EBAY - kann mir jemand helfen?

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Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von claudiab80 11.12.09 - 20:54 Uhr

Hallo zusammen,

also folgendes:
Ich habe bei eBay eine neue Friteuse verkauft, ohne Mängel ect.
Jetzt hab ich sie verschickt, so gut verpackt wie nur möglich.
Nun erhielt ich über eBay eine Nachricht vom Käufer, dass die Friteuse wie beschrieben angekommen ist, jedoch stark beschädigt.
Der Käufer gehe davon aus, dass die nicht meine Schuld sei, ich solle mich mit DHL in Verbindung setzen.
Und er bitte um eine Stellungnahme.

Hab ich da bei DHL irgendwelche Chancen? Ich meine, das Paket ging ganz normal für 6,90€ raus - kein versicherter Versand.
Den Beleg dazu hab ich leider auch nicht mehr.

Irgendwie bin ich jetzt total verzweifelt, weil mir das für den Käufer auch wirklich leid tut und ich nichts dafür kann.

Was könnte ich denn tun?

#danke und LG, Claudia

Beitrag von mausi05 11.12.09 - 21:02 Uhr

Hallo,
wenn du für 6,90 Euro verschickt hast,ist es versichert.
Der Käufer sollte mit dem Paket in eine Postfiliale gehen.
Vieleicht können die ja was machen,wegen der Daten.


Gruß
Petra

Beitrag von 5kids 11.12.09 - 21:03 Uhr

Hallo!
Pakete zu 6,90€ sind auf jeden Fall bei DHL versichert. Aber: Wenn du den Beleg nicht mehr besitzt,sieht es schlecht aus. So etwas wirft man für gewöhnlich auch nicht so schnell weg.
Du könntest dem Käufer vielleicht des lieben Frieden Willens mit einer Erstattung (die Hälfte?) des Kaufpreises entgegenkommen.
Er hat immerhin für den versicherten Versand gezahlt...

LG
Andrea

Beitrag von superschatz 11.12.09 - 21:18 Uhr

Er hat zwar 6.90 Euro bezahlt, wenn sie in der Auktion aber nicht ausdrücklich versicherten Versand angegeben hat, dann müsste sie theoretisch auch nichts mehr machen. Nur mal so nebenbei... :-D

Beitrag von claudiab80 11.12.09 - 21:21 Uhr

#kratz
Das heißt?

Habe nicht ausdrücklich versicherter Versand angegeben.

Beitrag von superschatz 11.12.09 - 21:28 Uhr

Du hast im Normalfall dem Verkäufer keinerlei Verpflichtungen gegenüber. Er hat zwar 6.90 Euro Versand bezahlt, du hast es auch versichert verschickt, hättest du aber nicht mal tun müssen. #schein
Versuchen solltet ihr das allerdings mit DHL trotzdem mal, schließlich würdest du selbst dich ja auch ärgern, wenn der Artikel beschädigt ankommt. Das muß aber soweit ich weiß, der Käufer tun und auch jegliches Verpackungsmaterial mitnehmen. Die Paketnummer steht ja auf dem Paket und darüber lassen sich auch jegliche Daten herausfinden.
Sollte das nicht erfolgreich sein, musst du letztendlich entscheiden, wie ihr euch einigen wollt.

War der Ersteigerungswert denn hoch?

Beitrag von claudiab80 11.12.09 - 21:32 Uhr

Klingt logisch.

Der Ersteigerungswert lag bei 17€, plus der Versand von 6,90€ eben.

Ich habe halt Bedenken, weil ich den blöden Beleg nicht mehr habe. ALLES und jeden Scheiß hebe ich auf, aber DER Beleg ist weg #klatsch

Ich möchte natürlich auch keinen unnötigen Ärger und mir tut das echt leid, obwohl ich nicht mal was dafür kann.

Beitrag von wasteline 11.12.09 - 21:30 Uhr

Das hier habe ich mal zu "versicherter Versand" kopiert.

So einfach, wie manche sich das vorstellen, ist es nicht.

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Das Problem 'Versicherte Sendung'

Deutsche Post und DHL sind verpflichtet und auch bemüht jede Art von Sendung ordungsgemäß zu befördern und abzuliefern; schließlich wollen die Unternehmen, dass man mit ihnen verschickt. Dennoch haften Deutsche Post/DHL ausschließlich bei Sendungsarten, die mit einer Registrierung einher gehen, die bei Einlieferung also einen Strichcode bekommen hatten.
Registriert werden die Sendungsart 'Paket' sowie Sendungen, die mit der Zusatzleistung 'Einschreiben' versehen sind und die man für die Sendungsarten 'Brief' oder 'Päckchen' verwenden kann. Paket-Inhalte sind bis 500 Euro und Inhalte eingeschriebener Sendungen, je nach Einschreibeart bis 20 bzw. 25 Euro versichert. Mit dem Abschluss einer Höherversicherung (Transportversicherung) kann man den Betrag bei Paketen auf bis 2.500 oder 25.000 Euro erhöhen.
Mit dem Wort 'Versicherung' ist also 'Haftung' gemeint. Es geht dabei ausschließlich um eine Haftung gegenüber Schäden bei registrierten Sendungen, die nachweislich auf das Verschulden der Post zurück zu führen sind. (Nicht ordnungsgemäßer Transport durch absichtliches oder fahrlässiges Verhalten von Mitarbeitern der Deutschen Post/DHL, das zum völligen oder teilweisen Verlust des Inhalts oder dessen Beschädigung führt.)
Die Haftung durch Deutsche Post/DHL ist somit ein klarer Fall, sofern die registrierte Sendung komplett verloren gehen sollte und niemals abgeliefert wird (Nach 20 Tagen noch nicht da ist). Kommt die Sendung jedoch an, aber der Inhalt hat Schaden genommen (ist beschädigt oder Teile sind rausgefallen), hat man ein Problem mit der Zuständigkeit (Absender oder Transporteur verantwortlich?) und mit der Beweisführung (Bezeugtes Erfassen des Schadens bei Übernahme).
In der Ablieferungssituation sollte man vor Übernahme und Weitertransport deshalb unbedingt auf den Zustand der äußeren Verpackung der Sendung achten. Gibt es Spuren an ihr, die auf außergewöhliche Einwirkungen schließen lassen? Ist sie z.B. eingedrückt, kapputt oder wurde sie repariert? Gibt es Anzeichen, die eine Schadensnahme des Inhalts vermuten lassen, sollten diese Anzeichen vor Öffnen protokolliert und möglichst noch fotografiert werden (Schadensprotokoll Außenverpackung). Sehr gut ist es, dies, wenn möglich, vom jeweiligen Boten bzw. Filialangestellten machen zu lassen, mit Durchschrift für einen selbst. Prima, wenn auch der die Sendung annehmende Nachbar daran denkt.
Im Verdachtsfall sollte die Außenverpackung besonders planmäßig geöffnet werden, damit nachher z.B. noch klar ist, welcher Schnitt Schadenshinweis ist und welcher von einem selbst fürs Öffnen gesetzt wurde. Zustand und Lage des Inhalts sollten dann auch sofort protokolliert und ggf. fotografiert werden (Schadensprotokoll Inhalt). Wenn der Inhalt z.B. da eine Delle hat, wo auch die Außenverpackung eine Delle hat, hält man das besser gleich fest. - Besonders schwer zu beweisen, dass der Schaden vor Übernahme eingetreten ist, ist es, wenn die Sendung einer Packstation entmommen wurde, weil auf jeden Fall der beweiskräftige Angestellte fehlt.
Ein Schaden muss innerhalb von 7 Tagen angezeigt und die Haftung eingefordert werden. Die Sendung, Protokolle und ggf. Bilder müssen dazu sorgfältig aufbewahrt werden.
Deutsche Post/DHL werden sich wehren, wenn sie meinen, dass nicht sie verantwortlich sind, sondern der Absender, der den Inhalt ggf. nicht sach- und transportgerecht verpackt hatte. (Wenn z.B. für einen Inhalt, der nicht eingedrückt werden darf, kein ausreichend stabiler Karton gewählt wurde.) Der Absender ist dann haftbar zu machen.

Beitrag von claudiab80 11.12.09 - 21:34 Uhr

#schock #schock #schock