missed abortion - darf/kann man es nach der op sehen?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von yushii 14.12.09 - 12:23 Uhr

ich glaube die frage gabe es schon mal in den letzten tagen, aber ich grübel heute darüber, ob ich nach meiner AS mein sternchen hätte sehen dürfen???

nun ja nach 9 wochen ist nicht viel zu sehen und sicher ist es auch nicht leicht zu verpacken, was man dann sieht...aber ich glaube mir hätte es geholfen, die realität wahr zu nehmen.

durftet ihr gucken?
habt ihr infos dazu bekommen???
welche erfahrungen hab ihr gemacht??

einen schönen montag!

Beitrag von babe-nr.one 14.12.09 - 12:28 Uhr

nein, du darfst es nicht sehen...
das würdest du auch nicht wollen...
das kind ist nicht mehr "ganz", da wird nichts menschliches zu erkennen sein...

Beitrag von babe-nr.one 14.12.09 - 12:29 Uhr

achja, ich hatte ende der 11. woche eine "kleine geburt".
wurde danach nochmal ausgeschabt, und durfte das kind dann noch sehen...

Beitrag von yushii 14.12.09 - 12:34 Uhr

na, dann hab ich das ja richtig eingeschätzt, das man den sternchenmamis es lieber (zum schutz der psyche) vor enthält das op-ergebnis zu sehen....aber irgendwo habe ich gelesen, das sternenkinder beerdigt werden, egal wie früh sie verstorben sind. ich kanns mir kaum vorstellen, bei einem kleinen "zellhaufen"...weißt du da mehr????

Beitrag von mamafant 14.12.09 - 12:59 Uhr

die Sternenkinder (auch die ganz kleinen) kommen in die Pathologie, werden da untersucht, dann "gesammelt" und in Sammelgräbern beerdigt #kerze

Beitrag von apfelkuchen 14.12.09 - 14:34 Uhr

Hallo,

das ist so nicht ganz richtig.Du hast prinzipiell das Recht dein Kind zu beerdigen,egal in welcher SS es still zur Welt kam.Richten muss man sich nur nach den jeweiligen Bestattungsgesetzen der Bundesländer.

Ich habe erst am 04.12.09 meine Tochter in der 17.SSW still geboren,und bin erschüttert, wieviel Unwissen in dieser Hinsicht herrscht,vorallem in den Kliniken,es wird nicht vernünftig informiert.Daher will ich allen Frauen,die ihr Kind verlieren mußten, Mut machen den Weg zu gehen,wenn sie es möchten,und ihr Kind zu beerdigen.

Ich habe euch mal diese Infos kopiert...
http://www.kinderwunschhilfe.de/index.php?id=250

Herausgabe fehlgeborener Kinder von der Klinik

Nur zur Erinnerung:Fehlgeborene Kinder sind vor oder während der Geburt verstorbene Kinder ohne Vitalmerkmale und einem Geburtsgewicht von unter 500g.
In den letzten zehn Jahren hat sich vieles der Bestattungsmöglichkeit von fehlgeborenen Kindern getan- nicht zuletzt durch konstantes Bemühen vieler betroffener Eltern und zahlreichen Initiativen, Verbänden und Vereinen.
Mussten zuvor verwaiste Eltern rechtlos hinnehmen, dass Kliniken ihren Anspruch auf „das Schwangerschaftsmaterial“ oft auch unter Bezugnahme des Rechts auf freie Forschung rigoros geltend machten, können sie heute prinzipiell davon ausgehen, dass ihrem Anliegen auf die Bestattung des Kindes entsprochen wird.
Darüber hinaus wird man sich größte Mühe geben, so verständnisvoll als möglich mit den verwaisten Eltern umzugehen.
Sollte widererwarten eine Klinik dem Anliegen der Bestattung nicht nachgeben, machen Sie sich bitte klar:

Ihr Kind ist nicht der Besitz der Klinik oder sonst einer Institution. Es ist Ihr Kind!

Sie sollten immer betonen, dass es Ihr Kind ist.
Sie können sehr deutlich um die Herausgabe ihres Kindes bitten.
Sie können auf den Artikel von Dr. Tade Matthias Spranger hinweisen.
Sie können darauf hinweisen, dass Sie bereit sind, hierzu einen Musterprozess zu führen.

Wenn Sie selbst zu kraftlos sind, rufen Sie einen guten Freund an, der Sie in Ihrem Anliegen unterstützt.
Oft sind es ausgerechnet die Bestatter, die die wenigen Krankenhäuser, die noch derart unwissend handeln, mit den entsprechenden Gesetzestexten versorgen und so vieles möglich machen können.

Alles Liebe Apfel

Beitrag von tiger89 14.12.09 - 14:51 Uhr

also bei mir war das anders. mich hat die frage tagelang gequält ob oder wo mein baby vielleicht mit beerdigt wurde. daraufhin hat mein freund erst bei meinem FA angerufen und dann in der pathologie, dort wurde ihm klipp und klar gesagt, das es einfach entsorgt wird. und genau das finde ich bestialisch. ich kann es nicht fassen das mein baby einfach so weggeworfen wurde!

Beitrag von apfelkuchen 14.12.09 - 15:09 Uhr

ja, dass finde ich auch, daher gibt es mittlerweile viele organisationen die sich dafür einsetzen, dass es nicht so abläuft.hätte ich nicht gefragt und auch auf mein recht gepocht, dann wäre es sicher auch anders gelaufen.ich hatte gute unterstützung von einem verein der hier bei uns tätig ist und auch vom hospizdienst und einem sehr netten und hilfsbereiten bestatter.wir haben unsere tochter am 11.12.2009 dann auf einem friedhof, der eine spezielle grabstelle für ganz kleine und stillgeborene kinder hat in einem einzelgrab beerdigt.
lg apfel

Beitrag von tiger89 14.12.09 - 15:27 Uhr

es tut mir so leid das du dein baby auch verlohren hast! :(
ich hätte auch gern eine richtige stelle wie eben so ein grab.
stattdessen stiefel ich immer zu dem grab von meinem opi, aber dabei fühl ich mich nicht richtig wohl, wenn ich dort stehe und ihn drum bitte auf mein würmchen aufzupassen :(

Beitrag von apfelkuchen 14.12.09 - 20:57 Uhr

ich würde dir raten, einfach mal in der klinik auskunft einzuholen, wo dein kind hingekommen ist.evtl. wurde es auch in einer sammelgrabstelle bestattet,denn eine "fehlgeburt" darf ja nicht einfach so im klinkmüll entsorgt werden.

Beitrag von tinahase 16.12.09 - 13:56 Uhr

Hallo

Tut mir leid für dich, ich zünde eine #kerze an.

Wann war das bei dir?
Also ich hatte die FG im Juni 09 und die Sammelbestattung war im September.

Meistens werden die Sternchen gesammelt und je nach Stadt 3-4 im Jahr gemeinsam beerdigt.

Ich bekam vom KH keine Infos über so etwas und habe dann beim gogglen folgende Seite gefunden:

http://www.initiative-regenbogen.de/

Habe mich dann dort gleich mit den verantwortlichen in Verbindung gesetzt.
Am Samstag war in meiner Stadt sogar ein Gedenkgottesdienst undes finden stetig Selbsthilfegruppen statt. Im Januar werde ich daran auch teilnehmen, da ich merke zum Geburtstermin hin geht es mir hin und wieder sher schlecht.
Zumal unser Kiwu durch eine OP die mein Mann hatte, erstmal unter einem großen Fragezeichen steht.

Ich hoffe ich konnte dir den Link noch rechtzeitig zukommen lassen, sry fürs #bla

Alles Gute, LG Tina

Beitrag von babe-nr.one 14.12.09 - 19:42 Uhr

also, bei uns war es so, das das kind anonym beerdigt wurde-mit anderen fehlgeburten...
dann gibt es einen gedenkstein, zu dme man gehen kann-irgendwo um den stein herum wurden die babys beerdigt!
lg#kerze

Beitrag von feenlicht 15.12.09 - 04:16 Uhr

Das ist von Krankenhaus, zu Krankenhaus ganz unterschiedlich. Wenn Du nachfragst und sagst, dass Du es sehen willst, kannst Du es sehen. Je nach Bundesland, darfst Du sogar Dein fehlgeborenes Baby mitnehmen und im Garten vergraben. Das man nichts erkennt kann, stimmt nicht so ganz. Je nach Schwangerschaftswoche, sieht man doch sehr viel. Sollte man nichts erkennen können,weil es zu früh ist, dann sieht man einfach "nur" Gewebe in sich. Es ist weder Ekelhaft, noch ist es nichts was man sich nicht angucken kann. . . Glaube nicht an diese Horrormärchen.

LG Fee

Beitrag von sonnen_schein 15.12.09 - 06:19 Uhr

Hallöchen,

jaaa, das kannst und darfst du. Ich hatte den Wunsch auch geäußert, aber der wurde einfach überhört. Mir hat das ganze keine Ruhe gelassen und ich hab den Chefarzt immer wieder drauf angesprochen. Nach 14 Tagen hat er das Kind aus der Pathologie zurück holen lassen, es war mit Sicherheit dann nicht mehr so, wie es nach der Ausschabung gewesen wäre, aber es hat mir meinen inneren Frieden gebracht.

Nur Mut!!


Anke