nicht mal im KIGA ist man vor ihr sicher

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von fee166 12.12.09 - 21:16 Uhr

huhu,

meine schwiegermutter ist alkoholikerin. das wäre für uns nur halb so schlimm bzw. besser zu ertragen, wenn sie nicht im gleichen haus wohnen und uns so täglich über den weg laufen würde.

niclas liebt seine oma. aber ich verneine meist seine frage, ob er zu ihr darf, weil sie - in letzter zeit immer öfter - betrunken ist und das oft schon am nachmittag.

gestern war im KIGA weihnachtsfeier und als wir in die dafür angemietete gaststätte kamen, saß wer schon da? meine schwiegermutter. sie lächelte uns an und war wohl der ansicht, wir würden uns allen ernstes zu ihr an den tisch setzen.

sie hat sich von bekannten aus dem dorf dahin fahren lassen.

das schlimme dabei ist auch, dass einige leute aus unserem dorf und den nachbardörfern auch mitbekamen, dass wir getrennt saßen. die denken sich ihren teil.

ich wäre am liebsten wieder gegangen. aber das wollte ich niclas nicht antun.

wir nehmen sie zu solchen veranstaltungen nicht mit eben wegen der sauferei. da sie das wusste, hat sie einfach bekannte gefragt, ob sie mitfahren darf.

darauf angesprochen meinte sie heute ganz trocken zu uns "ihr nehmt mich ja nie mit". mein mann fragte sie, was sie denn meinen würde, warum nicht, darauf erwiderte sie ebenso trocken "er wisse doch gar nicht, wann sie betrunken sei und wann nicht".

lange rede kurzer sinn. wir waren stock sauer.

sie hat uns wieder mal nen nachmittag versaut. sie erzählt überall herum, dass sie ihre enkel nicht haben darf. STIMMT, aber warum sie sie nicht haben darf, verschweigt sie. wir stehen hier als die bösen da und werden von ihr niedergemacht.

zum dank bauen wir ihr ein haus aus, damit sie endlich aus unserem verschwindet, da wir die von ihr belegten räume für uns brauchen. eigentlich war ihre tochter verpflichtet, das haus auszubauen, aber sie hat keinen bock drauf, schließlich lebt ihre mutter ja bei uns und nicht bei ihr...

also bauen wir ner alkoholikerin ein haus aus und dürfen sie zum dank sogar zur KIGA-weihnachtsfeier ertragen, zu der sie ausdrücklich von uns ausgeladen war.

sorry, vielleicht sinnlos, aber so langsam frisst mich der ganze scheiss echt auf.

fee166

Beitrag von mamavonyannick 12.12.09 - 22:10 Uhr

Hallo,

bei allem Ärger, den ein Alkoholiker machen kann... Aber dir ist schon bewußt, dass Alkoholismus eine Krankheit ist? Und zwar eine Suchtkrankheit, die man nicht einfach "heilen" kann, nachdem Motto, da nehm ich mal ne Tablette, dann wirds wieder gut.
DU sprichst von ihr, als wäre sie das Allerletzte für dich und egal was sie tut, sie kann es eh nicht recht machen. Schließlich ist sie ja ALKOHOLIKER.
Sorry, aber ihr dies zum Vorwurf zu machen immer und immer wieder hilft euch und vor allem ihr nicht wirklich.
Bietet ihr eure Hilfe an, wenn sie euch wichtig ist oder brecht den Kontakt ab. Aber so...

m.

Beitrag von xenotaph 12.12.09 - 22:47 Uhr

wir haben auch einen alkoholiker in der familie. und diesem immer wieder hilfe anbieten, die nicht angenommen wird?

diese krankheit (#augen) ist immerhin selbst provoziert worden. es hat ihn/sie schließlich niemand zum trinken gezwungen.

aber ja, ich ordne die prioritäten meiner familie gerne diesem erwachsenen (!) menschen unter ... #klatsch

lg

Beitrag von bruchetta 12.12.09 - 23:45 Uhr

Ich denke, Du mußt noch viel lernen.
Du trinkst sicher selbst hin und wieder ein Glas und provozierst damit ebenfalls eine Abhängigkeit.
Du isst und provozierst eine Eßsucht.
Du machst Sport und provozierst auch hier eine Abhängigkeit.
Du arbeitest und könntest zum Workaholic werden.
In all diesen Fällen hätte Dich niemand dazu gezwungen.
Es PASSIERT einfach!!

Beitrag von xenotaph 13.12.09 - 00:23 Uhr

1. nein, ich trinke keinen alkohol (auch nicht zu sylvester oder zu geburtstagen) - das zeug schmeckt mir einfach nicht.

2. ja, ich esse ab und an - aber es liegt in meiner hand, ob ich viel oder wenig esse.

3. es liegt doch an MIR, ob ich dinge exzessiv betreibe. es ist aber immer noch eine andere sache, ob ich mir damit schade oder anderen. und wieso immer rücksicht nehmen? irgendwann ist doch mal gut, oder?

4. nein, ich bin nicht der ansicht, dass suchtkrankheiten passieren. andere sachen ja, aber keine sucht.

5. ja, ich habe was gegen unkotrolliertes (!) sich gehen lassen. gegen grenzenloses (!) selbstmitleid. gegen diese haltung : allen muss geholfen werden ... (nur bis zu einem gewissen punkt. )

LG

Beitrag von windsbraut69 13.12.09 - 08:54 Uhr

Du hast doch keine Ahnung, wie schnell man in eine Sucht rutscht.
Es genügen schon chronische Schmerzen oder psychische Probleme und Du kommst nicht mehr weit mit deinem "nicht gehen lassen".

Beitrag von windsbraut69 13.12.09 - 08:53 Uhr

Du trinkst keinen Tropfen Alkoholk, hast noch nie geraucht, Lotto gespielt der irgendwelche Medikamente genommen?
Sicher isst Du auch nichts Fettes, wirst nie Übergewicht haben oder treibst irgendwelchen Sport, bei dem Du verunfallen könntest?

Gruß,

W

Beitrag von gh1954 13.12.09 - 11:46 Uhr

Sie scheint aber nicht bereit zu sein, von dieser Krankheit geheilt zu werden.

Alkoholismus ist kein Freifahrtchein, andere zu terrorisieren, ich kann ie TE sehr gut verstehen.

Beitrag von momfor2 13.12.09 - 16:09 Uhr

Wo hat sie denn geschrieben, dass sie "terrorisiert" werden?
Nur wiel die Oma auf ne Weihnachtsfeier kommt.....

Lächerlich für mich!

Ich weiß wovon ich spreche. In meinem engsten Familienkreis gibt es einen trockenen Alkoholiker. Und ich weiß wie weh es tut jemanden so tief unten zu sehen.

Natürlich bringt alles reden nichts. Es muß von demjenigen selber der Entschluß gefasst werden, dass etwas schief läuft.
Aber jemanden deshalb wie Dreck unterm Stiefel zu behandeln leuchtet mir nicht ein!


mf2

Beitrag von fee166 13.12.09 - 20:43 Uhr

da lach ich mal ganz laut.

wir haben 12 jahre lang hilfe angeboten und kontakt abbrechen geht kaum, wenn sie bei uns im haus wohnt.

fee166

Beitrag von engelchen1989 14.12.09 - 09:38 Uhr

Du weißt allem Anschein nach nicht, wie es ist einen Alkoholiker in der Familie zu haben.
Darüber kannst du sehr, sehr froh sein!
Aber bitte behalte solche Kommentare die in der Realität nicht umsetzbar sind für dich!
Ein Alkoholiker MUSS selber einsehen dass er Hilfe braucht. Solange er das nicht tut kann man ihm hinterher rennen wie man lustig ist.
Mein Vater war 18Jahre meines Lebens Alkoholiker. Er hat es geschafft trocken zu werden aber in den über 20 Jahren davor konnte ihm niemand je "helfen".
Ein Alkoholiker sieht seine Krankheit in den meisten Fällen nicht als solche. Wenn ich gekonnt hätte dann wäre ich ihm damals auch aus dem Weg gegangen!

Gruss Sabrina

Beitrag von momfor2 14.12.09 - 13:42 Uhr

Mir ist schon klar, daß man einen Alkoholiker nicht zu irgendwas überreden kann. Da muß der Groschen schon selber fallen und das kann leider sehr lange dauern.

Aber weißt du was, miteinander sprechen ist manchmal schon hilfe genug!
Anstatt jemanden komplett zu ignorieren und wie Abschaum zu behandeln!



mf2

Beitrag von sriver 12.12.09 - 22:59 Uhr

Hallo,

mich hat dein Posting über deine Schwiegermutter echt erschreckt, du schreibst so, als wäre sie das allerletzte. Sie sit krank - sie ist süchtig, manche Menschen sind suchtanfälliger als andere. Wenn es bei dir nicht so ist, hattest du Glück, aber es gibt dir kein Recht, so über sie zu reden. Mit dem Verhalten treibst du sie eher noch tiefer rein.
Vielleicht könnt ihr sie zu einer Therapie bewegen, oder fragt mal bei den AA an, wie ihr helfen könntet. Es gibt glaube ich auch treffen für Familienangehörige.

LG Sriver

Beitrag von fee166 13.12.09 - 20:46 Uhr

hey,

sorry, aber sie ist das allerletzte.

wir leben hier mit ihr zusammen. sie trinkt nur hier, wenn sie zu ihrer tochter fährt, bleibt sie diese zeit nüchtern.

sie hat unsere hilfe stets abgelehnt.

sie hasst ihren sohn und mich natürlich auch. sie rennt meinem sohn hinterher, wenn sie besoffen ist. sie jammert überall herum, dass sie die kinder nicht haben darf, nur warum, schreibt sie nicht.

wenn ich dir alles erzählen würde, wärest du der gleichen meinung, aber dann würd ich hier nen buch schreiben.

fee166

Beitrag von suriya 13.12.09 - 01:09 Uhr

lasst euch doch bei einer suchtberatungsstelle beraten wie ihr mit der schwiemu umgehen könnt/sollt.aber mal gefragt:wollt ihr denn wenn sie vom alk weg kommt mit ihr familie leben?und wollt ihr der omi überhaupt dabei behilflich sein?weil das müsstet ihr schon,denn dazu braucht sie unterstützung und liebe.müsst euch überlegen ob ihr das aufbringen könnt...wenn nicht arg schade!dann fehlt da wirklich viel liebe.

Beitrag von ratzundruebe 13.12.09 - 08:11 Uhr

Hallo

Du schreibst dass ihr als die Blöden dasteht...

Dann sagt doch den Leuten mit den ihr zu tun habt und vor denen ihr blöd dasteht die Wahrheit über euer Verhältnis und warum es so ist wie es ist.
Sagt aber auch bitte den Leute wie ihr über eure Schwiegermutter denkt und sagt auch dabei dass ihr lieber bei Urbia über sie ablästert anstatt ihr Hilfe anzubieten #aerger

Diese Frau ist krank. Sie ist süchtig und bedarf Hilfe.
Blöde Sprüche und Erniedrigungen von Euch kann sie am Allerwenigsten gebrauchen.

Und wer eine Weinachtsfeier vom Kindergarten in einer Gaststätte feiert muss damit rechnen dass am Tresen betrunkene Menschen sitzen #aha

Beitrag von arienne41 13.12.09 - 08:28 Uhr

Hallo

Du bist so voööer haß deiner Schwiegermutter gegenüber.

Imm www. über jemanden herziehen der dazu keine Stellung nehmen kann ist ja auch nicht die feine Art.

Kümmert euch doch mal um sie als Familie.

Einsamkeit treibt viele zum Alkohol.

So wie du hier schreibst bist du ein echter #drache.

LG


Beitrag von windsbraut69 13.12.09 - 08:51 Uhr

"also bauen wir ner alkoholikerin ein haus aus und dürfen sie zum dank sogar zur KIGA-weihnachtsfeier ertragen, zu der sie ausdrücklich von uns ausgeladen war"

Wer solche Kinder hat, braucht keine Feinde mehr.
Dir ist nicht bekannt, dass Alkoholismus eine KRANKHEIT ist?

Gruß,

W

Beitrag von darkblue81 13.12.09 - 09:49 Uhr

Hallo fee166,

ich habe so ziemlich das gleiche durch mit meiner Schwiegermama, es ist keineswegs einfach, ich kann verstehen wie es dir geht.

Es war ein langer harter Kampf, aber heute ist sie trocken und das bereits seit 5 Jahren, allerdings hat es bei ihr auch *klick* gemacht, da haben wir alle sie unterstützt.

Wenn du möchtest, kannst du mich gerne per PN anschreiben und #liebdrueck

Grüße

Beitrag von pink1 13.12.09 - 10:09 Uhr

Hallo fee!

Hmmm... ich kann verstehen, dass Du da keine Lust mehr drauf hast, aber ganz ehrlich... die Frau tut mir auch total leid.... Es ist immerhin auch eine Krankheit. Das darfst Du dabei nicht vergessen!
Ist natürlich viel verlangt, aber ich finde es schon echt hart, dass ihr sie so ausschließt.

Wenn die dann alleine wohnt.. oh je, da geht die doch total vor die Hunde, meinst Du nicht?

Pink1

Beitrag von nauticfish 13.12.09 - 11:56 Uhr

Lass die keine Vorwürfe machen oder ein schlechtes Gewissen einreden. Entweder deine Schwimu kommt zu euch in 100% Liebe, also vollkommen clean ohne alkohol, ohne Unruhe und Durcheinander zu stiften, nur unterstützend und liebend euch gegenüber. wenn sie den respekt und liebe euch gegenüber nicht hat, dann ist das eine ganz bewusste und knallharte Boshaftigkeit deiner schwimu euch gegenüber und Ihr solltet solange Sie euch gegenüber boshaft ist keinen Kontakt zu Ihr haben, d.h. auch räumlich von Ihr entfernen. Und Ihr müsst Ihr auch nicht ein Haus ausbauen. Sie muss selber stark genug werden Ihr leben selber zu meistern 100% allein.

liebe Grüße,

Andreas

Beitrag von nauticfish 13.12.09 - 11:57 Uhr

erste Zeile lautet:

Lass dir keine Vorwürfe machen oder ein schlechtes Gewissen einreden.

Beitrag von jennifer1981 13.12.09 - 12:04 Uhr

Hallo,

direkt zum Thema möchte ich nichts sagen.
Aber eines kann ich mir nicht verkneifen:

Ich glaube echt das alle, die es jetzt mal wieder besser wissen , keine Ahnung haben wie es is mit einem Alkoholiker/in leben zu müssen bzw. einen in der Familie zu haben.

Irgendwann ist so viel vorgefallen das man damit nicht mehr leben kann und will. Außerdem kann der/die Süchtige sehr wohl etwas dagegen unternehmen, wenn er/sie nur möchte. Und dann werden die wenigsten Hilfe verwehrt bekommen.

Und zu fee166, ich kann Dich verstehen.
Ich denke mehr muss ich nicht sagen.

LG Jenny

Beitrag von auchmal 13.12.09 - 18:48 Uhr

ganz deiner Meinung :=)

Beitrag von liki 13.12.09 - 19:05 Uhr

ich bin auch Deiner Meinung.

Mein Exmann hat mit seinem Alkohol nicht nur sich selber zerstört, sondern war drauf und dran, auch noch seine Kinder mit in die Scheiße zu reißen - jahrelange Therapie-Angebote und Gespräche und Hilfsangebote hat er arrogant und selbstherrlich ausgeschlagen.

Wir konnten uns nur retten, in dem wir ihn verließen und mühsam bei Null anfingen.

Irgendwann kann man einfach nicht mehr.

Fee166: ich wünsche Dir alles Gute!

LG, liki

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