Mutter statt Frau

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von sehr traurig 13.12.09 - 11:04 Uhr

Mein Mann und ich haben Eheprobleme und es hat lang gedauert, bis wir wirklich mal darüber gesprochen haben. Unter anderem haben wir auch kaum Sex. Äußerlich haben wir unsere Probleme im Griff. Nur eines lässt mich nicht los. Wir haben 2 Kinder mit einem Altersabstand von 10 Jahren, das jüngste Kind ist jetzt 3. Seine Sexunlust begründete er immer mit Stres usw. Allerdings auf meine direkte Frage, ob er mich überhaupt noch als Frau wahrnimmt, kam seine ehrliche Antwort, nein kaum noch, er sieht in mir eher die Mutter seiner Kinder. Und das, obwohl ich mich durchaus schick kleide, auch mal Reizwäsche trage usw. Es wäre aber erst seit dem 2. Kind so, obwohl wir es beide wirklich wollten und der Wunsch bei ihm sogar stärker war als bei mir. Das ist sehr verletzend für mich. Klar sind 2 Kinder stressig, aber ich geb mir wirklich große Mühe, auch unsere Partnerschaft nicht zu kurz kommen zu lassen, nur leider kommt nichts zurück. Er fühlt sich wohl daheim und liebt uns sehr, da zweifel ich auch nicht dran. Aber er könnte es angeblich nicht ändern, dass er in erster Linie die Mutter in mir sieht, statt eine Frau und das würde ihn auch oft davon abhalten, mit mir zu schlafen.
Wie soll denn das weitergehen?

Beitrag von So nicht 13.12.09 - 11:19 Uhr

Versuche Dich mal selbst mehr als Frau zu sehen. Geh alleine, ohne ihn aus. Mit Freundinnen, wie früher. Suche dann ruhig auch mal Blickkontakt zu anderen Männern, schau, wie die auf Dich reagieren. Es geht hier nicht (!) um fremdgehen oder ähnliches, aber manchmal ist es so, dass wir auf andere Menschen das ausstrahlen, was wir selbst empfinden.

Beitrag von clazwi 13.12.09 - 13:02 Uhr

Das klingt in meinen Ohren irgendwie kritisch.

Wie nimmst Du Dich denn selbst wahr?

Zwischen meinem Mann und mir besteht trotz einer extremen familären Situation (unsere Kleine ist schwerbehindert, die Grosse zum Glück gesund, aber teilweise recht anstrengend in der Pubertät) eine gesunde Mann-Frau-Beziehung.
Wir nehmen uns nicht als Eltern, sondern als "gegengeschlechtliche" Partner wahr und das leben wir auch aus.

Sicher geht das auch nicht immer so, wie es gerade "passend" wäre, aber weder mein Mann definitiert sich über seine Vaterrolle, noch definiere ich mich über meine Mutterrolle.

Das scheint bei Euch anders zu sein, oder nehme ich das falsch wahr?

LG
Claudia

Beitrag von similia.similibus 13.12.09 - 13:29 Uhr

Wie verhältst du dich denn ihm gegenüber? Vielleicht auch "mütterlich"?

Wie hier schon jemand schrieb: verändere dich ruhig mal ein bisschen. Unternehme mal etwas allein oder mit Freundinnen, lege dir eine neue Frisur zu, probier ein neues Makeup. Kauf dir neue Kleidung. Besuche einen Kurs an der Volkshochschule oder bilde dich sonst wie weiter. Denk mal drüber nach, was du schon immer mal machen wolltest aber aus Rücksicht auf deine Familie immer hinten an gestellt hast. Werde egoistisch!!!

Mehr fällt mir jetzt leider auch nicht ein.

Viel Erfolg
Similia