selbstgemachtes Rotkraut

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Forum: Topfgucker

Nachdem am Morgen die quälende Frage: "Was soll ich heute nur anziehen?" erfolgreich beantwortet wurde, wartet schon die nächste, noch quälendere, Frage: "Was koche ich denn heute?". Auch andere Fragen rund um Rezepte und Lebensmittel sind hier am richtigen Platz. 

Beitrag von hochzeit777 13.12.09 - 21:28 Uhr

Hallo!
Bei uns solls zu Weihnachten Gans mit Rotkraut und Kartoffelbrei geben. Wie macht ihr denn euer Rotkraut, es sollte nicht aus dem Glas sein, sondern selbstgemacht. Hatte es letztes Weihnachten schon probiert, aber da hat es nicht wirklich geschmeckt. Meine Oma machte immer das Beste Rotkraut, das ich je gegessen habe, aber sie hat das Rezept leider mit ins Grab genommen :-( und keiner weiß wie sies gemacht hat, meine Mama kann sich an Schmalz erinnern, meine Tante an Rotwein und ich weiß was mit Nelken und Lorbeerblättern. Kennt von euch vielleicht jemand ein Rezept, dass die Zutaten enthält? Hoffe, es kann mir jemand helfen, dass dieses Jahr mein Rotkraut schmeckt.

Lieber Gruß und schöne Weihnachtszeit
Hochzeit777

Beitrag von superschatz 13.12.09 - 23:14 Uhr

Hallo,

wir haben letztens Rotkohl eingekocht, 10 kg. #schwitz

1kg Rotkohl
1 grosse Zwiebel
Schmalz
1-2 Apfel
Lorbeerblätter / Gewürznelken
Salz, Essig
Zucker, Wasser
Preiselbeergelee

Den Rotkohl fein schneiden, das geht relativ schnell. ich würde Handschuhe anziehen, er färbt nämlich ganz ordentlich.
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Schmalz anbraten. (wir haben Griebenschmalz genommen). Den Rotkohl hinzufügen und andünsten.
Die Äpfel entkernen und in Würfel schneiden und hinzugeben. Die Lorbeerblätter und die Gewürznelken in ein Gewürzei füllen und in den Rotkohl hängen oder direkt in den Kohl schmeissen (und später halt rausfischen, geht relativ gut) und etwas Wasser hinzufügen.
Dann gar dünsten. Mit Salz, Zucker und Essig abschmecken. Das Preiselbeergelee nach Geschmack hinzufügen und weiter köcheln lassen. Letztendlich hat bei uns der Kohl bestimmt 4 Stunden gekocht und er ist super geworden.
Die Flüssigkeit aus dem Topf abgießen und mit etwas Mehl binden, danach wieder hinzufügen.

Die Menge kann man individuell anpassen.


Zu unserer Gans wird es Klöße, Rotkohl, Bratäpfel (ohne Füllung) und Birnenchutney geben. #mampf

LG
Superschatz

Beitrag von wurmologin 14.12.09 - 10:25 Uhr

mhm...richtig ein rezept hab ich nicht, aber ich mariniere das Kraut schon einen tag vorher, dann ist es lecker durchgezogen...

also:
Kraut fein Hacken
Äpfel (frag mich nicht nach der Menge, sorry) ebenfalls fein schneiden oder grob reiben
dann gebe ich Rotwein, Apfelessig, Orangensaft dazu
Salz, (eventuell Zucker, wenns zu sauer ist)
Gewürze (Nelken, Zimt, Wacholder, Lobeer, Kardamon...) davon eher nicht zu viel, da es ja lange durchzieht und auch nicht alle, worauf ich halt Lust habe...

ja immer wieder mal umrühren und mind. über nacht ziehen lassen

dann am nächsten Tag:
Kraut abtropfen lassen, den Sud auffangen!
Zwiebeln anbraten (ich nehm Butterschmalz, meine oma hat natürlich Gänseschmalz genommen ;-) )
Kraut rein und nach und nach ein bisschen von dem Sud angießen...das immer wieder machen, bis das Kraut weich ist und soviel Flüssigkeit hat, wie Du es willst (ich mag es eher trocken)

noch mal abschmecken - war bisher immer um längen besser als fertiges...

viel Erfolg

Beitrag von wurmologin 14.12.09 - 10:30 Uhr

ach ja, hab ich gerade bei meiner Vorschreiberin gelesen:

Preiselbeergelee oder Johannisbeergelee hab ich auch schon mal statt Orangensaft eingemacht...