Frage an Mamas mit allergiegefährdeten Kiddies!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tweetys-mom 14.12.09 - 14:05 Uhr

Hallo!

Ich wollte mal hören, wie Ihr es mit der Ernährung handhabt, jetzt wo die Kleinen am Tisch mitessen.

Uns wurde damals gesagt, weil ich UND der Papa Heuschnupfen und Asthma haben, sollten wir mit Jonah immer schön vorsichtig ein Lebensmittel nach dem anderen einführen.

Haben wir auch gemacht und isst jetzt auch schon sehr vieles mit uns mit. Ach ja, er ist jetzt 18 Monate alt.

Aber bei einigen Sachen bin ich mir immer noch unsicher, vor allem bei Fisch und bei Eiern. Ich hab so oft gelesen dass man damit sehr lange warten soll, weil das sehr allergiepotente Lebensmittel sind.

Gebt Ihr Euren Kindern schon Fisch und Eier? Ich würde Jonah gern mal ein bißchen vom Frühstücksei geben oder etwas Rührei...

Ab wann habt Ihr das gemacht?

Beitrag von fbl772 14.12.09 - 14:19 Uhr

Unser Kleiner ist durch uns nicht direkt vorbelastet, wohl aber durch Großeltern.

Wenn du überlegst, in welchen Nahrungsmitteln alles Hühnereiweiß drin ist, dann schadet ein Frühstücksei / Rührei sicherlich nicht (1 bis 2 pro Woche sind erlaubt). Fischstäbchen (die, die aus Filet bestehen und nicht die mit dem zusammengemixtem Zeug drin) liebt unser Kleiner ganz besonders :-)

Dass man immer nur ein Nahrungsmittel einführt, dient doch vor allem dem Umstand, dass man eine eventuelle Unverträglichkeit schneller ermitteln kann, oder? Allergen hin oder her, was für deinen Sohn im Speziellen tatsächlich allergen ist, weißt du ja leider nicht im voraus - aber vermeiden bis in alle Ewigkeit geht ja auch nicht.

Unser Kleiner geht in die Krippe und isst dort zum Mittagessen mit. Anfangs habe ich den Speiseplan noch nach möglichen "schädlichen" Sachen durchforstet, aber seit er so 14 Monate alt ist nicht mehr.

VG
B

Beitrag von tweetys-mom 14.12.09 - 14:26 Uhr

Ja, Fischstäbchen würde ich auch gern mal testen mit Jonah. :-)

Seit welchem Alter gibst Du Deinem Sohn die?

Beitrag von aita91 14.12.09 - 14:29 Uhr

Der neuste Stand der Forschung ist doch, dass die Vermeidung nichts bringt und man deutlich früher die entsprechenden Produkte anbieten soll, damit der Körper lernt, mit diesen Dingen umzugehen.
Ich habe Heuschnupfen und mein Sohn hat ab dem Alter, wo er alles essen konne, weil er es kauen konnte, was erst mit 13 Monaten der Fall war, alles bekommen. Im Urlaub ganz viel Fisch. Den liebt er! Natürlich gibt es auch Eier. Findet er auch toll.
Bei uns gibt es jede Woche Fisch, gestern hat er ein ganzes Lachfilet gegessen. Er ist 18 Monate alt, der kleine Genießer!

Beitrag von tweetys-mom 14.12.09 - 14:31 Uhr

Echt?

Wo hast Du denn das gelesen mit dem neusten Stand der Forschung??

Wenn das stimmt wäre ich ja um so glücklicher...

Beitrag von aita91 14.12.09 - 14:36 Uhr

Ich habe das an verschiedenen Stellen gelesen. Auch mal hier bei Urbia. Dann in einem Interview in der Baby-Apothekenzeitschrift mit einer Dame vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund und mal in der Tageszeitung.
Melde mich, wenn ich was im Internet finde.

Beitrag von aita91 14.12.09 - 15:12 Uhr

Also... Das, was ich gelesen habe, ist es nicht, aber besser als nichts:
http://www.eltern.de/gesundheit_ernaehrung/allergien/allergie-und-babyernaehrung.html

Beitrag von seidenbast 14.12.09 - 15:16 Uhr

Würde mich auch sehr interessieren (hatte mal einen Text dazu online gelesen, den sogar gebookmarkt, aber leider funktioniert der Link nicht mehr) - also wenn du was findest online, bitte posten;-)

Ich hab nämlich genau diese Erfahrung gemacht, also dass spätes Einführen/lange Vermeiden und sogar in der Stillzeit selbst auf allergene Dinge Verzichten genau das Gegenteil bewirkt hat. Meine Tochter, bei der ich es so gehandhabt hab, hatte tausende Allergien! Bei meinem Sohn hab ich dann alles sehr viel lockerer gehandhabt (wohl aus einer "hat-ja-eh-nix-gebracht"-Einstellung raus) und siehe da, er hat bisher gar keine Allergie. Kann natürlich Zufall sein, aber seit dieser Beobachtung interessiere ich mich sehr für diesen neueren Ansatz...

Beitrag von tweetys-mom 14.12.09 - 15:19 Uhr

Na klasse... das macht mir ja echt Mut jetzt...

Beitrag von seidenbast 14.12.09 - 15:31 Uhr

Hm, tschuldigung...

Weißt du, sooo toll gehts mir auch nicht mit dem Wissen, dass ich durch die übermäßige "Pingelei" mit der Nahrungseinführung bei meiner Tochter vielleicht dran Schuld bin an ihren Allergien...aber ich wusste es damals nicht besser, mir hat nie jemand je gesagt, dass es auch andere Meinungen zu dieser Sache gibt (keine Ahnung, ob es die damals überhaupt schon gab) - und selbst wenn, weiß ich nicht, ob ich mich dann anders verhalten hätte, weil ja auch jetzt noch viele Mediziner bei der "althergebrachten" Meinung (also alles allergene so spät wie möglich einführen) bleiben.

Ich denke, und das wird durch den Link, der grad gepostet wurde, ja auch unterstrichen, dass es bei uns hauptsächlich daran lag, dass ich in der Stillzeit selbst auf Ei, Fisch, Milch und Weizen verzichtet hab. Das wurde mir aber damals wirklich so empfohlen vom Kinderarzt.

Jedenfalls bin ICH jetzt eben auf dem Standpunkt, dass ich von extrem später und ganz ganz vorsichtiger Nahrungseinführung nichts mehr halte. Aber ich bin weder Mediziner noch Ernährungswissenschaftler oder so was in der Art sondern "nur" eine Mama mit Allergiekind-Erfahrung. Diese Erfahrung kann bei jedem anders aussehen. Wie gesagt, das bei meinen Kindern kann theoretisch genausogut Zufall sein.

Ich dachte jedenfalls, dass Erfahrungen in deinem Posting auch gefragt waren...falls ich da was falsch verstanden haben sollte oder so, dann bitte entschuldige meine Antwort...

Beitrag von tweetys-mom 14.12.09 - 18:48 Uhr

Nein nein, alles gut!

Danke nochmal für Deine ausführliche Antwort. Das war gar nicht vorwürflich gemeint von mir. Mir ging halt durch den Kopf was ich dann evtl. "falsch" gemacht habe die ganze Zeit...

Jetzt ist Jonah 18 Monate alt... vielleicht hätte ich ihm auch schon alles mögliche anbieten können und sollen...

Hab mich halt danach gerichtet, was ich in Büchern über Baby-Ernährung gelesen habe...

Vielleicht mach ich ihm am Wochenende mal ein Rührei.

;-)

Beitrag von seidenbast 15.12.09 - 09:30 Uhr

Oh, OK, durch den Smiley vornedran sah es bisschen vorwurfsvoll aus, aber wenn's nicht so gemeint war, ists OK;-)
Dann lasst euch euer Rührei schmecken! :-)

Beitrag von simplejenny 14.12.09 - 20:12 Uhr

ja ich habs mal in einer Ökotest gelesen. Ich glaube es war sogar der Ratgeber Kleinkinder 2009 von Ökotest. Ich war auch nahezu geschockt, denn wenn die Ökotest auf einmal behauptet, dass mit 3 Monaten zufüttern ok ist, dann musste da ja wenigstens ein bisschen was dran sein. Bin immer noch erschüttert ...

Beitrag von aita91 14.12.09 - 20:49 Uhr

Dass es mit 3 Monaten schon 0k sei, habe ich aber nicht gelesen. Da stand mit frühestens 4 (bei sehr wenigen Kindern) bis ca. 6 Monaten solle man anfangen. Es wurde auch darauf verwiesen, dass man beim Kind beobachten soll, ob es Beikostreife zeigt!

Beitrag von kathrincat 14.12.09 - 17:05 Uhr

mein mann hat neuro, und ein haufen allergien, unsere tochter bekommt alles, uns wurde gesagt, die kleinen müssen sich daran gewöhnen können, eier hat sie schon unter einen jahr bekommen so wie alles andere auch, sie wird aber vegetarisch ernährt.

Beitrag von clautsches 14.12.09 - 21:42 Uhr

Hallo!

Mein Sohn wird im März 3 und ist stark allergiegefährdet.
Er hat von sich aus erst mit 10 Monaten mit Beikost begonnen, bis dahin haben wir gestillt.
Fisch und Eier haben wir eingeführt, als er ca. 1,5 Jahre alt war, Nüsse erst mit ca. 2.

LG Claudi