Mobbing - wie damit umgehen?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von swety.k 14.12.09 - 14:34 Uhr

Hallo allerseits,

ich hatte vor einer Weile schon mal gepostet:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=21&tid=2369559

Nun habe ich gerade erfahren, daß es wieder passiert ist. Die Mutter der anderen Klassenkameradin (die wohnen im selben Haus wie wir) war bei meinem Mann und hat sich wieder über meine Große beschwert (ich bin noch im Büro). Sie lästern immer noch über das Mädel und anscheinend hat meine Tochter der anderen "eine Ohrfeige" angedroht.

Als es das letzte Mal passiert ist, habe ich ausführlich mit meiner Tochter geredet und da das Problem offensichtlich mit ihrer "Mädels-Clique" zusammenhängt, durfte sie eine Woche lang nicht zu ihren Freundinnen. Ich hatte eigentlich gedacht, daß es damit getan ist und daß ich ihr durch Strafe und Gespräch klarmachen konnte, daß sie das andere Mädel in Ruhe lassen soll.

Ich bin sonst eigentlich in Sachen Erziehung recht fit und war bisher immer davon ausgegangen, daß meine Große freundlich und vernünftig mit anderen umgeht. Aber offensichtlich ist das nicht der Fall und ich bin im Moment total ratlos.

Natürlich werde ich nachher nochmal mit ihr reden, aber wie verhindere ich, daß sowas wieder passiert? Was kann ich tun, damit sie die Kleine in Ruhe lassen?

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von butler 14.12.09 - 14:58 Uhr

Einen Tipp kann ich Dir nicht geben, da ich nur erfahrungen als Elternteil eines gemoppten Kindes gesammelt habe.
1. Was ist der Grund des Mobbings ( bei meinem war es sein Sprachwortschatz der nicht passte und passt)
(Mittlerweile haben die meisten es akzeptiert und provitieren im Schulbereich von seinem Allgemeinwissen...)
2. Was tun die Eltern des betroffenen Kindes dagegen( Wir haben uns psycholog. Hilfe geholt)
3. Alle bestrafungen an deinem Kind muß das gemoppte Kind doppelt in der Schule ausbaden.
lg.

Beitrag von swety.k 14.12.09 - 15:11 Uhr

Hallo,

danke für Deinen Beitrag.

Zu1: Weiß ich noch nicht. Will aber versuchen, das rauszufinden.

Zu 2: Die Mutter will mit dem Klassenlehrer reden. Na, soll sie ruhig. Der hat ja hoffentlich Erfahrung mit sowas und kann mir vielleicht weiterhelfen.

Zu 3: Danke für den Tip, da bin ich noch nicht drauf gekommen. Ich werde das beim Gespräch mit meiner Großen nachher beherzigen.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von kawatina 14.12.09 - 16:58 Uhr

Hallo,

zuerst einmal sollte man in Erfahrung bringen weshalb deine Tochter mit ihrer Bande das Mädel mobbt.

Meist werden Kids ja nur halbherzig befragt, bzw. Eltern lassen sich mit "Weiß ich nicht" abspeisen.

Ich würde das Mädel solange am Tisch sitzen lassen, bis sie eine einleuchtende und nachvollziehbare Erklärung für ihr Verhalten vorweisen kann.
Selbstanalyse nennt man das.;-)
Gerne wird ja die Schuld für Fehlverhalten bei anderen gesucht - bei den Mitmobbern oder dem Opfer selber.

Wenn man den Unterhaltungspegel in der Phase gering hält dauert so eine Selbsterkenntnis selten mehr als eine Stunde. ;-)

Als Strafe die Freundinnen nicht sehen dürfen...na ja....ich setze auf körperlichen Arbeitseinsatz. Bekommt man Haus und Hof in Schuss - meist aber nur einmal.
Wenn man es gleich ordentlich angeht, vergeht den Kids die Lust auf mehr#rofl

Sieh es mal so. Du sagst deiner Tochter das Mobbing soll ein Ende finden. Deine Tochter macht fröhlich weiter.
Ich persönlich würde es so sehen, das deine Tochter dich nicht respektiert.
Denn würde sie dich respektieren, dann wäre damit augenblicklich Schluss.
Setz dich mal durch und zeige, wer der Boss ist.


LG
Tina

Beitrag von baltrader 14.12.09 - 17:58 Uhr

Ich wäre auch für härtere Strafen, als nicht mit den Freundinnen treffen. Ganz ehrlich, da lacht sie doch drüber. Auch wenn jede Strafe weiteres Mobbing bedeutet, so soll ihr Handeln doch nicht konsequenzfrei bleiben. Auch die Schule sollte sich Konsequenzen für die Mädchen ausdenken.

Lg,

Mimi

Beitrag von butler 14.12.09 - 21:03 Uhr

Hallo,
Ja, Mitarbeit von der Schule wäre toll, nur leider wohl sehr sehr selten wirklich angewendet. Da gibt es 3 kleine Affen die das super zeigen was in den meisten Schulen passiert. Außer es geht gegen einzelne Lehrer.
Wir hatten einen Besuch der Schulpsychologin in der Klasse, die dann nachher festgestellt hat, "ist doch nicht soooo schlimm, da kenn ich andere Fälle. Und er wird ja nicht ausgeschlossen er hat sogar was gesagt "( mein Sohn hat im Unterricht zu seinem Hintermann gesagt er solle ihn nicht ständig kneifen.)#kratz
lg

Beitrag von baltrader 15.12.09 - 06:16 Uhr

Ich war leider damals selbst Mobbing-Opfer, meine Freundin saß im Rollstuhl und wurde deshalb gemobbt, man legte Reißzwecken aus, damit die Reifen am Rolli kaputtgehen, da ich zu ihr stand, stand ich gleich mit auf der Liste der anderen...sowas kann einem das Leben zur Hölle machen.
Die Lehrer haben erst nach 4 Jahren reagiert und auch erst nachdem unsere Mütter gemeinsam beim Kultusministerium vorstellig geworden sind...
Die Sache mit den Äffchen ist wohl leider so, engagierte Lehrer gibt es da leider viel zu selten, gerade in so einer eingefahrenen Situation.

Lg,

Mimi