was stimmt nicht mit mir...?

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von syldine 12.12.09 - 12:39 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
wer rechnet schon damit, hier schreiben zu können - ich jedenfalls nicht, denn nachdem ich nach 2 Jahren endlich einen positiven SST in der Hand hatte, dachte ich, es kann ja nichts mehr schiefgehen. Den Gedanken an ein plötzliches Ende hab ich gar nicht erst zugelassen - und am Montag ist es durch einen Zufall rausgekommen: eigentlich sollte gar kein US gemacht werden, aber wie es das Schicksal so will - die FÄ hatte noch einen Moment ZEit und ich wollte doch so gerne endlich ein richtiges Bild haben. Und dann war da nichts - zumindestens kein Herzschlag. Nach dem ersten Schock ging es mir schon am Montag mittag wieder besser - alles, was mich seitdem daran hindert, in ein tiefes Loch zu fallen ist der Gedanke, dass 1. sicherlich irgendwas mit meinem kleinen Engel nicht in Ordnung war und 2. ich es weiterversuchen kann und 3. so viele das gleiche Schicksal teilen. Außerdem war ich ja "erst" in der 11. Woche, habe noch keine Bewegung gespürt.
Gestern war es dann ganz zu Ende, Ausschabung und fertig.
Und nun - ja, ich bin fürchterlich traurig, aber wenn ich mich von meiner Traurigkeit überrennen lasse, weiss ich, dass ich da nie wieder rauskomme. Aber wie kann es sein, das ich so kurz nach dem ganzen trotzdem wieder lachen kann - ich kenne soviele andere, die lange gebraucht haben ,darüber weg zu kommen.
Weiß irgendwer überhaupt, wo nu mein Problem liegt? - ich selbst wunder mich nur schon wieder über mein Geschwafel - sorry, Leute, aber da mich hier niemand kennt, ist das der einzige Ort, wo ich wirklich meine Gedanken und Gefühle (hab ich überhaupt welche? Irgendwo scheint mir da ja was zu fehlen) loswerden kann, ohne diese elendig mitleidigen Blicke spüren zu müssen, denn natürlich wusste schon die komplette Kleinstadt nicht nur frühzeitig über meine SS Bescheid - auch das Ende ist innerhalb von 2 Tagen bekannt gewesen.

Beitrag von shadow-80 12.12.09 - 12:55 Uhr

Hallo


Also nach meiner AS im Juni 09 ging es mir auch recht schnell wieder gut und ich konnte jeden spass ab .

Selbst schwangere machten mir nichts aus . Eine Arbeitskollegin hat sogar den gleichen ET wie ich den gehabt hätte .


Aber jetzt ein halbes Jahr später, Wow mich hauts um ...


Ich bin echt nervlich am ende denk nur noch daran schwanger zu werden .Ich bin jetzt schon Eifersüchtig auf ne Arbeitskollegin die jetzt in der 5. Woche ist .


Ich denke mein Körper lässt jetzt erst das trauern zu .

Jetzt ist mir erst richtig klar geworden das ich ein Baby verloren habe.

Er schmerzt schon .

Ich zünde deswegen eine #kerze an für alle Sternenbabys

Beitrag von syldine 12.12.09 - 13:07 Uhr

Ich war noch direkt am Di. bei meiner Freundin im Krankenhaus - sie hat am So. ihre Kleine bekommen. Nichts, ein bissl ziehen in der Herzgegend aber es überwog doch die Freude darüber, diesen kleinen Pimpf auf dem Arm zu halten.

Beitrag von woti 12.12.09 - 20:31 Uhr

Hallo Syldine,
es tut mir sehr leid, was dir passiert ist.
Ich glaube, dass du deine Trauer verdrängst und das ist vielleicht gerade im Moment das Richtige für dich. Du schiebst die Trauer nicht weg, sondern nur auf. Irgendwann wirst du dich mit ihr beschäftigen können und müssen. Lass dir Zeit und zweifle nicht an deinen Gefühlen.
Ich wünsche dir trotz deines traurigen Schickssalschlags eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit. Im nächsten Jahr wird alles gut!
Viele Grüße von Anne

Beitrag von minnimay-parker 12.12.09 - 21:24 Uhr

Hallo,

mir geht es ähnlich wie dir, nach über 3,5 Jahren üben und 2 erfolglosen IUI´s war doch endlich schwanger. Am 02.12. hat mir meine FÄ dann gesagt, daß das Herz nicht mehr schlägt und am 03.12. war dann die AS.
Das ganze ist in der 10. SSW passiert und es hat sich vorher auf keine Weise angekündigt, war jede Woche zum US und jedes mal war das Kleine zeitgerecht gewachsen und das Herz hat fleißig geschlagen.

Die ersten 3-4 Tage hab ich eigentlich nur geheult und jetzt, kaum mehr wie eine Woche später geht es mir schon viel besser, und ich kann es kaum erwarten, das die 3 Monate Zwangspause vorbei sind und wir den nächsten Versuch starten können. Nur manchmal in stillen Moment werde ich wieder furchtbar traurig, aber weinen geht irgendwie nicht mehr. Ich glaub nicht, daß ich meine Trauer schon verarbeitet habe, aber im Moment sehe ich doch positiv in die Zukunft.

Manchmal habe ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich fröhlich bin, aber warum? Mein Krümelchen kommt auch nicht wieder, wenn ich mich irgendwo verstecke und nur noch trauere.

Ich hoffe du verstehst was ich sagen will, es geht nicht nur dir so mit dem Gefühlschaos, du bist nicht allein. Ich kann dich voll verstehen.

LG Minni

Beitrag von abcd123.- 12.12.09 - 22:03 Uhr

Ja, das kenne ich.
Ich war nach meinem #stern in der 8.Woche auch die ersten zwei, drei Tage sehr traurig (hatte es vorher wg. Blutungen geahnt), dann aber nur eine Woche später nochmal geheult (wo ich mich schon wunderte, ist doch schon lange her...).
(Ich habe mein #stern auch auf dem Klo verloren und ganz cool runtergespült weil ich ja schon vorher wusste, dass es so kommen wird und ich keine AS wollte).

Und dann hab ich normal (bzw. super) weitergelebt. Nur meine Mutter wollte ständig drüber reden, fragte mich wie es mir geht.... nervig!!!
Ich hatte es jedoch super verarbeitet fand ich!! War noch nicht mal auf meine Schwester neidisch, die 5 wochen vor mir in der SS war und die erfolgreich verlief. Höchstens etwas traurig, dass wir keinen neuen Versuch starten konnten, denn die SS war ungeplant und eine geplante SS wäre nicht so schlau, weil ich noich studiere und bei meinen Eltern wohne, noch nicht verheiratet bin (und erst 23J. bin) ...

Tja, und dann ein paar Monate später wurde es immer schlimmer, ich heulte jede Nacht und bin nun über ein Jahr nach der Fehlgeburt endlich in Psychotherapie (auch wegen anderem STress).

Also freu dich ruhig, wenn es dir gut geht, sei froh und genieß die Zeit. Aber bitte stell dich drauf ein, dass das "dicke Ende" noch kommen kann. Und leider kann dich dann meistens keiner verstehen, warum du JETZT NOCH darüber traurig bist.
Alles Liebe für dich und #stern

Beitrag von unicorn1984 20.12.09 - 20:52 Uhr

Bei mir ist es zwar etwas her aber mir war immer wichtig das wir unser Sternchen nie vergessen es ist nun schon 3 Jahre her.

Mittlerweile bin ich glückliche 2fach Mama.

Im ersten Moment als ich begriff ich hatte mein Kind verloren war ich traurig am Tag darauf wäre der erste offiziell US sein doch der Bildschirm war leider leer.

An dem Tag gings mir auch noch soweit gut.

Doch am Tag drauf traf mich alles mit einer gewaltigen Wucht.

Mir tat es gut mich nicht verstecken zu müssen und doch ich tat es ich funktioniert aber glücklich nein das war ich nicht wurde mir doch dadurch die Leichtigkeit geraubt als ich schwanger wurde verlor ich keinen Gedanken daran bis der bräunliche Ausfluss kam und dann später die Blutungen.

Auch wenn er kleiner war als er sollte hofften wir weiter das wir es schaffen würden und doch wir verloren den Kampf.

Auch wenn ich jetzt weiß als ich mit unsere Maus schwanger war und sie in der 8ten Woche sie um einiges größer war als ihr Bruder und ich dann auch fühlte diesmal geht alles gut.

So seh ich meinen kleinen nicht als krank an, ich sehe meinen Körper als schwach an, denn ich hatte zu dem Zeitpunkt eine unentdecke Gelbkörperhormonschwäche.
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Mein Körper war nicht stark genug diese Schwangerschaft auszutragen.

Das mit der Kleinstadt ist ja mehr als traurig, aber Verwandte sind viel lustiger ich wurde ja am 17.11.06 wieder schwanger und sagte nur meiner Mutter und meine Schwester von unserem Glück und doch vermutet meine Tante schon an Weihnachten das ich schwanger bin :D

Dafür überrumpelte ich sie dann 1 1/2 Jahre später an meinem 24ten Geb. mit einer schönen Kugel und der 23igsten Woche :D

Ich denke jede Frau darf anders damit umgehen, wie sie eine Fehlgeburt verkraftet es gibt welche die stürzen so wie ich auch wenn ich trotzdem weiter gekämpft habe in ein Loch und andere können damit besser umgehen.

lg Kathy