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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von knutschkugel4 12.12.09 - 20:28 Uhr

hab mal ne frage;-)
wie würdet ihr reagieren?


mein sohn musste in gruppenarbeit ein referat mit plakat fertig stellen
aufgrund der gruppenzusammenstellung ging es in die hose und alle bekamen eine fünf


nun hat er sich heute -weil er weiß das er es beser kann -den ganzen tag hingesetzt und ein eignes fertig gemacht#schwitz
und das will er nun montag vortragen#schwitz


nun hab ich angst -das seine lehrerin sagt - das erkeine chance mehr bekommt#schwitz#schwitz#schwitz



liebe grüße dany-die immer noch über sohnemann staunt#freu

Beitrag von tinaxx 12.12.09 - 20:53 Uhr

Hallo!

Und was willst du jetzt wissen? #gruebel


Wenn ich Gruppenarbeiten machen lasse und diese auch zensiere, dann zählt die Präsentation der Gruppe. Nachträglich angefertigte Ausarbeitungen lasse ich nicht gelten.

Allerdings frage ich mich, die wievielte GA das war, wie die Lehrerin die GA betreut hat und wie viele Hilfestellungen sie gegeben hat!?

LG,
Tina (Hauptschullehrerin).

Beitrag von knutschkugel4 12.12.09 - 20:57 Uhr

#schwitz


ich kann dir nur sagen das es die erste gruppenarbeit bei der lehrerin war#schwitz
und muss sagen das ich von sohnemann nur gehört hab -das es in seiner gruppe nur stress gab#schwitz


wie die lehrerin betreut hat bzw. hilfestellung gegeben hat weiß ich leider nicht

Beitrag von tinaxx 12.12.09 - 21:15 Uhr

Hmm...

Wenn ich GA betreue und in einzelnen Gruppen gibt es Stress, Zwischenergebnisse sind nicht da oder grottenschlecht, dann gebe ich halt Hilfestellungen.
Manchmal muss ich als LehrerIn dann die Aufgaben in der Gruppe verteilen, wenn das nicht eigenverantwortlich klappt. Dann kann ich hinterher sehen, wer gut gearbeitet hat und wer nicht.

Reg dich nicht auf, eine schlechte GA-Note ist wirklich keine Katastrophe!
Lob deinen Sohn auf jeden Fall für seine Eigeninitiative, egal was die Lehrerin dazu sagt!

LG,
Tina.

Beitrag von knutschkugel4 12.12.09 - 21:29 Uhr

#schwitz
oh man ist es schwer als mutter sachen mit lehreraugen zu beurteilen;-)
weil eure antworten geben mir echt zu denken#schwitz#schwitz#schwitz



das hauptproblem war wohl echt der stress und streit in der gruppe
vorgetragen wurde von ne anderen schülerin -was in die hose ging


klar ist die note nun nicht der untergang;-)-konnte ja nicht mal meckern -weil es ja ne gruppenarbeit war

aber #freu- das ergebniss heut -ich war erstaunt was er zusammengestellt hat
und lob gab es von uns#ole

Beitrag von viofemme 12.12.09 - 21:19 Uhr

Bin zwar auch keine Grundschullehrerin, sondern am Gymnasium und mache es genauso wie tinax. Zudem bewertet man bei einer Gruppenarbeit im besten Fall nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Arbeitsverhalten der Gruppe selbst! Sicher wird die Lehrerin das schlechte Arbeitsklima der Gruppe benmerkt haben und auch das kann in die Benotung mit eingeflossen sein. Auch wenn solche "pädadgogischen" Noten eher unpopulär sind, wäre es in diesem Fall vielleicht sogar eine Art heilsamer Schock?!? Bei deinem Sohn hat es ja offenbar etwas bewirkt.
Konsequenterweise würde ich die neue Einzelarbeit deines Sohnes nicht mit der Gruppennote gleichsetzen. Die Lehrerin wird Gründe gehabt haben, weshalb dieses Thema in der Gruppe erarbeitet werden sollte. Vielleicht kann es aber sonst irgenwie auf die mündliche Note angerechnet werden. Wenn allerdings auch das Verhalten deines Sohnes während der Erarbeitungsphase eher schlecht war, würde ich die neue Arbeit auch nicht annehmen.

Am Ende ist es ohnehin unmöglich, Benotungen aus der Ferne irgendwie zu beurteilen. Wir wissen nicht, was Ziel der Aufgabenstelleung war. (Ging es am Ende sogar in erster Linie um das Arbeiten in der Gruppe und die inhaltliche Seite war nur der Anlass?) Was genau wurde von der Lehrerin eingefordert? Wie wurde die Aufgabe angeleitet? Wie wurde diese Arbeit im vorbereitet, etc....

Beitrag von fraz 13.12.09 - 10:16 Uhr

Tja, das ist immer so eine Sache......

Was heisst denn: Es hat in der Gruppe nicht geklappt? Hat sich dein Sohn Hilfe geholt bei der Lehrerin, als er gemerkt hat, dass es schwierig wird? Hat er versucht, mit den anderen zu reden oder hat er einfach mitgemacht und macht nun am Ende einfach sein Ding alleine nochmals?

Solche Arbeiten sollen die Teamfähigkeit schulen, ohne die geht es nunmal nirgends mehr in der Berufswelt. Stell dir vor, du hättest zusammen mit deinem Team einen Auftrag. Leider geht das dann in die Hose und du machst das Ding alleine und gibst es deinem Chef im Nachhinein ab. Wir wirkt das denn?

Ich finde es richtig und wichtig, dass in der Schule solche Dinge geübt werden, aber: Gleich mit einer Note bewerten finde ich heikel, denn hier ist der Weg das Ziel. Ich hätte die Kinder im Nachhinein über ihre Arbeit reflektieren lassen, damit sie aus ihren Fehlern lernen und dann vielleicht in derselben Zusammensetzung zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine Arbeit machen lassen....


Gruss

Fraz (auch Lehrerin)

Beitrag von manavgat 13.12.09 - 12:45 Uhr

Dein Kind ist in der 3. Klasse, richtig?

Ich finde, die Lehrerin hat die Kinder mit dieser Aufgabe völlig überfordert.

Wie soll sich so ein kleiner Knopf wehren oder die Gruppe steuern, wenn die Gruppenarbeit nicht funktioniert?

Ich bin keine Grundschullehrerin, meine Schüler sind mindestens in der 5. Klasse, aber selbst denen traue ich nicht zu die Gruppendynamik bewußt zu steuern.

Gruß

Manavgat

Beitrag von knutschka 13.12.09 - 12:51 Uhr

Hallo,

ich bin zwar angehende Gymnasiallehrerin und damit nicht unbeding, der von dir gewünschte Ansprechpartner, aber ich wollte dir trotzdem kurz antworten.

Ich finde gerade keinen Link, aber in MV ist es so, dass Gruppenarbeit nicht generalisiert bewertet werden darf. Es darf also nicht einfach eine Note für alle Gruppenmitglieder gegeben werden. Vielmehr muss nachvollziehbar sein, wer was getan hat und nur die eigene Leistung darf bewertet werden.

An den Schulen wird es zwar nicht immer so gehandhabt, aber falls es auch bei euch einen entsprechenden Erlass gibt, sehe ich gute Chancen, dass du mit einem Einspruch gegen die Benotung Erfolg haben wirst. (Allerdings nur, wenn die Lehrerin nicht nachweisen kann, dass sie weiß, welche Leistungen dein Sohn genau in dem PRojekt erbracht hat).

Zu dem Plakat: Vorausgesetzt, die vorangehende Benotung wäre korrekt gelaufen, würde ich deinen Sohn nicht noch einmal vortragen lassen. Diese Chance hätte ich dann nämlich allen Schülern einräumen müssen. Es zeugt zwar von viel Engagement, dass er sich die Mühe gemacht hat, aber anscheinend hat er sich diese ja nicht im ersten Anlauf gemacht (wie gesagt, immer vorausgesetzt, dass auch nur die eigene Leistung bewertet wird), obwohl die Aufgabenstellung bekannt war.

LG Berna

Beitrag von tigerin73 13.12.09 - 19:39 Uhr

Hallo,

ich bin Grundschullehrerin und habe eine 4. Klasse.
Wie meine Vorrednerinnen schon geschrieben haben ist das etwas viel verlangt. Es geht hier ja im Grunde um zweierlei: Die Kinder sollen sich ein Thema erarbeiten und außerdem in der Gruppe zusammen arbeiten. Das ist für das erste Referat sehr viel.
Meine Süßen haben im letzten Jahr (3. Klasse) gelegentlich mal Arbeitsergebnisse vortragen müssen oder mal ein Buch vorstellen müssen. Das war aber immer nur einer und die Bewertung war auch nicht so streng. Nächste Woche werde ich Referatthemen vergeben. Die Referate sollen dann Mitte Januar gehalten werden. Aus gutem Grund soll da erst mal jeder für sich arbeiten. Ich will nämlich, dass sie lernen, sich ein Thema selber zu erarbeiten, verschiedene Informationsquellen nutzen und dies dann präsentieren. Das ist schon recht happig und wir haben in diesem Schuljahr dazu schon einiges geübt. Das noch als Gruppenarbeit würde die Kinder definitiv überfordern!
Was Deinen Sohn betrifft: Ich finde es toll, dass er diese Eigeninitiative zeigt. Vermutlich wird die Lehrerin dieses neue Referat nicht so bewerten wie die Gruppenarbeiten, weil es ja unter völlig anderen Voraussetzungen entstand. Sie wird sich aber sicherlich Notizen dazu machen, evtl. eine mündliche Note eintragen und Deinen Sohn als motiviert und ehrgeizig betrachten. Dies könnte hilfreich sein, wenn er beispielsweise beim Zwischenzeugnis auf der Kippe zwischen zwei Noten ist. In jedem Fall wird er einen positiven Eindruck hinterlassen (so wäre das jedenfalls bei mir).
Übrigens kenne ich meine Schätzchen ziemlich gut. Wenn mal eine Gruppenarbeit daneben geht, erkenne ich in der Regel sehr gut, woran es gehakt hat und welches Kind sich teamfähig gezeigt hat und welches nicht...

Gruß

tigerin73

Beitrag von knutschkugel4 14.12.09 - 20:39 Uhr

so -sohnemann hat heut seine arbeit mitgenommen#schwitz
vortragen durfte er es nicht und es wurde auch nicht bewertet-aber sie wollte es mit nach hause nehmen - weil sie es sich anschauen wollte;-)



liebe grüße dany