Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch (Aufklärung?)

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von *vor ein paar Tagen II* 13.12.09 - 21:05 Uhr

Guten Abend zusammen,

Vor ab möchte ich erstmal festlegen dass das hier keine ermutigung sein soll. Ich bin defenitiv gegen einen Abbruch. Die individuellen Lebenssituationen der Frauen die sich dafür entscheiden ist davon abhängig...
Bitte nicht falsch verstehen.

Ich wollte mich zurück melden. Leider noch in schwarz aber nun gut.
Ich hatte vor ein paar Tagen geschrieben das ich mit Zwillingen schwanger war. Mein Sohn gerade mal im August 2009 geboren. Nach einer weiteren Ultraschall untersuchung stellte sich heraus das sich einer der beiden Zwillinge nicht weiter entwickelt hatte... Die Frauenärztin meinte es sei nicht sicher das der andere Zwilling überlebt. Da er mit dem ersten mit abgehen könnte.

Mein Partner und ich haben uns dann für einen Abbruch entschieden. Wir wollten den Nervenkitzel nicht haben der uns bevor stand falls wir uns dann irgendwie doch noch gefreut hätten wenn es dann zur FG kommen sollte... (nennt mich ruhig feige...)

Ich will nur erleutern wie das zu gange geht. Weil ich im Internet sehr wenig dazu gefunden hatte. Ich will erklären warum ich mich dazu entschlossen habe und einigen Frauen die sich damit auseinander setzen eventuell helfen. Mir selber war das eher ungewiss was genau auf mich zu kommt. Und hatte auch angst davor...

Am Freitag hatte ich einen Termin in einer Praxis die SSabbrüche vornimmt. Ich musste um 14:00 Uhr 3 Tabl. von Mifegyne einnehmen. Dannach wurds mir mulmig im Magen aber es hielt sich in Grenzen. Ich persönlich musste jetzt nicht spucken. Was aber durch aus vorkommen kann.
Am Sonntag (also heute) musste ich um 12:00 Uhr 2 Tabl. von Cytotec einnehmen.
Ich zitiere mal einen Satz der auf diesem Ärzte Plan steht, der bezieht sich auf das Medikament.

"Das Prostaglandin untersützt die Ausstoßung des Fruchtsacks."

Dannach hatte ich leichte Schmerzen wie bei der Periode und 20 Min später nach der Einnahme kam die erste Blutung. (die jenigen die sich dafür entscheiden, besorgt euch reichlich "große/dicke" Binden).
Kurz darauf erfolgte das was oben im Satz gemeint war.
Ich will keinem Angst machen, ich will nur versuchen das zu erklären was auf euch zu kommen wird...

Auf meinem Ärzteplan stand das ich den Dr. um 14:00 Uhr anrufen sollte. Kurz davor hatte ich den ersten Abgang. Er sagte ich solle die Tropfen einnehmen die er mir verschrieben hätte. Die sorgen dafür das die Blutung nach und nach (wie bei der Regel) schwächer wird.

Und dann kam es ganz plötzlich... ein richtiger Schwall mit allem was dazu gehört (Sorry)... es fühlte sich an wie bei der Nachgeburt. Nur nicht so heftig in der größe. Was eher mein problem war... es hörte nicht auf. Es ist eine sehr sehr starke Blutung die auf einen zukommt mit der ich fast nicht fertig wurde.
Ohne das jetzt zu verherrlichen... ich stand in der Badewanne und blutete erstmal 30 min. durch bis der erste große "ansturm" vorbei war... ich bin richtig verzweifelt. Ich wusste auf was ich mich eingelassen hatte ich wusste aber nicht was genau in erste Linie auf mich zu kommt.
Ich hab in den Armen meines Partners geweint...der hin und her gesprungen ist wegen unseres Sohnes und weil ich seine Hilfe brauchte. Er hat das sehr gut gemeistert.
Mein Rat.... Ihr solltet auf Anraten eures Arztes an diesem Tag nicht allein sein.
Ich wusste erst warum als es soweit war. Ich verlor heute sehr viel Blut. Fast so wie an der Geburt meines Sohnes. Mein Kreislauf ging sehr heftig in den Keller.
Nach ca. 4-5 Stunden wurde es immer schwächer. Der Anfang war hinter mir.

Im Moment ist es wie eine ganz normale Periode. Natürlich ist es eine starke Blutung. Aber es ist in Ordnung. Ich persönlich hoffe sehr das ich nie nie wieder in diese Situation kommen muss. Aber falls doch... entweder wird das Kind geboren weil es Mutter Natur so bestimmt hat oder falls was schief laufen sollte würde ich nur eine Ausschabung machen....

Wie gesagt: DAS HIER IST KEINE ERMUTIGUNG FÜR SOLCH EIN VORGEHEN!
Ich habe das auf diesem Weg gemacht weil ich höllische Angst vor solchen Eingriffen habe... und ich war noch rechtzeitig dran für diesen Weg.

Im Moment geht es mir gut. Ich konnte mich weil ich es life mit erleben konnte mich so gesehen "verabschieden" Ich wusste nun ist es vorbei...
Ich habe jetzt zu diesem Zeitpunkt keine moralischen Bedenken. Natürlich tuts mir irgendwo im Herzen weh. Aber ich bin davon überzeugt das es so richtig war...

Versucht mich zu verstehen. Ich wünsche mir für jede Frau das sie diesen Weg nie gehen muss.
Aber es gibt auch Frauen die wissen das es so besser ist. Diese dürfen nicht verurteilt werden.
Versucht bitte nicht schlecht über diese Frauen zu denken. Jeder entscheidet selber.

Was ganz wichtig ist. Hört auf die Stimme die aus eurem inneren kommt.
Nur dann entscheidet Ihr richtig. Und könnt damit leben und auch umgehen.

Danke fürs lesen.
Danke für die Geduld.

Liebe Grüße

Beitrag von sonneblume5 13.12.09 - 23:03 Uhr

Sorry, aber aus dem Ganzen werde ich nicht wirklich schlau. Habe deinen 1. Beitrag gelesen.
Wenn ein Zwillie sich nicht weiterentwickelt, ist das traurig, aber durchaus normal.
Das heisst noch lange nicht, das der andere mit abgeht oder sich ebenfalls nicht entwickelt, hatte ich auch geschrieben.

Du bist gegen Abtreibung, hast dem 2. Zwillie aber gar nicht die Chance gegeben, sondern beide beseitigt.

NOrmalerweise ist es so, dass sich der Zwillie, der sich nicht weiterentwickelt, im Uterus absorbiert und nichts weiter passiert.
Dann hättest du in Ruhe abwarten können, wie sich der andere entwickelt.

So aber ist das Ganze doch wohl eher eine Mogelpackung.

Den Sinn verstehe ich nicht.

Kein FA hätte dazu geraten, warum auch?

Beitrag von auch so 14.12.09 - 09:52 Uhr

hallo

hatte vor ca einem jahr einen abbruch mit der pille. bei mir war es ähnlich nur ist erst der fruchtsack abgegangen (hatte ihn am toilettenpapier kleben) und anschließend hat die blutung eingesetzt.
die blutung war bei mir allerdings nicht so stark. nur wie eine etwas stärkere regelblutung und ich bin mit normalen binden gut ausgekommen. schmerzen hatte ich keine.
vielleicht war ich aber auch noch nicht so weit wie du (ca. 5-6 ssw)???
hoffe, es geht dir bald besser und du kommst mit deiner entscheidung gut klar!

alles liebe und gute für dich und deine kleine familie! #liebdrueck

Beitrag von sternchen.4 14.12.09 - 10:22 Uhr

Zja, ich versteh das auch nicht so ganz, aber naja!

Beitrag von liese-lotte 14.12.09 - 11:00 Uhr

ich danke dir über die aufklarung,

Und wünsche dir alles gute weiter ihn für dich und deine familie und sehr viel graft

Beitrag von ixis6 14.12.09 - 11:44 Uhr

Ich finde die Aufklärung ein sehr gut gemeinter Gedanke von Dir ...

Ich stehe selber kurz vor einem Ss-Abbruch in den nächsten Tagen. Bei wird es operativ gemacht.

Medikamentös würde für mich nicht gehen , das könnte ich nicht und Deine Erfahrung hat mein denken auch sehr besätigt .. so oder so fällt ein Abbruch nicht leicht , aber wie du schon geschreiben hast .. es gibt frauen die wissen einfach das es besser ist ...

danke dir
LG IxI