Beikost/Abendbrei starten oder nicht?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von niki1412 11.12.09 - 23:43 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

bitte lest erst einmal hier: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=52&tid=2392351

Nun hat mir jemand gesagt, dass Helena vermutlich nachts Hunger hat und ich Brei geben soll. Sie ist 4,5 Monate und wiegt über 8 Kilo. Wir wollten damit eigentlich noch warten. Meine Freundin, die einen 2,5jährigen Sohn hat, meinte am Telefon zu mir, ich sollte abends Brei einführen. Ich hatte eigentlich vor noch 3 Wochen zu warten und mit Pastinake am Mittag zu beginnen. Ist es denn so, dass Kinder die kräftig gebaut sind, irgendwann von Muttermilch nicht mehr satt werden? Ich muss dazu sagen, ich stille nach Bedarf und das meist alle 2-3 Stunden, auch nachts. Das ist ein harter Job. Anfangs hatte ich fest vor 6 Monate voll zu stillen - nun dachte ich an 5 Monate... und nun haben wir diese Schlafprobleme und ich bin komplett verwirrt!

Brauche Eure Hilfe. Danke an alle die sich komplett eingelesen haben!

Niki mit Helena #blume

Beitrag von monab1978 11.12.09 - 23:53 Uhr

Hi!

Ich glaube da nicht dran und denke es wird nichts helfen, so früh Brei zu geben. MuMi ist doch eh von den Kalorien her viel ergiebiger. Das macht alles gar keinen Sinn. Ausserdem kaufst dud ir damit natürlich auch die Risiken ein, die mit der zu frühem Beikostgabe auftreten.

Ich denke du musst durchhalten, evtl einen Osteopathen aufsuchen und den KIA wechseln. Ein 4 Monate altes Baby 15 Minuten allein schreien zu lassen ist nicht mehr Ansichtssache, sondern Kindesmisshandlung.

Lieber Gruss #liebdrueck
Mona

Beitrag von niki1412 11.12.09 - 23:57 Uhr

Hi Mona,

danke für Deine Antwort. Ich werde sie sicher nicht alleine schreien lassen und mir Kopfhörer aufsetzen! Heute lief es sogar besser mit dem Schlafengehen. Sie hat zwar gebrüllt, aber ich war bei ihr und habe ihre Hand gehalten und sie gestreichelt bis sie dann schlief. Waren 5 Minuten.

Werde also noch warten, denke ich. Habe auch keine Lust dazu wenn sie dann eh nur Bauchweh kriegt.

Wir wollen im Januar zum Osteopathen und habe schon eine gute Adresse bekommen.

Danke!

LG Niki mit Helena #blume

Beitrag von culturette 12.12.09 - 00:10 Uhr

Oh je... den Kinderarzt würde ich wechseln. Ich habe genau den gleichen Typen gehabt der mir zu Ohstöpseln riet und schreien lassen. Der außerdem viel schlechtes an Muttermilch auszusetzen hatte und keine wirkliche Kenne sowie obsoletes Wissen beruhend auf 20 Jahre alte Studien. Ich stillte bereits 12 Monate davon 11 voll bei der U6 und er war echt sauer mit mir. Er hat mich danach nie wieder gesehen.
Jetzt bin ich bei einer Kinderärztin die sich regelrecht freut dass ich so lange stille.

Meine Tochter war in dem Alter fast genauso schwer und hat sehr viel Appetit gehabt. Wollte nachts auch alle 2-3 stunden stillen. Nach dem Schub, der ungefähr mit 19 Wochen ist, wurde es dann aber etwas ruhiger und sie schlief schon mal 4-5 Stunden. Sie braucht einfach Mamas Nähe, meistens trinkt sie nur ein paar Schlücke.

Keiner hat das Recht zu sagen Kinder bräuchten nachts nichts mehr trinken (essen), während wir derweil gemütlich auf dem Sofa sitzen, schlickern und trinken beim fernsehen und nachts eben auch mal zur Wasserflasche greifen wenn wir Durst haben.
Schreien lassen geht gar nicht.
Abendbrei würde ich nicht einführen.
Mach es so wie du es dir ganz zu Anfang gedacht hast und lass dich nicht verrückt machen.
Mach dich ein wenig im Internet kundig über Stillkinder und ihre Eigenarten.
http://www.rabeneltern.org
http://uebersstillen.org
http://lalecheliga.de (auch Email Stillberatung)
uvm...

lg


Beitrag von petrasilie12 12.12.09 - 09:55 Uhr

Hallo Niki,

Essen ist nicht die Patentlösung, auch wenn wir es manchmal gerne hätten. Sicher funktioniert es bei manchen Kindern, bei allen die ich persönlich kenne aber nicht.
Mach ruhig so weiter wie du es geplant hattest. Bei vielen Kindern scheint es einen schlecht-Schlaf-Schalter zu geben der sich mit vier Monaten automatisch umzulegen scheint. Die Kleinen schlafen anders, unruhiger, die Schlafphasen ändern sich. Sie arbeiten teils auf, üben neue Fähigkeiten, mein Sohn (9 Mo) war da keine Ausnahme. Er schlief fast durch, jetzt kommt er seit er vier Monate alt ist bis zu vier Mal die Nacht, nur einmal davon, weil er Hunger hat. Beikost bekommt er seit 3 Monaten...

Auch von einem Osteopathen würde ich mir zu viel Erhoffen. Aber ich weiß man tut vieles, um endlich wieder etwas mehr nächtliche Ruhe zu finden.

Das Gewicht des Kindes hat mit der Notwendigkeit von Beikost übrigens nichts zu tun.

Ich wünsche dir noch viel Kraft und Durchhaltevermögen :-)

LG
p12, die nach dem Motto "ist halt so" seit 9 Monaten nicht mehr ausreichend geschlafen hat