Nicht verpflichtet sie über Nacht zu nehmen?Ich Bringe Job in Gefahr?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von winnie_windelchen 14.12.09 - 19:50 Uhr

Hi, wieder mal ich. :-)

Wie es momentan um uns steht ist ein paar Beiträge unter diesem zu lesen.

Vorhins brachte der KV unsere Kleine (3 1/2) wieder nach Hause und wie so oft gab es eine kleine Diskussion, verlief aber ganz ruhig.

Letztendlich meinte er nur ich würde nichts erreichen mit meinem Wunsch das er unsere Tochter geregelt aller 4 Wochen sehen kann bzw. sie ihn. Er wollte wissen was ich unter einem geregelten Kontakt verstehe und ich wiefolgt, eben aller 4 Wochen für zb. ein Wochenende, so schlug es letztendlich auch meine Anwältin vor. Er jedoch sagte, geregelt alles schön und gut (hat er die letzten 1 1/2 Jahre nicht hinbekommen, ist daher schon mal gut das er langsam zur Einsicht kommt), jedoch sei er nicht dazu verpflichtet sie über Nacht zu nehmen, er meinte er würde seine Pflicht schon erfüllen wenn er hin und wieder sie mal für 3-4 Stunden abholt. #kratz Ähm...das ist doch nicht rechtens oder? Vorallem weil er es dieses Jahr nur 2x geschafft hat sie nachmittags mal mit auf den Spielplatz zu begleiten für 2-3 Std. Er stellt es sich wahrscheinlich so vor, er sieht sein Kind aller 4 Wochen für einen Nachmittag, keine Ahnung.

So langsam frag ich mich was das für ein angeblicher Anwalt ist den er sich da genommen hat.

Das was ich weiß ist folgendes. Im normalfall betreut ein KV sein Kind/Kinder aller 2 Wochen für 2 Tage und zwischendrin für zb. einen Tag nachmittags für ein paar Stunden. Ich selbst komme ihm also mit den 4 Wochen schon entgegen. Nachmittags mal zwischendurch sehen ist so gut wie unmöglich. Da der KV weggezogen ist und nun auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist und sich nie niemals diese Umstände wegen 3-4 Stunden machen würde. Daher versteh ich sein Gerede auch nicht.

Dann meinte er auch noch das ich sein Job in Gefahr bringe. #kratz Ich frag mich wo? Er lernt Koch, hat nebenbei Berufsschule. Und natürlich auch freie Tage. Ich denke wenn irgendwann, ein Gerichtsbeschluss steht, der besagt aller 4 Wochen für ein WE, dann könnte doch der Arbeitgeber auch nichts tun oder? Ich mein, ich möchte natürlich nicht das er gekündigt wird aber mein Kind geht mir nunmal vor.

Ich hoffe das ganze zieht sich kein Jahr mehr hin.

lgchen Winnie

Was meint ihr dazu?

lg

Beitrag von arienne41 14.12.09 - 20:00 Uhr

Hallo

Den Arbeitgeber wird das am Popo vorbei gehen.

Er hat nichts damit zutun.

Wenn dein EX jedes WE arbeiten muss, dann ist es so.

Lg

Beitrag von winnie_windelchen 14.12.09 - 20:08 Uhr

Aber in der Woche kann er ja auch nicht, wie also regeln???

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 07:24 Uhr

Ganz einfach.
Wenn er unregelmäßig frei hat und arbeiten muß und das ist in der Gastronomie nun mal so, solltet Ihr euch mit flexiblem Umgang dem anpassen.

Du bist ja zeitlich offensichtlich (noch) nicht gebunden und kannst durchaus flexibel vorgehen. Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum Du ihm rein aus Prinzip feste Zeiten aufdrücken willst, obwohl diese mit seinem Beruf schlecht zu vereinbaren sind und Du ihn da zu zwingen müßtest.

Beitrag von tigratatze 14.12.09 - 20:08 Uhr

HuHu Winnie,

ein ziemliches Hin und Her hast Du da, tut mir wirklich leid.

Ich bin keine Anwältin und habe selbst auch keine wirkliche Erfahrung, aber ich kann mir kaum Vorstellen das eine gerichtlich erwirkte Umgangsregelung den Arbeitsvertrag des Vaters ausser Kraft treten lässt.

Da ich selbst lange in einer Küche gearbeitet habe und weiss wie da die Arbeitszeiten sind und sein können, ist dieses Argument seitens des Vaters sicherlich ein nicht gerade Unwichtiges.

Schliesslich sichert er mit diesem Job ja auch zukünftig den Unterhalt und, da bin ich mich dann doch schon sehr sicher, kein Gericht in diesem Staat wird einem Vater vorschreiben seinen Job zu gefährden um die Umgangswochenenden wahrnehmen zu können.

Wenn es aus beruflichen Gründen ( und dieser Beruf sichert ja nunmal auch die finanzielle Seite deiner Tochter ) dem Vater nicht möglich ist sein Kind über Nacht zu betreuen, dann kann ich mir nur schwerlich vorstellen das er gerichtlich dazu verdonnert wird.
Deutsche Richter schaffen zugungsten eines Umgangswochenendes wohl kaum Arbeitslose.

Aber ich drücke Dir fest die Daumen das meine menschliche Logik mich in diesem Fall im Stich lässt.

Liebe Grüße
Jessy

Beitrag von winnie_windelchen 14.12.09 - 20:39 Uhr

Hi, komisch ist nur das er genügend Zeit für seine Freizeit und Unternehmungen hat und nur den Job erwähnt sobald es um sein Kind geht.

Außerdem, was ich dabei nicht verstehe, Arbeitsvertrag hin oder her, aber gesetzlich ist schließlich auch geregelt das die Tochter sowie auch der Vater das RECHT besitzen sich zu sehen und dies geregelt. Er redet jetzt von am Tag 3-4 Std. hin und wieder nehmen, hat es selbst aber dieses Jahr nur 2x so geschafft?!? Ich hab da im Grunde auch nix dageen wenn es so laufen muss aber dann mindestens einmal die Woche, was er eh nicht hinbekommt. So langsam glaub ich das dies alles nicht wirklich wahr ist, ich wart auch schon 4 wochen auf den Brief vom Anwalt, sind die so langsam?

Unterhalt hat er im übrigen noch nie gezahlt.

lg

Beitrag von tigratatze 14.12.09 - 21:09 Uhr

Meiner Erfahrung nach sind gerade die väterlichen PFLICHTEN was Betreuung und auch Unterhalt angeht ein zielich dehnbarer Begriff.

Der Vater meiner Tochter und ich haben das gemeinsame Sorgerecht.
Meine Süße ist jetzt 3 1/2 Jahre alt, als sie 14 Monate war habe ich mich von ihrem Vater getrennt.

An diesem Tag hat er seine Tochter zum letzten Mal gesehen.
Bemühungen meinerseits, seitens meiner Anwältin und auch des Jugendamtes eine Art Umgang zu erreichen ( von geregeltem Umgang will ich garnicht erst sprechen ) waren erfolglos.
Mittlerweile versuchen wir es übrigens nicht mehr.
Ihr Vater will nicht und damit müssen ( und können wir mittlerweile ) leben.

Unterhalt bezahlt ihr Vater auch nicht und das obwohl er sich seit über 14 Jahren in einer leitenden Position bei seinem Arbeitgeber befindet.
Lediglich der Unterhaltsvorschuss wird im per Lohnpfändung direkt abgezogen. Ganze 117€, dabei müsste er weit mehr als das 3fache an Unterhalt zahlen bei seinem Einkommen.
Nur kommt das Gericht hier nicht aus den Socken und somit gibt es nur den Unterhaltsvorschuss bisher.

Der Vater meiner Tochter arbeitet übrigens nur von Montags-Freitags, hätte also durchaus mal das Ein oder Andere WE an dem er sich mit seiner Tochter treffen könnte....könnte, wenn er denn wollte.
Für seine Freizeit, seine Hobbys und auch seine Freunde findet er neben seinem Job ebenfalls Zeit, für seine Tochter nicht.
Das ist nunmal so.

Meine Anwältin hat mir vor einem Jahr etwa mal etwas sehr wahres gesagt:

"Finden sie sich damit ab Fr. P. der Kindsvater hat Rechte und Pflichten.
Seine Rechte wird er durchsetzen wenn es ihm in den Kram passt, z.B. eine sofotige Anpassung des Unterhalts wenn sich sein Einkommen verringert oder er nochmal Vater wird.
Seine Pflichten wird er ignorieren und er wird sie am ausgestreckten Arm verhungern lassen.
Denn so gemein wie es ist, seine Pflichten sind ihre Rechte und die können sie leider nicht ohne weiteres einfordern solange unsere Gerichte so überlastet sind wie sie es sind und vor Allem nicht solange wie Strafen so inkonsequent durchgesetzt werden wie es hier in Deutschland der Fall ist."

Und soll ich Dir was sagen, die Frau hat verdammtnochmal Recht gehabt.
Zumindest hier bei uns im Kreis trift es zu, die Gerichte arbeiten zu langsam und zu inkonsequent.

Ich habs aufgegeben.
Sowohl dem Vater nachzulaufen als auch meine Tochter zu seinen Gunsten zu belügen.

RECHT haben und RECHT bekommen sind nunmal zwei völlig verschiedene paar Schuhe.

LG
Jessy

Beitrag von winnie_windelchen 14.12.09 - 21:21 Uhr

Hi Jessy, mir tut das sehr leid für deine Kleine aber recht hat deine Anwältin, und ganz ehrlich -> ich geh davon aus, das es bei uns nicht anders kommen wird, nur erst dann kann ich mit allem abschließen und Linchen auch, bis sie älter wird und alles versteht und sie anfängt zu fragen.

Es gibt für mich also nur 2 Möglichkeiten entweder geregelt sehen oder garnicht. Ich entscheide nur zum Wohle meines Kindes und ihren Rechten. Egal wie es also ausgehen mag, ich kämpfe natürlich dafür das es positiv ausgeht aber falls nicht, werden auch wir uns daran gewöhnen, nur dieses hin und her ist furchtbar.

Das mit den Gerichten ist wirklich heftig. Aber ich denke auch da kann man nichts machen, das es langwierig wird wusste ich aber ich weiß auch, das ich das kein Jahr so aushalte.

Lieben Gruß

Beitrag von tigratatze 14.12.09 - 21:34 Uhr

HUhu,

braucht Dir nicht leid tun.
Wir haben einen tollen "Papa" ""gefunden"", vor 4 1/2 Wochen ist das Brüderchen auf die Welt gkommen.
Uns geht es sehr gut damit das der leibliche Vater meiner Tochter sich aus unserem Leben heraushält.
Meine Süße weiss das es ihn gibt, hat Bilder von ihm in ihrem Zimmer und wächst einfach damit auf 2 Väter zu haben.
Einen "vor Ort", der mit uns lebt und einen Vater weiter weg.

Ich weiss nicht ob unser Leben sich in diese schönn Bahnen gelenkt hätte wenn der leibliche Vater meiner Maus in unserem Leben mehr Platz, Zeit und Raum eingenommen hätte.
Ich schätze nicht, denn ich bin damals immer nach seiner Pfeiffe getanzt und hätte weiterhin Kontakt bestanden hätte ich diese "Unart" wahrscheinlich nicht abgelegt und somit auch keinem anderen Mann einen Platz in unserem Leben einräumen können.
Aber das sind Spekulationen.

Wir sind froh das es so ist wie es ist. Uns ist klar das sich das aber auch jeden Tag ändern kann.
Morgen kann ein Brief im Kasten liegen in dem ihr Vater sein Umgangsrecht einfordert.
Dann wird er dies auch bekommen.
Übrigens, laut Jugendamt ( so wurde es mir damals mal gesagt ), wären auch 2 Besuche im Jahr so etwas wie eine Regelmäßigkeit, wenn das Kind sich denn dann auch darauf einstellen könnte den Vater z.B. immer an Ostern und zu Nikolaus zu sehen.
Toll, oder?

Ich drücke Dir, wie oben schon gesagt, fest die Daumen.
Kann sehr gut nachvollziehen warum und wofür Du kämpfen willst und wünsche Dir alle Kraft der Welt dafür.

Lieben Gruss
Jessy

Beitrag von winnie_windelchen 14.12.09 - 21:44 Uhr

Das klingt wirklich suppi und glückwunsch zum kleinen Zwerg #huepf

Ich denke schon das dass alles bei euch auch mit dazu geführt hat, das ihr jetzt wieder glücklich sein könnt. Ich freu mich für euch und wünsche uns dieses auch.

Ich werde Linchen ihren Vater auch nie vorenthalten und auch wenn es wirklich so kommen sollte von wegen Ostern und Nickolaus #schein was ich natürlich nicht hoffe denn er wohnt ja nicht mal 20km von uns entfernt von daher.

Nur die regelmäßigkeit ist mir wichtig, so das wir uns eben drauf einstellen können, wie du auch schon geschrieben hast.

Nun denn, ich danke dir für deine Offenheit und wünsch euch alles Liebe. #niko



Beitrag von jarmina 15.12.09 - 15:30 Uhr

Hi,

ich kann Dich ja verstehen, dass Du Regelmäßigkeit willst, aber ehrlich gesagt dafür ist der Beruf eines Koches nicht gerade bekannt.

In dem Beruf des Koches ist es eher die Regel als die Ausnahme am Wochenende zu arbeiten. Ich kann da nur von dem Betrieb meines Mannes ausgehen. Wo dir regulären Arbeitszeiten für die Köche von morgens um 9.30 Uhr beginnt mit Zwischendienst ist die Arbeitszeit dann gegen 18.00 beendet, mit großer Pause dazwischen dann zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr, am Wochenende auch schon mal 23.00 Uhr bei größeren Veranstaltungen. Ein ganzes Wochenende frei ist eher eine Seltenheit, meistens außerhalb der Saison, wenn nicht so viel los ist. Regelmäßig jedes x. Wochenende im Monat unmöglich. An Tagen wie Weihnachten, Ostern und/oder Sylvester ist eher Frei-/Urlaubssperre angesagt.

Mit der Maßgabe, dass ein Koch alle vier Wochen ein Wochenende frei haben muss, würde bei uns keiner eingestellt.

Er hat also nicht unrecht, dass Du seinen Job gefährdest mit Deiner Forderung.

Frag ihn doch lieber mal, ob ihr nicht anhand seines Dienstplanes Termine vereinbaren könnt, vielleicht auch unter der Woche.

Grüße

Jarmina

Beitrag von winnie_windelchen 15.12.09 - 17:32 Uhr

Das weiß ich alles.

Das es um das WE ging war ein Beispiel...ich hätte auch schreiben können von Montag bis Mittwoch oder ähnliches. Es ist einfach kein Weg drinnen.

Beitrag von windsbraut69 16.12.09 - 07:43 Uhr

"ich hätte auch schreiben können von Montag bis Mittwoch oder ähnliches."

Das geht doch genau so wenig!
Nicht ER diktiert seinem Chef den Dienstplan, sondern umgekehrt!

Beitrag von winnie_windelchen 16.12.09 - 09:40 Uhr

Gut, also ist jeder Berufstätige Vater der in solchen ähnlichen Berufen arbeitet, nicht fähig sein Kind "regelmäßig" zu nehmen!

Arme Kids!

Beitrag von tigratatze 16.12.09 - 15:23 Uhr

HuHu winnie,

ich würde jetzt mal ganz salopp sagen, nicht jeder berufstätige Vater steckt mitten ( in Deinem Fall sogar am Anfang ) einer Ausbildung.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, so sagt ein altes Sprichwort und es ist wahr.

Gerade in der heutigen Zeit ist es verdammt schwer eine Ausbildungsstelle zu bekommen ( gerade wenn man schon eine oder gar mehrere Ausbildungsstellen abgebrochen/nicht beendet hat ).

Und ich schrieb es Dir ja schonmal.
Regelmäßig ist ein dehnbarer Begriff.

2x im Jahr kann eben auch schon eine Regelmäßigkeit sein.


Ich fange im Februar wieder an zu arbeiten, vollzeit im Dreischichtsystem inkl WE- und Feiertagsdiensten.
Meine Kinder sind Gott sei Dank bei mir und die Betreuung ist durch meinen Männe gesichert.
Wenn meine Tochter bei ihrem leiblichen Vater leben würde wäre es mir ab Februar so gut wie nicht mehr möglich mein Kind alle 2 Wochen zu besuchen/sehen und über Nacht währe ein Drahtseilakt der extrem viel Flexibilität seitens beider Eltern und auch des Kindes erfordern würde.
Sicher könnte sich sie Freitags nach der Spätschicht holen ( nach 22Uhr ) und sie Samstags von meiner Mutter betreuen lassen wärend ich von 06-14Uhr in der Frühschicht stecke und würde sie dann Sonntags entweder schon um 11Uhr wieder abliefern damit ich rechtzeitig zum Dienst könnte oder eben erst abends nach 22Uhr, wobei in der Zwischenzeit meine Mutter meine Tochter wärend der Sonntagsschicht ebenfalls betreuen müsste.

Wäre vielleicht toll für den Papa der ein freies WE hat und Zeit für sich, aber das ein Kind von sowas auch nur ansatzweise profitiert nur um "Regelmäßigkeit" zu generieren...fraglich.

Und was würde ich tun wenn ich Freitags plötzlich ne Std oder 2 länger arbeiten muss?
Meinem Chef absagen und dann sofort meinen Spint räumen und mich von meinen ( jetzt Ex- ) Kollegen verabschieden oder kurzfristig ( um 21.45Uhr ) mein Kind anrufen und das WE absagen ( und somot den Zorn meines Ex auf mich ziehen der mich im Anschluss vor Gericht zerrt weil ich nicht gewillt war meine Tochter Nachts um 00Uhr nach Feierabend noch abzuholen.

Oder noch schlimmer, was soll ich tun wenn ich mittem am inder WE in die Nachtschicht wechsel ( laut Dienstplanvorgane ) oder spontan als Ersatz weil eine Kollegin krank geworden ist?
Mein Kind mitnehmen, bei der Oma abgeben oder das WE mit meinem Kind nicht wahrnehmen weil ich genau weiss, sie würde keine Zeit mit mir verbringen weil ich halt arbeiten muss.


Mir ist völlig klar das diese Beispiele krass sind, aber sind sie Realität.
Vielleicht nicht bezüglich der Nachtschicht, das betrifft zwar viele aber nicht alle Berufe.
Aber Überstunden, spontaner Schichttausch usw kommen nunmal vor und wenn man immer ( oder eben jedes 2. WE ) seinem Chef bsagt, dann ist man seinen Job sehr schnell los und wenn nicht, dann kann man sich zumindest zu 100% sicher sein, wenn man mal einen wichtigen Termin hat braucht man uf die Kulanz von Chef und Kollegen nicht zu hoffen.
Egal ob es dabei um einen Arzttermin oder das Kind geht.

Vielleicht solltest Du erstmal in betracht ziehen einen "regelmäßigen" Umgang stundenweise, tagsüber anzustreben.
Was weiss ich, 1x alle 3 Wochen für 2 Std nachmittags/vormittags, je nach Schicht des Vaters.
Wäre besser als nichts und würde jede Menge Druck auf beiden Seiten aus der Situation nehmen.

Lieben Gruss
Jessy

Beitrag von windsbraut69 16.12.09 - 16:12 Uhr

Ganz genau.

Auch berufstätige Väter, die in der Familie leben, müssen sich nach ihren zeitweise unregelmäßigen Arbeitszeiten richten!

Überleg mal, wie Ärzte arbeiten, Menschen im Schichtbetrieb, Väter, die auf Montage arbeiten, und und und!

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 07:32 Uhr

Warum willst Du Deiner Tochter denn das von Dir zitierte RECHT auf Umgang mit aller Gewalt verbauen???

Du verhärtest mit Deinen Forderungen doch nur die Fronten und bitte erzähl nicht, dass eine 3jährige auf geregelte Besuchswochenenden besteht!

Dem Kind ist es doch gleichgültig, ob der Vater spontan vorbei kommt oder exakt nach Kalender.

Ich wette mir Dir, mit dieser Aktion schaffst Du es endgültig, den letzten Keil zwischen Vater und Kind zu treiben - willst Du das ernsthaft? Stell Dir mal vor, EURE Kleine liest irgendwann m,al all Deine Beiträge hier im Forum und stellt Fragen.

Beitrag von winnie_windelchen 15.12.09 - 12:29 Uhr

Dann überleg du mal was du deinem Kind antwortest wenn es von alleine kommt und sagt Mama wann seh ich den Papa wieder? Mama warum hat der Papa abgesagt? Mama warum hat der Papa wieder alles verschoben? Mama wieso sehe ich den Papa nur wenn er will und nicht auch mal wenn ich möchte? Mein Kind hat auch Gefühle und je älter sie wird desto ausgeprägter werden diese auch gegenüber ihrem Vater.

Den Keil treibt er, nicht ich. Es tut mir leid, aber ich sehe nicht ein das ich und mein Kind springen müssen wenn ihm mal danach ist. Und wenn du das für richtig empfindest dann fehlen mir einfach nur die Worte dafür. Ein Kind ist kein Spielzeug, ein Kind ist ein Mensch welches auch Bedürfnisse hat und nur dafür setze ich mich ein!

1 1/2 Jahre habe ich ihn machen lassen was und wann und wie er es wollte ohne Rücksicht, damit ist Schluss. Und ich seh persöhnlich absolut kein Problem darin, das sich ein Arbeitgeber darauf einstellen kann das zb. jedes erste Wochenende im Monat ihm ein Lehrling fehlt und das dieser Zeit mit seinem Kind verbringt. Herr Gott es sind 24 Tage im Jahr.....das ist nichts!!! Und ja ich bin flexibel, von daher muss es auch kein Wochenende sein, das war ein Beispiel.

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 13:00 Uhr

Du hast nicht besonders viel Erfahrung mit Arbeitgebern, nehme ich an?

Den AG Deines Ex geht es nix an, wann der sein Kind von Dir zugeteilt bekommt und er muß sich mitnichten an DEINE Termine halten, sorry, das ist völliger Blödsinn, sowas zu erwarten.

Euer Kind scheint leider wirklich als Spielzeug bzw. Werkzeug benutzt zu werden aber nicht von ihm bzw. nicht nur von ihm.
Erzähl dem Kind doch einfach nicht Wochen voraus, wann der Papa sich angekündigt hat, dann ist sie auch nicht enttäuscht. Mit 3 Jahren wird sie sicher noch spontan Zeit haben, wenn er dann da ist und gut ist.

Beitrag von winnie_windelchen 15.12.09 - 13:06 Uhr

Tja, dann frage ich mich wie das andere Väter schaffen, die ebenfalls in der Gastro arbeiten.

Wochen voraus ist gut, einen Tag vieleicht oder Stunden vorher und sogar da kommen absagen und verschiebungen.

Mir kommt es so vor als wenn du überhaupt noch nicht in so einer Situation gesteckt hast.

Du verteidigst ihn hoch 3 und ich bekomme einfach nicht mit wieso?

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 13:13 Uhr

Nein, habe ich nicht, da hast Du Recht.
Ich denke aber, dass DU ein größeres Problem mit seiner Unzuverlässigkeit (er war ja schon immer "unsolide"...) hast als die Kleine.

Ich verteidige sein Verhalten im übrigen nur dahingehend, dass er Recht damit hat, dass sein Chef ihm was pfeifen wird, wenn er wegen seines Umgangswochenendes regelmäßig am WE frei haben möchte. Ansonsten ist er sicher nicht zuverlässig und pünktlich aber das war er als Dein Partner auch nicht. Warum sollte er sich nach der Trennung um 180° drehen?

Ich meine einfach, Du solltest Eurem Kind den Kontakt ermöglichen, soweit er bereit ist und sie später selbst entscheiden lassen, wenn sie alt genug ist. Momentan traust Du ihr ja nicht mal zu, selbst zu entscheiden, ob sie einen Joghurt isst.

Beitrag von winnie_windelchen 15.12.09 - 13:22 Uhr

Nicht um 180°.....er hat doch sein Leben im Griff. Er hat endlich eine Lehre bei der er länger bleibt als ein paar Monate, die 4. im übrigen. Er hat eine neue Partnerin, eine Wohnung, Freizeit usw. Das freut mich für ihn, weil ich selbst darin sehe das er gelernt haben muss. Das einzige was nun fehlt ist der geregelte Kontakt zum Kind, das Kind was er angebl. doch so lieb hat. Da gehört nur etwas mehr dazu als das was er das letzte Jahr gezeigt hat.

"Momentan traust Du ihr ja nicht mal zu, selbst zu entscheiden, ob sie einen Joghurt isst. "

Natürlich kann sie entscheiden wann sie einen essen möchte nur ob ich sage ja das darfst du, ist ne andere Geschichte. :-p Das Thema ist aber vom Tisch.

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 13:58 Uhr

Nein, Du läßt sie nur entscheiden, ob sie möchte, nicht aber, ob sie sich zum Frühstück einen nimmt, wenn sonst niemand da ist, der ihr etwas zu essen geben könnte!

Fällt Dir eigentlich auf, dass Du immer noch wohlwollend sein Verhalten, seine Entwicklung bewertest???
Das geht Dich doch alles gar nichts an, im Prinzip geht es Dich auch nichts an, ob er Kontakt zu seinem Kind hat.
Du bist zwar verpflichtet, ihre Interessen zu vertreten, aber ob ihm zu seinem geregelten Leben geregelter Umgang zu Eurer Tochter nach Deinen Vorgaben fehlt, hast Du nicht zu bewerten!

Beitrag von winnie_windelchen 15.12.09 - 14:19 Uhr

Wir essen nun gemeinsam frühstück bzw. stehe ich früher auf und sie kann gern danach einen Joghurt essen wenn sie möchte. Ich habe mir manche Ratschläge schon zu Herzen genommen, keine Sorge. ;-) Auch wenn oft erst nicht wirklich sachlich diskutiert werden muss aber auch ich bin lernfähig, wenn man es mir vernünftig ans Herz legt.

Natürlich geht es mich was an, ich bin ihre Mutter! Ich sag ja, du müsstest erst in so einer Situation stecken damit "du dies bewerten" kannst. ;-)

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 14:53 Uhr

Du verstehst gar nicht, was ich sagen will!

Als ihre Mutter geht es Dich was an aber nur aus DER Warte.
Was für ihn das Beste ist und wie er sein Leben lebt und seine Entscheidungen trifft, ist nicht mehr Deine Baustelle! Darauf wollte ich hinaus.

Schön, dass Du die Meinungen in der anderen Diskussion doch ernst genommen hast. Ist schon erstaunlich, von der Mutter einer 3jährigen zu lesen, ihr Kind würde "Nachts um 6 Uhr" Joghurt aus dem Kühlschrank "stehlen", während sie schläft...