Ich würde mich so gerne freuen...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sunshinenic 14.12.09 - 14:02 Uhr

... ich wollte immer Kinder haben, am Liebsten ganz viele. Aus verschiedenen Gründen, die auch im Nachhinein m. E. immer noch richtig sind, gab es lange nicht den richtigen Zeitpunkt und als dieser da war, hat es nicht geklappt. Da ich beruflich Karriere machte, habe ich mich irgendwann damit abgefunden und da ich einen Stiefsohn habe, war die Familie auf eine gewisse Art und Weise vorhanden und es gab immer noch die Aussicht auf Enkel. Nun bin ich beruflich sehr stark eingebunden und auf dem aufsteigenden Ast und bin schwanger geworden. Ich habe nicht damit gerechnet und es am Anfang aber ganz selbstverständlich hingenommen. Ich tue alles damit es dem Wurm gut geht, ernähre mich gesund, schlafe genug, trinke und rauche nicht, aber ich kann mich nicht freuen. Das macht mich fix und fertig. Mein Mann, der 2 Kinder aus erster Ehe hat, hatte nicht mehr so den Kinderwunsch wie ich, aber wollte auch nicht dass ich darunter leide und er ist der beste Papa und Onkel den man sich vorstellen kann. Aber auch er wundert sich nun schon ständig, weil ich alles so sachlich und distanziert hinnehme. Wenn ich auf mich selbst blicke, weiß ich, das dies nicht zu meiner Meinung und Einstellung zur Familie passt wie ich im Moment denke. An manchen Tage frage ich mich, warum gerade jetzt und denke, ich würde die Zeit gerne zurückdrehen.
Ich weiß, es gibt genügend Frauen die siich nichts sehnlicher wünschen als Schwanger zu werden. Ich gehörte ja dazu, habe mich damit auseinandergesetzt und irgendwie dann auch damit abgeschlossen. Aber diese Gedanken reichen nicht aus, dass ich glücklich bin. Ich will einfach wissen, ob es noch mehr so Frauen gibt, denen es so geht, denn in ein paar Wochen werde ich es nicht mehr verheimlichen können und im Moment würde ich eher weinen als lachen, wenn mich jemand auf die SS anspricht. Viell. sind es auch nur die Hormone, mir ist einfach nur Dauerübel über 24 Std., bin ständig müde, alles Essen und Trinken schmeckt einfach nicht. Bei meiner sehr geliebten Arbeit bringe ich nur noch irgendwie den Tag vorbei, an manchen Tag ging es mir so schlecht, das ich nicht kommen konnte oder früher gehen musste.
Viele Grüße
Nic

Beitrag von jacky 14.12.09 - 14:09 Uhr

Hach, glaub mir. Wenn dein Baby da ist, wirst du über diese Gedanken lachen! Ich konnte auch erst am Schluß der Schwangerschaft was mit dem Baby anfangen. Als es getreten hat und der Bauch riesig war. Vorher ist das so suspekt. Also ich bin ganz sicher, dass du nach der Geburt darüber lachen wirst. Und dein Baby wird dir tausend Mal wichtiger sein als dein Job.

Kopf hoch! Wenn die Übelkeit rum ist, wird alles einfacher.

Beitrag von keep.smiling 14.12.09 - 14:12 Uhr

Huhu Nic,
erst mal trotzdem herzlichen Glückwunsch, auch wenn du es viell. nicht hören willst.
Bei deinen Beschwerden kannst du ja auch nicht viel genießen derzeit, in 4 Wochen sieht es viell. anders aus.

Und ich würde wetten, spätestens wenn du deinen Bauchzwerg im Arm hältst und dieses überwältigende noch nie dagewesene Gefühl der Mutterliebe in dir spürst, wirst du dich fragen, wie du jetzt so denken und fühlen konntest. Glaub mir, die Liebe zu einem eigenen Kind übertrifft alles, was du je gefühlt hast. Du wirst es nicht bereuen und deine Karriere ist deshalb auch nciht zu Ende, sie macht dann halt mal Pause, das kriegst du auch mit Kind hin.

Hast du mal mit deiner Ärztin gesprochen über deinen Gemütszustand? KLingt ja schon fast etwas depressiv.

Vielleicht solltest du dir auch beizeiten eine gute Hebamme suchen, ich denke mit der könntest du dich auch gut austauschen über solche Gedanken, die haben doch schon sooo viele werdende Mamas betreut...

Ich wünsche dir trotz allem eine gute Schwangerschaft und hoffe, du kannst diese bald genießen und freust dich auf ein kleines Wesen, das dich "Mama" nennt und sein ganzes Leben lang lieben wird.

LG k.s

Beitrag von melanie237 14.12.09 - 14:12 Uhr

Ach Maus, lass dich mal #liebdrueck.

Ich weiss wie es dir geht. Ich bin nun zum 3. mal ss. eigentlich woltlen wir noch 2 Jahre warten, udn der SST hat mich sehr ueberrascht.
Ich konnte mich am Anfang auch nicht freuen, hatte staendig deprissionen. Von der einen Sekunde zur anderen habe ich richtige Heulkraemofe gehabt.
Ich denek, das ligt wirklich nur an den Hormonen. Schlecht ist mir heute noch ab und zu, aber ich kann es gut kontrollieren.
Rede offen ueber deien Gefuehle, auch mit deienm Mann.

Mir geht es mitlerweile gefuehlsmaessig wieder gut und ich freu mich richtig ueber die ss-schaft!!!

lg mel+Michelle Ami(2)+Kairi Georgie(16m)+Baby12+4

Beitrag von anna.blume 14.12.09 - 14:17 Uhr

Liebe Nic,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Mir ging es schon einmal sehr ähnlich. Da wünscht man sich ewig ein Baby, und wenn Du dann wirklich schwanger bist, will sich keine Freude einstellen, man überlegt hin und her, wie schön das Leben ohne Kind noch sein könnte, bla bla bla.

Ich hatte damals mit der Umstellung der Hormone eine handfeste Schwangerschaftsdepression. Leider habe ich das nicht gemerkt und mir auch nicht helfen lassen. Und dieses: Du musst Dich doch jetzt wie ein Schneekönig! hat mich noch mehr unter Druck gesetzt. Ich war sehr hart mit mir selbst.

Auch ich litt unter Übelkeit, Müdigkeit, volles Programm. Und letztlich habe ich fast das Baby abgelehnt.

Nach 10 Wochen hatte ich dann eine Fehlgeburt, und was zurückblieb in mir, hat mich komplett geschockt. Ein riesiges Loch, Traurigkeit, Zerrissenheit, Vorwürfe mir selbst gegenüber, ein noch stärkerer Kinderwunsch.

Zu Dir.
Setz Dich nicht allzu stark unter Druck. Niemand verlangt von Dir, dass ein so krasser Lebenswandel von jetzt auf gleich ein himmelhohes Jauchzen produziert. Ich meine, wir leben für uns ein halbes Leben lang, und dann soll sich plötzlich alles ändern. Alles. Und dieses Wissen kann einen schon einmal abkühlen und auch sogar ängstigen.
Gib Dir selbst Zeit und ich prophezeie Dir... sobald sich Dein Kleines das erste Mal bewegt... ist es vorbei mit der Abkühlung. Mir sind vor Rührung die Tränen geflossen. Ich bin mittlerweile in der 36ten Woche und habe auch wieder Angst. Aber anders. Gefiltert. Werde ich eine gute Mutter sein? Werde ich meinem Kind genug Liebe schenken können? etc.
Das gehört glaub ich dazu.
Die Freude ist riesig und überwiegt eindeutig.

Trotzdem. Wenn es bei Dir zu schlimm wird, würde ich mal mit Deinem FA reden. Vllt weiß er Rat.

Lg und alles Gute, Anna

Beitrag von berit78 14.12.09 - 14:23 Uhr

Hallo,
endlich mal jemand der auch etwas von dieser Seite einer Schwangerschaft erzählt.
Mir geht es auch so und ich habe ein irres schlechtes Gewissen, dem kleinen Wurm gegenüber.
Es ist bei uns ein absolutes Wunschkind, aber als ich dann schwanger war wollte sich einfach dieses Glücksgefühl nicht einstellen. Ich bin auch oft sehr traurig und weiß heute, dass es mit einem Geburtstrauma meines ersten Kindes zusammenhängt. Meine Hebamme hilft mir jetzt unheimlich.
Vielleicht gibt es hier im Forum noch mehrere Mütter oder auch Väter denes so geht.
Es hilft auch, wenn man weiß es geht vielen so und man ist nicht alleine.
In der Gesellschaft ist es ein absolutes Tabuthema.
Fühl dich von mir gedrückt und ich kann dich nur ermuntern ganz viel darüber zu reden. Such dir eine liebe Hebamme, diese können gut helfen.
Lg

Beitrag von sunshinenic 14.12.09 - 14:33 Uhr

Liebe Berit, danke für diese Antwort. Ich trage das jetzt schon seit 4 Wochen mit mir rum und da noch kaum einer weiß, dass ich schwanger bin, kann ich auch mit niemandem so richtig drüber sprechen. Es ist als wenn es sich nicht gehört, Frau hat sich einfach zu freuen. Mein FA ist zum Glück ein sehr netter und er hat mich auch schon angesprochen, weil ich mich vermutlich eben anders verhalte als andere. Ich habe mit einer Freundin drüber geredet, aber sie hat auch nur gesagt, überlege doch mal was für ein Geschenk das ist, viele andere wären froh undundund. Weiß ich doch rational alles selbst, ändert aber nichts an meinem Gemütszustand.
Da ich aber ein offener Mensch bin, liegt es mir auch nicht so zu tun als ob. Natürlich dosiere ich das, ich hatte auch Angst, dass jetzt andere Mütter auf mich einschlagen mit ähnlichen Gedanken. Ich hatte sowas vor 10 Tagen im Forum ähnlich gelesen und fand es echt furchtbar. Schließlich sucht man dies das ja nicht aus.
Es ist auch nicht, dass ich denke, damit ich meine Karriere ruiniert. Mein Job war manchmal so anstrengend, dass ich auch mal ganz froh bin, hier raus zukommen und neue Ideen sammlen zu können und nicht immer im Hamsterrad Management mitzulaufen.
Das mit der Hebamme werde ich wohl tun, ich dachte damit sei es noch viel zu früh, aber warum nicht!

Liebe Grüße zurück Nicole

Beitrag von berit78 14.12.09 - 14:50 Uhr

Es freut mich, wenn ich dir ein bisschen Mut machen konnte.
Es ist nicht einfach und kostet viel Kraft, sich damit auseinanderzusetzen.
Ich wünsche dir alles gute und hoffe das alles gut wird.
LG