Deutscher Schäferhund 13 Wochen alt kaufen oder nicht? Info

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von hundefan81-b.r. 14.12.09 - 12:40 Uhr

Hallo nochmal,

ich habe heute morgen mit der Züchterin gesprochen und habe einen Termin zum unverbindlichen ankucken gemacht. Stuberein ist die Hündin noch nicht da aber gesund HD ED frei. Sie ist an Haus und Zwinger gewöhnt, wobei sie zu 2/3 im Zwinger ist und 1/3 im Haus war.

Der Geburtstermin war der 1.9.2009 laut Anzeige und am 23.10. stand da das die Welpen ab sofort Abgabebereit sind. Den Zwinger haben sie mit Sägespän ausgestattet und daher ist sie auch noch nicht stubenrein.

Laut Anzeige waren es am 22.11. nur noch zwei Hündinen und am 6.12. war nur noch die 1 Hündin da. Das heisst das sie bis jetzt dann nur noch Kontakt zur Mutter hatte.

Ehrlich gesagt habe ich ein komisches Bauchgefühl da sie zu 2/3 im Zwinger ist und zu 1/3 im Haus, so wortwörtlich die Züchterin. Sie meinte das sie ab Mittwoch wieder arbeiten müsse und daher haben wir einen Termin um 17 Uhr vereinbart. Ich habe Bedenken ob sie wirklich so gut sozialisiert ist und ob die Züchter genügend Zeit für die Hunde haben....

Würde mich freuen wenn ihr mir dazu noch mal eure Meinung schreibt. Für alle die das zum ersten Mal lesen habe ich noch mal meinen Beitrag hier reinkopiert...

Lg Lg hundefan81-b.r.

Wir waren schon seit längerem auf der Suche nach einem Deutschen Schäferhund und haben übers Internet einen Züchter gefunden der nur 20 km von uns entfernt wohnt. Der hat aus dem letzten Wurf noch eine Hündin da, 13 Wochen alt mit Papieren. Nun überlegen wir ob es sinnvoller ist wenn der Züchter den nächsten Wurf bekommt und dann einen 8 Woche alten Welpen nehmen oder doch die Hündin mit 13 Wochen.

Wir fragen uns ob das schon zu alt ist mit 13 Wochen oder nicht, der Züchter macht einen sehr guten Eindruck und die Hündin gefällt uns vom Aussehen her schon sehr. Wir haben schon Hundeerfahrung und hatten vorher eine Deutsche Dogge ( Rüde )

Daher würden wir gerne mal fragen wie ihr das seht, ob es besser ist einen 13 Wochen alten Welpen zu kaufen oder eine der 8 Wochen alt ist....

Gerade habe ich gelesen das der Züchter auch noch zwei ältere Hunde zum Verkauf anbietet, aus beruflichen Gründen. (Hündin 22 Monate, Rüde 10 Monate) Vom Telefonat her hat sich die Züchterin schon seriös angehört. Sie bieten eine Urlaubsbetreuung an und sie haben gesagt das sie an Kinder gewöhnt ist und als Familienhund auch geeignet ist. Die Hündin würde 500 € kosten.

In unserer Nähe bietet ein weiterer Züchter auch Deutsche Schäferhund Welpen an die mit 8 Wochen abgabebereit sind und auch als Familienhunde geeignet sind. Die kosten auch 500 € Euro. Mein Mann meinte es wäre am besten sich mal die beiden Zuchtstätten unverbindlich anzukucken um sich ein Bild von dem ganzen zu machen.

Werde dann mal berichten wie es weitergeht.

Lg hundefan81-b.r.

Beitrag von risala 14.12.09 - 12:48 Uhr

Hi,

Zwingerhaltung ist nicht grundsätzlich schlecht. Je nach dem, ob es eine Leistungszucht ist, kann es sogar von Vorteil sein, wenn die Hunde den Zwinger kennen (Bei Polizei etc müssen die Hunde auch Zeiten im Zwinger verbringen!).

Viel mehr würde mich interessieren, ob die Züchterin dem VDH angeschlossen ist und die Hunde Papiere haben! Gibt es ein HP? Ich finde 500€ für einen DSH ziemlich wenig... hier liegen die bei 900-1500€ (unser Nachbar hatte Jahrzente lang im VDH DSH gezüchtet).

Ansonsten - anschauen und ein Bild machen. Und auf keine Fall aus Mitleid kaufen!

Gruß
Kim

Beitrag von herzensschoene 14.12.09 - 17:08 Uhr

"Viel mehr würde mich interessieren, ob die Züchterin dem VDH angeschlossen ist und die Hunde Papiere haben! Gibt es ein HP?"

warum? ich habe mir eine beaglehündin mit genau diesen vorraussetzungen gekauft und es war eine katastrophe.

der züchter war sogar zuchtwart. die hunde waren absolut nicht sozialisiert, der züchter hat mich total belogen. trotz zwei jahre intensiven trainig mit ausgebildetet trainern haben wir es nicht geschafft den hund an die stadt zu gewöhnen und mussten ihn dann schweren herzens aufs land vermitteln.

jetzt haben wir eine hündin aus einer zucht von liebhabern aus der nachbarschaft. die sind schon mit den vier wochen alten welpen in den park gegangen.

wir haben jetzt einen traumhund.

papiere sagen absolut nichts über die qualität eines züchters aus. die bezeugen nur, dass die eltern den rassestandards entsprechen.

viele grüße maren

Beitrag von kja1985 14.12.09 - 17:18 Uhr

Du gibst den ersten Beagle weg und holst dir einen neuen??????

Beitrag von herzensschoene 14.12.09 - 23:10 Uhr

nee, habe ich nicht gemacht. ich habe mir einen anderen hund geholt. ich weiß auch nicht was dagegen spricht.

wir haben uns zwei jahre lang intensivst bemüht den hund an die stadt zu gewöhnen. immer wenn wir auf dem land waren, war der hund wie ausgewechselt. wir konnten wunderbar mit ihm spazieren gehen. in der stadt hatte er angst vor allem. wir waren bei mehreren spezialisten, die sich auch untereinander abgesprochen haben und alle haben gesagt, dass es bessere wäre den hund aufs land zu vermitteln. wir haben eine tolle familie für ihn gefunden und stehen in engem kontakt mit ihr. dem hund geht es dort sehr gut.

es wäre äußerst egoistisch von uns dem hund noch weiter die stadt zuzumuten, nur weil wir uns von ihm nicht trennen wollen. das hat überhaupt nichts mit tierliebe zu tun.

ich dachte eigentlich, dass das in meiner ersten antwort deutlich rübergekommen war.

maren

Beitrag von kja1985 14.12.09 - 23:17 Uhr

Naja, ich finde es überhaupt egoistisch einen Hund in der Stadt oder eine Katze in der Wohnung zu halten.

Beitrag von herzensschoene 14.12.09 - 23:27 Uhr

ach du meine güte. ich habe 36 jahre auf dem land gelebt. wie es den hunden dort ging will ich garnicht beschreiben.

irgendwie eine sehr enge sicht auf die welt.

ich bin der meinung, dass es egal ist wo ein tier lebt. wichtig ist, dass sich ausreichend mit ihm beschäftigt wird. was nützt ein großer garten, wenn der hund den ganzen tag darin herumliegt.

ich hatte auf dem land einen tausend quadratmeter großen garten.. unser rottweiler, war er darin alleine, hat die ganze zeit auf einer stelle gelegen.

vielleicht solltest du ein wenig über den tellerrand schauen.

maren

p.s. bevor die nachfrage kommt. der rottweiler ist im hohen alter friedlich eingeschlafen.

Beitrag von kja1985 14.12.09 - 23:28 Uhr

Ich hab durchaus Erfahrung mit Hundehaltung in Städten.

Aber egal, ich kann nämlich auch nicht verstehen wie man einen Hund weggeben kann und sich dann den nächsten holt.

Beitrag von herzensschoene 14.12.09 - 23:36 Uhr

das tut mir echt leid für dich.

gute nacht

Beitrag von hundefan81-b.r. 14.12.09 - 13:09 Uhr

Ja sie hat rote SV Papiere und ist laut Anzeige im VDH. Es ist eine familäre Aufzucht und sie sind aber auch für den Sport geeignet.

Lg hundefan81-b.r.

Beitrag von lillystrange 14.12.09 - 13:29 Uhr

Schau sie dir an , und lass bloss die finger davon wenn sie einfach nur süss ist.
Schau sie dir genau an, den umgang, und die umgebung.
bei uns gibt es leider viele die äusserst legal züchten und trotzdem kommen vermurkste schäfer raus.
unsere dame war auch mit der mutter alleine ab der 8 woche, und das war gut so.
meine tante hat einen hund der ab der 5 woche nur unter welpen war, weil die 12 die mutter quasi aufgefressen haben, und der ist total respektlos, und glaubt alle sind welpen.
besser bei der mutter als irgendwo anders.
aber schau sie dir an...
viel spass
Lilly

Beitrag von dominiksmami 14.12.09 - 13:40 Uhr

Huhu,

zu erwarten das ein Hund mit 13 Wochen stubenrein sein KÖNNTE, wäre auch fatal, das hat nix mit Sägespänen oder sonstwas zu tun.

Ich bin kein direkter Zwingergegner, auch wenn ich zu Hause nie einen Hund im Zwinger halten würde.

Also wenn die ganze Zucht, die Leute und die Lütte einen guten Eindruck machen, sprächte für mich nichts dagegen.

lg

Andrea

Beitrag von ecjo72 14.12.09 - 14:48 Uhr

vielleicht hast du ja die möglichkeit, mit den besitzern der anderen welpen mal zu sprechen, besonderst mit der, die erst vor kurzem ausgezogen ist.
sprich mit denen und frag nach, wie sozialisiert diese hündin ist.
natürlich ist jeder hund anders.
ich finde es toll, dass du dir so viele gedanken machst, aber alles in allem glaube ich, dass du in diesem fall nicht viel verkehrt machen kannst.
"pech" kann man immer haben, auch wenn man den welpen früh abholt.
laß dich nicht so sehr verunischern.
am wichtigsten ist immer, dass die chemie zwischen mensch und hund stimmt.
du wirst sicher die richtige entscheidung treffen!
lg
ecjo

Beitrag von enyerlina 14.12.09 - 15:30 Uhr



Meine Antwort auf deine Überschrift. Nein ich würde einen Schäfer aus einem Tierschutzverein holen und das Geld das ich mehr für einen Zuchthund raufbezahlt hätte für ein ordentliches Hundetraining investiert

Beitrag von ecjo72 14.12.09 - 16:26 Uhr

häää??
ich steh gerade wohll auf dem schlauch - wie meinst du DAS denn??
lg
ecjo

Beitrag von enyerlina 14.12.09 - 16:46 Uhr

hab dich angeschrieben lg

Beitrag von kja1985 14.12.09 - 17:25 Uhr

Hallo,

wie ich dir schon gestern geschrieben habe finde ich es sogar eher besser einen Hund mit 13 als mit 8 Wochen zu kaufen. Ich denke dass ihr die zusätzliche Zeit mit Mama ganz gut getan hat und mit 13 Wochen ist sie noch für alles offen. Andere Hundekontakte und neue Situationen könnt ihr alles nach einer kurzen Eingewöhnungsphase bei euch noch lernen.

Zwinger finde ich auch nicht tragisch, ausser vielleicht bei den Temperaturen. Mein Welpe war ein Sommerwelpe und wuchs mit seinen Eltern und anderen Beaglen in einem grossen Zwinger mit angrenzender Freilaufwiese auf und ausser dass er lange brauchte um stubenrein zu werden ist er klasse.

Als er mit neun Wochen zu mir kam kannte er noch gar nichts, auch keine kleinen Kinder. Aber das haben wir alles nachgeholt und ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung.

Beitrag von hummingbird 14.12.09 - 17:55 Uhr

Mich wundert, dass der Welpe mit VDH Papieren so "günstig" ist.
Unserer hat mehr als das doppelte gekostet.
Mir war es wichtig, dass er im Kontakt mit Menschen aufwächst, also 2/3 Zwinger wäre für mich nicht in Frage gekommen, aber wir haben auch kleine Kinder.

Zudem würde ich mir die Eltern und Großeltern etc ansehen.
Hast du Infos über deren Gesundheit?
Und von älteren Geschwistern?
Kannst du die Ahnen lückenfrei nachvollziehen?

Wie heißt denn der Zwinger?
Guck mal unter www.vdh.de, ob dieser Zwinger tatsächlich eingetragen ist.

LG und viel Glück mit deinem Welpen!

Beitrag von hummingbird 14.12.09 - 17:56 Uhr

PS: das Alter wäre für mich sekundär.
Wichtiger sind Gesundheit und Sozialisation.
Daher meine Zweifel an der 2/3 Zwingerhaltung.

Beitrag von hunaro 14.12.09 - 22:52 Uhr

Im großen und ganzen hört sich für mich alles so an, das ich zumindest dort einen vor-Ort-termin machen würde und meine Fragen direkt im Gespräch mit dem Züchter klären würde. Ist nicht wirklich was, was gegen einen Besuch an sich spricht. Und vorher würde ich eh keine Kaufentscheidung treffen.

EINE meiner Fragen wäre, wie denn bitte der Züchter die Welpen-Hündin verkaufen möchte und ihr dabei eine ED- und HD-Freiheit bescheinigen kann? Nach meinem dusseligen züchterischen Wissen kann man bestenfalls ab dem 12. Lebensmonat nach einem Röntgen eine verbindliche Aussage über den Zustand der Ellenbogen und Hüften machen. Und selbst wenn beide Elterntiere ED- und HD-frei sind, muss das bei den Nachkommen nicht so sein.

Der Preis ist o.k.. Wobei die SV-DSH mit roten Papieren (aus Körzucht, Welpen aus nicht gekörten Eltern bekommen grüne Papiere) im Schnitt aber ca. 200 € teurer sind. (Aber viel teurer dann nicht. Kein Züchter der SV-Ortsgruppe, in der ich Schriftwart war, hat seine Welpen für 900 € und mehr verkauft, keiner!) Frage nach dem Grund für diesen Preis.

Mir wäre statt der räumlichen Nähe zum Züchter, viel wichtiger, aus was für einer Linie der Hund kommt. Hochzucht (also die "schönen" DSH, mit dem schrägen Rücken, den kuhhessigen Hinterläufen, den überwinkelten Gelenken und dem schissigen Wesen, Spondylose inclusive, die schlechte Anatomie sieht man schon beim Welpen!!!), oder der Leistungszucht (gerader Rücken, einige kg leichter und kleiner, gesünder, aber vom Wesen und den Triebanlagen für einen Laien kaum zu bewältigen - auch Doggenbesitzer zählen dazu, wenn sie einem Leistungs-DSH gegenüber stehen- ).

Die Prägephase ist mit 13 Wochen noch lange nicht vorbei. Man sollte sie eh qualitativ hochwertig nutzen und nicht quatitativ. Um einen DSH-refahrenen Hundeplatz kommst du eh nicht herum, willst du sie rassengerecht bilden. ABER, such dir einen, wo am Trainer die modernen Erkenntnisse der Hundeausbildung nicht vorbei gegangen sind. Das heisst zwar nicht, das du einen Platz brauchst, wo Kampf-Ignorieren, Futterbeutel und positive Bestärkung das A und O sind, sondern eine ausgewogene Mischung aus Bestärkung, Druck und Fordern besteht.

Die Aufteilung der Zwingerhaltung im Verhältnis zur Wohnungshaltung finde ich passabel. Kommt hier auch wieder drauf an, wie der Züchter die Zeit nutzt. Möchte den erleben, der ohne zu zucken nen 6er Wurf Leistungs-DSH mit 8 - 13 Wochen komplett im Haus aufziehen kann. Der braucht danach Tine Wittler. Liebhaber sollten ihre romantische Vorstellung vom Züchteralltag vielleicht mal ein wenig revidieren.

Ich würde sehr gerne wieder einen DSH halten, wenn ich den zeitlichen Aufwand aufbringen könnte. Diese rasse ist sowas von genial. Aber ich würde bei der Auswahl meines Züchters mind. genau so gründlich voran gehen, wie bei allen anderen Rassen auch. Gesundheit, Köpfchen und Optik muss für mich bei mind. den Eltern stimmen. Und eine durchdachte Aufzucht.

Viel Glück!

Ute