Gibts hier 2-fach Mamis mit Papas die erst am WE da sind?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von emestesi 14.12.09 - 17:02 Uhr

#hicksHallo Zusammen,

bin jetzt eine frische grüne Witwe - sprich: mein Schatz ist von Montags bis Freitags weg und kommt nur noch Wochends nach Haus, sofern er es überhaupt einrichten kann - seine Arbeitsstätte ist rd. 600 km weit weg :-(. Meine zwei Mäuse (3 und 5) und ich müssen uns nun also erstmal an die neue Situation gewöhnen. Ich arbeite VZ, die Kinder sind in der Tagesbetreuung im KiGA, für unseren großen Garten haben wir zwischenzeitlich einen Gärtner engagiert, da ich mir das nicht mehr zusätzlich zutraue (macht auch Winterdienst), putzen etc. versuche ich erstmal alles allein weiter zu machen. Dennoch geht mir natürlich ein bisschen die Muffe, da es sicherlich schon komisch sein wird, erstmal allein zu sein. Klar, als ich damals 18 war kam ich auch allein zurecht - aber das ist auch schon fast zwanzig Jahre her #hicks und damals hatte ich auch noch keine Kinder und nur ne kleine Wohnung.

Wie sind eure Erfahrungen? Wie schnell habt ihr euch umgewöhnt? Und wie sieht es mit eurem "sozialen Netz" aus? Omas wohnen leider zu weit weg und leider hat sich auch mein Freundeskreis gen Null dezimiert; als wir vor 6 Jahren in die Kleinstadt gezogen sind, habe ich meine Kinder bekommen und bin gleich wieder arbeiten gegangen - für Freundschaftsaufbau blieb da eher weniger Zeit #schmoll. Klar, ich habe echt nette Nachbarn (sind aber alle im Durchschnitt 10 bis 15 Jahre älter) und im Job einige Bekannte - aber das war es auch schon.

Vielleicht mögt ihr mir von euren Erfahrungen berichten?

Liebe Grüße von Emestesi

Beitrag von gunillina 14.12.09 - 17:43 Uhr

Mein Mann ist die Woche über 350 Km weit weg (München).
Unsere Kinder haben Anfangs sehr darunter gelitten, aber nun ist es so, dass wir drei hier unser Ding machen und am Wochenende ist Familienzeit, die voll ausgeschöpft wird. :-)
Ich komme hier super zurecht, wobei auch ich nicht allzu viele Freunde habe. Nachbarn sind alle älter, haben aber gleichaltrige Kinder, das ist schon einmal super. Die Großeltern sind noch viel weiter weg als mein Mann, bzw. sind sie da, wo er gerade arbeitet... Er ist also gut versorgt, besucht seine Familie, wenn Zeit ist, sieht seine Freunde etc.
Sicher ist es so, dass an mir die Hauptverantwortung für Haus und Hof hängen bleibt (wir hahben aber nur eine Wohnung...;-)). Ich gehe allein zu den Weihnachtsfeiern, ich kümmere mich allein um die Einkäufe vor Weihnachten, ich bin die Mutter, die ihre kranken Kinder pflegt, ich ich ich.
Manchmal stinkt es mir schon, aber die Alternative wäre ein Umzug, und das will ich meinen Kindern und mir dann doch nicht zumuten. Wir sind hier super eingebettet, die Schule ist gleich um die Ecke, meine Kinder haben ihre besten Freunde IM HAUS, ich habe feste Arbeit. Und letztlich hätte ich auch dann die Hauptarbeit, wenn mein Mann hier wäre, denn er arbeitet von morgens bis abends, während ich Teilzeit arbeite.
Sollte mein Mann jedoch fest in MUC arbeiten wollen/sollen, dann würden wir uns doch überlegen, ein letztes Mal umzuziehen. Aber wir sind schon so oft hinter der Arbeit hergezogen, irgendwann mag ich nicht mehr...:-( Für die Kinder wäre es momentan eben sehr belastend, für mich auch.
So sind wir jetzt eben eine Teilzeitfamilie, ich bin Teilzeitalleinerziehend, und wir kommen zurecht. Wir telefonieren täglich, das ist ein Abendritual.
Viel mehr tut mir momentan mein Mann leid, der unter der Woche aus Koffern und im Hotel lebt, damit er nicht auch noch putzen und kochen muss, wenn er so viel arbeitet. Er könnte sich ja auch eine Wohnung oder ein Zimmer mieten, aber so kann er den Komfort des Hotellebens nutzen (Wellnessbereich, Minibar, Restaurant;-)) und muss sich nicht darum kümmern, wer sein Zimmer saugt und die Handtücher wäscht.
Alles hat seine guten und schlechten Seiten. Ich bin ganz gern mein eigener Chef, wenn er in München ist, ich habe keinen Schnarcher neben mir im Bett, ich muss mich nur nach zwei Kindern richten und nicht noch nach einem Mann, wenn es ums Kochen geht, ich bestimme selbst, wie es hier aussieht:-p, mein Mann ist nämlich recht pingelig... Und doch, wir lieben uns ungemein. Aber so können wir jetzt viel besser über die "komischen" Seiten des Partners hinwegsehen...
Also, vielleicht hilft dir mein kurzer Erfahrungsbericht ja?
L G
G, ich bin überzeugt, das spielt sich bei euch ein! Das einzige Problem sind Krankheiten. Aber auch das klappt dann irgendwie...#schwitz

Beitrag von emestesi 14.12.09 - 17:53 Uhr

Danke für deine Antwort #blume ... Vor allen Dingen finde ich es gut, dass du nichts verschönt bzw. beschönt hast. Genauso erwarte ich mir meinen künftigen Alltag: Es bleibt zwar alles an einem hängen und Männe tut einem schon irgendwie Leid, aber frau ist ihre eigene Herrin. Ich glaube, letzteres muss ich erst noch lernen. Im Gegenzug zu deinem Schatz hat meiner unseren Wohnwagen und somit schon ein eigenes Zuhause, was doch vorteilhafter ist als ein Hotel, da man sich schon etwas persönlicher einrichten kann.

Wie sieht es denn bei dir persönlich aus? Du klingst doch recht ... hmm ... hart (?) und abgeklärt. Fehlt dir nicht manchmal ein gewisser Freundeskreis bzw. ein paar Vertraute, mit denen man sich austauschen und (Ersatz-)Nähe pflegen kann? Die eigenen Kinder taugen da ja nur sehr bedingt. Ich glaube, mir persönlich wird es da schon etwas fehlen, da ich ausgesprochen kommunikativ bin und mich auch sorgentechnisch - nicht nur an Sonnenscheintagen - gern einmal austausche.

LG von Emestesi

Beitrag von gunillina 14.12.09 - 18:06 Uhr

Dafür gibt es doch urbia
















#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl


nein, im Ernst. Sicher fehlt mir manchmal etwas. Aber auch mein Mann kann mir keine beste Freundin ersetzen. Und die leben nun mal auf der ganzen Welt verstreut... Und neue Freundinnen zu finden, ist nicht so leicht, besonders, wenn man erstmal einen Babysitter engagieren muss, um loszugehen...#schwitz
Aber es gibt ja das Telefon. Ausserdem kann ich mich gut mit den Nachbarinnen und Kindergarten/Schuleltern austauschen.
Und an und für sich bin ich schon immer eher eine einsame Wölfin gewesen, als ein Partyhuhn... vielleicht hilft das auch, mit der Situation zurecht zu kommen.
Also, jetzt sind die Kinder dran, die Abendzeit bricht an. Mach's gut, wir können uns ja nochmal austauschen! Aber bitte keinen Club einrichten, oder?;-)
L G
G
















Beitrag von emestesi 14.12.09 - 18:21 Uhr

Äh, nee .... dafür habe ich weder Zeit noch Lust. Aber nochmals lieben Dank! Und dir einen schönen Abend :-)

Beitrag von san_75 14.12.09 - 21:16 Uhr

Hallo,

ich bin zwar nur eine 1-fach Mama, aber auch unser Papa ist nur am WE zuhause.
Momentan arbeitet er in Frankfurt, daß sind von uns hier ca. 300 km weg. Da er selbstständig ist und in ganz Deutschland seine Aufträge hat, bringt es auch nichts, ihm hinterher zu ziehen.
Also blieb uns nur diese eine Möglichkeit, eine WE-Beziehung führen bzw. WE-Familie zu sein.

Aber wie meine Vorrednerin schon schreibt, ich genieße auch ein wenig die Vorteile. Unter der Woche hat man weniger Arbeit, muß sich "nur" um das Kind kümmern und kann sich seine Hausarbeit und Freizeit einteilen wie man will. Und doch fehlt er mir jeden Abend, wenn Ruhe eingekehrt ist und ich alleine auf der Couch sitze. Schade finde ich natürlich, daß meine Tochter und ich viele Dinge unter der Woche alleine machen müssen, wo bei den anderen beide Elternteile dabei sind (z. B. Laternenumzug).
Das Wochenende genießen wir dann immer sehr intensiv, wobei es auch vorkommt, daß wir uns nur von Samstag bis Sonntag oder auch mal nur alle 2 Wochen sehen.
Unsere Tochter kommt relativ gut damit zurecht. Sie kennt es eigentlich nicht anders. Aber trotzdem ist sie manches mal sehr traurig und beleidigt wenn er wieder fährt und will ihm nicht Tschüß sagen bzw. ihn auch nur anschauen. Sobald er weg ist, rennt sie ans Fenster oder ruft ihm nach. Da tut sie mir dann schon leid.

Ändern wird es sich bei uns also nie, aber ich habe ihh so kennengelernt und wußte, auf was ich mich da einlassen. Wir wollen noch ein zweites Kind. Ich hoffe, daß ich es dann auch noch zu gut wegstecke. Allerdings muß ich dazu sagen, daß meine Eltern im selben Ort wohnen, nur ein paar Straßen weiter. Das erleichtert das Ganze ungemein. Ich wußte oft nicht, was ich ohne sie machen würde.

Also, Kopf hoch und alle Kraft der Welt. Es wird sich irgendwann einpendeln #liebdrueck

LG
Sandra

Beitrag von indigowillow 15.12.09 - 00:08 Uhr

Hallo Emestesi!

Ja, ich bin auch so eine. Wir haben drei Kinder (6,4 und knapp 2) und wohnen in einem Einfamilienhaus am Rande einer großen Stadt. Mein Mann ist auch nur am Wochenende bei uns, manchmal auch nur jedes zweite WE, je nachdem, wieviel er zu tun hat.

Ich finde es stressig und er vermisst seine Familie natürlich auch sehr. Gott sei Dank haben wir ein Au Pair Mädchen, da auch ich Teilzeit arbeite und unser Kleiner erst 22 Monate alt ist. Ich glaube, ohne diese Hilfe wäre es schwer für mich, da auch ich kein großes soziales Netzwerk habe (Großeltern etc.).

Wir machen das jetzt seit ca. 2 Jahren so und ich denke, dass wir längerfristig über eine andere Lösung nachdenken werden. Wir wollen als Familie gerne zusammen sein, wollen aber auch die Kinder nicht entwurzeln... schwierig, schwierig....


Dir alles Gute!!

LG
Indigo



Beitrag von maycat 15.12.09 - 12:59 Uhr

Hallo#sonne

Bin auch Mama von 2 Jungs ( 10mon. und 4Jahre). Bin aber öfter mal 2-3 Wochen allein mit den Beiden. Ist natürlich nicht so schön, vorallem für die Kinder. Man merkt das der Große ganz schön drunter leidet:-( Obwohl es schon immer so war( seit wir uns kennen), hatte ich ziemlich lange dran zu knabbern. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit dran. Ich vermisse mein Schatz natürlich immernoch. Gerade Abends, wenn man zur Ruhe kommt fehlt er einfach. Aber wenn er dann 2 oder 3 oder auch mal 4 Wochen weg war bringt er auch alles wieder durcheinander:-pwenn er wieder nach Hause kommt. Da muss man sich irgendwie auch wieder rein finden.
Wohne mittlerweile 3 Jahre hier und habe ein paar Freundschaften geschlossen. Meine Eltern wohnen 500 km weiter weg#heul. Schwiegereltern wohnen zwar hier in der Nähe, sehen uns aber nicht so oft.

LG Katja

Beitrag von emestesi 16.12.09 - 13:18 Uhr

Hallo,

vielen, vielen Dank für eure Erfahrungen und auch Tipps - mittlerweile ist es Tag 3 allein bei uns und im Moment fühle ich mich (noch!) ganz gut allein. Netterweise hat sich meine frühere Tagesmutter bereit erklärt, mir die Kleinen bis heute nachmittag abzunehmen, damit ich ein bisschen Ruhe tanken und mal das machen kann, wozu ich Lust habe (z.B. bei urbia vorbeischauen :-)).

Ja, ich muss wohl schauen, wie sich das bei uns so einspielt, aber es ist echt schön zu lesen, dass man nicht so allein mit der Situation ist und dass es Frauen wie euch gibt, die damit auch fertig werden.

Von daher ein liebes Dankeschön von mir an euch!!! #blume #blume #blume

Eure emestesi

Beitrag von kuri 17.12.09 - 21:57 Uhr

Hallo,

wir praktizieren das schon 9 Jahre und das ist gar kein Problem. Allerdings ist mein Mann nur Mo.-Do. weg und hat dann den ganzen Freitag und das WE für uns Zeit.

LG
Tina