Wir sollem im SPZ vorstellig werden - Nachtrag

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von anne_81 11.12.09 - 16:51 Uhr

Hallo,

vor längerer Zeit hab ich mal geschrieben, das ich mit meiner Tochter im SPZ vorstellig werden soll.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=45&tid=2213835&pid=14103001

Den Termin hatten wir dann auch am 08.12. Heraus kam, das Lea eine Wahrnehmungsstörung im sozialen und emotionalen Bereich hat. Hat das jemand von euren Kindern auch und wie geht ihr damit um? Imm januar gehen wir noch zu einer Sonderpädagogin die Lea beim spielen beobachten will. Danach wird dann entschieden wie es weitergehen soll.

Nun hab ich aber noch ein anderes Problem. Ich hab heute einen Schwangerschaftstest gemacht. #schwanger. Ich kann mich aber gar nicht freuen. Mein Mann will nur ein Kind und wir haben seit der Geburt immer mit Kondomen verhütet. Aber irgendwas scheint diesmal schief gelaufen zu sein. Und ganz ehrlich, ich weiß auch nicht, ob ich in der jetzigen Situation mit einem Baby klar komme. #zitterIch will mich jetzt ganz auf Lea konzentrieren und sie in allen unterstützen. Und ausserdem hab ich gerade erst einen neuen Job angefangen der mir sehr viel Spaß macht. Ich weiß echt nicht was ich machen soll.

Ich weiß auch, das ihr mir nicht wirklich "helfen" könnt, aber vielleicht habt ihr ja der ein oder andere ein paar aufmunternde Worte.

#danke

LG
Anne und Lea (2 Jahre alt)

Beitrag von biene21083 11.12.09 - 18:51 Uhr

Hallo,

ja das hat meine Tochter auch. Allerdings ist sie ganz anders als deine Tochter. Meine hat Angst vor allem unbekannte, vor lauten Geräuschen, spielt nicht mit anderen Kindern, spricht nicht mit anderen Menschen. Spielgruppe, Physiotherapie musste abgebrochen werden.

Aber das was du im alten Thread geschrieben hast, klingt für mich jetzt nicht soo auffällig. Sie ist ja erst 2. Hat sich sprachlich denn was getan? ISt ihr Verhalten so geblieben, hat sich gebessert oder verschlimmert?


Und zur Schwangerschaft gratulier ich dir!

Du schaffst das, man wächst in seinen Aufgaben. #herzlich

Lg Maja

Beitrag von anne_81 11.12.09 - 20:38 Uhr

Hallo,

erstmal danke schön.

Mit dem sprechen klappt es viel beser mittlerweile. Vorallem kann sie richtig gut singen. Also melodie und text kann man gut verstehen. Das große Problem bei ihr ist, das sie keine Grenzen kennt. Sie hört nicht wirklich wenn wir was von ihr wollen. Aber das verwächst sich mit den Jahren auch noch. Sie lernt ja auch immer besser zu verstehen. Bin da ganz optimistisch ;-)

LG
Anne

Beitrag von gaeltarra 12.12.09 - 14:41 Uhr

Hi,

ich kann dir leider auch nicht helfen...

Ich denke, ihr werdet aus dem Bauch heraus die richtige Entscheidung treffen!

Ach ja, zu deinem Mann: er will nur ein Kind? Dann soll er sich bitteschön sterilisieren lassen!!! Nur ein Tipp, falls irgendwelche Vorwürfe kommen.

Kondom ist keine 100%ige Verhütungsmethode!

Und vielleicht soll es so sein, dass ihr Nr. 2 bekommt - wer weiß, was das für Vorteile auch für deine Große haben wird! Allerdings werden die ersten zwei Jahre kein Zuckerschlecken, aber das weißt du ja selbst. Andererseits: man schafft vieles - aber nur, wenn man mit dem Herzen und voller Überzeugung hinter einer Entscheidug steht!


LG
Gael

Beitrag von hopsi2005 28.01.10 - 00:57 Uhr

Ich sage immer, man wächst mit seinen Aufgaben und auch die großen Geschwisterkinder wachsen da rein.

Ich habe auch so ein "auffälliges" betreuungsintensives großes Kind und ein Schreibaby und ich kann mich trotzdem jeden Tag über meine beiden Kinder freuen.

Anscheinend hat doch gleich jedes Kind, das nicht nach Schema F funktioniert, gleich irgendeine Krankheit oder eine Störung.

Mein Baby nimmt keinen Schnuller und nuckelt nicht am Daumen, trinkt nicht aus der Flasche und schläft nur bei mir im Bett ein. Ich habe versucht, ihr das Alleine-Einschlafen in ihrem eigenen Bett beizubringen. Da hat sie angefangen zu schreien und zwar lang und ausgiebig und jeden Tag aufs neue. Jetzt ist sie 7 Monate alt und schläft bei mir im Bett und schreit nicht mehr, dafür schläft sie jede Nacht durch.

Jetzt frage ich dich: Hat mein Baby eine Störung, nur weil jemand gesagt hat, Kinder müssen alleine schlafen können und sich selber beruhigen können? Ich meine, ich habe sie 6 Monate lang voll still gestillt und sie bekommt auch jetzt nur einen Brei am Tag und sonst Muttermilch. Könnte sie so an mir hängen, weil ich fast ihre einzige Nahrungsquelle bin?

Eigentlich war der beste Rat der Ambulanz: Geben Sie ihrem Kind, was es braucht, anscheinend ist es noch zu früh, um sie abzunabeln.

Verstehst du, worauf ich hinauswill?

Vielleicht ist dein Kind noch gar nicht bereit für Fremdbetreuung und ein Jahr später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Wer sagt denn, dass Zweijährige damit klarkommen müssen?

Freu dich auf dein zweites Kind, es wird sauanstrengend und wunderschön werden. Mein Mann hat auch die Hosen voll gehabt, als ich wieder schwanger wurde und heute sind die beiden auch ein Herz und eine Seele, auch wenn sie so viel geschriien hat. So ein Kind ist immer ein kleines Wunder - lasst es einfach geschehen!#herzlich