defizite hat. Das Problem ist, dass Du ihn nicht respektierst und das er dich dadurch auch nicht respektiert und ernst nehmen kann. Du hilfst ihm nicht, er hilft dir nicht. Du willst deinen Kopf durchsetzen, er setzt seinen durch. Ihr redet aneinander vorbei, statt miteinander. Das einzige Defizit ist die Art und Weise wie Du mit ihm umgehst, er ist zu klein, dass zu erkennen, Du nicht.

Beitrag von madelaiine 11.12.09 - 19:47 Uhr

hallo,

ich glaub ich verstehe was du meinst.

zu deinen beispielen......

mein neffe ißt auch nicht alles. ich finde es auch sehr anstrengend immer darauf zu achten dass alle dieses gericht essen... mit getränken geht es dann weiter und das komische an der sache ist dass sich meine tochter nur blödsinn von ihren cousin abschaut. sie fängt jetzt auch schon an zu sagen ich will die soße nicht, iiiihhh da sind zwiebel drin usw. früher war das nie ein problem.

ein junge mit 4,5 jahren sollten schon mehr interessen haben als nur autos, lego und playmobil. denn in der schule kann er auch nicht sagen malen, basteln, lesen und schreiben ist blöd.

ich sehe das anderst wie die meisten hier. ich finde es toll dass du dich so einsetzt, die meisten lassen es einfach und denken "ist doch nicht mein kind, der blöde bengel" und "wenn er nicht ißt was auf den tisch kommt dann pech". ich hab schon das gefühl dass du dem jungen was beibringen möchtest und das ist ja eigentlich nicht deine aufgabe.

und mal hallo leute, aufräumen muß man überall nicht nur bei der tagesmutter, und ein wenig disziplin hat noch keinem geschadet.

ich kann jedenfalls deinen ärger schon nachvollziehen, und unsere übermuttis hier sind ja nie gestresst ....#klatsch

gruß #hasi mit drei kids, die nie nie niemals tagesmutter machen könnten, wegen ihren nerven...#schwitz

Beitrag von sparrow1967 11.12.09 - 20:40 Uhr

>>ein junge mit 4,5 jahren sollten schon mehr interessen haben als nur autos, lego und playmobil. denn in der schule kann er auch nicht sagen malen, basteln, lesen und schreiben ist blöd. <<


Bis zur Schule hat er noch mindestens 1,5 Jahre Zeit- soll ich dir kurz erklären, was in 1,5 Jahren in der kindlichen Entwicklung vor sich geht???

Welches Kind räumt gerne auf?
Wenn es spielerisch nicht klappt, dann muß die Mutter halt beim abholen vielleicht mit anfassen ;-) - wenn man sie höflich drum bittet, macht sie das bestimmt auch.

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