Was genau macht ein Osteopath?

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Beitrag von satera 12.12.09 - 20:46 Uhr

Hallo Zusammen,

unser Kleiner ist jetzt genau 3 Wochen alt. Ihn quälen häufig (nach fast jeder Mahlzeit) Blähungen und Verdauungskrämpfe, er hat "nur" ca. alle 24-36 Stunden Stuhlgang und leidet natürlich drunter.

Wir lassen schön Bäuerchen machen, setzen zwischendurch ab, massieren den Bauch, haben Milchzucker probiert, mischen die Milch mit Fencheltee ... alles mögliche. Er kriegt die Hipp Pre, da ich leider abstillen musste.

Nun hat meine Hebamme empfohlen dass wir doch mal mit ihm zum Osteopathen sollen.

Was genau macht denn der Osteopath? Ich lese immer "er hat dieses und jenes gelöst" ... was heißt "gelöst"? Ist das verrenken, handauflegen, verbiegen, ... was genau tut er? Ich hab da überhaupt keine Vorstellung davon. Habe nur gelesen dass es zu den alternativen Heilmethoden gehört.

Und zweite Frage: was kostet das ungefähr? Unser Zwerg ist natürlich alles wert, aber wir wollen gern vorher wissen, auf was wir uns ungefähr einlassen.

Freue mich auf Eure Antworten!

LG Kerstin
mit Lennart 3 Wo.

Beitrag von carolinchen263 12.12.09 - 20:59 Uhr

meine patentante hat uns einen besuch beim osteopathen geschenkt, als bennett gerade mal 1 woche alt war. er hat ihn sich von allen seiten angeschaut, abgetastet und dann festgestellt, dass er nichts hat. wir waren gar nicht begeistert davon, er hat nichts anderes gemacht als der kinderarzt bei der u2 ein paar tage zuvor. will auch gar nicht wissen, was das gekostet hat. wir haben einen anderen mann rauskommen sehen und der osteopath hat ihm zum abschied gesagt "das sind dann 80 und 50 und wir machen einen termin fuer naechste woche"... hilfe!!!

will das jetzt nicht schlecht machen, aber wir wuerden es nicht mehr tun. vielleicht sieht es aber anders aus, wenn es ein akuter fall ist und nicht praeventiv.

lg carolin

Beitrag von senzill 12.12.09 - 21:35 Uhr

...wir waren gar nicht begeistert davon, er hat nichts anderes gemacht als der kinderarzt bei der u2 ein paar tage zuvor...

Na wie du schon selber gesagt hast, am geht ja auch nicht zum Osteopathen wenn man nichts hat! Der macht natürlich nur etwas, wenn auch Blockaden oder Fehlstellungen sind, daher hättet ihr eher froh sein können, das er nichts gemacht hat und sicher hat er dafür auch kaum was verlangt, denn auch der Osteopath lässt sich nur bezahlen, wenn er was macht.

Und klar kostet das was (wenn er was macht und meist braucht man schon 2-3x manchmal aber auch nur 1x), da es von der Krankenkasse nicht gezahlt wird, du weißt ja nicht, was andere Behandlungen so kosten, da diese Kosten ja übernommen werden.

Beitrag von lienschi 12.12.09 - 21:40 Uhr

Wenn Dein Kleiner nichts hat, dann kann der Osteopath auch nicht behandeln... das macht einen guten Mediziner/Naturheilmediziner aus, dass er in so nem Fall sagt, dass alles in Ordnung ist und er nichts für Dich tun kann.

Was genau ein Osteopath bei seinem Abtasten macht, siehst Du gar nicht... daher sieht es so aus wie ein normales Antasten beim KiA.

Leider zahlt die Krankenkasse solche Behandlungen nicht, da es keine schulmedizinischen Beweise für die Wirkung solcher Methoden gibt.

Wenn man überlegt, was ne orthopädische Behandlung (Besuch beim Arzt, Abtasten, Röntgen, Ultraschall, Krankengymnastik,...) kosten würde, wenn man es selbst zahlen müsste, dann kommt man bei Osteopathen doch noch gut weg.

Ich bin nicht grundsätzlich für oder gegen Naturheilverfahren und auch nicht grundsätzlich für oder gegen die Schulmedizin... aber wenn´s um mein Kind oder auch um meine eigene Gesundheit geht, probier ich alles aus.

Das ist jetzt keine Kritik an Deiner Meinung... ich finde es nur schade, dass Dir Dein Besuch beim Osteopathen so sinnlos vorkommt... keine Diagnose ist ja in Eurem Fall ne gute Diagnose! ;-)

lg, Caro

Beitrag von schullek 12.12.09 - 22:08 Uhr

hätte der gute mann etwas (er)gefunden und euch abzocken sollen?

osteopathen arbeiten niocht grobschlächtig, sondern durch abtasten etc. und bei einem baby ist ja nun mal nicht soo viel fläsche da. ich finde es klasse, das deine tante sowas schöne sgeschenkt hat. wünschte bei mir würde mal jemand auf so eione idee kommen.

wusstest du, dass in den usa in den großen krankenhäusern die babys routinemäßig direkt nach der geburt von einem osteopathen durchgecheckt werden? und as schon viele jahre lang.

ich habe mal eine gute freundin und ihre zwei kinder nach nem autounfall zu einem begleitet dort und war damals regelrecht begeistert. der mann wusste nichts vom unfall und hat nur durch das abtasten und spüren allein festgestellt, welches kind wo im auto saß und wo der andere reingefahren ist... es hat nicht viel gefehlt udn er hätte die geschwindigkeiten beider fahrzeuge gesagt.

lg,

schullek

Beitrag von holidaylover 13.12.09 - 12:10 Uhr

wieso geht man denn überhaupt zum osteopath wenn man NICHTS hat? #kratz
ich war mit 2 meiner kids dort und es ging ihnen prima danach!!! #pro

Beitrag von jeany82 12.12.09 - 21:16 Uhr

Hallo

Wir waren mit unserer kleinen beim Osteopathen, weil sie ihr Köpfchen nur zu einer richtung drehen konnte und dadurch das Köpfchen schon enorm verformt war.
Zuerst hat der Osteopath die kleine am ganzen Körper "abgetastet" und ihre "Beweglichkeit" getestet um zu sehen wo und welche Blockaden vorliegen. Bei uns war es halt ein ausgerenkter Nackenwirbel, den er ganz sanft durch eine art Massage wieder "eingerenkt" hat. Bei uns reichte eine Behandlung vollkommen aus, die kleine Maus kann ihr Köpfchen wieder zu beiden Seiten drehen :-) Die Behandlung kostet bei uns 60 Euro, aber das ist sicher unterschiedlich.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, ich kann es euch nur empfehlen.
Denn auch bei Verdauungsproblemen, Trinkschwierigkeiten etc kann ein guter Osteopath euch helfen


LG Jenny

Beitrag von lienschi 12.12.09 - 21:24 Uhr

huhu,

der Osteopath kann rausfinden wo im Körper eine Störstelle ist, z.B. eine Fehlstellung eines Wirbels oder eines Gelenks... bei Babys oft durch die Geburt verursacht... solche Störstellen oder Blockaden haben oft Auswirkungen auf andere Organe oder auf die Psyche, daher der Tipp von Deiner Hebi.

Diese Blockaden werden dann durch sanftes Einrenken wieder gelöst... sind also ganz sanfte Bewegungen und Berührungen.

Hier kannste nochmal nachlesen:

http://www.osteopathie.de/de-osteopathie.html

Und hier anschauen:

http://www.youtube.com/results?search_query=osteopathie+baby&search_type=&aq=f

Die Kosten sind von Osteopath zu Osteopath unterschiedlich... ich habe für knapp ne Stunde 40 Euro gezahlt.

Ich war damals einfach nur froh, dass meine Ischiasprobleme in der SS von einen auf den anderen Tag verschwunden waren... wie genau das funktioniert hat, und was es gekostet hat, war mir da echt egal... ich würde mit meinem Kleinen auch jederzeit hin, wenn er irgendwelche Probleme hat.

Probier´s aus... mehr als nichts helfen kann´s nicht.

lg, Caro

p.s.: Hast Du´s schon mit Sab-Simplex oder Lefax probiert? Hilft bei meinem Kleinen super... das löst einfach nur die Luftbläschen im Magen und Darm rein physikalisch auf und wird komplett wieder ausgeschieden, also nicht vom Körper aufgenommen. Vielleicht ist Deinem Kleinen damit schon geholfen.

Beitrag von satera 12.12.09 - 21:53 Uhr

Ganz, ganz herzlichen Dank für die vielen Antworten und v.a. auch die Links. Jetzt bin ich um einiges schlauer! :-)

Denke ich werde mal einen Termin ausmachen, kann ja nicht schaden, und das Geld investiere ich liebend gerne, wenn ich dadurch dem kleinen Goldschatz auch nur ein bißchen helfen kann.

Sab simplex hab ich noch nicht probiert, danke auch für diesen Tipp!!

Danke Euch!