Es geht nur noch mit Anwalt bzw. Gericht -> Erfahrungen? (lang)

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von winnie_windelchen 12.12.09 - 13:43 Uhr

Hallo.

Ich habe mich nun dazu entschlossen, nach fast 1 1/2 Jahren des Redens, des Streitens mir eine Anwältin zu nehmen. Diese schrieb den KV meiner Tochter auch schon an, er scheint sich bis jetzt nur noch nicht darauf gezuckt zu haben. In ihrem Brief steht das ein Umgang aller 4 Wochen für 2 Tage/Nächte angebracht seien, mit Absprache mit mir, ist klar.

Bei uns ist der Fall wiefolgt, Vater meldet sich spontan und bittet dann und dann unsere Kleine nehmen zu dürfen. Habe bisher nie abgesagt und alles zugelassen.

Meine und die Wünsche unserer Tochter (3 1/2) wurden immer ignoriert. Teilweise lag der Abstand des Sehen bei 9 - 10 Wochen, hin und wieder klappte es auch mal aller 4 oder 6.

Ich habe mit ihm zig mal versucht zu reden aber es führte kein Weg zur Einsicht bei ihm, das eben ein geregelter Umgang wichtig sei.

Daher nun die Anwältin. Ich hoffe das es dadurch besser wird oder letztendlich ganz versackt, denn dieses Spiel nagt an den Nerven und das nicht nur an meinen. Klar, er kümmert sich aber nur so wie er kann und wie er will ohne Rücksicht auf sein Kind.

Mich tät mal interessieren wie ihr euch nun während des ganzen Prozesses verhalten habt? Habt ihr alles nur noch über die Anwälte laufen lassen? Wie war das, bis zur entgültigen Klärung mit dem sehen des Elternteils das nicht im Haushalt des Kindes lebt? Und letztendlich wie es aussging?

Momentan ists hier so, das der KV mir vor einem viertel Jahr die letzten 2 Termine gab, wo er sein Kind sehen kann. Das war einmal mitte November für 2 Nächte/Tage und nun war geplant von gestern bis nächste Woche Montag. Den Freitag gestern sagte er, nach dem Anruf von mir ob alles dabei bleibt, ab. Somit hieß es dann Samstag bis Montag. Gestern Abend bekam ich eine E-Mail das es sich um 2 Stunden verschiebt, also die Abholzeit. Und heut mittag wieder eine SMS das es sich nochmal um 2 Stunden verschiebt.

So langsam weiß ich mir keinen Rat mehr. Ich muss es so hinnehmen und ich versuch auch nichts mehr darauf zu geben. So werf ich nur noch mehr Holz ins Feuer. Er droht mir mittlerweile auch mit einem Anwalt aber bisher bleibt es bei Drohungen. Ich frag mich eh was das werden würde, ein Anwalt der für das Familienrecht tätig ist, weiß doch wie das mit den Rechten und Pflichten aller ist und das es besser ist einen geregelten Kontakt zu seinem Kind zu haben. Oft ists ja sogar so das der Abstand nur 2 Wochen beträgt und ich habe schon gesagt aller 4 Wochen reicht, außerdem habe ich das alleinige Sorgerecht. Ich hab also keine Ahnung wo das hin führen wird.

Ich für mich, habe entschieden das es eh das letzte mal sein wird. Ich habe meine Anwältin bereits angeschrieben weil mir doch noch so einige Fragen in den Kopf gekommen sind, eben zb. sein Verhalten momentan mit dem Absagen (nicht wegen Krankheit oder Arbeit), und dann wegen den nochmals 2 Verschiebungen wegen der Abholzeit.

Er weiß auch noch nicht ob es die nächsten 4 Wochen wieder klappt unsere Kleine zu nehmen. Hab ich dann das Recht zu sagen wenn du die 4 Wochen überschreitest wart ich so lang bis ein Urteil gefallen ist oder muss ich es dennoch so hinnehmen das es nur nach ihm geht?

Ihr seht...bis jetzt gibts noch keine Veränderung. Ich weiß das ich nicht das Recht habe ihm seine Tochter zu verweigern und das tuhe ich auch nicht aber momentan wünscht ich mir das dies möglich wäre und das ich nicht diesen Weg evtl. bis zum Gericht gehen müsste. Für mich ist dieser Weg ein aufzwingen und das tut weh. Es kostet mich schon jetzt verdammt viel Kraft und Geduld. Und das schlimmste, ich muss ja und amen sagen bis ein Urteil gefallen ist oder? Ich hab Angst etwas falsch zu machen.

Lieben Gruß

Beitrag von peti05 12.12.09 - 23:12 Uhr

Hallo

Kann dich nur zu gut verstehen.So ähnlich ging es bei uns auch.

mein Zwerg war damals 6 Jahre wo mein Ex ausgezogen ist.Mit vielen Drohungen seinerseits aber nichts davon hat er wahrgemacht.Er hat auch zu Anfang gesagt er will seinen Sohn alle 2 Wochen bei sich haben evtl auch mal unter der Woche kein Problem sagte ich ihm.

Nun bin ich schon fast 3 Jahre mit ihm auseinander und in der Zeit hat er nur Versprechungen gemacht was das Abholen angeht es aber bis auf 2x in fast 3 <jhren nie eingehalten.Ich war auch ständig hinterdem Kv her um dafür zu Sorgen das mein Sohn den Papa sehen kann aber nichts ist passiert.Nur Absagen oder noch nicht mal abgesagt.Jetzt rufe oder laufe ich ihm nicht mehr Hinterher deswegen.Und es würde auch kein Urteil ändern das er sein Kind *besuchen* muss/kann.
Jetzt am 17.12 habe ich den Termin für das alleinige Sorgerecht aber auch dahin wird er nicht erscheinen weil er wohl damit abgeschlossen hat.Er zahlt auch kein Unterhalt für sein Kind oder an bestimmten Tagen wie Geburtstag/Weihnachten meldet er sich auch nicht.Traurig fürs Kind weil er am wenigsten dafür kann.

Aber ich werde ihm auch noch an die Karre fahren und ihm in Zukunft das Leben nicht leicht machen.Pfändungen...Unterhaltsklage wird alles im Anschluss laufen. usw usw.......Denn was er seinen Sohn damit antut ist im Vergleich was ich mache harmlos....Mein Kind leidet und ich werde nichts unversucht lassen ihn auch Leiden zulassen.Hört sich vieleicht dumm an aber anders kann ich mich dagegen nicht wehren und ich versuche zumindest das mein Kind in Zukunft Finanziell was von ihm bekommen aber auch ehr unwahrscheinlich

Lg Petra