"Nicht der PAPA"!!!!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sandy0509 14.12.09 - 07:17 Uhr

Hallo,

hier mal ein aktuelles, bzw bereits langwieriges Problem aus unserem Alltag.
Unsere Sohn ist ein Mama-Kind. Wenn er morgens aufsteht und Papa ist in der Küche und möchte ihn begrüßen, fängt er an zu weinen und quängeln. Lasst sich nicht von Papa in den Arm nehmen und renn zu mir. Abends, wenn Papa von der Arbeit kommt ist es identisch. Es tut mir im Herzen weh, denn ich weiß wie sehr es ihn verletzt. Zwischendurch sagt er auch "Papa ist nicht mehr mein Freund"!! Das schmerzt.

Natürlich gibt es auch mal liebevolle Papa - Sohn Phasen, aber eher selten :-(
Wenn mein Mann und ich uns küssen geht mein Sohn sofort dazwischen (bzw. versucht es)

Es ist ja eindeutig, dass er eifersüchtig ist und die Mama für sich haben möchte...ich dachte immer der ödipale Konflikt kommt erst später #kratz

Wenn das ganze erst kurz so wäre, wäre es ja okay, aber ich glaube fast das es sich jetzt bereits 12 Monate hinzieht. Meinem Mann ist bereits die Lust nach Kind Nr. 2 vergangen :-(

Habe auch schon versucht Jano die Situation zu erklären, aber weiß nicht, ob er das alles schon versteht...

vielleicht habt ihr ja den einen oder anderen Tipp????

Danke Sandra und Jano (3Jahre)

Beitrag von lyss 14.12.09 - 07:43 Uhr

Solch eine extreme, lange Phase kenne ich hier zwar nicht, aber dennoch war Luca lange Zeit ein Papa-Kind. Der Papa hatte immer Vorrang... solange wir Beide da waren. Wenn ich alleine mit ihm war, gab es nie ein Problem, wir kamen gut miteinander klar. Ich habe es auch nie persönlich genommen...
Daher meine Frage: ist dein Sohn regelmässig mit seinem Vater alleine? Oder bist du ständig um sie herum? Dann würde ich das vielleicht ändern...

LG,
Lyss

Beitrag von sandy0509 14.12.09 - 07:58 Uhr

Danke für die schnelle Antwort.

Ja, die beiden haben jeden Samstag allein (da bin ich arbeiten) In der Zeit ist auch alles okay.

In der Woche bin ich jedoch fast allein für Jano da. Mein Mann kommt abends von der Arbeit und da bleibt nicht mehr viel Zeit. Wenn ich von der Arbeit komme fliegt mir der Wurm in den Arm und ich kann nachvollziehen, dass sich das mein Mann auch wünscht :-(

Ich glaube jedoch auch, dass sich mein Mann manchmal mehr Zeit nehmen könnte um die Bindung zu festigen. (Beispiel: Bringe ich den kleinen ins Bett lese ich noch vor, kuschel und bleibe bis er schläft; mein Mann bringt ihn nur ins Bett - ohne Geschichte usw) Werd das heute Abend nochmal ansprechen.

Danke

<die meisten Probleme sind wohl hausgeacht....

Beitrag von lyss 14.12.09 - 08:21 Uhr

Also, es ist ja schon mal gut, dass dein Mann und dein Sohn gut klarkommen wenn du nicht da bist. Sie sollten auf jeden Fall weiterhin alleine Zeit zusammen verbringen.

Aber es stimmt schon: dein Mann sollte sich an das Abendritual halten. Wenn dazu kuscheln und Geschichte vorlesen gehört (genauso wie bei uns ;-)) dann muss er sich auch daran halten. In der Zeit, als Luca seine Papa-Phase hatte, haben wir auch immer noch darauf geachtet, ihn abwechselnd ins Bett zu bringen. Also wirklich den einen Tag ich, am nächsten Tag mein Mann usw. Allerdings haben wir uns immer an das gleiche Abendritual gehalten...

LG,
Lyss

Beitrag von courtney13 14.12.09 - 09:15 Uhr

Mir stellt sich die Frage ob dein Mann mal Zeit alleine mit euerem Sohn verbringt. Also zeit wo du überhaupt nicht dabei bist.
Vielleicht wäre das mal eine Möglichkeit die beiden näher zu bringen.
Da ich ab und zu abends mal Termine habe bringt z.B. mein Mann die kleine ins Bett, oder Samstag gehen sie gemeinsam Einkaufen damit ich in der Zeit Haushalt machen kann.
Sowas wird mit sicherheit anfangs nicht einfach - aber ich denke, dass das euer Problem lindern könnte!

Gruß Courtney

Beitrag von sandy0509 14.12.09 - 10:39 Uhr

Hallo,

ja, Mann und Sohn verbringen Zeit miteinander...auch allein. IN der Zeit ist auch alles okay! Man muss wirklich sagen, dass mein Mann sehr gefühlvoll und ruhig mit dem Kleinen ist, gerade deshalb tut es mir weh zu sehen, wie Jano ihn abblitzen lässt. Werde den Tipp weiter unten jetzt mal umsetzen und hoffe es wird wieder besser!!!!

Danke

Beitrag von courtney13 14.12.09 - 11:05 Uhr

Drück dir ganz fest die Daumen, das es nur ein Phase ist und schnell vorbeigeht!!!!

Beitrag von jollymax 14.12.09 - 09:35 Uhr

Liebe Sandra,

du kannst ganz viel dafür tun, dass die Beziehung zwischen den beiden wieder besser wird. Erstens würde ich ganz viel von Papa erzählen, wenn er arbeiten ist. Immer wieder erzählen, dass der Papa arbeitet damit wir...machen können (was ihr halt gerade macht) und dass der Papa so gerne auch... machen würde, aber dass.... Geld kostet und Papa dafür arbeitet, dass wir.....machen können. Dann den Kleinen fragen, "ist das nicht toll, dass Papa das für uns macht. Mensch, bin ich glücklich, dass wir so einen tollen Papa haben und dass er uns beide so sehr liebt." Wenn Papa nach hause kommt, dann zum Kind voller Freude sagen, "Juhu Papa ist wieder da. Er hat uns so sehr vermisst und ist so glücklich, dass er jetzt wieder bei uns ist." Dann das Ganze von Papa bestätigen lassen. Und noch einmal wiederholen, dass unser Papa der liebste Papa der ganzen Welt ist und seinen Sohn über alles liebt.

Wenn du Zeit hast, wäre es auch ganz toll mit dem Kleinen zu der Arbeit von Papa zu fahren und ihm das Haus zeigen, in dem Papa arbeitet, damit wir was zu essen haben, in einem Haus wohnen können, Spielsachen kaufen können, in den Urlaub fahren können,..... Wenn Papa kurz rauskommen und euch kurz sehen könnte wäre klasse, muss aber nicht unbedingt sein. Ab jetzt jeden Tag von dem Haus erzählen, in dem Papa arbeitet, weil er uns so lieb hat und weil er möchte, dass wir ..... können/haben....

Wenn du das ab heute durchziehst, dann wird die Mama-Phase ganz schnell beendet sein und vielleicht sogar von einer Papa-Phase abgelöst (das wäre dass schönste für die beiden. Dann musst du auf dich achten und nicht traurig sondern glücklich sein, dass die beiden sich wieder gefunden haben.)

Je mehr du von Papa erzählst und davon wie lieb er ist und was er alles für euch macht, umso schneller ist der Spuck (von dem du schreibst vorbei).

Wir hatten auch so einen Spuck. Unser Papa ist vor 2 Monaten in eine andere Stadt versetzt worden und somit abends oft gar nicht mehr da. Aber ganz viele Erklärungen (wie oben beschrieben) haben geholfen, dass die Kinder sich wieder überalles freuen können, wenn Papa da ist (und nicht mit Sorgen beschäftigt sind, wie z.B. Papa hat mich nicht mehr lieb, weil er nur noch so wenig da ist).

Liebe Grüße
Jollymax

Beitrag von sandy0509 14.12.09 - 10:36 Uhr

Vielen Dank!!!!

...für die ausführliche Antwort. Werde es wirklich umsetzen und hoffe ganz doll, dass es klappen wird.

#kuss

Beitrag von jollymax 16.12.09 - 00:08 Uhr

Drücke beide Daumen, bin mir aber ganz sicher, dass es klappt.

Bei uns Papa inzwischen der König ;o)


Liebe Grüße
Jollymax

Beitrag von schachti2005 14.12.09 - 11:33 Uhr

Hi!

Bei uns ist es gerade anders herum. ;-)
Mein Sohnemann ist ein wahres Papa-Kind. :-)
Lasse ihm dass auch, warum nicht.

Aber eines haben mein Sohn und ich gemeinsam: Wir lieben Fussball. Und so geht er immer mit wenn ich auch im Stadion bin und somit haben wir auch Zeit für uns, wenn du verstehst... ;-)

Vielleicht kann dein Mann so private Zeiten auch einrichten? (Muss ja nicht Fussball sein. ;-)

LG Sandy

Beitrag von erstes-huhn 14.12.09 - 11:50 Uhr

Das ist ein Problem zwischen deinem Sohn und deinem Mann.

Den müssen die beiden untereinander lösen.

Helfen würde da sicherlich Zeit, die dein Mann mit ihm verbringt. Und zwar nur mit ihm - ohne Dich!!!

Was macht dein Mann mit seinem Sohn? Spielen die beiden zusammen? Lego, Playmobil oder so? Gehen sie zusammen schwimmen? In einen Indoorspielplatz? Oder einfach nur mal zu Mc Donalds?

Ich denke dein Mann sollte sich mehr einbringen in die Kindererziehung und nicht nur Statist sein. Als solcher darf er keine Erwartungen haben.

Beitrag von sandy0509 14.12.09 - 12:36 Uhr

Danke, werde deine Antwort beherzigen.
Manchmal denke ich auch, dass mein Mann mehr mit dem kleinen machen sollte. Dieses wurde hier auch schon diskutiert ;-) Ich bin auch der Meinung, dass er mehr leisten muss, wenn er eine stärkere Bindung möchte. DIese Zeit hat er nur leider nicht wirklich. Er kommt erst 30 min bevor Jano ins Bett geht nach Haus und ist morgens bereits los, wenn der kleine aufsteht (es sei denn Jano ist mal eher dran---und dann gibts Geschrei...NICHT PAPA)

Am WE hat Papa den Wurm den ganzen Samstag, da ich dann arbeite und Sonntag machen wir meistens was zusammen....zum Glück hat mein Mann ab nächste Woche mal ein paar Tage frei.

LG Sandra

Beitrag von wort75 14.12.09 - 11:51 Uhr

ja, ja, nicht der papa und dann die bratpfanne über den kopf.

gibts bei uns auch. monateweise darf papa gar nichts - dann wieder alles. wir lösen es intuitiv, seit wir gemerkt haben, dass es nichts bringt, es durchzuzwängen, dass jetzt papa die schuhe doch binden darf. das verletzt den vater und das kind und wird zum machtkampf.

wir gehen auf seine wünsche ein, komentarlos - ausser wenns gerade nervt oder den vorgang stört. sprich: wenn der grosse mit papa raus will, aber ich soll schuhe binden - dann geht man halt nicht raus.

aber wenn er nachts von mir die flasche will, wenn er will dass ich den pyjama anziehe abends.... da gehen wir drauf ein.