Erste trennung von den Eltern

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von tsuhsi 13.12.09 - 20:35 Uhr

Guten Abend erstmal!
Ich bräuchte mal einen Rat von anderen Müttern, denn ich stehe gerade vor einem Problem, für das ich keine rechte Lösung finde, bzw. gibt es zwei Möglichkeiten zur Lösung, die ich aber beide nicht gut finde. Aber von Anfang an...
Meine Tochter ist jetzt 11 Monate alt und bis jetzt war ich ganz zu Hause. Seit 6 Wochen gehe ich einen Tag in der Woche arbeiten und meine Schwester passt auf die Kleine auf; beide lieben diesen "Tantentag"!
Da ich nach dem 1. Geburtstag meiner Tochter auf 20 Stunden die Woche aufstocken werde, haben wir seit Oktober auch eine Tagesmutter, die einen Tag übernehmen soll. Leider klappt das da noch nicht wirklich, zwischendurch ging es mal ganz gut, so daß ich sie für ca. 1,5 Stunden allein dort lassen konnte, aber grade ist es eher wieder so, daß sie die ganze Zeit heulend vor der Tür hockt und auf mich wartet. Wenn mein Mann mit ihr dort ist, genauso. Wir sind aber optimistisch, das mit der Zeit in den Griff zu kriegen.
Jetzt das eigentliche Problem: Überraschend muß ich "zwischen den Jahren" drei Tage lang voll arbeiten und mein Mann auch. Meine Schwester ist zu der Zeit noch bei meinen Eltern (ca.350km entfernt), wo wir alle gemeinsam Weihnachten verbringen werden. Wer also kann an den drei Tagen die Kleine betreuen?
Variante 1: Die Tagesmutter. Wenn es schlecht läuft, wie es im Moment ja aussieht, heißt das, sie wird den ganzen Tag heulen und vielleicht können wir diese Tagesmutter danach dann komplett vergessen wg. traumatischer Erfahrung. Allerdings würde sie mich immerhin morgens und abends sehen.
Variante 2: Mit meiner Schwester bei den Großeltern lassen. hHerbei macht mir nur die Dauer Sorgen: immerhin wäre sie dann drei Tage und vier Nächte ohne mich und das in einer ungewohnten Umgebung (obwohl wir ja immerhin vorher ein paar Tage mit ihr zusammen dort sind zum Eingewöhnen)
Was denkt ihr?
Bin dankbar für jede Antwort!
Einen schönen Abend noch!
TsuHsi

Beitrag von smily1309 13.12.09 - 20:52 Uhr

Hallo,

wenn es wirklich nur diese beiden Alternativen gibt und deine Kleine sich richtig gut mit deiner Schwester versteht, dann bin ich für die Variante, dass sie mit bei deinen Eltern bleibt. Ich glaube da weint sie weniger als bei der TM.

LG Nadine

Beitrag von bienchen807 13.12.09 - 20:59 Uhr

Hi!

Da schließ ich mich an. Und wenn sie sich gut kümmern, dann ist das mit der Umgebung sicherlich okay - aber ein paar gewohnte Lieblingssachen einpacken!!

LG

Beitrag von jollymax 14.12.09 - 09:56 Uhr

Keine Frage drei Tage und vier Nächte bei ihren Großeltern bleiben dürfen ist wundervoll. Für Kinder gibt es nichts Schöneres. Nur wir Mamas glauben immer ohne uns läuft nichts, weil wir nicht loslassen können/wollen. Oft läuft es ohne uns sogar viel besser ;o) (Meine Kinder haben bei Oma und Opa schon durchgeschlafen, als sie zuhause noch 2-3 Mal nachts wach wurden ;o) ) Und für die Kind-Oma/Opa-Beziehung ist es ein wundervolles Geschenk. Wir haben das bei beiden Kindern so früh gemacht und beiden Kindern hat es total gut getan. Die Beziehung zu meinen Eltern wurde dadurch so eng, dass die weite Entfernung keine Bedeutung mehr hat.
Freue dich, dass ihr eine Chance bekommen habt, euerer Tochter und deinen Eltern ein wundervolles Geschenk, wahrscheinlich das absolut schönste Weihnachtsgeschenk für alle 3 (oder 4 mit Schwester) zu machen.

Und zur Tagesmutter. Nimm dir ganz viel Zeit zur Eingewöhnung. Ich denke, die Trennung zu dir war zu früh. Frag die TM, ob du noch ein paar Mal mit kommen kannst. Erst wenn deine Tochter signalisiert, dass sie sich wohl fühlt, fangt ihr mit Trennungsversuchen an. Am ersten Tag max. 15 Min. (erkläre deiner Tochter, du gehst schnell einkaufen, dann kommst du wieder und nimmst sie mit nach hause). Das nächste Mal 30 min, dann 1 Stunde, je nachdem was deine Tochter signalisiert.

Wenn du dir zum Eingewöhnen viel Zeit nimmst, dann klappt das dafür danach absolut super und du gehst mit gutem Gewissen ;o)
Falls die TM die Eigewöhnungszeit nicht mitmachen will, würde ich darüber nachdenken mir eine andere zu suchen.

Wir haben unsere Kinderfrau(en) (später auch die KiTa und den KiGa) bei beiden Kindern schön langsam eingewöhnt und alles klappte super, ohne eine einzige Träne. Und immer wenn die Kinderfrau auf die Kinder aufpasst, habe ich so ein gutes Gefühl, wie wenn meine Eltern auf sie aufpassen.

Liebe Grüße
Jollymax