Der Vorleser...

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Forum: Medienwelt

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Beitrag von arwen-berlin 12.12.09 - 22:53 Uhr

Ich habe mir nun endlich mal den Film angeschaut. Eigentlich wollte ich erst das Buch lesen, aber ich komme einfach nicht dazu. Aber ich fand ihn wirklich gut gemacht.
Wie hat er Euch gefallen?
Hat jemand das Buch gelesen? Wenn ja lohnt es sich noch, es jetzt zu lesen? Ist der Film gut umgesetzt?

Danke für Eure Antworten.

LG Steffi

Beitrag von mamamaja 13.12.09 - 00:43 Uhr

hy......ich habe erst das buch gelesen und war super begeistert gewesen......:-) habe dann den film geschaut und war eher enttäuscht:-(.....

im buch sind die sache genauer beschrieben.....man kann alles mitfühlen....so schön werden seine gefühle und gedanken beschrieben.....

eine szene wurde im film komplett weggelassen die ich als "wichtig"empfunden habe.....zumindest war sie im buch so beudeutungsvoll dargestellt, dass sie im film nicht fehlen sollte#gruebel

und das ende ist im film auch anders als im buch#kratz und das vom buch fand ich schöner.....

ich bin vom buch immer noch begeistert und denke, dass ich es bestimmt nocheinmal lesen werde.

lg
maja

Beitrag von aletheia 13.12.09 - 08:42 Uhr

Meinst du die Szene, wo sie beide auf der Radtour waren und er ihr morgens einen Zettel geschrieben hat, dass er nur schnell Frühstück holt und sie dann durchdreht?

Beitrag von mamamaja 13.12.09 - 10:10 Uhr

jup......genau die meine ich......finde, dass die stelle doch eine wichtige bedeutung für die geschichte hat.....und wie gesagt....das ende ist auch anders...

lg

Beitrag von elodia1980 13.12.09 - 13:11 Uhr

Die Kritik hat dieses Buch in den höchsten Tönen gelobt. Ein außergewöhnlich gutes Werk habe ich jedoch beim Lesen keineswegs entdeckt. Michael Berg, der sich als Fünzehnjähriger in die wesentlich ältere Hanna Schmitz verliebt, wirkt selbst im Alter noch wie ein unbeholfener Trottel, der nicht glaubhaft darstellen kann, was an dieser Frau anziehend sein soll. Ebenswo wenig erschließt sich sein Gefühl nach der Trennung. Die gesamte Betrachtung bleibt oberflächlich und banal, sie spricht weder das Gefühl noch den Geist an, denn sowohl Beweggründe als auch innere Konflikte werden nicht nachvollziehbar geschildert, sondern in wenigen Worten halbherzig abgehakt. Diese marginale Abhandlung, die das Herz nicht erreicht, findet sich leider nicht nur in der Liebesgeschichte, sondern auch in den Passagen über Hannas Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Das Buch ist kühl, aber nicht souverän. Der Leser wird weder Zeuge einer erotisch ungewöhnlichen Verwicklung noch fühlt er Mitleid für die Analphabetin, die sich aus Scham ihr Leben zerstört hat. Von einer angemessenen Aufarbeitung des gewichtigen Nazi-Themas kann erst recht keine Rede sein. Es passiert sehr selten, aber tatsächlich ist der Film ansprechender gestaltet.

Mein Urteil: Das einzige, was für das Buch spricht, sind die angenehm klare Sprache, die einen raschen Lesefluss ermöglicht und die Tatsache, dass man nicht allzu viel Zeit damit vergeudet, denn das Buch hat nur 200 Seiten.

Quelle:
http://www.lindner-katharina.de/15_lager_vorleser.html